3002 Tage zuvor: T√ľcken mit Linux

Man sollte es eigentlich besser wissen, wenn man die Test-Version von Debian auf seinen Systemen installiert: Manchmal funktioniert irgend etwas nicht mehr. Urpl√∂tzlich. Und einfach so. War es vor einigen Wochen noch der VLC-Player (der auf einmal einen Filter nicht mehr enthielt, den ich f√ľr meinen Streaming-Server genutzt habe), war es dann vor einigen Tagen BackupPC, die Backup-L√∂sung f√ľr meine Linux-Systeme (und den Windows-Server). Besonders √§rglich war dies, weil ich gerade auf einen Restore-Point zur√ľckgreifen musste.

Im Falle des BackupPC-Problems war die Fehlermeldung leider nicht wirklich offensichtlich. Beim Aufruf der entsprechenden Webseite beschwerte sich die Installation auf einmal, dass sie unter einem falschen User laufen w√ľrde. Lighttpd, der nicht nativ unterst√ľtzt wird, zeigte sich unschuldig. Ein fehlendes SUID-Bit f√ľr /usr/share/backuppc/cgi-bin/index.cgi war die Ursache. Hier hatte wohl ein Update zugeschlagen.

Leider funktionierte danach noch weniger als zuvor: Beim Aufruf der Seite kam jetzt zwar nicht mehr die oben genannte Meldung, daf√ľr aber interne Server-Fehler (500) ohne weitere Auskunft – auch nicht in den Log-Dateien. Ein ausf√ľhren der betroffenen index.cgi direkt in der Konsole klappte zwar mit root problemlos, mit dem www- oder backuppc-User jedoch kam eine neue Fehlermeldung:

perl: error while loading shared libraries: libperl.so.5.10: cannot open shared object file: Permission denied

Kein Wunder, existierte die Datei doch garnicht (mehr). Irgend ein Update hatte sie wohl gelöscht. Das erklärt zwar nicht, warum mit root-Rechten der Aufruf immernoch funktionierte, lieferte jedoch einen Lösungs-Ansatz:

apt-get install libperl5-10

Und siehe da: Alles funktioniert wieder wie gehabt. Vielleicht sollte man doch die stable-Versionen von Debian nutzen. Aber die hängen der Funktionalität mitunter ja leider um Jahre hinterher.

3219 Tage zuvor: Debian in klein

Diese kleinen EeePC von Asus machen ihrem Namen ja alle Ehre. Vor allem jene der ersten Generation. Stattliche 2GB bietet die mitgelieferte SSD im Inneren nämlich dem Betriebssystem an Platz. Klingt ja erst einmal nach zwar nicht viel, aber wohl doch genug Platz. Denkste.

Zwar gibt es durchaus einige spezielle Varianten f√ľr die trendigen Netbooks, aber es gibt eben doch nur eine, die auch auf dem schmalbr√ľstigsten aller EeePCs ihren Dienst verrichtet.

Dabei w√§re zumindest das Speicherproblem eigentlich ganz einfach gel√∂st – und w√§re f√ľr jede Distribution als Standard w√ľnschenswert: Man muss nur die ganzen Applikationen weglassen. Bei Bedarf kann man sie ja immer noch nachinstallieren. Aber in den meisten F√§llen ben√∂tige (ich) sie nicht.

Nun gut, um das manuelle Einrichten der Hardware-Besonderheiten komme ich wohl jetzt nicht mehr drumherum. Aber das nehme ich f√ľr eine Schn√∂rkel-lose OS-Basis dann auch gerne in Kauf.