24. September 2009: SAP-netzwerken in Florida

Das war also das ASUG FL Chapter Meeting 2009. Interessante Sache. Wenn auch aus der Sicht der täglichen Arbeit nicht unbedingt hilfreich, hat es mir zumindest in meiner momentanen Situation geholfen ein wenig an Aktualität zu gewinnen. Und Kontakten. Von den fünf offiziellen Vorträgen (es gab auch noch ein Abend-Programm für die lokalen Mitglieder) habe ich mir zwar nur die drei interessanteren angehört, aber aus denen konnte ich zumindest auch etwas mitnehmen.

So hat Roland Moore, seines Zeiches CIO der Orange County Public Schools und bekennender Data-Geek, gezeigt wie er in der Krise die vorhandene Analyse der Geschäftsprozesse nutzt um gezielt die Projekte anzugehen, die mittelfristig zu Einsparungen im Etat führen. Das hat natürlich mit SAP nur bedingt etwas zu tun, aber zeigte wie BPM dazu genutzt werden kann Management-Entscheidungen transparenter zu gestalten. Außerdem hatte er auch eine schöne Aussage zu SAP-(RollOut)-Projekten im Allgemeinen:

It looks hard in the beginnig. It is hard while you are doing it. And guess what? It does not get any easier.

Anschließend hat David Aschenbach, DB2-Verkaufsleiter für IBM, die Vorteile von DB2 in Bezug auf SAP-Installationen erläutert. Man muss zwar kein Hellseher sein um die Argumente eines Verkäufers kritisch zu hinterfragen, aber die Aussage das eine SAP-Installation um 40% schneller, 50% kleiner und obendrein noch wesentlich günstiger wird – nur durch einen Wechsel der DB-Plattform – macht die Sache doch interessant. Wird Zeit, dass ich mir eine DB2-Installation zulegen um ein wenig damit herum zuspielen. Schließlich ist DB2 seit nunmehr geraumer Zeit auch die strategische DB-Plattform für SAP selbst (die seinerzeit ihre 1200 SAP-Installationen in einem Aufwasch von Oracle auf DB2 umgestellt haben, inklusive Unicode-Umsetzung und SAP-Upgrade).

Außerdem gab es noch einen Vortrag über den Visual Composer im Allgemeinen und dessen Einsatz bei Siemens im speziellen. Viel mitzunehmen gab es hier jedoch nicht, außer das es offenbar nicht sehr empfehlenswert ist – zum Beispiel gibt es keinerlei nennenswerte Dokumentation.