24. January 2010: Munin und Tomato

Munin ist eine System-├ťberwachung f├╝r Linux und, nachdem ich meinen Homeserver “neu aufsetzen” durfte, auch meine neue L├Âsung zur ├ťberwachung des Heim-Netzwerks. Da Munin sch├Ân modular aufgebaut ist und den Status mehrerer Systeme zentral zusammenfasst, lag es nur nah auch den Router, der unter Tomato l├Ąuft, mit in die ├ťberwachung zu integrieren.

Da es keine M├Âglichkeit gibt eine Munin-Node nativ unter Tomato laufen zu lassen, muss man auf SNMP zur├╝ckgreifen. Denn einen SNMPd gibt es mit integrierten Bibliotheken in kompakter Form bereits fertig zum Download. Nachdem er einmal entpackt ist, kopiert man ihn (├╝ber eine CIFS-Freigabe) auf den Router – oder l├Ąsst ihn direkt von der Freigabe aus laufen, je nach belieben. In meinem Fall wollte ich ihn auf dem verbleibenden JFFS-Speicherbereich laufen lassen. Dazu muss unter dem JFFS-Punkt Execute when Mounted folgender Aufruf hinterlegt werden:

/jffs/snmpd -c /jffs/snmpd.conf &

Der SNMP-Dienst sollte jetzt laufen. Ein beliebiger SNMP-Client sollte jetzt Daten auslesen k├Ânnen. Eben auch Munin, f├╝r das jedoch zun├Ąchst die SNMP-Plugins auf dem ├╝berwachenden Rechner entsprechend eingerichtet werden m├╝ssen. Zun├Ąchst legt man eine virtuelle Node in /etc/munin/munin.conf an:

[abeir.selune]
address 127.0.0.1
use_node_name yes
[shar.selune]
address 127.0.0.1
use_node_name no

Anschlie├čend kann man sich mit munin-node-configure --snmp shar.selune --snmpversion 2c --snmpcommunity public die notwendigen Links generieren lassen – einfach die Ausgabe kopieren und entsprechend ausf├╝hren. Startet man noch den Munin-Dienst neu (/etc/init.d/munin-node restart) braucht man nur noch ein wenig zu warten und die ersten Daten flie├čen in die Auswertung mit ein: