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31. Juli 2008: Slava und der Schnee
So, das war des berühmten Slava’s Snow Show. Seit einigen Tagen wird man hier nunmehr mit Werbung für ebenjene Show bombadiert. Gestern sind wir dann selbst mal vorbeigeschneit.

Eine wirklich kurzweilige, amüsante und vor allem farbenprächtige Show. Und tatsächlich kam sogar im schwül-warmen Miami eine Gefühl von Winter auf – dank zig-tausender, umherwirbelnder Papierschnippseln. Allerdings ist der Clown nicht unbedingt für Kinder geeignet, wie auch schon der Herald zu berichten wusste, denn mitunter wird es für die Kleinsten doch ein wenig umheimlich. Zumal, soviel sei verraten, der Clown stirbt. Mehrmals. Ausgiebig.
31. Mai 2008: Cruisin'
Ich war ja nun letztens auf einer Kreuzfahrt in die Karibik. Eigentlich das erste Anzeichen dafür, dass man wirklich alt ist – auch wenn sich neuerdings immer jüngere Generationen diesem nautischen Vergnügen hingeben. In diesem speziellen Fall gehörten wir jedoch genau in die Zielgruppe: Es war eine Disney Cruise mit entsprechend vielen Kindern und Eltern an Bord.
Dennoch profitiert man auf so einer Kreuzfahrt doch endlich mal vom deutschen Rentensystem (alter Zeiten). Besteht das Bordpersonal nämlich zumeist aus Leuten der zweiten Welt, sind sämtliche Bordprospekte (sogar die Bad-Utensilien) in vorzüglichestes Deutsch übersetzt – dem Weltmeister im Reisen wird demnach entsprechend gehuldigt.

Der Vorteil einer Disney Cruise liegt für die Eltern dabei klar auf der Hand: Man kann die Kinder in professionelle Obhut übergeben um ruhig und entspannt Cocktails am Erwachsenen-Pool genießen zu können. Alternativ kann man auch die Füße im Sand des Erwachsenen-Strands vergraben. Dem ab-18-Bereich kommt dabei eine ganz andere Bedeutung zu. Und so ganz nebenbei kommt man dadurch noch in den Genuß einer privaten Insel mit dazugehörigem Disney-Park: Castaway Cay. Eltern sei eine derartige Kreuzfahrt also wärmstens empfohlen!
Abschließend sei noch gesagt, dass Schiffsschwankungen durchaus lustig sind. Gemeinhin kennt man das allerdings schon von diversen Promille Blutalkohol. Das geradeaus-gehen ist übrigens auch nüchtern nicht leichter.
30. Mai 2008: Nachschub
Es gibt neue Bilder zu sehen!

Entweder in der hiesigen Galerie, oder aber direkt bei flickr.
23. November 2007: Danke?
Gestern wurde hier also dieses Thanksgiving begangen. Wie man bereits aus einschlägigen TV-Serien weiß, hat das jedoch nicht wirklich etwas mit einem deutschem Erntedankfest zu tun. Der gemeine Amerikaner sieht es als traditionellen Tag der Familie an und scheut weder Kosten noch Mühen um ebendiesen Tag genau dort zu verbringen. Daher ist das Wochenende vor Thanksgiving auch das, mit dem höchsten Reiseaufkommen in den USA. Abgesehen vom Rückreisewochenende danach jedenfalls. Aber dadrüber hinaus werden auch gerne jede Menge andere Leute zu den eigenen Feierlichkeiten eingeladen. Und so fanden wir uns denn auch bei uns total unbekannten Leuten wieder (die Schwester des Freundes eines Bekannten) um dort herzlichst begrüßt und ausgiebigst bewirtet zu werden. Mit Truthahn selbstredend. Vier an der Zahl. War sehr freundschaftlich und überaus sättigend zugleich.
Am Freitag nach Thanksgiving (dem sogenannten Black-Friday) beginnt hier übrigens die Weihnachts-Geschenke-Kauf-Saison. Also wesentlich später als in Deutschland. Damit auch niemand das Einkaufen vergisst, wird dazu im Vorfeld bereits kräftig die Werbetrommel für Unmengen an Rabattaktionen und Sonderpreisen gerührt. Da derartige Sparaktionen hier immer ankommen wie der Sommerschlussverkauf bei C&A in Oer-Erkenschwick werden die Läden denn auch bereits um 5:00h geöffnet. Morgens, wohlgemerkt. Allerdings lassen sich die bereits vom SSV bekannten Bilder dadurch dennoch nicht vermeiden.
9. November 2007: Reisewirren
Nachdem der Flug in der letzten Woche bereits ausgefallen ist, sollte es am Donnerstag also endlich losgehen. Mit einem Ersatz-Reisepass bewaffnet ging es morgens also los zum Hannoverschen Flughafen. Übrigens einer der angenehmeren auf der Welt, wie ich den Tag mal wieder feststellt durfte – klein genug um gemütlich und gemächlich alles angehen zu können, aber dabei groß genug um bequem überall hinzukommen. So störte es mich auch nicht weiter, dass ich bereits zwei Stunden vor Abflug da sein sollte.
Im Gegenteil: Einmal angekommen und zum Check-In durchgekämpft stellte ich recht schnell fest, dass es sogar eine gute Idee war sehr frühzeitig aufzubrechen. Die Lufthansa hat an dem Tag wohl eine neue Software für den Check-In freigeschaltet und so kam es, dass die Mitarbeiter ein wenig umständlich vorgingen und dabei von – scheinbaren – Support-Leuten beobachtet wurden. Leider verhalf mir diese Unterstützung auch nicht zu meinem Ticket von Zürich nach Miami: Man könne mir leider nur das Ticket von Hannover nach Zürich ausgeben, da die Swiss auf dem Ticket des Anschlussflugs ein Sperrkennzeichen gesetzt habe. Und so durfte ich dann ohne weiterführendes Ticket zunächst nach Zürich starten.
Einmal dort angekommen hatte ich denn auch schon zwanzig Minuten Verspätung. Bei gerade einmal 90 Minuten Umsteigezeit kamen hier schon erste Stress-Symptome auf. Immerhin brauchte ich mich nicht um mein Gepäck kümmern und konnte direkt den ersten Swiss-Schalter ansteuern um dort mein Ticket für den Weiterflug abzuholen. Zu meiner Zufriedenheit gab es dort auch keinerlei Schlangen und ich konnte zügig meinem Begehren Ausdruck verleihen. Und zwar vornehmlich der 15-jährigen Tochter einer Swiss-Angestellten. An diesem Tag war offensichtlich Mutter-Kind-Tag in der Schweiz und alles wimmelte von kleinen Kindern die ihrer Mutter bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauten und tatkräftig mithalfen. So knuffig das auch ist, trug es leider nicht zur Beruhigung meiner Nerven bei. Eher im Gegenteil. Doch hier sollte alles schnell und vor allem glatt gehen: Nachdem mein Reisepass eingegeben (manuell, weil der Scanner nicht funktionierte) und mein Ticket gefunden war, musste nur noch fix das Ticket ausgedruckt werden (an einem anderen Platz, weil der Drucker scheinbar nicht ging). Bewaffnet mit diesem Ticket raste ich nun in Richtung Gate – bei Transatlantik-Flügen gibt es schließlich seit einiger Zeit immer einen zweiten Security-Check, durch den ich auch erstmal noch durchmusste.
Bei ebenjenem zweiten Check angekommen musste ich mich brav in der Schlange einreihen – obwohl laut Ticket die Check-In Zeit bereits abgelaufen war und das Boarding schon begonnen hatte. In etwa zu dieser Zeit viel mir dann auch auf, dass auf dem Ticket der falsche Name stand! Scheinbar hat die Dame beim Schalter das falsche Ticket ausgedruckt. Aber immerhin war es derselbe Flug, so das ich durch den Sicherheits-Check problemlos durchkommen konnte. Endlich am Gate angekommen machte ich die Damen dort auf das Versehen aufmerksam. Mit einer gewissen Bleiche im Gesicht nahmen sie mir zügig mein Ticket ab und druckten mir ein neues – meines – aus. Leider wollten sie mich damit immer noch nicht an Bord lassen, denn das Ticket war nicht freigegeben. Ich sollte damit doch bitte zum Transferschalter in der Mitte der Halle gehen. Gehen ist gut, denn in diesem Fall gingen die ersten Passagiere schon an Bord und in 30 Minuten sollte der Flug starten. Ich rannte also zu ebenjenem Transfer-Schalter und trug mein Anliegen erneut vor – zum dritten Mal.
Hier stellte sich dann heraus, dass das Ticket in der Woche zuvor von der Lufthansa-Hotline scheinbar nicht korrekt umgebucht wurde. Zwar hatte ich einen Sitzplatz reserviert und war auf dem Flug gelistet, das Ticket jedoch war angeblich nicht bezahlt worden. In diesem Moment war ich, nach Hannover, das zweite Mal ziemlich sauer auf die mangelnde Swiss-Lufthansa-Kooperation und brachte das, für mein Gefühl noch recht gemäßigt, auch zum Ausdruck. Die Damen dort zeigten Verständnis und entließen mich, 15 Minuten vor Abflug, mit dem bereits zuvor gedruckten Ticket wieder Richtung Gate. Über die Zahlungsfragen würde man sich später kümmern, ich solle erst einmal den Flug antreten. Das war denn auch die erste positive Nachricht des Tages und als ich dann fünf Minuten für Abflugtermin im Flugzeug saß, wurde ich auch wieder entspannter und konnte den durchaus angenehmen Service der Swiss-Stewardessen die gesamten elf Stunden lang genießen.
In den USA hingegen lief alles glatt: Es war zwar ziemlich voll, aber der Mann vom Department of Homeland Security war die Freundlichkeit und Person und hatte sogar einen Witz auf den lockeren Lippen. Mal schauen, was auf der Kreditkartenabrechnung stehen wird…
5. November 2007: Pass-Suche
Montag ist es. Der fünfte November, um genau zu sein. Eigentlich sollte ich ja schon seit gut fünf Tagen in Miami sein. Eigentlich. Wie bei so vielem im Leben kam es leider auch hier anders als gedacht. Ein kleiner Rückblick.
Da ich ja im kommenden Jahr ein wenig länger im vermeintlichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten verweilen möchte, dachten wir es wäre eine gute Idee ein entsprechendes Visum beim US-Konsulat zu beantragen. Da laut Auskunft der entsprechenden Webseite die Bearbeitungszeit mit Vorbereitungen, Interview und anschließender Bearbeitung auch lediglich zwei Wochen betragen sollte, gingen wir davon aus dies zwischen zwei Flügen problemlos unterbringen zu können. Gesagt, getan und schon hatte ich einen Interview-Termin Anfang Oktober in Frankfurt. Das Interview im Konsulat war übrigens auch eine recht skurrile Geschichte, man kommt sich dort vor wie am Flughafen; bei all den Sicherheitsüberprüfungen und der Wartehalle. Skeptisch wurde ich denn auch hier zum ersten Mal, als ich nicht zu einem der “Hallo-hier-ist-ihr-Visum”-Schalter gerufen wurde, sondern darlegen musste warum meine Frau mir denn meine Papiere nicht beantragen würde (ganz einfach: Ich will ja gar nicht Einwandern). Danach wusste ich dann auch schon, dass die Bearbeitung statt drei Tagen wohl eine Woche in Anspruch nehmen würde. Was allerdings immer noch kein Problem darstellte.
Die Wochen zogen ins Land, der Abflugtermin rückte näher und vom Reisepass, den man beim Konsulat lassen muss, ward nichts mehr gehört. Zwischen Auszug und Wohnungsübergabe habe ich mir dann zwar noch einen vorläufigen Reisepass als Ersatz besorgt, musste dann aber recht schnell feststellen das er mir nicht wirklich weiterhilft: Seit Mai letzten Jahres darf man mit dem nicht mehr in die USA einreisen. Und so kam es wie es kommen musste und ich saß am Donnerstag-Abend immer noch in Deutschland – den Flug um eine Woche nach hinten geschoben.
Kommenden Donnerstag gibt es nun also den nächsten Anlauf. Diesmal allerdings höchstwahrscheinlich mit Reisepass: Das Visum wurde genehmigt und der Pass sollte die Tage bei mir eintrudeln. Hoffen wir mal, dass eine Kleinigkeit sich noch bis dahin gedulden kann.
25. September 2007: Exportweltmeister
Gestern bin ich mal durch den Gang mit Bier im hiesigen Supermarkt geschlendert. Dabei ist einem regelrecht ins Auge gesprungen, was Deutschland trotz China-Boom immer noch einzigartig macht: Bier. Neben Beck’s, dass angeblich das meist-importierte Bier in den USA ist (zugegeben mittlerweile eher Holländisch) und Löwenbräu (die auf der Lincoln-Road auch ein eigenes Lokal haben), ist mir vor allem dieses bislang unbekannte St. Pauli aufgefallen:

Ein paar Meter weiter stand dann noch ein Bavaria genanntes Import-Bier, dass aber dann wirklich aus Holland kam.
17. September 2007: Flickern
Hatte gestern ein wenig Zeit meine Flickr-Sammlung, die übrigens auch hier unter der Sektion Galerie eingebaut ist, mit manuellen Geotags zu versehen. Herausgekommen ist eine lustige Karte.
16. September 2007: Crandon Park Gardens
Am gestrigen Samstag waren wir in den Crandon Park Gardens, einem kleinen Park auf Key Biscayne – quasi die Nachbarinsel von Miami Beach. Todesmutig haben wir uns gegen Mittag durch die gefühlten 45°C gekämpft um ein paar Tiere zu sehen, die hier frei leben. Neben einigen Leguanen gab es auch ein Mini-Krokodil zu sehen und etliche Vögel. Das interessanteste sind allerdings die leer stehenden Käfige gewesen, die allenthalben stark verrostet herumstanden.

Dazu muss man wissen, dass der Park früher mal der Zoo von Miami war, bis dann ein Hurricane aufzog und die Tiere evakuiert werden mussten. Seitdem ist der Zoo ein wenig außerhalb von Miami unter gekommen. Das Ambiente in diesem Park jedoch hat in meinen Augen davon profitiert. Es lag ein Hauch von 12 Monkeys in der Luft.
15. September 2007: Miami-ish
Miami Beach, South-Florida. Die Stadt, die im kommenden Jahr mein zu Hause sein soll. Auch wenn ich mithin das vierte Mal hier bin, habe ich dieses Mal eine andere Perspektive auf die Umgebung: Es ist kein richtiger Urlaub mehr, sondern schon eher das Einleben für nächstes Jahr. Somit fallen einem auch vollkommen andere Sachen auf, als sonst.
Zum Beispiel das (WIC). WIC ist eine tolle Einrichtung hier in den Staaten – vor allem da man keinerlei andere Unterstützung des Staates für seine Kinder erhält. Die sogenannten WIC-Checks bekommt man von seinem Arzt und kann damit bestimmte Produkte wie zum Beispiel Milch, Fruchtsäfte oder Cereals kaufen. Ähnlich wie seinerzeit Essensmarken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich Kinder und schwangere Frauen gesünder ernähren (und damit die Gesundheitskosten gesenkt werden). Obst oder Gemüse jedoch tauchte bislang nicht im Repertoire auf, was sich im nächsten Jahr jedoch ändern soll. Jedenfalls theoretisch, denn die Bush-Regierung hat den entsprechenden Posten im Budget für 2008 um US-$ 145 Mio. gekürzt.
Aber es gibt auch ganz profane Dinge, die hier irgendwie anders sind:
- Hände einziehen: Niedrig hängende Deckenventilatoren
- Von Brr bis Uff: Eiskalte Klimaanlagen gegen tropische Sommersonne
- Gewöhnungsbedürftig: Bunte Bürgersteige und Rechts-Abbiegen bei Rot
- Feierabend-Fragen: Zum Strand oder zum Pool?
- Drei-Minütiges Werbe-Stakkato: 100 TV-Sender und doch immer nur dasselbe
- Nicht ohne meine Sonnebrille: Schneeblindheit ohne Schnee.

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