4747 Tage zuvor: Basel in Miami

Heute haben wir uns nochmal zur Art | Basel | Miami Beach gewagt. Diesmal sind wir auch tatsächlich rein gegangen – wenn auch mit gekauften statt hinterlegten Karten. Aber das macht die Kunst ja nicht schlechter.

Art | Basel | Miami Beach

Unvorbereitet ist es allerdings teilweise doch recht nichts-sagend, nahezu beliebig. Wenn es auch durchaus einige Hingucker gibt. Kurzweilig wird der Besuch aber auf jeden Fall – schließlich gibt es wirklich viel Klischee-erfüllendes Publikum, das dort herum spaziert.

Update
Evan Penny sei nun wirklich jedem nochmal ans Herz gelegt. Seine Werke beeindrucken selbst als Fotos, die man selbstredend auch im Internet zu sehen bekommt.

4829 Tage zuvor: Ein Tag im Museum

Heute im Bass-Museum:

Bring the whole family to the Bass Museum of Art for a fun-filled afternoon of activities. During this educational event, children will be exposed to art exploration and conceptual thinking. They will have the opportunity to express themselves creatively through activities such as rendering, writing, performing, sculpting, and framing, and they will get to meet artist David Lisznia, creator of “Tiny Stories.”

Mutige Sache. Nicht nur so viele Kinder auf einem Haufen in ein Museum zu holen – schon viel eher die Kunstwerke währenddessen auch drin zu lassen. Wobei man durchaus dazu sagen muss, dass es lediglich in zwei kleineren Galerien Kunst im herkömmlichen Sinne gab. Der Großteil der Ausstellung bestand aus Installationen oder Fotografien.

Nun, die oben genannten Tiny Stories waren auch recht amüsant zu lesen. Und es gab durchaus einige davon; über das gesamte Museumsgelände verteilt.

5238 Tage zuvor: Slava und der Schnee

So, das war des berühmten Slava’s Snow Show. Seit einigen Tagen wird man hier nunmehr mit Werbung für eben jene Show bombardiert. Gestern sind wir dann selbst mal vorbeigeschneit.

Slava's Snow Show

Eine wirklich kurzweilige, amüsante und vor allem farbenprächtige Show. Und tatsächlich kam sogar im schwül-warmen Miami eine Gefühl von Winter auf – dank zig-tausender, umher wirbelnder Papier-Schnippseln. Allerdings ist der Clown nicht unbedingt für Kinder geeignet, wie auch schon der Herald zu berichten wusste, denn mitunter wird es für die Kleinsten doch ein wenig unheimlich. Zumal, soviel sei verraten, der Clown stirbt. Mehrmals. Ausgiebig.

5605 Tage zuvor: Kamuna

Nein, Kamuna ist keine 68er-WG. Vielmehr ist es die Karlsruher Museums Nacht, die am kommenden Wochenende einmal mehr stattfindet. Dieses mal ist das erste Mal mit mir, denn ich habe es tatsächlich geschafft am betreffenden Wochenende auch hier zu verweilen. Umso eindrucksvoller finde ich, dass ich dadurch dann auch wirklich mal die Ausstellungen im ZKM begutachten kann (Zuse 22-Vorführung inklusive) – habe ich doch erst vor anderthalb Wochen noch Herrn P. mein Leid diesbezüglich geklagt, noch nie wirklich etwas dort drinnen gesehen zu haben. Hat sonst noch jemand Interesse?

Update
Bei dem freien Eintritt war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber die acht Euro für ein Ticket sind auch noch zu verkraften.

5609 Tage zuvor: Documenta 12

Kunst zu erkennen ist wirklich nicht immer einfach. Die documenta ist angetreten einmal mehr genau diesen Beweis zu erbringen.

Documenta 12

Und so gibt es neben allerlei wirklich eindrucksvollen Installation und Zeichnungen vor allem eines: Schund. Man mag mich einen Kunstbanausen schimpfen, aber es gibt tatsächlich etliche Sachen in dieser Ausstellung, die es meiner bescheidenen Meinung nach einfach nicht verdienen in ebendieser zu stehen. Kunst soll sich nicht immer selbst erklären, einfach sein oder gefällig. Aber was dort mitunter dem Publikum präsentiert wird hat auch nichts mit schwerer Kost zu tun. Beispiel? Fotos von einem in der Prager Innenstadt die passierenden Fußgänger anrempelnden “Künstler”. Ob es dort einen nennenswerten tieferen Sinn gibt, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Aber ich lasse mich auch gerne von Gegenteil überzeugen.

Übrigens gibt es entweder hier in der Gallerie noch ein paar Bilder mehr für die geneigte Leserschaft.

5779 Tage zuvor: Vormerken!

Wo wir gerade bei Kultur sind:

Kleider machen Liebe

Der Vorgänger Ein Sommernachtstraum war sehr sehenswert, daher werde ich mir wohl auch anschauen ob Kleider machen Liebe ein würdiger Nachfolger ist.

5779 Tage zuvor: Der Sängerkrieg im Opernsaal

Am Sonntag war ich ja nun in der Staatsoper Hannover. Da wollte ich ja auch schon seit längerem immer mal hin, weil sie ja doch einen gewissen Ruf besitzt und es mich daher in einer gewissen Weise peinlich berührt hat nie dort gewesen zu sein. Dank einer Freundin war die Karte auch recht günstig zu erstehen. Wie ich allerdings schnell feststellen sollte, war meine Vorbereitung eher mau und die Erwartungshaltung somit reichlich naiv.

Tannhäuser

Gespielt wurde der Tannhäusersche Sängerkrieg, dessen Interpretationen ja selbst sein geistiger Vater nie gutgeheißen hatte. Zu der Inszenierung selbst mag ich mir persönlich ja auch kein Urteil abringen, aber ich bin dann doch eher auf Seiten des OOM denn der als Pressestimmen angeführten Rezensionen. Was ich allerdings dort wieder einmal festgestellt habe ist, dass ich mit der Oper als solches nichts anfangen kann. Das penetrante Geträller selbst simpelster Sätze finde ich nicht nur recht nervig, es lenkt auch ziemlich vom eigentlichen Inhalt ab. Allerdings war der für mein Empfinden bei dieser Oper auch eher trivial – was allerdings auch durchaus an meiner eher schlechten Vorbereitung liegen kann, denn für das dazugehörige Reklam-Heftchen hat die Zeit leider nicht gereicht.

Aber um es zu einem persönlichen Resümee zusammen zu fassen: Den letzten Akt nicht mehr mit angeschaut zu haben ist leicht zu verschmerzen, ein Musical ist noch lange keine Oper und das Theater ist und bleibt mir noch das liebste. Dennoch interessant zu sehen, dass man zwar zwei Statistinnen kennt, sie jedoch auf der Bühne nicht wiedererkennt.

5865 Tage zuvor: Das ZKM und die Hörspieltage

Eine Besonderheit an Karlsruhe ist ja, jedenfalls wenn man zum Beispiel dem Kultur Spiegel Glauben schenken darf, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Vor etlichen Jahren, als ich noch nicht wusste dass es mich mal ins Badische verschlagen würde, war ich dort auf einem Kongress. Seinerzeit, um genau zu sein als ich morgens ins Auto einstieg, war ich mir nicht mal darüber im Klaren wo in Deutschland Karlsruhe liegt (nach der stundenlangen Fahrt hatte ich zumindest eine Ahnung). Dieser Besuch war jedenfalls zugleich mein erster und (bis gestern) letzter in dem auffallenden Bau. Eine ansehnliche Leistung, bedenkt man das dort mitunter interessante Ausstellungen nunmehr direkt vor der Haustür stattfinden.

Gestern jedenfalls war ich dann wieder dort. Ein Freund war zu Besuch und wir schauten wegen der ARD Hörspieltage dort vorbei. Leider stellten wir erst im Nachhinein fest, dass das Programm einige hörenswerte Programmpunkte enthielt. Und für eine dieser Vorführung kamen wir denn auch einige Stunden zu spät. Aber auch so ist das ZKM ein faszinierender Ort, an dem es viel zu entdecken gibt. Allein der Verkaufsladen enthält eine Anzahl faszinierender Bücher, die ich auf so kleinem Raum nicht für möglich gehalten hätte. Nun, ich werde es mir merken und demnächst nochmals vorbei schauen – und mir dann vielleicht auch eine Eintrittskarte für den Museumsbereich gönnen.