3758 Tage zuvor: Impressionen eines Touristen

Unterschiede zwischen den USA gibt es noch und nöcher. Und selbst nach über fünf Jahren fallen mir immer noch nahezu täglich neue Merkwürdigkeiten auf. Bei meinem Urlaub in Deutschland fiel mir nun umgekehrt so einiges auf – Dinge, die ich entweder vergessen oder seinerzeit nie bewusst wahrgenommen habe. Eine durchaus amüsante Erfahrung; und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlich offensichtlichen Sache wie Synchronsprecher im Fernsehen, pünktliche Busse und Bahnen oder das kalte, regnerische Wetter.

Das Erste was mir bewusst auffiel war all das Grün. Alles ist grün! Und dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, malerisch schön! Sicher, das klingt abgedroschen und wird häufig gesagt ohne das man es Ernst nimmt, aber es ist in der Tat so. Während meiner Zugfahrten habe ich häufiger gemerkt wie ich aus dem Fenster gestarrt und die Landschaft genossen habe. Schnellzüge wie der ICE sind übrigens noch so eine neumodische Erfindung, die mich echt beeindruckt haben (obwohl ich zweifelsfrei diverse Tage/Wochen meines Lebens in ihnen verbracht habe). Das Bord-Restaurant des ICE ist übrigens, wie ich einmal wieder feststellen musste, die mit Abstand angenehmste Art des Reisens.
Wie so vieles andere hat auch das viele Erinnerungen hervor gebracht, an die man schon lange nicht mehr gedacht hat. Zum Beispiel das ich früher nahezu jeden dritten Fahrgast auf der ICE-Strecke Hannover-Karlsruhe vom sehen her kannte. Aber auch das Spazieren durch die Hannoversche Innenstadt brachte mich ob der vielen Erinnerungen (mein erstes Bier, der merkwürdige Computer-Einzelhändler, Punks im Allgemeinen) des öfteren zum schmunzeln.

Eine Sache, die ich gar nicht bewusst vermisst hatte, waren die Straßen-Cafés. Ganz in alte Routinen verfallend stellte ich erst fest wie angenehm es ist dort zu sitzen, Kaffee zu trinken und die Passanten zu beobachten. Oder auch Zeitung zu lesen. Ein wirklich entspannender Zeitvertreib den ich ganz unbewusst wieder aufgegriffen habe. Wenn es mir auch mit einem leichten Sonnenbrand gedankt wurde (ja, dafür reicht die Sonne in Deutschland durchaus aus!). Im Übrigen fand ich das Wetter, abgesehen von den ersten kalten Tagen, wirklich herrlich – schließlich wird es Nachts angenehm kühl anstatt stickig und heiß zu bleiben. Ein interessanter Unterschied war auch das die Leute in Deutschland weniger laut sind – klingt nach Klischee, ist aber doch wörtlich zu nehmen: Nicht nur wird durchaus leiser gesprochen, man ist auch weniger gestikulierend während einer Unterhaltung. Spielzeugläden haben auch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen; wenn ich auch nicht genau zu sagen vermag warum. Vermutlich weil sie nicht diesen hier so typischen Lagerhaus-Charme versprühen.

Richtiggehend geschockt haben mich allerdings zweierlei Dinge: Besoffene 16-jährige in einem Biergarten sowie die vielen, vielen Menschen die zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sind. Beides ist hierzulande quasi unvorstellbar. Nur um das fest zu halten: Biergärten sind immer noch eine tolle Sache und das Bier schmeckt in Deutschland auch wesentlich besser als alles hier verfügbare. Allerdings war der Anblick sich hemmungslos in der Öffentlichkeit besaufender Minderjähriger trotz Spring-Break Erfahrungen recht merkwürdig. Mag etwas damit zu tun haben das hierzulande Alkohol nur in bestimmten Geschäften und dort auch nur bis 22:00h Abends gekauft werden darf – ab 21 Jahren.

Vollkommen Unerwartet hat mich auch das fehlen jedweden öffentlichen, freien Internet-Zugangs getroffen. Ich dachte mittlerweile wäre so etwas eine Selbstverständlichkeit – Miami Beach hat selbigen flächendeckend seit etlichen Jahren. Scheinbar ist dem in Deutschland nicht so. Enttäuschungen gab es auch beim Essen: All das, worauf ich mich so häufig gefreut hatte, konnte leider nicht meinen Erwartungen gerecht werden. Seien es die zahlreichen Bratwürste (einzige Ausnahme ist die Grobe Bratwurst aus einer Kölner Schlachterei), der Döner (zugegeben aus dem falschen Laden), die Currywurst-Pommes, die Fischbrötchen oder die Mettwurst (das Zwiebelfleisch war jedoch eine Offenbarung) – alles hat in der Erinnerung wesentlich besser gemundet. Dafür waren Gyros, Souflaki und Suzuki umso besser.

Dennoch, es hat Spaß gemacht. Auch wenn es zu stressig war um als Urlaub durchzugehen ist es sicherlich einen Wiederholung wert. Mal sehen wann es das nächste Mal klappt!

4331 Tage zuvor: Elly-wer?

Der ein oder andere mag es wissen, allen anderen sei es gesagt: Geschichte fasziniert mich. Nicht nur deutsche Geschichte im allgemeinen, sondern vor allem die lokale Geschichte. Sei es nun ein Gottfried Leibniz, ein Henry Flagler oder auch ein Erich Panitz – sie alle haben einen derart prägenden Einfluss auf ihre Umgebung gehabt, dass man ihn selbst heute noch spüren kann. Umso interessanter ist das in diesem Jahr anstehende Doppel-Jubiläum meines werten Arbeitgebers samt der damit einhergehenden Chroniken. In einer wurde ich nun auf eine Person aufmerksam, die mir bislang unbekannt war:

Elly Rosemeyer-Beinhorn (* 30. Mai 1907 in Hannover; † 28. November 2007 in Ottobrunn) war eine berühmte deutsche Fliegerin des 20. Jahrhunderts. In den 1930er-Jahren stellte die Luftfahrtpionierin etliche Langstreckenflugrekorde auf.

So steht es in der Wikipedia über sie. Gewiss, sie hat nicht die weltweite Berühmtheit einer Amelia Earhart erlangt, aber als lokale Pionierin hätte man – meiner Meinung nach – doch zumindest in ihrem Todesjahr etwas von ihr erfahren müssen. Oder ging das nur an mir vorbei? Immerhin wurde nicht nur eine Strasse in Hannover nach ihr benannt, sie hat auch ihre eigene Briefmarke bekommen:

Elly Beinhorn

5503 Tage zuvor: Reisewirren

Nachdem der Flug in der letzten Woche bereits ausgefallen ist, sollte es am Donnerstag also endlich losgehen. Mit einem Ersatz-Reisepass bewaffnet ging es morgens also los zum Hannoverschen Flughafen. Übrigens einer der angenehmeren auf der Welt, wie ich den Tag mal wieder feststellt durfte – klein genug um gemütlich und gemächlich alles angehen zu können, aber dabei groß genug um bequem überall hinzukommen. So störte es mich auch nicht weiter, dass ich bereits zwei Stunden vor Abflug da sein sollte.

Im Gegenteil: Einmal angekommen und zum Check-In durchgekämpft stellte ich recht schnell fest, dass es sogar eine gute Idee war sehr frühzeitig aufzubrechen. Die Lufthansa hat an dem Tag wohl eine neue Software für den Check-In freigeschaltet und so kam es, dass die Mitarbeiter ein wenig umständlich vorgingen und dabei von – scheinbaren – Support-Leuten beobachtet wurden. Leider verhalf mir diese Unterstützung auch nicht zu meinem Ticket von Zürich nach Miami: Man könne mir leider nur das Ticket von Hannover nach Zürich ausgeben, da die Swiss auf dem Ticket des Anschlussflugs ein Sperrkennzeichen gesetzt habe. Und so durfte ich dann ohne weiterführendes Ticket zunächst nach Zürich starten.

Einmal dort angekommen hatte ich denn auch schon zwanzig Minuten Verspätung. Bei gerade einmal 90 Minuten Umsteigezeit kamen hier schon erste Stress-Symptome auf. Immerhin brauchte ich mich nicht um mein Gepäck kümmern und konnte direkt den ersten Swiss-Schalter ansteuern um dort mein Ticket für den Weiterflug abzuholen. Zu meiner Zufriedenheit gab es dort auch keinerlei Schlangen und ich konnte zügig meinem Begehren Ausdruck verleihen. Und zwar vornehmlich der 15-jährigen Tochter einer Swiss-Angestellten. An diesem Tag war offensichtlich Mutter-Kind-Tag in der Schweiz und alles wimmelte von kleinen Kindern die ihrer Mutter bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauten und tatkräftig mit halfen. So knuffig das auch ist, trug es leider nicht zur Beruhigung meiner Nerven bei. Eher im Gegenteil. Doch hier sollte alles schnell und vor allem glatt gehen: Nachdem mein Reisepass eingegeben (manuell, weil der Scanner nicht funktionierte) und mein Ticket gefunden war, musste nur noch fix das Ticket ausgedruckt werden (an einem anderen Platz, weil der Drucker scheinbar nicht ging). Bewaffnet mit diesem Ticket raste ich nun in Richtung Gate – bei Transatlantik-Flügen gibt es schließlich seit einiger Zeit immer einen zweiten Security-Check, durch den ich auch erstmal noch durch musste.

Bei eben jenem zweiten Check angekommen musste ich mich brav in der Schlange einreihen – obwohl laut Ticket die Check-In Zeit bereits abgelaufen war und das Boarding schon begonnen hatte. In etwa zu dieser Zeit viel mir dann auch auf, dass auf dem Ticket der falsche Name stand! Scheinbar hat die Dame beim Schalter das falsche Ticket ausgedruckt. Aber immerhin war es derselbe Flug, so das ich durch den Sicherheits-Check problemlos durchkommen konnte. Endlich am Gate angekommen machte ich die Damen dort auf das Versehen aufmerksam. Mit einer gewissen Bleiche im Gesicht nahmen sie mir zügig mein Ticket ab und druckten mir ein neues – meines – aus. Leider wollten sie mich damit immer noch nicht an Bord lassen, denn das Ticket war nicht freigegeben. Ich sollte damit doch bitte zum Transferschalter in der Mitte der Halle gehen. Gehen ist gut, denn in diesem Fall gingen die ersten Passagiere schon an Bord und in 30 Minuten sollte der Flug starten. Ich rannte also zu eben jenem Transfer-Schalter und trug mein Anliegen erneut vor – zum dritten Mal.

Hier stellte sich dann heraus, dass das Ticket in der Woche zuvor von der Lufthansa-Hotline scheinbar nicht korrekt umgebucht wurde. Zwar hatte ich einen Sitzplatz reserviert und war auf dem Flug gelistet, das Ticket jedoch war angeblich nicht bezahlt worden. In diesem Moment war ich, nach Hannover, das zweite Mal ziemlich sauer auf die mangelnde Swiss-Lufthansa-Kooperation und brachte das, für mein Gefühl noch recht gemäßigt, auch zum Ausdruck. Die Damen dort zeigten Verständnis und entließen mich, 15 Minuten vor Abflug, mit dem bereits zuvor gedruckten Ticket wieder Richtung Gate. Über die Zahlungsfragen würde man sich später kümmern, ich solle erst einmal den Flug antreten. Das war denn auch die erste positive Nachricht des Tages und als ich dann fünf Minuten für Abflugtermin im Flugzeug saß, wurde ich auch wieder entspannter und konnte den durchaus angenehmen Service der Swiss-Stewardessen die gesamten elf Stunden lang genießen.

In den USA hingegen lief alles glatt: Es war zwar ziemlich voll, aber der Mann vom Department of Homeland Security war die Freundlichkeit und Person und hatte sogar einen Witz auf den lockeren Lippen. Mal schauen, was auf der Kreditkartenabrechnung stehen wird…

5509 Tage zuvor: Heja?

Neue Saison, neues Spiel, neues Glück. Trotzdem ging es heute in Hannover für den BVB nicht viel besser aus. Ohne sich hier in Feinheiten ergehen zu wollen, war es trotzdem ansehnlicher.

Dabei ist mir dann auch gleich mal aufgefallen, dass die Begegnung Hannover 96 gegen Borussia Dortmund mit weitem Abstand die häufigste sein dürfte, die ich gesehen habe. Das dürften an die sechs, wenn nicht noch mehr sein. Und dabei gehe ich gar nicht so oft ins Stadion…

5630 Tage zuvor: ...zu erzählen.

Rückflüge zu verschieben ist ja eine unserer kleinsten Herausforderungen. Und so wurde der Aufenthalt in Übersee auch dieses Mal um eine Woche verlängert nachdem der Chef telefonisch nichts einzuwenden hatte (wofür man die Wartezeit in einer Schlange – diese spezielle war vor dem Disney-World in Orlando – nutzen kann). Im Gegensatz zum Abflugtermin in Richtung Las Vegas gute vier Wochen zuvor kamen wir dieses Mal auch pünktlich los. Somit war der Check-In auch problemlos und ziemlich unspektakulär abgehakt. Und da auch weit und breit keinerlei Schlange in Sicht war, viel der Abschied umso langwieriger und schmerzhafter aus. Es gibt einfach keine positiven Seiten daran seine schwangere Ehefrau auf einem anderen Kontinent zurück zu lassen.

Das Gate zu finden stellte diesmal übrigens auch keine Herausforderung dar und konnte resolut bewältigt werden. Einmal dort angekommen setzen zwar schon die ersten Gedanken über einen etwaigen Rückflug ein, aber da der Flug tatsächlich pünktlich war sollte man sich schon bald wieder auf andere Gedanken bringen können. Und so kam es denn auch, dass das Boarding tatsächlich pünktlich los ging, alle Passagiere zur Abflugzeit in der Kabine saßen und die Türen auch prompt geschlossen werden konnten. Auf die Sekunde pünktlich für eines jener lokalen Gewitter in Miami, die so stark ausfallen das auch ein Flughafen gesperrt werden muss. In diesem Fall für lange sechzig Sekunden.

Regen in Miami

Auf diese Weise wurde die Wartezeit im Umsteige-Flughafen Philadelphia ein wenig kürzer – statt vier nur noch drei Stunden. Was wiederum sehr gut ist, da ich diverse Flashbacks zu dem Umsteigen während meines Hinflugs hatte. Und ein am Telefon weinendes Kind, dass heiser “But I want you back!“ ins Telefon schluchzt bringt einen auch nicht auf positivere Gedanken. Immerhin ging der Anschlussflug nach Frankfurt überpünktlich zum Boarding über und startete dafür verspätet wegen fehlender Passagiere. Was allerdings nicht viel ausmachte da ich es tatsächlich einmal geschafft habe im Flugzeug zu schlafen – und zwar die komplette Strecke. Auf dem Weg von Hawaii nach Miami hätte ich auch soviel Glück nötig gehabt.

Einmal auf deutschem Boden angekommen musste ich schon ganz unbewusst auf die unterschiedlichen Mentalitäten achten. Abgesehen von vielen Kleinigkeiten ist mir vor allem der Zöllner im Gedächtnis haften geblieben: Wo in den USA jeder freundlich ist und einen nur dann grimmig anschaut um etwas damit zu bewirken schien der deutsche Beamte dort am Schalter vor mir von seiner Arbeit dermaßen angeödet zu sein das er sich nicht einmal zu einem direkten Augenkontakt durchringen konnte. Das also ist mein Heimatland und es scheint wirklich froh zu sein mich zurück zu haben.

Was also tut man in einer Heimat, in der man sich ziemlich fehl am Platze fühlt? Richtig, man fährt irgendwo hin um sich abzulenken. In diesem Fall ist die Wahl dann auch auf Hannover gefallen. Da es Freitag ist sollte das auch kein Problem darstellen – und so ging es direkt zum Bahnhof in Frankfurt und von dort aus gen Hildesheim, wo ein Privattaxi auf mich warten sollte um mich nach Hannover zu bringen. Die ersten Stunden waren dann auch damit voll gestopft viele Leute anzurufen und das ein oder andere Wiedersehen in Hannover zu organisieren. Vor allem auf das Essen im Bord-Restaurant habe ich mich dabei gefreut – doch das war leider ein wenig zu früh. Wie ich bereits in Miami mitbekommen hatte, gab es diverse Streik-Szenarien bei der Deutschen Bahn. Unter diesen Gesichtspunkten war ich ja schon froh, dass mein ICE überhaupt fuhr und dazu auch noch pünktlich war! Doch kaum hatte ich mich auf der reichhaltigen Karte für ein Mittagsmenü entschieden, wurde auch schon bekannt, dass es gar nichts mehr zu Essen gab. Da hat wohl irgendjemand gestreikt. Und so sollte denn auch das Eiersandwich vom Vortag das letzte sein, was sich bis zum Abend gegessen haben sollte.

Doch so richtig in Deutschland angekommen bin ich dann wirklich erst in Hildesheim, als ich bei 15°C im Regen auf der Straße stand und auf mein (verspätetes) Taxi gewartet habe: Ein Provinznest bei typischen Wetter mitten im Sommer holte mich recht schnell wieder auf den hiesigen Boden der Tatsachen zurück. Es war, als ob man nie weg gewesen wäre.

5715 Tage zuvor: I turned it off

Ich dachte ich wäre dabei. Bin es aber nun leider doch nicht.

Turn it on again!

Dabei habe ich doch schon eine Karte! Interessenten?

5741 Tage zuvor: Schöne Frauen, tiefe Ausschnitte

Das war sie also mal wieder, die CeBIT. Und einmal mehr hat man gemerkt, dass man dort nichts zu suchen hat wenn man sich zuvor nicht genaue Gedanken über ein angemessenes Programm gemacht hat. So auch heute.

CeBIT 2007

Das Highlight war doch glatt der weltgrößte LCD-Fernseher, der dort einem kleinen Pulk neugieriger Schaulustiger präsentiert wurde. Ansonsten war alles irgendwie wie im letzte Jahr – und vermutlich auch in dem davor. Und natürlich gab es da noch die Booth-Babes, die auch tatsächlich da waren obwohl die Gerüchteküche etwas anderes behauptet hatte, wenn es auch spürbar weniger waren.

Das, dem mein einziges Interesse an der Messe galt, wurde übrigens leider nicht gezeigt.

5761 Tage zuvor: Heja BVB

Ich bin ja kein fanatischer Fußball-Anhänger, aber zwei Partien pro Saison gibt es dann doch, die ich mir immer gerne anschaue: HSV96 gegen den BVB. So auch heute wieder. Und um diesen Eintrag nicht in eine Spielkritik ausarten zu lassen, nur kurz ein Bild von meinem Block:

Mitten drin statt gegenüber

Der Fanblock der Borussen war direkt nebenan. Ein sehr lustiges Erlebnis, vor allem wenn man das Ergebnis bedenkt (4:2). Vor allem zu beobachten wie die Ordner versucht haben das Werfen der (manchmal) leeren Bierbecher in den Unterrang zu unterbinden, war recht kurzweilig. Leider gab es zu dem Zeitpunkt dann auch keine Fangesänge mehr, denn die klangen erfrischend anders und – mit Verlaub – interessanter.

5779 Tage zuvor: Vormerken!

Wo wir gerade bei Kultur sind:

Kleider machen Liebe

Der Vorgänger Ein Sommernachtstraum war sehr sehenswert, daher werde ich mir wohl auch anschauen ob Kleider machen Liebe ein würdiger Nachfolger ist.

5779 Tage zuvor: Der Sängerkrieg im Opernsaal

Am Sonntag war ich ja nun in der Staatsoper Hannover. Da wollte ich ja auch schon seit längerem immer mal hin, weil sie ja doch einen gewissen Ruf besitzt und es mich daher in einer gewissen Weise peinlich berührt hat nie dort gewesen zu sein. Dank einer Freundin war die Karte auch recht günstig zu erstehen. Wie ich allerdings schnell feststellen sollte, war meine Vorbereitung eher mau und die Erwartungshaltung somit reichlich naiv.

Tannhäuser

Gespielt wurde der Tannhäusersche Sängerkrieg, dessen Interpretationen ja selbst sein geistiger Vater nie gutgeheißen hatte. Zu der Inszenierung selbst mag ich mir persönlich ja auch kein Urteil abringen, aber ich bin dann doch eher auf Seiten des OOM denn der als Pressestimmen angeführten Rezensionen. Was ich allerdings dort wieder einmal festgestellt habe ist, dass ich mit der Oper als solches nichts anfangen kann. Das penetrante Geträller selbst simpelster Sätze finde ich nicht nur recht nervig, es lenkt auch ziemlich vom eigentlichen Inhalt ab. Allerdings war der für mein Empfinden bei dieser Oper auch eher trivial – was allerdings auch durchaus an meiner eher schlechten Vorbereitung liegen kann, denn für das dazugehörige Reklam-Heftchen hat die Zeit leider nicht gereicht.

Aber um es zu einem persönlichen Resümee zusammen zu fassen: Den letzten Akt nicht mehr mit angeschaut zu haben ist leicht zu verschmerzen, ein Musical ist noch lange keine Oper und das Theater ist und bleibt mir noch das liebste. Dennoch interessant zu sehen, dass man zwar zwei Statistinnen kennt, sie jedoch auf der Bühne nicht wiedererkennt.