23. August 2007: So fern und doch so nah

Fernbeziehungen sind eine komische Sache: Man ist sich nah, aber irgendwie auch nicht. Man nimmt am Leben des anderen teil, aber irgendwie auch nicht. Man ist für einander da, aber irgendwie eben auch nicht. Und ab einer gewissen Entfernung kommt dann auch noch eine Zeitverschiebung hinzu, die sich in den illusteren Momenten bemerkbar macht.

Wie ich in den letzten Monaten erfahren konnte, bietet das Internet in dieser Hinsicht gänzlich neue Möglichkeiten. Zwar kann es die Hürden einer Fernbeziehung auch nicht abschaffen, aber zumindest ein wenig herabsetzen. Ein paar praktische Beispiele.

  • Skype – unangefochtene Nummer Eins nicht nur in Sachen Internet-Telefonie, sondern auch bei der Video-Telefonie. Und dabei auch noch völlig für lau! Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern bietet einem auch die Möglichkeit einander zu sehen. Kategorie Must-Have!
  • Instant Messaging – Sind Webcam und Mikrofon mal nicht zur Hand, sind Instant-Messaging-Services eine tolle Möglichkeit zur direkten Unterhaltung. Und Bilder kann man damit auch super verschicken.
  • Email – Die gute alte Email erlebt wahrlich eine Renaissance wenn man in abgeschotteten Netzwerk sitzt. Außerdem ist es auch nach wie vor das beste Medium zur indirekten Kommunikation.
  • Blumenläden – Komplett neue Möglichkeiten eröffnet das Internet mit dem Online-Shopping. Wie hätte man zuvor etwa einen Blumenstrauß in Übersee bestellen sollen? Fleurop war gestern, es lebe die lokalisierte Suche!
  • Amazon – Auch der Online-Shop Nummer Eins bietet selbstredend eine Fülle an Möglichkeiten um kleine Präsente auch an entfernte Orte liefern zu lassen.
  • Foto Dienste – In dieselbe Bresche wie die Blumenläden schlagen auch die lokalen Dienste für Digitalfoto-Abzüge. Warum sollten die immer nur zu Hause gedruckt werden, wenn man sie auch für jemand anderen drucken lassen kann? Digitalisierte Daten sind nun mal schnell am anderen Ende der Welt.

Aber es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten miteinander Zeit zu verbringen, sei es ein gemeinsamer Kinobesuch (mit Online Ticket-Reservierung) oder eben auch das gute, alte Telefon (mit passenden Call-by-Call Anbietern). Aber das alles ist natürlich nur eine Übergangslösung bis man wieder in das nächste Flugzeug steigt (mit Online Ticket-Kauf).

Wie konnte man nur ohne das Internet leben?