18. June 2007: ...eine Menge...

Sonntag, 21:36 – Lihu’e
Was ein Tag – heute früh mussten wir unser Zimmer räumen. Und unser Flug geht erst in einigen Minuten los. Der Tag war somit also schon entsprechend lang, was sich jetzt langsam bemerkbar macht. Vielleicht war die Idee heute Vormittag noch auf eine Klettertour zu gehen auch nicht unbedingt das passendste wenn man bedenkt das man in der Zwischenzeit keine Möglichkeit hat sich nochmal richtig unter eine Dusche zu stellen – aber was soll’s, immerhin hat es Spaß gemacht. Der Check-In am Flughafen ging übrigens wiederum gewohnt routiniert vonstatten. Diesmal auch wieder mit ein paar Einlagen des Flughafen-Zeitvertreibs Nummer Eins: Schlange-stehen. In Summe waren es vielleicht 45 Minuten. Damit nimmt Lihu’e einen mehr oder minder guten Platz in der Mitte ein. Einziges Manko war diesmal das Einkassieren meines Deos, der Zahnpasta und meines Parfums: Ich habe vergessen die drei Dinge, die zudem auch schon wie gefordert in einem durchsichtigen Beutel waren, aus meinem Rucksack zu nehmen. Das viel natürlich auch sofort auf. Doch anstatt den Beutel nochmals durch das Röntgengerät zu schicken (wie es mir bereits in Stuttgart passiert ist), wurden die drei Dinge einfach einbehalten. Man meinte es wäre ja ansonsten Schmuggel. Nunja, meine werte Frau meinte sie würden mein Parfum einfach nur behalten wollen.

Sonntag, 22:58 – Irgendwo über dem Pazifik
Mein Schicksal nicht in Autos, Zügen oder eben Flugzeugen schlafen zu können holt mich wieder ein. Ich bin müde – reichlich müde und würde vermutlich in jedem Bett innerhalb von Sekunden in den Schlaf fallen. Doch hier kann ich nur zwischen meiner schlafenden Familie sitzen und mich anderweitig beschäftigen. Nicht unbedingt die leichtestes Aufgabe wenn man noch drei Stunden Flug vor sich hat und selbst die Stewardessen hinter mir liegen und Schlafen. Immerhin kommt so die werte Leserschaft zu einem kleinen Update. Ich bin schon gespannt wie sich die insgesamt sechs Stunden Zeitversatz zusammen mit einem Schlafmangel auswirken werden. Das dürfte eine gute Probe für den Flug zurück über den Atlantik in anderthalb Wochen abgeben.

Montag, 07:13 – Los Angeles
Wo kommen um diese Uhrzeit all die Menschen her? Da denkt man sich es wäre eine gute und passende Idee den zweistündigen Zwischenstop für eine aufmunternde Tasse Kaffee zu nutzen, und dann macht die Schlange am Schalter von Starbucks denjenigen auf der Expo Konkurenz (zu Zeiten mit Besuchern, wohlgemerkt). Diese Schlange jedenfalls darf sich aus zweierlei Gründen nicht in den Flughafen-Vergleich einreihen: Zum einen hatte sich optionalen Charakter und zum anderen habe ich sie ausgelassen. Allerdings scheint es hier heute auch eine sehr imposante Schlange zu geben, nämlich der beim Security-Check. Etliche Flüge gehen mit fehlenden Passagieren oder Verspätung weg weil diese, so zumindest die Aussage eines mitleidenden Passagiers, in eben jener Schlange festhängen. Sei’s drum, für uns ist kein Schlange-stehen drin an diesem Flughafen.

Montag, 11:08 – Irgendwo über den USA
Meine Launa hat sich in den letzten drei Stunden dieses Fluges erheblich gebessert. An Schlaf war zwar immer noch nicht zu denken, aber ich war zumindest sehr erfolgreich am dösen. Eine gern gesehene Erholung, wie ich bereitwillig eingestehe. An Schlaf war schon allein des schreienden Babys drei Reihen und des plärrenden DVD-Spielers zwei Reihen vor uns nicht zu denken.

Montag, 18:43 – Miami
Der Tag nimmt einfach kein Ende. Auf Kaua’i ist es jetzt schon wieder12:43h und ich habe bislang keine Minute schlafen können. Vor 24 Stunden sind wir gerade den Kalalau-Pfad hoch-gekraxelt und jetzt bin ich tausende von Kilometern entfernt auf einer anderen Seite der Erde. Und die sechs Stunden Jetlag schlagen erst ab morgen zu. Immerhin verlief der Flug hierher problemlos. Die Koffer kamen mit als erste auf dem Förderband angefahren und Elena, die so nett war uns am Flughafen abzuholen, war auch bald da. So sitzen wir jetzt hier in Miami Beach und bereiten uns auf eine hoffentlich erholsame Nacht vor, denn morgen früh um 8:00h klingelt schon wieder der Wecker – die ersten Termine warten direkt am morgigen Tag auf uns.