2227 Tage zuvor: Impressionen eines Touristen

Unterschiede zwischen den USA gibt es noch und n├Âcher. Und selbst nach ├╝ber f├╝nf Jahren fallen mir immer noch nahezu t├Ąglich neue Merkw├╝rdigkeiten auf. Bei meinem Urlaub in Deutschland fiel mir nun umgekehrt so einiges auf – Dinge, die ich entweder vergessen oder seinerzeit nie bewusst wahrgenommen habe. Eine durchaus am├╝sante Erfahrung; und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlich offensichtlichen Sache wie Synchronsprecher im Fernsehen, p├╝nktliche Busse und Bahnen oder das kalte, regnerische Wetter.

Das Erste was mir bewusst auffiel war all das Gr├╝n. Alles ist gr├╝n! Und dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, malerisch sch├Ân! Sicher, das klingt abgedroschen und wird h├Ąufig gesagt ohne das man es Ernst nimmt, aber es ist in der Tat so. W├Ąhrend meiner Zugfahrten habe ich h├Ąufiger gemerkt wie ich aus dem Fenster gestarrt und die Landschaft genossen habe. Schnellz├╝ge wie der ICE sind ├╝brigens noch so eine neumodische Erfindung, die mich echt beeindruckt haben (obwohl ich zweifelsfrei diverse Tage/Wochen meines Lebens in ihnen verbracht habe). Das Bord-Restaurant des ICE ist ├╝brigens, wie ich einmal wieder feststellen musste, die mit Abstand angenehmste Art des Reisens.
Wie so vieles andere hat auch das viele Erinnerungen hervor gebracht, an die man schon lange nicht mehr gedacht hat. Zum Beispiel das ich fr├╝her nahezu jeden dritten Fahrgast auf der ICE-Strecke Hannover-Karlsruhe vom sehen her kannte. Aber auch das Spazieren durch die Hannoversche Innenstadt brachte mich ob der vielen Erinnerungen (mein erstes Bier, der merkw├╝rdige Computer-Einzelh├Ąndler, Punks im Allgemeinen) des ├Âfteren zum schmunzeln.

Eine Sache, die ich gar nicht bewusst vermisst hatte, waren die Stra├čen-Caf├ęs. Ganz in alte Routinen verfallend stellte ich erst fest wie angenehm es ist dort zu sitzen, Kaffee zu trinken und die Passanten zu beobachten. Oder auch Zeitung zu lesen. Ein wirklich entspannender Zeitvertreib den ich ganz unbewusst wieder aufgegriffen habe. Wenn es mir auch mit einem leichten Sonnenbrand gedankt wurde (ja, daf├╝r reicht die Sonne in Deutschland durchaus aus!). Im ├ťbrigen fand ich das Wetter, abgesehen von den ersten kalten Tagen, wirklich herrlich – schlie├člich wird es Nachts angenehm k├╝hl anstatt stickig und hei├č zu bleiben. Ein interessanter Unterschied war auch das die Leute in Deutschland weniger laut sind – klingt nach Klischee, ist aber doch w├Ârtlich zu nehmen: Nicht nur wird durchaus leiser gesprochen, man ist auch weniger gestikulierend w├Ąhrend einer Unterhaltung. Spielzeugl├Ąden haben auch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen; wenn ich auch nicht genau zu sagen vermag warum. Vermutlich weil sie nicht diesen hier so typischen Lagerhaus-Charme verspr├╝hen.

Richtiggehend geschockt haben mich allerdings zweierlei Dinge: Besoffene 16-j├Ąhrige in einem Biergarten sowie die vielen, vielen Menschen die zu Fu├č oder per Fahrrad unterwegs sind. Beides ist hierzulande quasi unvorstellbar. Nur um das fest zu halten: Bierg├Ąrten sind immer noch eine tolle Sache und das Bier schmeckt in Deutschland auch wesentlich besser als alles hier verf├╝gbare. Allerdings war der Anblick sich hemmungslos in der ├ľffentlichkeit besaufender Minderj├Ąhriger trotz Spring-Break Erfahrungen recht merkw├╝rdig. Mag etwas damit zu tun haben das hierzulande Alkohol nur in bestimmten Gesch├Ąften und dort auch nur bis 22:00h Abends gekauft werden darf – ab 21 Jahren.

Vollkommen Unerwartet hat mich auch das fehlen jedweden ├Âffentlichen, freien Internet-Zugangs getroffen. Ich dachte mittlerweile w├Ąre so etwas eine Selbstverst├Ąndlichkeit – Miami Beach hat selbigen fl├Ąchendeckend seit etlichen Jahren. Scheinbar ist dem in Deutschland nicht so. Entt├Ąuschungen gab es auch beim Essen: All das, worauf ich mich so h├Ąufig gefreut hatte, konnte leider nicht meinen Erwartungen gerecht werden. Seien es die zahlreichen Bratw├╝rste (einzige Ausnahme ist die Grobe Bratwurst aus einer K├Âlner Schlachterei), der D├Âner (zugegeben aus dem falschen Laden), die Currywurst-Pommes, die Fischbr├Âtchen oder die Mettwurst (das Zwiebelfleisch war jedoch eine Offenbarung) – alles hat in der Erinnerung wesentlich besser gemundet. Daf├╝r waren Gyros, Souflaki und Suzuki umso besser.

Dennoch, es hat Spa├č gemacht. Auch wenn es zu stressig war um als Urlaub durchzugehen ist es sicherlich einen Wiederholung wert. Mal sehen wann es das n├Ąchste Mal klappt!

2800 Tage zuvor: Elly-wer?

Der ein oder andere mag es wissen, allen anderen sei es gesagt: Geschichte fasziniert mich. Nicht nur deutsche Geschichte im allgemeinen, sondern vor allem die lokale Geschichte. Sei es nun ein Gottfried Leibniz, ein Henry Flagler oder auch ein Erich Panitz – sie alle haben einen derart pr├Ągenden Einfluss auf ihre Umgebung gehabt, dass man ihn selbst heute noch sp├╝ren kann. Umso interessanter ist das in diesem Jahr anstehende Doppel-Jubil├Ąum meines werten Arbeitgebers samt der damit einhergehenden Chroniken. In einer wurde ich nun auf eine Person aufmerksam, die mir bislang unbekannt war:

Elly Rosemeyer-Beinhorn (* 30. Mai 1907 in Hannover; ÔÇá 28. November 2007 in Ottobrunn) war eine ber├╝hmte deutsche Fliegerin des 20. Jahrhunderts. In den 1930er-Jahren stellte die Luftfahrtpionierin etliche Langstreckenflugrekorde auf.

So steht es in der Wikipedia ├╝ber sie. Gewiss, sie hat nicht die weltweite Ber├╝hmtheit einer Amelia Earhart erlangt, aber als lokale Pionierin h├Ątte man – meiner Meinung nach – doch zumindest in ihrem Todesjahr etwas von ihr erfahren m├╝ssen. Oder ging das nur an mir vorbei? Immerhin wurde nicht nur eine Strasse in Hannover nach ihr benannt, sie hat auch ihre eigene Briefmarke bekommen:

Elly Beinhorn

3972 Tage zuvor: Reisewirren

Nachdem der Flug in der letzten Woche bereits ausgefallen ist, sollte es am Donnerstag also endlich losgehen. Mit einem Ersatz-Reisepass bewaffnet ging es morgens also los zum Hannoverschen Flughafen. ├ťbrigens einer der angenehmeren auf der Welt, wie ich den Tag mal wieder feststellt durfte ÔÇô klein genug um gem├╝tlich und gem├Ąchlich alles angehen zu k├Ânnen, aber dabei gro├č genug um bequem ├╝berall hinzukommen. So st├Ârte es mich auch nicht weiter, dass ich bereits zwei Stunden vor Abflug da sein sollte.

Im Gegenteil: Einmal angekommen und zum Check-In durchgek├Ąmpft stellte ich recht schnell fest, dass es sogar eine gute Idee war sehr fr├╝hzeitig aufzubrechen. Die Lufthansa hat an dem Tag wohl eine neue Software f├╝r den Check-In freigeschaltet und so kam es, dass die Mitarbeiter ein wenig umst├Ąndlich vorgingen und dabei von ÔÇô scheinbaren ÔÇô Support-Leuten beobachtet wurden. Leider verhalf mir diese Unterst├╝tzung auch nicht zu meinem Ticket von Z├╝rich nach Miami: Man k├Ânne mir leider nur das Ticket von Hannover nach Z├╝rich ausgeben, da die Swiss auf dem Ticket des Anschlussflugs ein Sperrkennzeichen gesetzt habe. Und so durfte ich dann ohne weiterf├╝hrendes Ticket zun├Ąchst nach Z├╝rich starten.

Einmal dort angekommen hatte ich denn auch schon zwanzig Minuten Versp├Ątung. Bei gerade einmal 90 Minuten Umsteigezeit kamen hier schon erste Stress-Symptome auf. Immerhin brauchte ich mich nicht um mein Gep├Ąck k├╝mmern und konnte direkt den ersten Swiss-Schalter ansteuern um dort mein Ticket f├╝r den Weiterflug abzuholen. Zu meiner Zufriedenheit gab es dort auch keinerlei Schlangen und ich konnte z├╝gig meinem Begehren Ausdruck verleihen. Und zwar vornehmlich der 15-j├Ąhrigen Tochter einer Swiss-Angestellten. An diesem Tag war offensichtlich Mutter-Kind-Tag in der Schweiz und alles wimmelte von kleinen Kindern die ihrer Mutter bei ihrer t├Ąglichen Arbeit ├╝ber die Schulter schauten und tatkr├Ąftig mit halfen. So knuffig das auch ist, trug es leider nicht zur Beruhigung meiner Nerven bei. Eher im Gegenteil. Doch hier sollte alles schnell und vor allem glatt gehen: Nachdem mein Reisepass eingegeben (manuell, weil der Scanner nicht funktionierte) und mein Ticket gefunden war, musste nur noch fix das Ticket ausgedruckt werden (an einem anderen Platz, weil der Drucker scheinbar nicht ging). Bewaffnet mit diesem Ticket raste ich nun in Richtung Gate ÔÇô bei Transatlantik-Fl├╝gen gibt es schlie├člich seit einiger Zeit immer einen zweiten Security-Check, durch den ich auch erstmal noch durch musste.

Bei eben jenem zweiten Check angekommen musste ich mich brav in der Schlange einreihen ÔÇô obwohl laut Ticket die Check-In Zeit bereits abgelaufen war und das Boarding schon begonnen hatte. In etwa zu dieser Zeit viel mir dann auch auf, dass auf dem Ticket der falsche Name stand! Scheinbar hat die Dame beim Schalter das falsche Ticket ausgedruckt. Aber immerhin war es derselbe Flug, so das ich durch den Sicherheits-Check problemlos durchkommen konnte. Endlich am Gate angekommen machte ich die Damen dort auf das Versehen aufmerksam. Mit einer gewissen Bleiche im Gesicht nahmen sie mir z├╝gig mein Ticket ab und druckten mir ein neues ÔÇô meines ÔÇô aus. Leider wollten sie mich damit immer noch nicht an Bord lassen, denn das Ticket war nicht freigegeben. Ich sollte damit doch bitte zum Transferschalter in der Mitte der Halle gehen. Gehen ist gut, denn in diesem Fall gingen die ersten Passagiere schon an Bord und in 30 Minuten sollte der Flug starten. Ich rannte also zu eben jenem Transfer-Schalter und trug mein Anliegen erneut vor ÔÇô zum dritten Mal.

Hier stellte sich dann heraus, dass das Ticket in der Woche zuvor von der Lufthansa-Hotline scheinbar nicht korrekt umgebucht wurde. Zwar hatte ich einen Sitzplatz reserviert und war auf dem Flug gelistet, das Ticket jedoch war angeblich nicht bezahlt worden. In diesem Moment war ich, nach Hannover, das zweite Mal ziemlich sauer auf die mangelnde Swiss-Lufthansa-Kooperation und brachte das, f├╝r mein Gef├╝hl noch recht gem├Ą├čigt, auch zum Ausdruck. Die Damen dort zeigten Verst├Ąndnis und entlie├čen mich, 15 Minuten vor Abflug, mit dem bereits zuvor gedruckten Ticket wieder Richtung Gate. ├ťber die Zahlungsfragen w├╝rde man sich sp├Ąter k├╝mmern, ich solle erst einmal den Flug antreten. Das war denn auch die erste positive Nachricht des Tages und als ich dann f├╝nf Minuten f├╝r Abflugtermin im Flugzeug sa├č, wurde ich auch wieder entspannter und konnte den durchaus angenehmen Service der Swiss-Stewardessen die gesamten elf Stunden lang genie├čen.

In den USA hingegen lief alles glatt: Es war zwar ziemlich voll, aber der Mann vom Department of Homeland Security war die Freundlichkeit und Person und hatte sogar einen Witz auf den lockeren Lippen. Mal schauen, was auf der Kreditkartenabrechnung stehen wird…

3978 Tage zuvor: Heja?

Neue Saison, neues Spiel, neues Gl├╝ck. Trotzdem ging es heute in Hannover f├╝r den BVB nicht viel besser aus. Ohne sich hier in Feinheiten ergehen zu wollen, war es trotzdem ansehnlicher.

Dabei ist mir dann auch gleich mal aufgefallen, dass die Begegnung Hannover 96 gegen Borussia Dortmund mit weitem Abstand die h├Ąufigste sein d├╝rfte, die ich gesehen habe. Das d├╝rften an die sechs, wenn nicht noch mehr sein. Und dabei gehe ich gar nicht so oft ins Stadion…

4099 Tage zuvor: ...zu erz├Ąhlen.

R├╝ckfl├╝ge zu verschieben ist ja eine unserer kleinsten Herausforderungen. Und so wurde der Aufenthalt in ├ťbersee auch dieses Mal um eine Woche verl├Ąngert nachdem der Chef telefonisch nichts einzuwenden hatte (wof├╝r man die Wartezeit in einer Schlange – diese spezielle war vor dem Disney-World in Orlando – nutzen kann). Im Gegensatz zum Abflugtermin in Richtung Las Vegas gute vier Wochen zuvor kamen wir dieses Mal auch p├╝nktlich los. Somit war der Check-In auch problemlos und ziemlich unspektakul├Ąr abgehakt. Und da auch weit und breit keinerlei Schlange in Sicht war, viel der Abschied umso langwieriger und schmerzhafter aus. Es gibt einfach keine positiven Seiten daran seine schwangere Ehefrau auf einem anderen Kontinent zur├╝ck zu lassen.

Das Gate zu finden stellte diesmal ├╝brigens auch keine Herausforderung dar und konnte resolut bew├Ąltigt werden. Einmal dort angekommen setzen zwar schon die ersten Gedanken ├╝ber einen etwaigen R├╝ckflug ein, aber da der Flug tats├Ąchlich p├╝nktlich war sollte man sich schon bald wieder auf andere Gedanken bringen k├Ânnen. Und so kam es denn auch, dass das Boarding tats├Ąchlich p├╝nktlich los ging, alle Passagiere zur Abflugzeit in der Kabine sa├čen und die T├╝ren auch prompt geschlossen werden konnten. Auf die Sekunde p├╝nktlich f├╝r eines jener lokalen Gewitter in Miami, die so stark ausfallen das auch ein Flughafen gesperrt werden muss. In diesem Fall f├╝r lange sechzig Sekunden.

Regen in Miami

Auf diese Weise wurde die Wartezeit im Umsteige-Flughafen Philadelphia ein wenig k├╝rzer – statt vier nur noch drei Stunden. Was wiederum sehr gut ist, da ich diverse Flashbacks zu dem Umsteigen w├Ąhrend meines Hinflugs hatte. Und ein am Telefon weinendes Kind, dass heiser ÔÇťBut I want you back!ÔÇť ins Telefon schluchzt bringt einen auch nicht auf positivere Gedanken. Immerhin ging der Anschlussflug nach Frankfurt ├╝berp├╝nktlich zum Boarding ├╝ber und startete daf├╝r versp├Ątet wegen fehlender Passagiere. Was allerdings nicht viel ausmachte da ich es tats├Ąchlich einmal geschafft habe im Flugzeug zu schlafen – und zwar die komplette Strecke. Auf dem Weg von Hawaii nach Miami h├Ątte ich auch soviel Gl├╝ck n├Âtig gehabt.

Einmal auf deutschem Boden angekommen musste ich schon ganz unbewusst auf die unterschiedlichen Mentalit├Ąten achten. Abgesehen von vielen Kleinigkeiten ist mir vor allem der Z├Âllner im Ged├Ąchtnis haften geblieben: Wo in den USA jeder freundlich ist und einen nur dann grimmig anschaut um etwas damit zu bewirken schien der deutsche Beamte dort am Schalter vor mir von seiner Arbeit derma├čen ange├Âdet zu sein das er sich nicht einmal zu einem direkten Augenkontakt durchringen konnte. Das also ist mein Heimatland und es scheint wirklich froh zu sein mich zur├╝ck zu haben.

Was also tut man in einer Heimat, in der man sich ziemlich fehl am Platze f├╝hlt? Richtig, man f├Ąhrt irgendwo hin um sich abzulenken. In diesem Fall ist die Wahl dann auch auf Hannover gefallen. Da es Freitag ist sollte das auch kein Problem darstellen – und so ging es direkt zum Bahnhof in Frankfurt und von dort aus gen Hildesheim, wo ein Privattaxi auf mich warten sollte um mich nach Hannover zu bringen. Die ersten Stunden waren dann auch damit voll gestopft viele Leute anzurufen und das ein oder andere Wiedersehen in Hannover zu organisieren. Vor allem auf das Essen im Bord-Restaurant habe ich mich dabei gefreut – doch das war leider ein wenig zu fr├╝h. Wie ich bereits in Miami mitbekommen hatte, gab es diverse Streik-Szenarien bei der Deutschen Bahn. Unter diesen Gesichtspunkten war ich ja schon froh, dass mein ICE ├╝berhaupt fuhr und dazu auch noch p├╝nktlich war! Doch kaum hatte ich mich auf der reichhaltigen Karte f├╝r ein Mittagsmen├╝ entschieden, wurde auch schon bekannt, dass es gar nichts mehr zu Essen gab. Da hat wohl irgendjemand gestreikt. Und so sollte denn auch das Eiersandwich vom Vortag das letzte sein, was sich bis zum Abend gegessen haben sollte.

Doch so richtig in Deutschland angekommen bin ich dann wirklich erst in Hildesheim, als ich bei 15┬░C im Regen auf der Stra├če stand und auf mein (versp├Ątetes) Taxi gewartet habe: Ein Provinznest bei typischen Wetter mitten im Sommer holte mich recht schnell wieder auf den hiesigen Boden der Tatsachen zur├╝ck. Es war, als ob man nie weg gewesen w├Ąre.

4184 Tage zuvor: I turned it off

Ich dachte ich w├Ąre dabei. Bin es aber nun leider doch nicht.

Turn it on again!

Dabei habe ich doch schon eine Karte! Interessenten?

4210 Tage zuvor: Sch├Âne Frauen, tiefe Ausschnitte

Das war sie also mal wieder, die CeBIT. Und einmal mehr hat man gemerkt, dass man dort nichts zu suchen hat wenn man sich zuvor nicht genaue Gedanken ├╝ber ein angemessenes Programm gemacht hat. So auch heute.

CeBIT 2007

Das Highlight war doch glatt der weltgr├Â├čte LCD-Fernseher, der dort einem kleinen Pulk neugieriger Schaulustiger pr├Ąsentiert wurde. Ansonsten war alles irgendwie wie im letzte Jahr – und vermutlich auch in dem davor. Und nat├╝rlich gab es da noch die Booth-Babes, die auch tats├Ąchlich da waren obwohl die Ger├╝chtek├╝che etwas anderes behauptet hatte, wenn es auch sp├╝rbar weniger waren.

Das, dem mein einziges Interesse an der Messe galt, wurde ├╝brigens leider nicht gezeigt.

4230 Tage zuvor: Heja BVB

Ich bin ja kein fanatischer Fu├čball-Anh├Ąnger, aber zwei Partien pro Saison gibt es dann doch, die ich mir immer gerne anschaue: HSV96 gegen den BVB. So auch heute wieder. Und um diesen Eintrag nicht in eine Spielkritik ausarten zu lassen, nur kurz ein Bild von meinem Block:

Mitten drin statt gegen├╝ber

Der Fanblock der Borussen war direkt nebenan. Ein sehr lustiges Erlebnis, vor allem wenn man das Ergebnis bedenkt (4:2). Vor allem zu beobachten wie die Ordner versucht haben das Werfen der (manchmal) leeren Bierbecher in den Unterrang zu unterbinden, war recht kurzweilig. Leider gab es zu dem Zeitpunkt dann auch keine Fanges├Ąnge mehr, denn die klangen erfrischend anders und – mit Verlaub – interessanter.

4248 Tage zuvor: Vormerken!

Wo wir gerade bei Kultur sind:

Kleider machen Liebe

Der Vorg├Ąnger Ein Sommernachtstraum war sehr sehenswert, daher werde ich mir wohl auch anschauen ob Kleider machen Liebe ein w├╝rdiger Nachfolger ist.

4248 Tage zuvor: Der S├Ąngerkrieg im Opernsaal

Am Sonntag war ich ja nun in der Staatsoper Hannover. Da wollte ich ja auch schon seit l├Ąngerem immer mal hin, weil sie ja doch einen gewissen Ruf besitzt und es mich daher in einer gewissen Weise peinlich ber├╝hrt hat nie dort gewesen zu sein. Dank einer Freundin war die Karte auch recht g├╝nstig zu erstehen. Wie ich allerdings schnell feststellen sollte, war meine Vorbereitung eher mau und die Erwartungshaltung somit reichlich naiv.

Tannh├Ąuser

Gespielt wurde der Tannh├Ąusersche S├Ąngerkrieg, dessen Interpretationen ja selbst sein geistiger Vater nie gutgehei├čen hatte. Zu der Inszenierung selbst mag ich mir pers├Ânlich ja auch kein Urteil abringen, aber ich bin dann doch eher auf Seiten des OOM denn der als Pressestimmen angef├╝hrten Rezensionen. Was ich allerdings dort wieder einmal festgestellt habe ist, dass ich mit der Oper als solches nichts anfangen kann. Das penetrante Getr├Ąller selbst simpelster S├Ątze finde ich nicht nur recht nervig, es lenkt auch ziemlich vom eigentlichen Inhalt ab. Allerdings war der f├╝r mein Empfinden bei dieser Oper auch eher trivial – was allerdings auch durchaus an meiner eher schlechten Vorbereitung liegen kann, denn f├╝r das dazugeh├Ârige Reklam-Heftchen hat die Zeit leider nicht gereicht.

Aber um es zu einem pers├Ânlichen Res├╝mee zusammen zu fassen: Den letzten Akt nicht mehr mit angeschaut zu haben ist leicht zu verschmerzen, ein Musical ist noch lange keine Oper und das Theater ist und bleibt mir noch das liebste. Dennoch interessant zu sehen, dass man zwar zwei Statistinnen kennt, sie jedoch auf der B├╝hne nicht wiedererkennt.