20. November 2009: Linux-Bilanz

Vor drei Wochen bin ich auf Linux umgestiegen. Seinerzeit hatte ich mir vorgenommen mindestens für eben diese Zeit die Entscheidung nicht rückgängig zu machen. Grund genug für eine kleine Bilanz:

Nachteile

  • ACPI funktioniert nicht zuverlässig, StandBy und Hibernate können nicht genutzt werden. Hibernate funktioniert überhaupt nicht, StandBy hat Probleme den Computer wieder korrekt aufzuwecken. Skurriler Weise führt dies dazu, dass ich den Linux-Rechner wesentlich häufiger herunterfahre als sein Windows-Pendant.
  • Die nVidia-Treiber sind unausgereift. Es kommt laufend zu spontanen Abstürzen in 3D-Applikationen. Weder die Ubuntu-Treiber, noch die Original nVidia-Treiber leisten Abhilfe.
  • Tastatur-Eingaben hängen manchmal hinterher, allerdings scheint dies auf FireFox beschränkt zu sein.
  • Magnetische Fenster sind nicht toll, das Feature lässt sich leider auch nicht abschalten.
  • Dauerhaft verzerrter Sound in VirtualBox-Instanzen (kommt unter Windows nur nahezu gar nicht vor) – gelegentlich auch unter Wine.
  • Man bekommt den Desktop nicht grundsätzlich Icon-frei.

Vorteile

  • Die TV-Karte funktioniert auch in der 64-Bit Ausführung des Betriebssystems (welche aufgrund von 8GB RAM Pflicht ist).
  • Widgets sind unter gnome wesentlich toller!

Rein optisch betrachtet spricht diese Liste durchaus für sich selbst. Der Weg zurück zu Bill ist Dank eines Disk-Images auch sehr kurz und schmerzfrei. Allerdings habe ich mich mittlerweile durchaus an einige Funktionen (Multi-Desktop) und Methoden (File-System) gewöhnt, die ich unter Windows schmerzlich vermissen würde. Und am Ende würde ich vermutlich auch noch zu Windows 7 neigen. Vielleicht nutze ich doch erst noch ein wenig die Zeit an den Knackpunkten zu arbeiten. Auch wenn bei den Grafiktreibern vermutlich nicht viel zu machen sein wird…