10. June 2007: ...und seine Familie...

08:02 – San Francisco
Neue Stadt, neuer Flughafen. Nach den Erfahrungen des Fluges von Miami nach Las Vegas sind wir diesmal schon ein wenig früher losgefahren – circa eine Stunde früher. Dafür ist man jetzt zwar entspannter, aber reichlich müde. Und spannend bleibt es auch diesmal: Der Check-In für den Anschlussflug von Honolulu nach Kaua’i hat für einen der drei Passagiere nicht geklappt. Mal schauen was die Damen auf Hawaii dazu sagen werden, wenn wir erst einmal da sind. Aber da wir dort gute vier Stunden Aufenthalt haben werden, sollte auch das eher eine Abwechslung denn eine stressige Nebenaufgabe darstellen. Es gab hier jedenfalls überhaupt keine Schlangen zum anstehen, und das ganz ohne das zu-spät-kommen aus Miami. Langweilig.

12:06 – Irgendwo über dem Pazifik
Gestern habe ich den Pazifik das erste Mal gesehen und heute schon werde ich ihn zur Hälfte überqueren. Auf der Karte sieht das nach einer ziemlich weiten Strecke aus. Und auch der Flug ist nicht der kürzeste. Aber die fünf Stunden stehen in guter Konkurrenz zum Flug nach Vegas und können mit einem Trans-Atlantik-Flug dann doch nicht mithalten. Nichtsdestotrotz bin ich auf Hawai’i ziemlich gespannt. Vor allem was die Sonne zu bieten hat. Denn der gestrige Tag hat mir eine Lektion gelernt: Man kann auch beim Frieren einen Sonnenbrand bekommen (nicht witzig).

12:25 (15:25) – Honolulu, Oha’u
Aloha! Endlich ist es wieder warm. Der erste Schritt aus dem Flugzeug auf die Insel ist schon als solcher sehr exotisch. Wie mein Arzt erst letztens mit leuchtenden Augen sagte: “Honolulu! Schon allein der Name!” Recht hatte er. Und meine Uhr geht – Dank der 12-stündigen Zeitverschiebung – auch wieder richtig. Lustig an diesem Flughafen ist jedenfalls, dass die Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Terminals nicht etwa wie überall sonst verglast sind, sondern offen. So hat man hier tatsächlich die Gelegenheit direkt neben einem Flugzeug zu sitzen – und kann es vermutlich sogar anspucken. Das Ticket zu bekommen war sehr unspektakulär: Man hat es uns einfach ausgedruckt. Nachdem wir dann leider doch nicht auf den ersten Flug nach Kaua’i gekommen sind, sitzen wir jetzt am Flughafen und genießen die Aussicht auf das Flugfeld während wir auf unseren Anschlussflug warten. Wiederum ohne Schlangen.

14:52 – Lihu’e, Kaua’i
Jurassic Parc und Lost waren die ersten Vergleiche, die mir beim Anblick der Insel einfielen. Es ist ein grünes Stück Dschungel mitten im himmelblauen Pazifik. Aber dennoch muss gesagt werden: Man hat uns um den Blumenkranz betrogen. Ich meine mich erinnern zu können vor nicht alzu langer Zeit noch gelesen zu haben das jeder Ankommende einen dieser berühmten Blumenkränze zur Begrüßung bekommt. Wir leider nicht. Immerhin, ein wenig Abwechslung kam in Honolulu dann doch noch rein: Wir haben einen der früheren Flüge noch als Stand-By Passagiere bekommen – sehr spontan im Sinne von innerhalb einiger Sekunden. Zumindest in Bezug auf die einlullende Okulelen-Musik war es recht gut. Denn die wurde am Flughafen langsam aber beständig immer penetranter. Jetzt fehlt uns hier in Lihu’e eigentlich nur noch das Gepäck. Aber das kommt wohl erst mit einer späteren Maschine hinterher.

18:42 – Princeville, Kaua’i
Der Weg vom Flughafen um die halbe Insel herum zu unserem Domizil war wesentlich kürzer als erwartet. Statt der erwartete knappen Stunde haben wir nur circa 20 Minuten benötigt. Das durchaus warme Klima (irgendwo zwischen Las Vegas und Los Angeles anzusiedeln, oder einfacher gesagt: Miami ohne Luftfeuchtigkeit) ist mittlerweile auch sehr angenehm und den ersten Einkaufs-Schock (US-$ 6 für 64 Fl. Oz.) haben wir auch überwunden. Jetzt kann es also mit der Erholung so richtig losgehen. Eine in diese Gefilden denkbar einfache Aufgabe.