10. November 2006: Die Tank-Zuweisung

So ein Raid ist eine komplexe Sache. Viele Leute arbeiten an einem Ziel – mit unterschiedlichen Spiel- und Vorgehensweisen. In vielen Punkten macht das keinen Unterschied, denn welche Skills ein Schurke benutzt mag zwar optimierungsfähig sein, verursacht jedoch nie einen Wipe. Dennoch gibt es ein paar Stellen, an denen man sich über die Methoden geeinigt haben muss. Aber auch diese sind nicht starr sondern können optimiert werden. Nachdem ich gestern bereits über eine optimale Gruppenzusammenstellung philosophiert habe, heute ein paar Gedanken zur Tank-Zuweisung.

Bevor der Raid richtig loslegen kann, muss zunächst einmal eine Zuweisung der Tanks zu den Gegnern erfolgen. Diese Zuweisung geschieht bei uns momentan entweder durch den Maintank, oder die Raidleitung. Beide gehen nach demselben Verfahren vor: Die einzelnen Gegner bekommen ein Raidsymbol zugewiesen, anschließend werden die Tanks auf die Symbole verteilt. Diese Zuweisung dauert vor jedem Pull einige Minuten. Es ist insofern optimiert, dass jeder Tank meist dasselbe Symbol zugewiesen bekommt. Sichergestellt ist dies jedoch nicht, was wiederum ab und an zu Verwirrungen und damit ungetankten Gegnern führt, die dann wiederum die Neigung haben systematisch den Raid auszumerzen.

Wie kann man also diesen Punkt nachhaltiger, zuverlässiger und effizienter gestalten? Ein befreundeter Raid hatte hier eine elegante Lösung gefunden. Bei ihnen wurde am Anfang des Raids jedem Tank ein Symbol zugeordnet und jedem dieser Tanks Raid-Berechtigungen (das A) gegeben. Steht der Raid nun, ausgestattet mit diesem Wissen und Berechtigungen, vor einer Gruppe von Gegnern, hat jeder Tank sich sein Symbol selbst auf einen der Gegner gesetzt und damit allen anderen gesagt, dass er diesen Gegner tanken wird. Hat ein Gegner kein Symbol, heißt dies im Umkehrschluss das kein Tank auf diesem Gegner sein wird. Man erkennt nach diesem Verfahren also sehr schnell ob die Einteilung geklappt hat oder nicht und, quasi als Nebeneffekt, erspart der Raidleitung Arbeit und ist dabei sogar noch schneller.