6. September 2008: Kleine Abhandlung zur Ironie

Juli Zeh in ihrem Essay Krieg und auch nicht in Spiegel-Ausgabe 34/2008, über die Funktion von Ironie. Dort in Bezug auf den Umgang der Intellektuellen mit der Bundeswehr, aber das gilt auch ganz allgemein. Nicht nur in Bezug auf die Öffentlichkeit.

Wir ziehen uns Spott und Hohn wie einen Gummihandschuh über, bevor wir das Thema anfassen, als könnte man sich schmutzig machen. Ironie schafft Distanz. Sie dient als Schutzschild gegen die Abwehrsysteme der öffentlichen Meinung […] Ansonsten gilt: tarnen, täuschen, verpissen.

Das Essay in Gänze ist übrigens lesenswert. Vor allem, wenn man im Land der vermeintlich coolen und heroischen GIs verweilt.