14. August 2011: Die Entdeckung der Einöde

Hier waren wir also, nach zwei Kurzflugstrecken und ein paar Autobahnkilometer – angekommen im nirgendwo. Die Schotterwege mit ihrem teils sehr imposanten Anstieg (die sogar dem Getriebe eines Jeep das fürchten lehren) haben einem sofort und unmissverständlich klar gemacht, dass dies eine andere Welt ist. Passend dazu gibt es auch weit und breit keinen Handy-Empfang. Und das ansonsten per Satellit vorhandene Internet hat auch seinen Dienst versagt. Willkommen in der Abgeschiedenheit der Smoky Mountains!

Verwöhnt wie man als Stadtmensch nun mal ist, war es nicht ganz so leicht sich der hiesigen Zeit anzupassen – es gibt keine Termine, keinen Zeitdruck und die Hauptbeschäftigung des Tages besteht darin zu entspannen. Spricht man neudeutsch vom Entschleunigen nennt man es hier schlichtweg Porching: Man genießt die Natur, das herrliche Klima und vergisst über all das sogar welchen Wochentag man gerade hat.

Eine Hütte im Nirgendwo

Zugegeben, ganz so beschaulich lässt sich mit einem Haufen Kindern dann doch kein Urlaub machen. Und so wurden Pferde geritten, Hühner gejagt, Hunde gestreichelt (oder vor selbigen weg gerannt), Kühe gemolken und Schafe gezählt. Oder Edelsteine geschürft, Berge erklommen, Parks begutachtet oder einfach nur der Wald erwandert.

Und so war es auch gar kein Problem, dass das Handy nicht ging oder das Internet in kleinen Ortschaften gesucht werden musste – ganz im Gegenteil.