28. October 2009: Tücken mit Linux

Man sollte es eigentlich besser wissen, wenn man die Test-Version von Debian auf seinen Systemen installiert: Manchmal funktioniert irgend etwas nicht mehr. Urplötzlich. Und einfach so. War es vor einigen Wochen noch der VLC-Player (der auf einmal einen Filter nicht mehr enthielt, den ich für meinen Streaming-Server genutzt habe), war es dann vor einigen Tagen BackupPC, die Backup-Lösung für meine Linux-Systeme (und den Windows-Server). Besonders ärglich war dies, weil ich gerade auf einen Restore-Point zurückgreifen musste.

Im Falle des BackupPC-Problems war die Fehlermeldung leider nicht wirklich offensichtlich. Beim Aufruf der entsprechenden Webseite beschwerte sich die Installation auf einmal, dass sie unter einem falschen User laufen würde. Lighttpd, der nicht nativ unterstützt wird, zeigte sich unschuldig. Ein fehlendes SUID-Bit für /usr/share/backuppc/cgi-bin/index.cgi war die Ursache. Hier hatte wohl ein Update zugeschlagen.

Leider funktionierte danach noch weniger als zuvor: Beim Aufruf der Seite kam jetzt zwar nicht mehr die oben genannte Meldung, dafür aber interne Server-Fehler (500) ohne weitere Auskunft – auch nicht in den Log-Dateien. Ein ausführen der betroffenen index.cgi direkt in der Konsole klappte zwar mit root problemlos, mit dem www- oder backuppc-User jedoch kam eine neue Fehlermeldung:

perl: error while loading shared libraries: libperl.so.5.10: cannot open shared object file: Permission denied

Kein Wunder, existierte die Datei doch garnicht (mehr). Irgend ein Update hatte sie wohl gelöscht. Das erklärt zwar nicht, warum mit root-Rechten der Aufruf immernoch funktionierte, lieferte jedoch einen Lösungs-Ansatz:

apt-get install libperl5-10

Und siehe da: Alles funktioniert wieder wie gehabt. Vielleicht sollte man doch die stable-Versionen von Debian nutzen. Aber die hängen der Funktionalität mitunter ja leider um Jahre hinterher.