14. August 2011: Die Entdeckung der Einöde

Hier waren wir also, nach zwei Kurzflugstrecken und ein paar Autobahnkilometer – angekommen im nirgendwo. Die Schotterwege mit ihrem teils sehr imposanten Anstieg (die sogar dem Getriebe eines Jeep das fürchten lehren) haben einem sofort und unmissverständlich klar gemacht, dass dies eine andere Welt ist. Passend dazu gibt es auch weit und breit keinen Handy-Empfang. Und das ansonsten per Satellit vorhandene Internet hat auch seinen Dienst versagt. Willkommen in der Abgeschiedenheit der Smoky Mountains!

Verwöhnt wie man als Stadtmensch nun mal ist, war es nicht ganz so leicht sich der hiesigen Zeit anzupassen – es gibt keine Termine, keinen Zeitdruck und die Hauptbeschäftigung des Tages besteht darin zu entspannen. Spricht man neudeutsch vom Entschleunigen nennt man es hier schlichtweg Porching: Man genießt die Natur, das herrliche Klima und vergisst über all das sogar welchen Wochentag man gerade hat.

Eine Hütte im Nirgendwo

Zugegeben, ganz so beschaulich lässt sich mit einem Haufen Kindern dann doch kein Urlaub machen. Und so wurden Pferde geritten, Hühner gejagt, Hunde gestreichelt (oder vor selbigen weg gerannt), Kühe gemolken und Schafe gezählt. Oder Edelsteine geschürft, Berge erklommen, Parks begutachtet oder einfach nur der Wald erwandert.

Und so war es auch gar kein Problem, dass das Handy nicht ging oder das Internet in kleinen Ortschaften gesucht werden musste – ganz im Gegenteil.

8. February 2010: Vorwärts nach weit

Ein Bild sagt ja angeblich mehr als tausend Worte. Nun, wie verhält es sich da wohl mit Videos?

28. January 2010: Geschmackslehre

Immer wieder lustig:

“Endlich was zu essen!” “Was ist das denn…?”

6. December 2009: Ho-Ho... Ho?!

Das Haus leuchtet, der Baum ist geschmückt und der Kalender für die Kinder hängt. Es lässt sich nicht von der Hand weisen: Weihnachten steht vor der Tür. Schon wieder.

Immerhin sind die Geschenke auch schon gekauft.

13. September 2009: Ein Tag im Museum

Heute im Bass-Museum:

Bring the whole family to the Bass Museum of Art for a fun-filled afternoon of activities. During this educational event, children will be exposed to art exploration and conceptual thinking. They will have the opportunity to express themselves creatively through activities such as rendering, writing, performing, sculpting, and framing, and they will get to meet artist David Lisznia, creator of “Tiny Stories.”

Mutige Sache. Nicht nur so viele Kinder auf einem Haufen in ein Museum zu holen – schon viel eher die Kunstwerke währenddessen auch drin zu lassen. Wobei man durchaus dazu sagen muss, dass es lediglich in zwei kleineren Galerien Kunst im herkömmlichen Sinne gab. Der Großteil der Ausstellung bestand aus Installationen oder Fotografien.

Nun, die oben genannten Tiny Stories waren auch recht amüsant zu lesen. Und es gab durchaus einige davon; über das gesamte Museumsgelände verteilt.

2. September 2009: Neue Schule, neue Sitten

Letzte Woche hat hier bekanntlich wieder die Schule angefangen. Nach zehn Wochen Ferien darf man wohl ohne Scham sagen: Endlich. Im neuen Schuljahr geht der älteste denn auch auf eine neue Schule. Kindergarten nennt sich diese Klasse, ist aber eher mit der Vorschule in Deutschland zu vergleichen – obwohl er auch schon letztes Jahr in die Schule gegangen ist (Vor-Vorschule sozusagen).

Nun ist also Kindergarten angesagt. In einer speziellen Schule, und das bezieht sich nicht nur auf die Schulform. Abgesehen von Hausaufgaben für die Schüler gibt es hier auch jede Menge für die Eltern zu tun. Zum Beispiel jeden Tag mit den Kleinen lesen. Oder freiwillige Hilfsstunden für die Schule leisten. Bei den Hausaufgaben helfen ist ja selbstverständlich, aber man muss sie auch noch Montäglich im Internet abrufen und ausdrucken – auch wenn ich noch rätsel was daran nun grün sein soll, denn so wurde es angepriesen. Langweilig machen sie es einem also nicht, die bewusste Einbindung der Eltern in den Lernprozess finde ich jedoch sehr gut.

Und vielleicht können die elterlichen Pflichtstunden für den Schuldienst ja auch mit der Erstellung einer neuen Webseite abgeleistet werden. Die aktuelle ist ja immerhin schone in paar Jährchen älter…

9. July 2009: Multilingualer Anfänger-Wortschatz

Damit’s der Nachwelt nicht verlorengeht hier die momentane Top5 aus dem Wortschatz meiner ältesten Tochter:

Kika Katze (von Kittycat)
Dadu Auto
Mas mehr (spanisch)
Heia Schlafen
Mülsch Milch

19. June 2009: Zielgerade

Die Nacht war kurz. Aber dafür ist das Warten der letzten Wochen demnächst vorbei. Fahre gleich, nachdem die Kinder abgeliefert sind, wieder ins Krankenhaus. Thing #3 abholen – falls es bis dahin nicht schon da sein sollte.

22. November 2007: Milas erste Tage

Zwölf Tage ist sie jetzt schon alt, die kleine Mila. Zwölf Tage, in denen durchaus einiges passiert ist. Direkt nach der (durchaus kurzen) Geburt wurde die Kleine auf die Intensivstation verlegt: Weil sich doch recht viel Wasser in ihrer Lunge befand, war sie recht kurzatmig und sollte daher beobachtet werden. Einmal dort angekommen musste sie denn auch bis zur Entlassung dort ausharren – nachdem ihr das Wasser aus den Lungen abgesaugt wurde, stellte man eine leichte Neugeborenengelbsucht fest (die mittlerweile wieder abgeklungen ist).

So kam es, dass die Mutter bereits am Montag entlassen wurde, das Kind jedoch erst am Dienstag. Dadurch hatten wir immerhin genug Zeit noch ein paar Dinge abzuholen und aufzubauen damit alles bereit war. Außerdem konnten wir sie so mit ihrem Bruder zusammen aus dem Krankenhaus abholen. Ihr kleiner großer Bruder macht sich denn auch hervorragend. Nicht nur das er sichtlich stolz auf seine Schwester ist; er ist auch merklich um sie besorgt. Wenn sie anfängt zu weinen, singt er ihr ein Lied. Liegt sie morgens nicht in ihrer Krippe, fragt er nach wo sie ist. Und wenn sie ihre Decke mal wieder weggestrampelt hat, deckt er sie wieder zu.

Seitdem wir alle zusammen wieder zu Hause sind, haben wir uns sichtlich gut zusammen, zu viert, eingelebt. Die Nächte sind noch relativ ruhig und, wenn man sich erst einmal auf den Rhytmus des Babys eingestellt hat, auch sehr planbar. Jetzt müssen wir nur noch einen Reisepass für Mila bekommen und den Plänen für den Rest des Jahres steht nichts mehr im Wege.

Für dort registrierte Freunde und die Familie sind übrigens ein paar Fotos in meinem Flickr-Stream eingestellt. Wer gerne reinschauen möchte, möge mich bei flickr kontaktieren.

11. November 2007: Nachwuchs!

Nachdem ich am Donnerstag trotz aller Widrigkeiten (Details folgen später) endlich in Miami angekommen bin, haben wir auch keinerlei Zeit verloren: Freitag-Nachmittag ging es in’s Krankenhaus und gestern um 17:59h Ortszeit (23:59h in Deutschland) war es dann so weit: Mila Leonia war da! Mutter und Kind sind wohlauf – und meine Eltern noch lange genug vor Ort gewesen um einen kurzen Blick auf ihre Enkelin werfen zu können.