29. April 2010: Angekommen

Manchmal ist es schon ein wenig irritierend, wie sich kleine Dinge zu einem großen ganzen fügen. Zumindest wenn man genug Geduld aufbringen kann:

Arbeitsgenehmigung?
Sozialversicherung?
Green-Card?
Führerschein?
Kindergarten-Plätze?
Job?

Vor recht genau sechs Monaten habe ich in einem gewissen sozialen Netzwerk einen Kontakt gefunden, der für meinen alten Brötchen-Geber arbeitet. Soweit nichts ungewöhnliches, allerdings nannte er als Standort Fort Lauderdale – ein Standort, der bei meinen Recherchen zuvor nie aufgetaucht ist. Was nicht weiter verwundert wenn man bedenkt das er erst mit dem Zukauf eines anderen Unternehmens in Portfolio gekommen ist. Ungewöhnlich ist zudem, dass genau an diesem Standort eine Position für meine Qualifikationen offen war.

Parallel dazu habe ich nach einer Antrags-Dauer von erstaunlich kurzen neun Monaten Anfang Dezember meine Green-Card erhalten. Abgesehen von der damit einhergehenden Möglichkeit die USA nicht nur verlassen zu können, sondern danach auch wieder einreisen zu dürfen, war es mir damit erlaubt in den USA zu arbeiten. Und auch Dinge wie Sozialversicherung oder Führerschein (der gleichzeitig als Personalausweis dient) konnten angegangen werden.

Letzte Woche kamen die Stücke dann langsam zusammen. Am Donnerstag erfuhr ich, dass für unsere Jüngste im Kindergarten überraschend ein Platz frei geworden ist. Am darauf folgenden Freitag kam dann der Anruf, auf den ich ein halbes Jahr gewartet hatte: Der mit der definitiven Aussage das ich den Job in Fort Lauderdale bekommen habe. Und heute nun kam auch endlich ein Angebot in schriftlicher Form – kommenden Montag geht es auch direkt los.

Somit bin ich nun, nach zwei-einhalb Jahren, endlich angekommen. Und auch wenn ich die Zeit für das genutzt (und genossen) habe, für was sie mir zusteht – meine Kinder – fühlt es sich sehr gut an wieder einem Job nachgehen zu können. Und noch viel besser da ich dort weitermachen kann, wo ich zuvor aufgehört habe.