28. November 2006: Nur 27 Stunden

Ich war bekannt bei den netten Zwergen des Alterac-Tals. Ziemlich bekannt sogar. Und das sie mich nicht voller Ehrfurcht anstarrten, wie es ihre Brüder in Ironforge zu tun pflegten, machte sie mir sogar eher noch sympathischer. Zumal sie in ihrer immer währenden Schlacht um eine ganz und gar unnützes Tal einen Verschleißkrieg sondergleichen führten, dessen Vehemenz in den letzten Monaten ungleich zugenommen hat.

Nun, der Händlerverband der Kriegs-treibenden Allianzler hat jedenfalls vor kurzem beschlossen, dass es demnächst keinen Unterschied mehr machen solle welchen Status man bei ihnen genießt: Sie wollen ihre Waren dann jedem anbieten, der genug Gold und Ehre in den Taschen hat. Man munkelt, dass sie von den Gnomen wegen Diskriminierung verklagt wurden – und verloren. Wie auch immer, von der Ankündigung bis zur Umsetzung dieser Maßnahme wurde nun allen eine Art Galgenfrist gewährt. Zeit, in der man seinen Status bei den Fraktionen noch ein wenig aufpolieren kann um nur gegen Gold (und nicht gegen Ehre) seine Gegenstände zu erstehen.

Daher hat es mich im vergangenen Monat gut und gern sieben Mal in das Gott-verlassene Alterac-Tal, für in etwa genauso viele Stunden, getrieben. Nicht zu vergessen die zusätzlichen etwa 20 Stunden Wartezeit bis man der nächsten Schlachtwelle eingeteilt wurde. Ganz zu schweigen von den Stunden, die ich bereits in der Zeit zuvor damit verbracht habe diesen Zwergen zu helfen so gut es eben ging. Und immer noch bin ich nicht ehrfürchtig als Mitstreiter angesehen. Eine Schlacht, sagt man, müsse ich noch absolvieren bis man mir dann oder auch zugestehe. Warten wir es ab – zumindest die Spitzohren sehen mittlerweile ehrfürchtig zu mir auf; neue Heiratschancen?

Nachtrag

Zweimal musste ich noch in die Schlacht ziehen, doch das Ziel ist erreicht! Das ist nicht nur eine Genugtuung, die als Zusatz auch noch den Rang eines Ritters der Allianz mit sich brachte, sondern auch noch eine Befreiung. Und das mit der Heirat sieht auch gut aus.