1. Dezember 2011: Zähl mich!
Manchmal gibt es Weisheiten, deren Klarheit sich erst nach Jahren vollständig erschließt. You can’t manage it if you can’t measure it ist eine von Ihnen. So offensichtlich diese Erkenntnis auch sein mag: Ich habe einige Zeit gebraucht um sie zu schätzen – und noch länger um sie auch zu leben.
Nun wurde ich vor einigen Monaten auf die Quantified Self Bewegung aufmerksam. Im Prinzip geht es dabei darum eben diese Weisheit auf ein neues Feld auszudehnen: Den eigenen Körper. Der Gedanke dabei ist, dass man wesentlich gesünder und bewusster lebt wenn man weiß wie man mit sich umgeht. Im Grunde genommen ist das keine neue Erkenntnis, beruht doch zum Beispiel Weight Watchers auf derselben Annahme. Doch bei QF(Quantified Self) wird der Gedanke noch ein wenig weiter gesponnen – und um ein paar neu-modische Spielereien angereichert auch wesentlich kurzweiliger gestaltet. Fitbit ist eine davon.

Dahinter versteckt sich ein kleines Gerät, das erfasst wie viel man sich tagsüber bewegt. Wirklich interessant wird es jedoch erst sobald man es mit der Fitbit Webseite abgleicht: Auf einmal erhält man Aufschluss über die eigenen Gewohnheiten, Routinen… und Unzulänglichkeiten. Wer hätte gedacht wie wenig man sich als Schreibtischtäter im Land der unbegrenzten Möglichkeiten tatsächlich bewegt? Erfasst man dazu noch weitere Daten (wie viel Kalorien nehme ich zu mir, wie viel Sport betreibe ich) gewinnt man schnell Erkenntnisse über sich, die einem kein Arzt in diesem Maße hätte veranschaulichen können.
Hat man dann Gefallen daran gefunden an seinen Schwächen zu arbeiten (und vielleicht den ein oder anderen auch dafür begeistert), kann man sich auch gegenseitig messen: Wer bewegt sich mehr, wer erreicht sein Ziel als erster? Und Dank Internet funktioniert das sogar über Kontinente hinweg.
23. November 2011: Wunschzettel
Alljährlich stellt sich für manchen dieselbe Frage: Was kann man dem Kai wohl zu Weihnachten schenken? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, hier eine kleine Auswahl.
HTC Vivid: ~$550,-
Nachdem eine meiner geliebten Töchter es geschafft hat mein Telefon zu zerdeppern, wäre ein neues durchaus angebracht. Passend, dass gerade der Nachfolger von AT&T herausgebracht wurde: Das HTC Vivid for AT&T.
Withings Scale: ~$150,-
Eine Wage fehlt in unserem Haushalt noch. Und zwar eine ganz bestimmte, wie es sich für einen Nerd gehört: Die Whitings Scale!
Tassimo-Kaffee: ~$9,-
Leider kann man meinen Lieblings-Kaffee hierzulande nicht im Supermarkt kaufen. Aber Online bestellen kann man ihn durchaus: Jacobs Krönung.
Diverse Elektronik: ~$10,-
Sie fehlt mir nicht nur beim Löten – aber speziell dafür gibt es sie immerhin zu kaufen, die Dritte Hand. Und für eines der nächsten Projekte werden auch noch zwei Volt-Messgeräte benötigt.
17. November 2011: Blog-Update
Ich habe heute die Zeit gefunden ein Update von Textpattern (dem CMS dieses Blogs) einzuspielen.
Da es keine größeren Änderungen gab, ging das auch recht fix. Dennoch lasse ich vorerst einmal Fehlermeldungen anzeigen – falls also jemandem eine kryptische Meldung auffallen sollte, wäre ein entsprechender Hinweis darauf nett.
Ansonsten sollte jetzt wieder einiges funktionieren. Twitter hauptsächlich (der Feed auf der rechten Leisten und der Tweet bei neuen Artikeln).
22. August 2011: Einmal mehr: Hurrikan-Vorsorge
Wer die Vorhersagen verfolgt wird mitbekommen haben, dass sich Hurricane Irene für das Ende der Woche angekündigt hat. Eine rechtzeitige Erinnerung an das, was man eigentlich schon vor drei Monaten hätte machen sollen: Die Familien-Checkliste für Notfälle durchgehen. Neben dem Austausch von Notfall-Kontakten (speziell für Deutsche im Ausland auch das Registrieren/Aktualisieren bei Elefand), dem Festlegen einer Not-Unterkunft oder auch der Inventarisierung der eigenen vier Wände (falls die Versicherung eingeschaltet werden muss) gehört dazu vor allem das stetige Bereithalten eines Notfall-Paketes.
In diesen wasserdichten Behälter gehört alles, was man für drei bis fünf Tage benötigt – in dieser Zeit ist man komplett auf sich allein gestellt:
- Pässe und andere wichtige Unterlage (schon weit im Voraus, damit man sie bei einer Evakuierung schnell parat hat).
- Genügend Bargeld (möglichst in kleinen Scheinen).
- Verpflegung – Obst, Snacks und Milch nicht vergessen!
- Ein Notfall-Radio für lokale Meldungen (am besten mit Lade-Möglichkeit für Handys).
- Taschenlampen samt Batterien.
- Ausreichend Gas für den Gas-Grill (sowie Benzin für den Generator).
- Erste-Hilfe Utensilien inklusive Pflaster und Desinfektions-Lösung.
- Spielzeug, Decken und ausreichend Baby-Artikel (Wetwipes sind universell nützlich).
- Reise-Waschmittel, Seife und Ohrschützer (Generatoren machen Lärm!) sind sicherlich auch nicht verkehrt.
Was in unserem Fall sicherlich auch noch eine Anschaffung wert ist: Ein Generator sowie eine kleinere Klimaanlage – ausreichend um zumindest das Schlafzimmer auf angenehmen Temperaturen zu halten. Der Generator ist schon allein für den Kühlschrank Gold wert.
Am Tag vor Eintreffen des Hurrikans sollte man noch die Gartenmöbel sichern, Bäume nach Bedarf zurecht schneiden, Fenster verbarrikadieren und alle losen Objekte aufsammeln. Außerdem sollte man die Badewanne voll Wasser laufen lassen (Brauchwasser), Autos in Sicherheit bringen und Sandsäcke an den Türen bereit legen. Die Sturmflut kann bis zu zwei Meter hoch sein, also möglichst alle elektronischen Gerätschaften in die obere Etage schaffen.
Und dann? Den sichersten Raum im Haus aufsuchen und gemeinsam hoffen, dass alles schnell und möglichst harmlos vorbei geht. Oder erst gar nicht so weit kommt.
19. März 2011: Integration im Hosentaschen-Format
Ein halbes Jahr ist es schon wieder alt, mein Lieblings-Gadget. Eine Ewigkeit! Und oben drein gefällt es mir immer noch so gut wie am ersten Tag. Dabei habe es bislang noch nicht einmal vorgestellt, mein HTC Liberty:

Ganz richtig erkannt – es ist kein Windows Mobile/Phone Gerät, sondern eines mit Android. Damit bin ich seit 1999 das erst mal auf ein anderes System umgestiegen. Und bereue das kein Stück. Eher im Gegenteil. Aber um es ausführlicher zu beantworten, ein Blick auf mein Top-3 Highlights – und warum die Android-Implementation die bessere ist:
- Navigation – schon immer einer der größten Vorteile eines SmartPhones. Brauchte man bei Windows Mobile noch eine separate (kostenpflichtige) Anwendung kommt sie bei Android von Haus aus mit (kostenlos). Ob die Offline-Verfügbarkeit des Kartenmaterials eher Vor- oder Nachteil ist, sei dahingestellt.
- Umgebungs-Suche – Simpel aber sehr hilfreich: Lokations-basierte Suchen. Endlich findet man auf Geschäftsreisen auch weniger offensichtliche Restaurants und findet, eingebaute Navigation sei Dank, auch problemlos hin (und wieder zurück). Die Integration der verschiedenen Komponenten ist dabei wesentlich besser als unter Windows.
- Mails – Technisch gibt es hier kaum Unterschiede zur Windows-Implementation. Allerdings lese ich meine Mails mittlerweile ausschließlich auf dem Telefon – größerem Display sei Dank. Das funktioniert mittlerweile übrigens auch problemlos mit Exchange-Servern.
Und durch den App-Store kann man die Fähigkeiten auch nach Belieben erweitern. Zum Beispiel um die Passwort-Verwaltung (unabdingbar), den WiFi-Analyzer (praktisch!) oder auch einen SSH-Client (handlich!). Und vieles, vieles, mehr...
15. Oktober 2010: Androides Windows Mobile
Am Montag wurde ja nun Windows Phone 7 offiziell vorgestellt. Grund genug, ein wenig nach Alternativen zu meinem mittlerweile etwas betagten Smartphone zu suchen. Windows Mobile 6.1 ist schließlich auch nicht gerade ein Highlight in der Microsoft’schen Geschichte gewesen.
Was liegt also näher als einfach das Betriebssystem des Telefons zu wechseln? Und, einigen fleissigen Entwicklern sei gedankt, es gibt in der Tat einen Android – Port fuer mein HTC Touch Diamond Pro aka Raphael!
Eine wirklich einfache und mühelose Installation später und – schwuppdiwupp – schon hat man ein komplett neues Smartphone. Da man von einer SD-Karte bootet, muss man nicht einmal das Original OS löschen. Eindruck: Empfehlenswert!
25. Juli 2010: Wasser im Schaltkasten
Vorgestern blieb auf ungeklärte Weise das Licht draußen, am Fußweg am Haus entlang, an. Da es keinen direkten Schalter gibt (Insteon sei Dank) konnte ich in der Nacht leider nichts mehr daran ändern. Aber gestern habe ich mir die Zeit genommen um im Schaltkasten nach dem rechten zu sehen:
Und es sah ganz und gar nicht gut aus. Irgendwie hatte sich Wasser seinen Weg in den Kasten gebahnt – und die Elektronik arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Wunder, dass der obere Schalter überhaupt noch aktiv war. Wenngleich er auch auf keinerlei Signale mehr reagiert hat. Erschreckend ist allerdings, dass bei diesem Szenario keine Sicherung gesprungen ist.
24. Juni 2010: *braus*
Es hat ein wenig gedauert (manche Autohändler hierzulande scheinen keine Kunden zu brauchen), aber gestern gab es dann doch ein neues Auto.
Damit sollten sich die täglichen 60km zur Arbeit deutlich angenehmer gestalten. Und vor allem sorgloser.
2. Juni 2010: Einer dieser Tage
Gestern war also einer dieser Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Eigentlich hätte ich das direkt merken müssen als das Auto nicht an-sprang – für sich genommen schon Grund genug den 37km-Weg zur Arbeit gar nicht erst zu versuchen. Das es kurz darauf auch noch angefangen hat Sintflut-artig zu regnen, hat dann auch nicht zur Besserung beigetragen.
Dennoch habe ich es irgendwie auf den Highway geschafft. Direkt in den (für diese Uhrzeit und diesen Abschnitt sehr ungewöhnlichen) Stau. Scheinbar gab es einen Regen-bedingten Unfall und zwei der fünf Spuren waren blockiert. Während ich mich so durch den Stop-and-Go auf absehbaren zehn Kilometern schlich, viel mir auf, dass ich durch die morgendlichen Start-Schwierigkeiten auch noch etwas vergessen hatte: Tanken.
Grundsätzlich ist so etwas lapidares wie Tanken im Land des Automobils kein Problem. Leider braucht man auch hier dazu Geld – und das hatte ich samt Portemonnaie zu Hause vergessen. Wie passend. Wie auch immer, es blieb mir nichts anderes übrig als um zudrehen und zu hoffen, dass das Benzin noch reichen würde. Immerhin war der Stau in die andere Richtung (für diese Uhrzeit und diesen Abschnitt durchaus normal).
Es wäre nur passend gewesen, wenn es nicht gereicht hätte. Tat es aber. Als Belohnung war dann lediglich besagter stürmischer Regen zur Begrüßung zu Hause wieder präsent – und selbstredend kein Regenschirm im Auto. Aber immerhin hatte ich jetzt mein Portemonnaie und konnte mich, endlich, mit Umweg über die nächstgelegene Tankstelle auf den Weg zur Arbeit machen.
Dachte ich jedenfalls. Denn einmal an der Zapfsäule angekommen stellte sich heraus, dass die Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Durch den Regen wollte ich allerdings nicht zum Wärter gehen, also stieg ich wieder in mein Auto und fuhr die nächste Tankstelle an. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte, denn die Gallone war hier stattliche $0,40 günstiger! Sollte sich mein Glück damit endlich zum besseren wenden?
Nicht ganz, denn auch hier wurde die Karte nicht akzeptiert. Weiterfahren war diesmal allerdings keine Option. Also ging es, diesmal zumindest mit Regenschirm, zum Wärter, der mir erklärte das die Kartenleser nicht funktionierten und er die Zapfsäule für mich freischalten würde. Tat er jedoch nicht, wie sich herausstellte als ich durch den Regen zurück zum Auto gegangen war. Denn ich sollte meine Karte bei ihm lassen, während ich tanke, wie er mir sagte als ich (wiederum durch den Regen) zurück zu ihm gegangen war. Ein paar andere Missverständnisse und Regen-Märsche später saß ich dann mit einer falschen Abrechnung (wie sich später herausstellen sollte) im voll-getankten Auto Richtung Fort Lauderdale.
Damit schien sich dann das Pech für den Tag endgültig aufgebraucht zu haben. Zwar musste ich mir nach wie vor durch den schweren Regen meinen Weg in den Norden bahnen, doch der Stau hatte sich mittlerweile aufgelöst. Und auch wenn ich stattliche zweieinhalb Stunden später als geplant ankam, war ich doch noch rechtzeitig zu einem Meeting mit der lokalen Geschäftsführung und meinem Manager dort.
30. April 2010: Angekommen
Manchmal ist es schon ein wenig irritierend, wie sich kleine Dinge zu einem großen ganzen fügen. Zumindest wenn man genug Geduld aufbringen kann:
Arbeitsgenehmigung?
Sozialversicherung?
Green-Card?
Führerschein?
Kindergarten-Plätze?
Job?
Vor recht genau sechs Monaten habe ich in einem gewissen sozialen Netzwerk einen Kontakt gefunden, der für meinen alten Brötchen-Geber arbeitet. Soweit nichts ungewöhnliches, allerdings nannte er als Standort Fort Lauderdale – ein Standort, der bei meinen Recherchen zuvor nie aufgetaucht ist. Was nicht weiter verwundert wenn man bedenkt das er erst mit dem Zukauf eines anderen Unternehmens in Portfolio gekommen ist. Ungewöhnlich ist zudem, dass genau an diesem Standort eine Position für meine Qualifikationen offen war.
Parallel dazu habe ich nach einer Antrags-Dauer von erstaunlich kurzen neun Monaten Anfang Dezember meine Green-Card erhalten. Abgesehen von der damit einhergehenden Möglichkeit die USA nicht nur verlassen zu können, sondern danach auch wieder einreisen zu dürfen, war es mir damit erlaubt in den USA zu arbeiten. Und auch Dinge wie Sozialversicherung oder Führerschein (der gleichzeitig als Personalausweis dient) konnten angegangen werden.
Letzte Woche kamen die Stücke dann langsam zusammen. Am Donnerstag erfuhr ich, dass für unsere Jüngste im Kindergarten überraschend ein Platz frei geworden ist. Am darauf folgenden Freitag kam dann der Anruf, auf den ich ein halbes Jahr gewartet hatte: Der mit der definitiven Aussage das ich den Job in Fort Lauderdale bekommen habe. Und heute nun kam auch endlich ein Angebot in schriftlicher Form – kommenden Montag geht es auch direkt los.
Somit bin ich nun, nach zwei-einhalb Jahren, endlich angekommen. Und auch wenn ich die Zeit für das genutzt (und genossen) habe, für was sie mir zusteht – meine Kinder – fühlt es sich sehr gut an wieder einem Job nachgehen zu können. Und noch viel besser da ich dort weitermachen kann, wo ich zuvor aufgehört habe.

