12. Dezember 2011: Nook-Eis selbstgemacht
Letzte Wochenende habe ich ein wenig mit dem Port der neuen Android-Version, Ice Cream Sandwich, auf den Nook Color gespielt. Die vorherige Version, “Honeycomb”, war zwar auch schon ein Fortschritt auf dem Nook – auch wenn es zugegeben spürbar keine richtige Unterstützung für die Hardware gab. Umso erstaunlicher das selbst ohne richtige Ausnutzung der Ressourcen (es handelt sich um eine frühe Alpha-Version) ICS die wesentlich bessere Erfahrung bietet: Menüs sowie Applikationen laufen sehr flüssig und trotz fehlender Sound- und 3D-Unterstützung finde ich es schon jetzt wesentlich angenehmer.
Da es trotz hervorragender Beschreibung im XDA-Developers Forum einiger Tüftelei bedarf die richtigen Dateien korrekt zu kombinieren um eine lauffähige Version (in meinem Fall von einer SD-Karte laufend) zu bekommen, folgen nach der Pause meine Notizen.
7. Dezember 2011: Zweigleisiger Firefox
Ab und an, vornehmlich wenn man Web-Anwendungen entwickelt, kommt man in die Bredouille verschiedene Versionen eines Browsers nutzen zu müssen. Zumal es mittlerweile allein von Mozillas Firefox für Windows vier verschiedene Versionen gibt – von anderen Herstellen oder Betriebssystemen mal ganz abgesehen. Aber als fürsorglicher Entwickler möchte man dennoch gerne wissen ob sich auch mit anderen Browsern als dem eigenen alles korrekt verhält. Oder aber man möchte gerne eine andere Version nutzen als jene, die einem der Arbeitgeber vor-installiert. Nicht, dass ich das damit sagen oder unterstützen wollen würde…
Wie dem auch sei, zwei Versionen von Firefox lassen sich in der Tat problemlos unter Windows installieren. Zumindest wenn man dabei zwei Dinge beachtet:
- Das Installationsverzeichnis der beiden Versionen muss unterschiedlich sein.
- Beide Installationen müssen unterschiedliche Profile verwenden.
Ist der erste Punkt noch offensichtlich und kann schon bei der Installation hinreichend ausgeräumt werden, muss man beim zweiten manuell nachhelfen und optimieren.
21. November 2011: Was ist eigentlich...
…proprietäre Software? Und warum wird das Wort meistens in einem negativen Zusammenhang genannt? Ein Beispiel.
Als ich mir Anno 2009 den HP Dreamscreen näher angeschaut habe, dachte ich noch es wäre ein ganz wunderbares Gerät:
Dieser digitale Bilderrahmen, der dank seiner WiFi-Anbindung nicht auf mühselig manuell zu beladener USB-Sticks angewiesen ist, besitzt das Potential zum zentralen Familien-Kalender zu avancieren.
Im Prinzip ist es auch genau das – WiFi Anbindung ist vorhanden, man kann Radio und Bilder aus dem Internet herunterladen, den lokalen Wetterbericht einsehen und seine Facebook-Updates lesen. Leider kann es aber auch nur genau das: Alles, wofür HP eine Applikation spendiert hat. Selber Applikationen schreiben darf man nicht (es ist halt proprietäre Software). Somit ist der Funktionsumfang dieser – auf dem Papier – tollen Hardware leider arg beschränkt.
Anfang letzten Jahres hatte ich dann zumindest eine Lösung für mein Dilemma mit dem automatisch generierten Familienkalender gefunden: Snapfish. Für HP’s Foto-bestell-Website gibt es eine Applikation im Dreamscreen. Zwar muss man selbst das anzuzeigende Foto aufrufen (anstatt es automatisch aktualisieren zu lassen), aber immerhin hat der Bilderrahmen damit endlich das getan, wofür er von vornherein gedacht war.
Zumindest vorerst. Denn (und hier kommt der zweite Nachteil proprietärer Software zum tragen) vor gut dreieinhalb Monaten hat die Applikation plötzlich ihren Dienst eingestellt:
Dreamscreen cannot access the Snapfish Servers at this time. Please try again later or check your Internet Connection.
Geduldig wie man ist wartet man. Darauf, dass die Webseite wieder funktioniert. Oder auf ein Update. Vielleicht einen Hinweis vom Support? Doch nichts passiert – scheinbar hat HP den Support für die Dreamscreen-Geraete eingestellt. Keine Updates heißt keine Bilder-Downloads mehr. Und damit ist der teure Bilderrahmen nicht mehr als ein Stück Plastik – nutzlos.
Mit Zugriff auf die Programm-Sourcen des Dreamscreens (das Prinzip Open Source) könnte man das Problem sicherlich leicht lösen – oder eine alternative Lösung entwickeln. Abertausende von Programmieren wären dazu problemlos in der Lage – kostenlos! Doch da es sich jedoch um eine geschlossene Software-Lösung handelt ist man damit leider auf das Wohlwollen des Lieferanten angewiesen. Und wenn der sich verweigert bleibt man zwangsweise auf seiner Investition sitzen.
Und das ist dann auch der Grund wieso regelmäßig negativ über proprietäre Software berichtet wird. Und Jailbreaks so beliebt sind.
15. Oktober 2010: Androides Windows Mobile
Am Montag wurde ja nun Windows Phone 7 offiziell vorgestellt. Grund genug, ein wenig nach Alternativen zu meinem mittlerweile etwas betagten Smartphone zu suchen. Windows Mobile 6.1 ist schließlich auch nicht gerade ein Highlight in der Microsoft’schen Geschichte gewesen.
Was liegt also näher als einfach das Betriebssystem des Telefons zu wechseln? Und, einigen fleissigen Entwicklern sei gedankt, es gibt in der Tat einen Android – Port fuer mein HTC Touch Diamond Pro aka Raphael!
Eine wirklich einfache und mühelose Installation später und – schwuppdiwupp – schon hat man ein komplett neues Smartphone. Da man von einer SD-Karte bootet, muss man nicht einmal das Original OS löschen. Eindruck: Empfehlenswert!
1. August 2010: Bluetooth mal praktisch
Wer ein Handy hat und Linux nutzt, sollte es eigentlich als Pflicht-Tool installiert haben: BlueProximity. Das Tool ist dabei so einfach wie genial: Es lauscht ob das gekoppelte Handy in der Nähe ist und sperrt den Computer, falls dem nicht so sein sollte. Kommt man wieder zurück (oder besser gesagt: nähert sich das Handy wieder dem Computer), wird der Computer wieder entsperrt. Einfach, praktisch und man nicht drumherum sich zu fragen warum das nicht schon viel eher gemacht wurde. Endlich hat Bluetooth auch mal einen praktischen Nutzen!
Nachdem ich nun vor kurzem Opfer einer Computer-Sabotage wurde, habe ich mich auf die Suche nach einer passenden Lösung für Windows gemacht. Und siehe da, es gibt tatsächlich einen Port für Windows: Blue Lock. Leider ist es jedoch entweder nicht mit meinem Bluetooth-Adapter kompatibel, oder mit XP. Jedenfalls kommt eine Meldung das keine Bluetooth-Adapter gefunden werden konnten. Schade!
17. Juli 2010: Heim-Archiv
Sommerzeit ist Hurricane-Zeit. Zumindest in Florida. Und damit einhergehend muss man zwangsweise auch immer damit rechnen, dass es mitunter das Heim ein paar Wochen später nicht mehr gibt. Eine unschöne Vorstellung, zugegeben. Aber immerhin kann man sich darauf in vielerlei Hinsicht vorbereiten.
Als einen Teil dieser Vorbereitung bin ich vor kurzem dazu übergegangen das Papierlose Büro in unserem Heim einzuführen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich dabei haufenweise Akten spart. Vor allem kann man die digitalisierten Rechnungen, Verträge, Dokumente und Unterlagen auch hervorragend als Backup an andere Orte kopieren – die von einem Hurrikan nicht betroffen wären.
Hilfreich ist dabei Digital ArcHound, eine Applikation die nicht nur Dokumente verwaltet, sondern sie auch direkt einscannen kann. Das macht die Digitalisierung der Aktenschränken wesentlich einfacher – und hilft auch ungemein beim Archivieren neuer Dokumente.
Das es sich dabei um eine Windows Home Server-basierte Software handelt, können die so abgelegten Daten dann auch direkt mit der bereits vorhandenen Backup-Lösung mit gespiegelt werden – zum Beispiel in die Amazon-Cloud.
26. Januar 2010: Digitales Anklopfen
Dass das Internet voller böser Menschen ist, bezweifelt ja mittlerweile niemand mehr. Gestern Abend bin ich zufällig auf einen neuerlichen Ansturm dieser Gruppe gestoßen. Eher zufällig, denn beim begutachten einer kleinen Bandbreiten-Statistik habe ich festgestellt, dass viele (sehr viele) Daten fließen obwohl kein Rechner an ist.
Vorgestern gegen 20:00h hat es angefangen – und erst gegen Mitternacht aufgehört. Nur um dann 14 Stunden später wieder anzufangen und bis dato nicht mehr auf zu hören. Das dazugehörige Verbindungsprotokoll weist die unterschiedlichsten Ports auf, aber man scheint sich von unten nach oben durch-zuarbeiten. Die Vermutung liegt nah, dass es sich dabei um einen Portscan mittels Botnet handelt – wohl dem, der eine Firewall hat! Hier ein kleiner Auszug:
P SHost SPort DHost DPort QoS UDP 98.243.114.146 44698 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 86.99.40.148 34185 my_host (vlan1) 13989 Low TCP 71.68.96.135 60260 my_host (vlan1) 61456 Low UDP 98.148.62.215 36126 my_host (vlan1) 13989 Low TCP 64.12.24.34 5190 my_host (vlan1) 49261 Low UDP 189.60.13.108 5620 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 208.114.36.253 47502 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 71.57.211.118 15711 my_host (vlan1) 13989 Low TCP 64.12.8.93 5190 my_host (vlan1) 49258 Low TCP 68.81.125.25 6415 my_host (vlan1) 61294 Low UDP 65.55.158.116 3544 my_host (vlan1) 53283 Low TCP 24.79.8.42 3701 my_host (vlan1) 56033 Low TCP 69.235.134.90 9585 my_host (vlan1) 56001 Low UDP 90.203.190.82 2800 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 67.82.27.105 8224 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 82.243.61.53 34095 my_host (vlan1) 13989 Low UDP 69.144.216.97 25070 my_host (vlan1) 13989 Low TCP 65.54.81.24 80 my_host (vlan1) 57724 High UDP 24.144.203.229 32643 my_host (vlan1) 13989 Low TCP 98.110.25.129 34278 my_host (vlan1) 56022 Low TCP 65.55.182.111 80 my_host (vlan1) 56040 High TCP 68.173.253.21 51024 my_host (vlan1) 55996 Low
Oder ein wenig graphischer:
View Scanners in a larger map
24. Januar 2010: Munin und Tomato
Munin ist eine System-Überwachung für Linux und, nachdem ich meinen Homeserver “neu aufsetzen” durfte, auch meine neue Lösung zur Überwachung des Heim-Netzwerks. Da Munin schön modular aufgebaut ist und den Status mehrerer Systeme zentral zusammenfasst, lag es nur nah auch den Router, der unter Tomato läuft, mit in die Überwachung zu integrieren.
Da es keine Möglichkeit gibt eine Munin-Node nativ unter Tomato laufen zu lassen, muss man auf SNMP zurückgreifen. Denn einen SNMPd gibt es mit integrierten Bibliotheken in kompakter Form bereits fertig zum Download. Nachdem er einmal entpackt ist, kopiert man ihn (über eine CIFS-Freigabe) auf den Router – oder lässt ihn direkt von der Freigabe aus laufen, je nach belieben. In meinem Fall wollte ich ihn auf dem verbleibenden JFFS-Speicherbereich laufen lassen. Dazu muss unter dem JFFS-Punkt Execute when Mounted folgender Aufruf hinterlegt werden:
/jffs/snmpd -c /jffs/snmpd.conf &
Der SNMP-Dienst sollte jetzt laufen. Ein beliebiger SNMP-Client sollte jetzt Daten auslesen können. Eben auch Munin, für das jedoch zunächst die SNMP-Plugins auf dem überwachenden Rechner entsprechend eingerichtet werden müssen. Zunächst legt man eine virtuelle Node in /etc/munin/munin.conf an:
[abeir.selune]
address 127.0.0.1
use_node_name yes
[shar.selune]
address 127.0.0.1
use_node_name no
Anschließend kann man sich mit munin-node-configure --snmp shar.selune --snmpversion 2c --snmpcommunity public die notwendigen Links generieren lassen – einfach die Ausgabe kopieren und entsprechend ausführen. Startet man noch den Munin-Dienst neu (/etc/init.d/munin-node restart) braucht man nur noch ein wenig zu warten und die ersten Daten fließen in die Auswertung mit ein:

17. Januar 2010: Tages-Planung
Vor nicht allzu langer Zeit erwähnte ich, dass der HP DreamScreen eine tolle Sache sei. Denn er bietet die Möglichkeit Bilder (und Musik) über die integrierte WiFi-Schnittstelle nachzuladen. Soweit, so gut.
Nachdem ich mir Ende November günstig einen zugelegt habe, konnte ich die letzten Tage auch endlich ein wenig intensiver Zeit investieren um ihn für das zu nutzen, für das er gedacht war. Nämlich morgendlich eine Übersicht über all jenes anzuzeigen, was den Tag über so los ist. Ist heute etwas geplant? Was macht Mami? Wer kommt zu Besuch? Wie wird das Wetter? Was ist über Nacht in der Welt passiert?
Das Programm um ein entsprechendes Bild aus diversen Feeds zu erstellen war auch recht zügig geschrieben. Allerdings sind die Grenzen des DreamScreen ein wenig zu eng gesteckt, um das Ziel zu erreichen. Denn es gibt zwar die Möglichkeit Daten drahtlos abzugleichen und Musik direkt aus dem Netzwerk abzuspielen (auch wenn man dazu den Windows Media Player installiert haben muss). Man ist dabei jedoch leider auf Pull-Dienste angewiesen, sprich man muss manuell am DreamScreen die Daten abfragen – eine Push-Möglichkeit, bei der ein Programm ein Bild zur Anzeige an den Bilderrahmen schickt, gibt es nicht.
Damit ist das Projekt also frühzeitig gescheitert. An einer unzureichenden Software-Implementation seitens HP. Auch ein SDK um gegebenenfalls eine eigene Lösung dafür zu entwickeln, gibt es nicht. Dabei läuft der DreamScreen auf einer Embedded Linux Plattform und bietet daher theoretisch alle Funktionalitäten um das gewünschte Verhalten problemlos zu bieten. Zwar offenbarte ein Netzwerk-Sniffer das die Daten mittels SOAP abgeglichen werden, man auf diese Weise vermutlich auch automatisch Bilder hochladen könnte, allerdings fehlen damit immer noch Steuerungsfunktionen wie zum Beispiel ein bestimmtes Bild anzeigen zu lassen.
Bleibt nur zu hoffen, dass HP seine angeblichen Pläne umsetzt und in der Tat grosses aus der ansonsten guten Hardware macht – oder zumindest jemand es schafft Zugang zu dem Linux-System zu erhalten.
10. Dezember 2009: Schreibhilfe
Ich habe mir also letztens diese neue Tastatur gekauft. War, dank des Black Friday auch ein echtes Schnäppchen – statt $80 lediglich $30. Und im zwielichtigen Arbeitszimmer ist es wirklich eine angenehme Sache leuchtende Tasten vor sich zu haben. Sogar der Anschlag – bislang das Kriterium aufgrund dessen ich stets die Anschaffung einer neuen Tastatur gescheut habe – ist sehr eingängig und durchaus angenehm.
Einzig die Umstellung auf ein amerikanisches Tastatur-Layout ist weniger mühelos als ich bislang angenommen hatte. Nachdem mein Desktop-Rechner der einzige mit einer deutschen Tastatur war, dachte ich mich schon mehr an die Eigenheiten der US-Pendant (vor allem die physikalischen wie z.B. die Größe und Position der Tasten) gewöhnt zu haben. Was ich mir allerdings stattdessen offenbar angeeignet habe, ist der ansonsten unnötige Blick weg vom Monitor hin zur Tastatur. So gesehen sind die leuchtenden Tasten zugleich Hilfe und Hindernis – Hilfe beim erlernen der hiesigen Tasten-Geräte und hinderlich beim blind-tippern.


