8. June 2007: ...haben er...

Donnerstag, 16:04 – Kalifornische Ödnis
Knappe vier Tage Tage Las Vegas waren das also. Nachdem die ersten Tage vor allem mit Orientierung und Heiraten vollgestopft waren, konnten wir den gestrigen und heutigen Tag dann also dazu nutzen uns voll und ganz den touristischen Attraktivitäten hin zu geben. Hover Dam, der Strip bei Nacht, Paris, Venetian, Treasure Island, Caesar’s Palace, Belagio und selbstredend unser Hotel, das Luxor: Alle Punkte wurden abgehakt. Abgesehen vom Stratosphere Tower jedenfalls – da hat mir meine Höhenangst dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und nun also sind wir mitten im nirgendwo, auf dem Weg von Las Vegas nach Los Angeles. Es ist, das muss man wirklich so sagen, dass erste Mal das man wirklich merkt das man mitten in der Wüste ist. Auch wenn in Vegas auf den Hotelzimmer die üblichen Schilder darum bitte auf den Wasserverbrauch zu achten und Handtücher mehrmals zu benutzen: Wer sich Swimming Pools und illustre Wasserspiele leisten kann, der kann per Definition nicht unter einer Dürre leiden. Übrigens haben wir das Hotelzimmer heile gelassen, aber die Putzfrauen waren auch zu aufdringlich.

Freitag, 08:48 – Los Angeles
Wer hätte gedacht das es in Kalifornien so kalt ist? Zumindest in den einschlägigen Filmen, von denen man die Stadt ja schon mehr oder minder gut kennt, wird einem durchaus etwas anderes suggeriert. Und die Gegend, in der die Freunde der Braut wohnen bei denen wir heute übernachten, erinnert einen auch an durchaus an das, was man als Los Angeles in diversen Filmen vermittelt bekommt – Reservoir Dogs fällt mir da spontan ein, auch wenn es in diesem speziellen Fall eine durchaus ruhigere Gegend ist. Nach dem kleinen Zwischenstop geht es heute jedenfalls über den Highway 1 gen San Francisco.

Freitag, 12:23 – Highway 1
Kalifornien ist schon eine merkwürdige Gegend. Wir sind jetzt schon circa drei Stunden unterwegs aber die Dunstglocke von Los Angeles liegt immer noch wie ein gelber Film über allem. Die Sichtweite ist miserable auch wenn es ansonsten ein schöner, sonniger Tag ist. Kalt ist es übrigens trotzdem.

Freitag, 17:36 – Highway 1
Auch nach guten acht Stunden des Fahrens ist Kalifornien immer noch ein merkwürdiger Ort. Wenn auch ein schöner. Wir sind durch zahlreiche Gegenden gefahren, die uns an etliche Orte in Europa erinnert haben: Spanien, Italien, Frankreich, Dänemark und Korsika waren dabei, aber auch die Nordsee und der Schwarzwald. Mit der Fahrt durch die Wüste gestern kann man also durchaus sagen, dass es sich um ein abwechslungsreiches Land handelt. Dabei ist die Strecke, die an der Küste entlang läuft und sich dabei um die Berghügel und an den Klippen vorbei windet wirklich atemberaubend! Und das hängt diesmal nicht mit meiner Höhenangst zusammen. Bei einem kleinen Zwischenstop haben wir übrigens sofort Gesellschaft von diese kleinen Küstenbewohnern gemacht:

Squirrel?

Hat jemand einen Ahnung um was es sich dabei handelt?

Freitag, 23:13 – San Francisco
Aus dem “bis 21:00h fahren wir noch” wurde dann eine Ankunft gegen 22:00 in San Francisco – natürlich ohne ein Hotel in der Hinterhand. Somit hatte Roxy, die nette Dame aus Los Angeles, mit ihrer Zeitangabe von 12 Stunden für die Fahrt ziemlich gut gelegen (wenn man die Pausen rausrechnet). Jedenfalls sind wir dann recht ziellos durch Downtown San Francisco gekurvt (die Giants hatten überflüssiger Weise auch noch ein Spiel) und haben ein Hotel gesucht. Nur gut das Roxy’s Freund mal hier gewohnt hat und uns dann doch noch ein bezahlbares Hotel empfehlen konnte. Somit ist auch dieses Kapitel gut ausgegangen und wir können jetzt todmüde in die Betten fallen.

Samstag, 17:04 – San Francisco
Teil Eins der touristischen Erkundungen ist abgeschlossen. China-Town, Little.Italy, Peer 39 und die obligatorische Fahrt mit einem Cable-Car liegen somit hinter uns. Und San Francisco ist wirklich eine schöne Stadt! Neben New York und Chicago zählt sie auch nicht ohne Grund zu den drei Städten in den USA, die ich mir schon immer mal anschauen wollte. Jetzt, da die Stadt einige Stunden ihren Charme auf mich wirken lassen konnte, kann ich auch gut verstehen warum Roland Austinat hierher gegangen ist – diese Stadt ist so vielseitig, so abwechslungsreich und dabei so charmant und freundlich das man sich schwerlich vorstellen kann einen schöneren Ort auf Erden zu finden. Daher werden wir die letzten Stunden bis zur morgigen Abreise noch damit verbringen die Golden-Gate Bridge und vermutlich auch Lands End noch einen Besuch abzustatten bevor wir unsere Koffer wieder zusammen packen und morgen früh zum Flughafen fahren.