11. November 2006: Jeg lige Danmark

Eigentlich ist Dänemark ja ein ziemlich langweiliges Stückchen Erde: Plattes Land, viele Wiesen, wenig Menschen und überhaupt ist es dort vornehmlich recht leer. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, strahlt dieses Land eine ziemliche Gemütlichkeit und Ruhe aus. Das perfekte Domizil um eine Woche zu entspannen und sich auszuruhen. So geschehen vor circa drei Wochen.

Zunächst mutete es mir jedoch ein wenig komisch an. Meine Eltern haben mich zu einem Urlaub in Dänemark eingeladen. Der Familienurlaub – so unternommen schon seit bestimmt 13 Jahren nicht mehr – kam mir eher wie eine Art Zwangsurlaub vor. Immerhin wurde man mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Und Dänemark! Daran hegte ich eher trübe Erinnerungen an ein unwirtliches, kaltes Land mit Stränden, auf denen die lokale Jugend ihre Autos zu malträtieren pflegte. Doch das war ein eher antiquiertes Bild, was ich mir selbst eingestehen musste. Durch diese merkwürdigen Umstände war ich schließlich vor allem eines: Neugierig.

So ging es also Samstag-Morgens los, über Hamburg und Flensburg bis zum Bestimmungsort: Bjerregard im Amtsbezirk Ringkjøbing. Die ohnehin lange Fahrt von circa acht Stunden wurde dann im Endspurt noch von einem Kilometer-langen Stau gekürt – Samstags ist nämlich der allgemein übliche Tag zum Wechsel der netten Ferienhäuschen und so standen wir mit scheinbar halb Norddeutschland auf den dänischen Autobahnen und Landstraßen um die Wette (auf dem Rückweg erfolgte ähnliches, nur in die andere Richtung).

Einmal am Zielort angekommen stellte man schnell eines fest: Die Ferienhäuschen in Dänemark sind wirklich klasse. Von vielen Schlafräumen über ein gemütliches Wohnzimmer mit Kamin bis hin zu Saune, Whirlpool und Internetanschluss war alles vorhanden, was man braucht um einfach mal nichts zu tun. Noch dazu wenn man mitten in der Natur sitzt und eine tolle Aussicht darauf genießt. Aber am schier endlosen Strand spazieren gehen und dabei dann sogar noch Spaß mit dem nervigen kleinen Köter der Eltern haben zu können, war vor allem eines: Abschalten pur.

Es war eine rundum gute Idee und ein gelungener Kurzurlaub. Gerne wieder. Danke! Und eine gute Idee zur Freizeit habe ich dort auch noch gefunden. Aber dazu später mehr.