9. August 2010: PXE und BOOTP
Live-CDs sind eine geniale Erfindung. Auf jedwedem Computer kann man so eine gewohnte Umgebung nutzen ohne zuvor eine langwierige Installations-Prozedur durchlaufen zu müssen. Und das ganz ohne die Daten auf dem Rechner an-zufassen. Leider muss man, um sie zu nutzen, entweder eine CD brennen, oder einen USB-Stick entsprechend herrichten. Das kann sich mitunter mindestens ebenso langwierig gestalten.
Grund genug das Heim-Netzwerk um einen Boot-Server zu erweitern. Damit sollten sich die CD-Flut im Zaum halten und der USB-Stick weniger häufig formatieren lassen. Und die Installation ist dabei auch noch herrlich einfach:
apt-get install tftpd-hpa
Natürlich muss der Dienst auch noch konfiguriert werden, aber das komplizierteste dabei ist noch das Spezifizieren des Installations-Verzeichnisses. Mit diesem Dienst kann man nun fertige PXE-Images via Netzwerk starten. Zum Beispiel eine Debian-Installation, oder Tools wie ConeZilla. Praktisch!
Doch es geht auch noch besser. Wenn man auf seinem Debian-System einen NFS-Server betreibt, ist es auch möglich zum Beispiel Ubuntu via Netzwerk zu starten. Der Trick besteht darin, dass File-System komplett via NFS einzuhängen – und somit einen USB-Stick oder eine CD überflüssig zu machen. Eine feine Sache, und durchaus performant! Kleiner Tipp dazu: Den Inhalt des ISO-Images nicht auf das Filesystem kopieren, sondern direkt auf den freigegeben NFS-Pfad mounten.
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