10. September 2009: Virtuelle Nachlese

Doch was gab es mitzunehmen? Nicht viel, von einem technischen Standpunkt aus betrachtet. SAP Business Objects ist das neue (alte) Ma√ü der Dinge. Der Aspekt geht immer mehr weg von der Technologie hin zu den Prozessen und dem Mehrwert f√ľr die Unternehmen – gerade in diesen Zeiten wird Software ja nicht mehr eingesetzt weil sie in ist, sondern weil man sich davon Einsparungen erhofft. So bleibt es, technisch betrachtet, erst einmal ruhig an der SAP-Front. Die gro√üen Dinge bewegen sich an der Oberfl√§che.

Angeh√∂rt habe ich mir Vortr√§ge √ľber Business Performance Management von James Fisher (SAP Labs), die technischen Aspekte in SAP CRM von Stephen Johannes (Bunge North America), die virtuelle Teams im SAP-Support von Margaret Anderson (SAP Labs), ein Einf√ľhrungs-Szenario bei Kyphon/Medtronic, Basis-Support und SAP Technologie von Daniel Wilhelms (Symmetry Corporation), die technischen Anforderungen an einen ERP6.0-Upgrade von Lan Blake (SAP) sowie einen √ľber das Management von IT-Investments von Sharad Nagaich (Deloitte & Touche) und Naveen Srivastava (SAP Labs India).

Vieles von alldem war jedoch nichts umwerfend Neues. Vor allem den Vortrag √ľber virtuelle Teams h√§tte ich schon fast selbst halten k√∂nnen – schlie√ülich wurde dies bereits 2000 von Deborah Duarte und Nancy Snyder im Buch Mastering Virtual Teams (√ľbrigens sehr empfehlenswert) beschrieben. Interessant waren die Vortr√§ge dennoch, zumalbin ich nach wie vor dabei bin mich in das Themengebiet wieder tiefer einzuarbeiten.

Am besten gefiel mir jedoch der Vortrag von Daniel Wilhelms √ľber SAP Technologie. Weniger wegen der Technologie als solcher (der Vortrag war dazu gedacht dem Management die Funktionsweise von SAP samt Servern, Datenbank, Backups-Szenarien und Ausfallsicherheit n√§her zubringen), sondern wegen seiner Standpunkte √ľber die Aufgaben eines Basis-Administrators (abgesehen vielleicht von der Aussage It’s a Basis-Problem until proven otherwise). Im Zufolge werden selbst in der momentanen Krise Basis-Kenntnisse H√§nde-ringend gesucht. Was man wohl auch an der Karriere-Seite seiner Firma ablesen kann. Inhaltlich hat zwar auch dieser Vortrag nichts neues geboten, aber zumindest hat er mich darin best√§rkt technisch noch auf der H√∂he der Zeit zu sein.