14. March 2009: Heißes Miami

War heute mal bei den Miami Heat zu Gast und muss sagen, dass die dort schon eine recht ansehnliche Show abliefern. Allerdings hauptsächlich das drumherum. Das Spiel als solches war zwar auch – im wahrsten Sinne des Wortes – spektakulär, aber über lange Strecken auch doch sehr langatmig (eine Minute Spielzeit steht locker zwei Minuten Wartezeit gegenüber) und eintönig (außer Let’s go Heat! und De-fense gab es gar keine Sprechchöre). Mit einem Fußballspiel im heimischen Deutschland ist es so gar nicht vergleichbar.

Miami Heat vs Utah Jazz

Angefangen hat es schon mit einer halb-leeren Arena. Das die Heat gerade nicht die besten Spiele abliefern sollen, wurde mir ja bereits gesagt. Aber mit solch einem geringen Andrang hätte ich dann doch nicht gerechnet. Trotz der recht niedrigen Ticket-Preise. Dementsprechend war die Stimmung das ganze erste Viertel hindurch denn auch eher ruhig. Allerdings hat sich das im Laufe des Spiel dann relativiert. Mag auch an der vornehmlichen Anwesenheit der Latinos und deren speziellem Zeitgefühl liegen.

Als das vierte Viertel sich dann dem Ende neigte, wurde es aber doch noch spannend – und laut. Nach einigem hin- und her (das ich so gar nicht erwartet hätte), gab es dann doch noch einen Ausgleich. Und damit eine Verlängerung. Die ging dann wieder größtenteils unspektakulär über die Bühne, bis es in die letzte Minute der Verlängerung ging. Überraschend wieder ein Ausgleich durch die Heimmannschaft: Verlängerung Nummer Zwei konnte beginnen. Die verlief genauso wie die erste und so ging es denn auch direkt in die dritte Verlängerung – die dann glücklicher Weise endlich ein Team für sich entscheiden konnte. Und so trennte man sich nach gut und gern dreieinhalb Stunden mit 140 zu 129 Punkten.