15. September 2007: Miami-ish

Miami Beach, South-Florida. Die Stadt, die im kommenden Jahr mein zu Hause sein soll. Auch wenn ich mithin das vierte Mal hier bin, habe ich dieses Mal eine andere Perspektive auf die Umgebung: Es ist kein richtiger Urlaub mehr, sondern schon eher das Einleben für nächstes Jahr. Somit fallen einem auch vollkommen andere Sachen auf, als sonst.

Zum Beispiel das (WIC). WIC ist eine tolle Einrichtung hier in den Staaten – vor allem da man keinerlei andere Unterstützung des Staates für seine Kinder erhält. Die sogenannten WIC-Checks bekommt man von seinem Arzt und kann damit bestimmte Produkte wie zum Beispiel Milch, Fruchtsäfte oder Cereals kaufen. Ähnlich wie seinerzeit Essensmarken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich Kinder und schwangere Frauen gesünder ernähren (und damit die Gesundheitskosten gesenkt werden). Obst oder Gemüse jedoch tauchte bislang nicht im Repertoire auf, was sich im nächsten Jahr jedoch ändern soll. Jedenfalls theoretisch, denn die Bush-Regierung hat den entsprechenden Posten im Budget für 2008 um US-$ 145 Mio. gekürzt.

Aber es gibt auch ganz profane Dinge, die hier irgendwie anders sind:

  • Hände einziehen: Niedrig hängende Deckenventilatoren
  • Von Brr bis Uff: Eiskalte Klimaanlagen gegen tropische Sommersonne
  • Gewöhnungsbedürftig: Bunte Bürgersteige und Rechts-Abbiegen bei Rot
  • Feierabend-Fragen: Zum Strand oder zum Pool?
  • Drei-Minütiges Werbe-Stakkato: 100 TV-Sender und doch immer nur dasselbe
  • Nicht ohne meine Sonnenbrille: Schneeblindheit ohne Schnee.