1523 Tage zuvor: Stadt des Winds

Nun also Chicago. Ganze fünf Jahre hat es gedauert. Zumindest wurde eine Geschäftsreise mit freiem Wochenende daraus. Und das Frühstücksbuffet im Hotel erinnerte doch arg an alte Zeiten. Nicht des Essens wegen (grausam). Vielmehr kennt man fast jeden, der im Esssaal sitzt – alles Kollegen. Zuletzt passierte mir dies in einem ähnlich günstig (was das berufliche betrifft) gelegenen Hotel im Stuttgarter Raum.

Aber zurück zu Chicago, den sub-urbanen Teil in dem mein Hotel gelegen ist. Es erinnert einen doch arg Wohnsiedlungen die aussehen wie im Film: Lang-gezogene, grüne Vorgärten mit Auffahrten für die diversen Autos. Weiße Briefkästen am Straßenrand soweit die Strasse reicht. Chicago selbst hingegen ist anders. Anders als so vieles in diesem Land: Eine spürbar alte Stadt. Das wird einem nicht nur durch die tatsächlich nennenswert alte Geschichte auf, sondern man spürt es auch. Die überall vorhandenen Industriegebäude erinnern an die Zeiten der Industrialisierung, allerdings weniger dreckig als der Ruhrpott.

CHicago

Doch auch die klassischen Touristen-Attraktionen sind durchaus sehenswert: The Art Institute of Chicago (Zeit mitbringen! Auch wenn Google einem hier die Gemälde erklären kann), Grant Park , eine Boots-Tour über den Chicago-River oder auch einfach nur durch die Stadt zu spazieren. Chicago ist definitiv eine Reise wert! Und es gibt immer noch so viel zu sehen… Einzig mit der typischen Chicago-style Pizza konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Sei’s drum.

1593 Tage zuvor: Wanted!

Wer kennt diesen Mann?

WANTED

Hinweise bitte an die Polizei Miami Beach oder hier in den Kommentaren.

1605 Tage zuvor: Offiziell Projektmanager

Im Dezember stellt ich mir noch die Fragen mit welcher Zertifizierung ich mich wohl als nächstes beschäftigen werde. Hier die Antwort, in Form eines Zertifikats:

PMP Certification

Die PMP Zertifizierung des PMI ist eine international anerkannte (und gelobte) Auszeichnung. Das Motto Good Things Happen When You Get Involved with PMI kann ich übrigens auch nur unterstreichen (wobei es erschreckend ist wie schnell dies passiert). Mehr dazu später.

1655 Tage zuvor: Paris erkunden

Ein paar Wochen zuvor waren wir in Paris. Wunderbare Stadt! Hauptsächlich wegen der vielen Brasserien und der allgegenwärtigen Geschichte.

Nun ist der Dezember in Europa leider öfters kalt. Ortsansässige mögen das, speziell mit Blick auf den vergangenen Dezember, sicherlich anders sehen. Doch von meiner Warte aus war es definitiv nicht warm. Dennoch haben wir uns dazu entschlossen die Stadt auf die einzig wahre Weise zu erkunden: Zu Fuß! Nicht nur gelangt man dabei in den Genuss an allen Ecken und Enden Stadt teils skurrile, meist interessante Beobachtungen machen zu können. Man kommt auch wesentlich häufiger dazu einen Zwischenstopp für Kaffee und Croissants ein zu legen.
Ein wirklich lohnender Kurzausflug! Schade nur, dass wir derlei Abstecher nicht öfter machen können.

Ganz nebenbei habe ich, Fitbit sei dank, mit 30k Schritten auch einen neuen Tages-Rekord aufstellen können. Hier eine Karte unseres Marsches:


Im übrigen hat mich Google Maps ohnehin sehr fasziniert. Mit Offline-Maps kann man sich problemlos orientieren, Online-Navigation für Öffentliche Verkehrsmittel funktioniert unter Berücksichtigung der aktuellen Fahrzeiten. So kann man sich selbst in einer fremden Großstadt kaum mehr verlaufen!

1677 Tage zuvor: Zertifizierungen 2012 - eine Zusammenfassung

Als ich Anfang des Jahres zu meinem Buch Configuring Windows Server 2008 – Active Directory gegriffen habe, wusste ich noch nicht wo mich diese Entscheidung bis Jahresende hinführen würde. Vermutlich hätte ich das Buch auch einfach im Regal stehen gelassen, hätte ich es geahnt. So jedoch hat es mich auf eine sehr interessant (und auch durchaus lehrreiche) Reise geschickt, an deren Ende ich seit letzter Woche angelangt bin.

Als Ziel gesetzt hatte ich mir die Zertifizierung zum Enterprise-Administrator eigentlich bereits 2009. Doch erst der Griff zum Buch hat mich wieder auf den Weg gebracht. Ein Weg, der durch ein paar Umwege (Hyper-V, Server 2012, MCSE) noch länger war als zunächst geplant. Aber am Ende dann doch erfolgreich. Und sobald man erst einmal in der Materie drin ist, fallen einem die Prüfungen auch wesentlich leichter. So hat die Vorbereitung auf das erste Examen noch einige Monate gedauert, zuletzt hatte ich jedoch Prüfungen im zwei-Wochen Tag.

Exam Description Date Completed
647 Pro: Windows Server 2008, Enterprise Administrator December 13, 2012
414 Implementing an Advanced Server Infrastructure November 30, 2012
413 Designing and Implementing a Server Infrastructure November 16, 2012
417 Upgrading Your Skills to MCSA Windows Server 2012 November 02, 2012
643 TS: Windows Server 2008 Applications Infrastructure, Configuring October 19, 2012
680 TS: Windows 7, Configuring October 03, 2012
646 Pro: Windows Server 2008, Server Administrator July 11, 2012
659 TS: Windows Server 2008 R2, Server Virtualization May 31, 2012
640 Windows Server 2008 Active Directory, Configuring April 02, 2012
642 Windows Server 2008 Network Infrastructure, Configuring November 09, 2009

Und als nächstes? Sofern die Zeit es zulässt, werde ich mich im kommenden Jahr mehr auf Prozessen konzentrieren. Projektmanagement und ITIL stehen auf meinem Plan. Mal sehen wie ich mich dabei schlage!

1790 Tage zuvor: Eine verregnete Trockenübung

Wie auch den deutschen Nachrichten zu entnehmen war, hat uns Hurrikan Isaac über das Wochenende beschäftigt. Florida wurde schon im Vorhinein in den Ausnahmezustand versetzt, ganz Süd-Florida unterlag einer Tropensturm-Warnung, die Florida Keys sogar einer Hurrikan-Warnung. Nach den Berichten darüber, wie der Sturm auf Haiti gewütet hat sicherlich nicht verkehrt.

Isaac 2012

Im Nachhinein hat sich nun heraus gestellt, dass nicht alles so schlimm kam wie befürchtet. Das wir ohnehin nur die Ausläufer zu spüren bekommen würde stand bereits am Freitag fest – doch auch diese vielen nicht so schlimm wie erwartet aus. Eine gute Sache! Und die heutige Einschätzung der Behörden teile ich auch: Es war eine gute Trockenübung für den Ernstfall. Und der wird über kurz oder lang kommen. Dass wir einen Übung dringend nötig haben, hat sich mir dabei auch gezeigt:

  • Shutters sind nicht mal eben zwischen zwei Regenbändern anzubringen – selbst nicht für ein einzelnes Fenster.
  • Shutters sollten überhaupt immer dann angebracht werden, sobald eine Hurrikan-Warnung ausgerufen wird. Sturmartige Böen sind garantiert – und ohne Shutters hätte jede Versicherung leichtes Spiel um eine etwaige Auszahlung herum zu kommen.
  • Shutters sollten beschriftet sein, damit man nicht erst lange suchen muss.
    Schrauben in den Wänden (zur Anbringung der Shutters) sollten jederzeit benutzbar sein. Sind die Gewinde mit Farbe verschmiert sind sie zu nichts nütze (und lassen sich auch nicht mal eben reparieren).
  • Ein Hurrikan-Kit muss vor jeder Saison fertig gestellt sein. Man hat schlichtweg keinerlei Zeit sich auch noch um derlei Dinge zu kümmern!

Doch es gibt auch positive Erfahrungen vom Wochenende:

  • Tropischer Regen ist angenehm warm. Muss man draußen noch aufräumen ist man zwar tropfnass aber friert zumindest dabei nicht.
  • Die Twitter-Updates von Miami Beach und Miami-Dade informieren einen bestens. Sofern man noch Internet hat ist es die beste Nachrichtenquelle (Fernseh-Nachrichten tendieren dazu alles zu dramatisieren).
  • Einkaufen war schon eine Herausforderung als absehbar war das Isaac kein Hurrikan (erst Recht nicht für den Bereich Miami) werden würde. Im Ernstfall ist es also zu spät sich erst ein paar Tage vorher mit Vorräten einzudecken.

1795 Tage zuvor: Ziel erreicht - und nun?

Am 4. September um 15:35h habe ich meinen Fitbit das erste Mal angelegt. Seitdem sind 2.928.081 Schritte geloggt worden, was circa 2.261km entspricht. Mein Ziel damals war recht simpel: Feststellen wie viel ich mich bewege. Die Erkenntnis, dass es nicht sehr viel ist, kam recht schnell. Doch damit kam auch die Einsicht – und die Änderung. Innerhalb der ersten Wochen konnte ich meinen täglichen Durchschnitt von 5.000 auf 8.000 Schritte steigern, später sogar auf gut 10.000 pro Tag. Badges und einer Rangliste sei Dank hat das sogar Spaß gemacht!

Und mit der Bewegung war dem bis dahin wohl eher unterbewussten Ziel der Weg geebnet: Das Erreichen des Idealgewichts von 75kg, also einem BMI von 22. Zu dem Zeitpunkt entsprach das einem abzunehmenden Gewicht von über 20kg. Ohne Sport eigentlich undenkbar. Doch ich wollte einen nachhaltigeren Ansatz finden und statt den Kalorien-Verbrauch zu erhöhen lieber die Kalorien-Aufnahme senken.

Fitbit hat auch dazu ein passendes Tool – und so fing ich, trotz anfänglicher Skepsis, an meine Mahlzeiten aufzuschreiben. Mit der Zeit entwickelte sich dadurch ein wesentlich besseres Gefühl für gute Ernährung – die vielen Burger und allerlei andere fettigen Mahlzeiten wichen mehr und mehr Sandwiches und Salaten. Die Kalorien-Aufnahme sank von 3.000 auf 1.500 pro Tag und das Gefühl wann man eigentlich keinen Hunger mehr hat kam zurück.

Fitbit-Badges

Anfang des Monats, also gut neun Monate später, hatte ich das Ziel dann erreicht. Ganz ohne Sport, aber dafür mit einem neuen Körperbewusstsein. Erst zu diesem Zeitpunkt kam die Fitbit-Waage ins Haus. Und mit ihr noch mehr Badges. Ob dieser Ansatz hilft das Gewicht auch zu halten wird sich zeigen. Aber ich bin guter Dinge. Einzig eines fehlt: Der Anreiz weiterer Badges. Vielleicht ist es an der Zeit zu dem neuen Fibit zu wechseln: Der verteilt auch Badges für erklommene Stockwerke.

1798 Tage zuvor: Impressionen eines Touristen

Unterschiede zwischen den USA gibt es noch und nöcher. Und selbst nach über fünf Jahren fallen mir immer noch nahezu täglich neue Merkwürdigkeiten auf. Bei meinem Urlaub in Deutschland fiel mir nun umgekehrt so einiges auf – Dinge, die ich entweder vergessen oder seinerzeit nie bewusst wahrgenommen habe. Eine durchaus amüsante Erfahrung; und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlich offensichtlichen Sache wie Synchronsprecher im Fernsehen, pünktliche Busse und Bahnen oder das kalte, regnerische Wetter.

Das Erste was mir bewusst auffiel war all das Grün. Alles ist grün! Und dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, malerisch schön! Sicher, das klingt abgedroschen und wird häufig gesagt ohne das man es Ernst nimmt, aber es ist in der Tat so. Während meiner Zugfahrten habe ich häufiger gemerkt wie ich aus dem Fenster gestarrt und die Landschaft genossen habe. Schnellzüge wie der ICE sind übrigens noch so eine neumodische Erfindung, die mich echt beeindruckt haben (obwohl ich zweifelsfrei diverse Tage/Wochen meines Lebens in ihnen verbracht habe). Das Bord-Restaurant des ICE ist übrigens, wie ich einmal wieder feststellen musste, die mit Abstand angenehmste Art des Reisens.
Wie so vieles andere hat auch das viele Erinnerungen hervor gebracht, an die man schon lange nicht mehr gedacht hat. Zum Beispiel das ich früher nahezu jeden dritten Fahrgast auf der ICE-Strecke Hannover-Karlsruhe vom sehen her kannte. Aber auch das Spazieren durch die Hannoversche Innenstadt brachte mich ob der vielen Erinnerungen (mein erstes Bier, der merkwürdige Computer-Einzelhändler, Punks im Allgemeinen) des öfteren zum schmunzeln.

Eine Sache, die ich gar nicht bewusst vermisst hatte, waren die Straßen-Cafés. Ganz in alte Routinen verfallend stellte ich erst fest wie angenehm es ist dort zu sitzen, Kaffee zu trinken und die Passanten zu beobachten. Oder auch Zeitung zu lesen. Ein wirklich entspannender Zeitvertreib den ich ganz unbewusst wieder aufgegriffen habe. Wenn es mir auch mit einem leichten Sonnenbrand gedankt wurde (ja, dafür reicht die Sonne in Deutschland durchaus aus!). Im Übrigen fand ich das Wetter, abgesehen von den ersten kalten Tagen, wirklich herrlich – schließlich wird es Nachts angenehm kühl anstatt stickig und heiß zu bleiben. Ein interessanter Unterschied war auch das die Leute in Deutschland weniger laut sind – klingt nach Klischee, ist aber doch wörtlich zu nehmen: Nicht nur wird durchaus leiser gesprochen, man ist auch weniger gestikulierend während einer Unterhaltung. Spielzeugläden haben auch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen; wenn ich auch nicht genau zu sagen vermag warum. Vermutlich weil sie nicht diesen hier so typischen Lagerhaus-Charme versprühen.

Richtiggehend geschockt haben mich allerdings zweierlei Dinge: Besoffene 16-jährige in einem Biergarten sowie die vielen, vielen Menschen die zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sind. Beides ist hierzulande quasi unvorstellbar. Nur um das fest zu halten: Biergärten sind immer noch eine tolle Sache und das Bier schmeckt in Deutschland auch wesentlich besser als alles hier verfügbare. Allerdings war der Anblick sich hemmungslos in der Öffentlichkeit besaufender Minderjähriger trotz Spring-Break Erfahrungen recht merkwürdig. Mag etwas damit zu tun haben das hierzulande Alkohol nur in bestimmten Geschäften und dort auch nur bis 22:00h Abends gekauft werden darf – ab 21 Jahren.

Vollkommen Unerwartet hat mich auch das fehlen jedweden öffentlichen, freien Internet-Zugangs getroffen. Ich dachte mittlerweile wäre so etwas eine Selbstverständlichkeit – Miami Beach hat selbigen flächendeckend seit etlichen Jahren. Scheinbar ist dem in Deutschland nicht so. Enttäuschungen gab es auch beim Essen: All das, worauf ich mich so häufig gefreut hatte, konnte leider nicht meinen Erwartungen gerecht werden. Seien es die zahlreichen Bratwürste (einzige Ausnahme ist die Grobe Bratwurst aus einer Kölner Schlachterei), der Döner (zugegeben aus dem falschen Laden), die Currywurst-Pommes, die Fischbrötchen oder die Mettwurst (das Zwiebelfleisch war jedoch eine Offenbarung) – alles hat in der Erinnerung wesentlich besser gemundet. Dafür waren Gyros, Souflaki und Suzuki umso besser.

Dennoch, es hat Spaß gemacht. Auch wenn es zu stressig war um als Urlaub durchzugehen ist es sicherlich einen Wiederholung wert. Mal sehen wann es das nächste Mal klappt!

1877 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen II

Der Redewendungen zweiter Teil, diesmal mit weniger heroischem Hintergrund. Dennoch stellte sich mir dieselbe Frage: Was soll denn dieses dauernde Dibs heißen? Auch wenn es, zugegeben, wesentlich leichter aus dem Zusammenhang heraus zu verstehen ist: Erster!

Angeblich, so zumindest eine der Theorien dazu, kommt es aus dem Viehhandel: Wer zuerst seine Initialen auf ein Vieh geschrieben hat, hatte das erste Recht es auch zu kaufen. Und warum Dibs? Nun, man musste sich mit seinen Initialen im sogenannten Dealer Identification Book registrieren.

Nun, The Big Bang Theory (übrigens eine tolle Serie) hat auch dazu etliche Szenen parat. Mein Favorit in Bezug auf Dibs:

Sheldon: This is not your office. It hasn’t been assigned yet.
Kripke: Well, I called dibs at the Christmas party when Professor Wothman tried to have intercourse with the Toys for Tots collection box.
Sheldon: Dibs?! This is a university, not a playground. Offices are not assigned because someone called dibs.
Leonard: You just called dibs.
Sheldon: Shut it.

1901 Tage zuvor: Algorithmen und anderes Allerlei

Er hat zwar nur fünf Wochen gedauert, aber anstrengend war es dennoch. Vor allem der Teil, der die längst vergessenen Mathematik-Grundlagen erforderte. Dennoch habe ich ihn geschafft, den gratis Online-Kurs Design and Analysis of Algorithms I der Stanford University. Und heute gab es das auch schriftlich:

Dabei habe ich nicht nur viel dazugelernt (vor allem was Methodik und Laufzeitoptimierung von Programmen betrifft), sondern auch eine Menge Spaß gehabt! Und den Denkapparat ein wenig zu belasten kann auch nicht schaden – zumal es durchaus bemerkenswerte Nebeneffekt (z.B. bei der Konzentrationsfähigkeit) mit sich bringt.

2007 Tage zuvor: Digitales lesen

Das Lesen im 21. Jahrhundert wird sich ja komplett ändern. Sagt man. Bücher werden nur noch in Museen ausgestellt werden, genauso wie Buchpressen. Sagt man. Die Verlagsindustrie wird dramatisch umgekrempelt und somit ganze Industriezweige insolvent werden. Sagt man. Man hat auch gesagt, dass mit dem Eroberungszug der Computer in Unternehmen das Papierlose Büro ähnlich dramatische Auswirkungen haben werde.

Dennoch habe ich mich immer mal wieder auch mit dieser Nischenanwendung meines kleinen Nook Color beschäftigt. Zugegeben, zuletzt ausschlaggebend war für mich in erster Linie das kürzlich ausgelaufene Wochenend-Abo des Miami Herald und nicht etwa mein Verlangen nach einer umwerfend neuen Erfahrung im Zeitung-lesen. In dieser Hinsicht habe ich meine Hoffnungen eher auf die digitale Ausgabe des Spiegel gesetzt, doch dazu später mehr.

Weiterlesen?

2013 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen I

I call Shotgun! – wer eine Zeit lang in den USA verweilt oder sich gerne Sitcoms in der Original-Version anschaut wird diese Aussage sicherlich schon einmal gehört haben. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Dazu muss man zunächst einmal wissen, dass in den USA das fahren im Beifahrersitz eines Auto auch als Riding Shotgun bekannt ist. Hat man diese Hürde genommen erschließt sich auch die Aussage recht schnell: Derjenige, der Shotgun als erster ruft, sitzt im Beifahrersitz. Um das komplexe Regelwerk kurz zu halten. Doch woher kommt diese Bezeichnung? Einmal mehr handelt es sich dabei um eine – historisch nicht allzu ernst zu nehmende – Anspielung auf den Sitzplatz neben dem Kutscher in Western. Jener Beifahrer hielt, zumindest in Romanen und Filmen, eine Schrotflinte in der Hand.

Hat man dies verinnerlicht, ergeben Witze wie dieser auf einmal auch einen Sinn:

Leonard: Refresh my memory. Why didn’t I just put you in the trunk?
Sheldon: Because I called Shotgun, remember?

2060 Tage zuvor: Zähl mich!

Manchmal gibt es Weisheiten, deren Klarheit sich erst nach Jahren vollständig erschließt. You can’t manage it if you can’t measure it ist eine von Ihnen. So offensichtlich diese Erkenntnis auch sein mag: Ich habe einige Zeit gebraucht um sie zu schätzen – und noch länger um sie auch zu leben.

Nun wurde ich vor einigen Monaten auf die Quantified Self Bewegung aufmerksam. Im Prinzip geht es dabei darum eben diese Weisheit auf ein neues Feld auszudehnen: Den eigenen Körper. Der Gedanke dabei ist, dass man wesentlich gesünder und bewusster lebt wenn man weiß wie man mit sich umgeht. Im Grunde genommen ist das keine neue Erkenntnis, beruht doch zum Beispiel Weight Watchers auf derselben Annahme. Doch bei QF(Quantified Self) wird der Gedanke noch ein wenig weiter gesponnen – und um ein paar neu-modische Spielereien angereichert auch wesentlich kurzweiliger gestaltet. Fitbit ist eine davon.

Fitbit Chart

Dahinter versteckt sich ein kleines Gerät, das erfasst wie viel man sich tagsüber bewegt. Wirklich interessant wird es jedoch erst sobald man es mit der Fitbit Webseite abgleicht: Auf einmal erhält man Aufschluss über die eigenen Gewohnheiten, Routinen… und Unzulänglichkeiten. Wer hätte gedacht wie wenig man sich als Schreibtischtäter im Land der unbegrenzten Möglichkeiten tatsächlich bewegt? Erfasst man dazu noch weitere Daten (wie viel Kalorien nehme ich zu mir, wie viel Sport betreibe ich) gewinnt man schnell Erkenntnisse über sich, die einem kein Arzt in diesem Maße hätte veranschaulichen können.

Hat man dann Gefallen daran gefunden an seinen Schwächen zu arbeiten (und vielleicht den ein oder anderen auch dafür begeistert), kann man sich auch gegenseitig messen: Wer bewegt sich mehr, wer erreicht sein Ziel als erster? Und Dank Internet funktioniert das sogar über Kontinente hinweg.

2068 Tage zuvor: Wunschzettel

Alljährlich stellt sich für manchen dieselbe Frage: Was kann man dem Kai wohl zu Weihnachten schenken? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, hier eine kleine Auswahl.

HTC Vivid: ~$550,-
Nachdem eine meiner geliebten Töchter es geschafft hat mein Telefon zu zerdeppern, wäre ein neues durchaus angebracht. Passend, dass gerade der Nachfolger von AT&T herausgebracht wurde: Das HTC Vivid for AT&T.

Withings Scale: ~$150,-
Eine Wage fehlt in unserem Haushalt noch. Und zwar eine ganz bestimmte, wie es sich für einen Nerd gehört: Die Whitings Scale!

Tassimo-Kaffee: ~$9,-
Leider kann man meinen Lieblings-Kaffee hierzulande nicht im Supermarkt kaufen. Aber Online bestellen kann man ihn durchaus: Jacobs Krönung.

Diverse Elektronik: ~$10,-
Sie fehlt mir nicht nur beim Löten – aber speziell dafür gibt es sie immerhin zu kaufen, die Dritte Hand. Und für eines der nächsten Projekte werden auch noch zwei Volt-Messgeräte benötigt.

2161 Tage zuvor: Einmal mehr: Hurrikan-Vorsorge

Wer die Vorhersagen verfolgt wird mitbekommen haben, dass sich Hurricane Irene für das Ende der Woche angekündigt hat. Eine rechtzeitige Erinnerung an das, was man eigentlich schon vor drei Monaten hätte machen sollen: Die Familien-Checkliste für Notfälle durchgehen. Neben dem Austausch von Notfall-Kontakten (speziell für Deutsche im Ausland auch das Registrieren/Aktualisieren bei Elefand), dem Festlegen einer Not-Unterkunft oder auch der Inventarisierung der eigenen vier Wände (falls die Versicherung eingeschaltet werden muss) gehört dazu vor allem das stetige Bereithalten eines Notfall-Paketes.

In diesen wasserdichten Behälter gehört alles, was man für drei bis fünf Tage benötigt – in dieser Zeit ist man komplett auf sich allein gestellt:

  • Pässe und andere wichtige Unterlage (schon weit im Voraus, damit man sie bei einer Evakuierung schnell parat hat).
  • Genügend Bargeld (möglichst in kleinen Scheinen).
  • Verpflegung – Obst, Snacks und Milch nicht vergessen!
  • Ein Notfall-Radio für lokale Meldungen (am besten mit Lade-Möglichkeit für Handys).
  • Taschenlampen samt Batterien.
  • Ausreichend Gas für den Gas-Grill (sowie Benzin für den Generator).
  • Erste-Hilfe Utensilien inklusive Pflaster und Desinfektions-Lösung.
  • Spielzeug, Decken und ausreichend Baby-Artikel (Wetwipes sind universell nützlich).
  • Reise-Waschmittel, Seife und Ohrschützer (Generatoren machen Lärm!) sind sicherlich auch nicht verkehrt.

Was in unserem Fall sicherlich auch noch eine Anschaffung wert ist: Ein Generator sowie eine kleinere Klimaanlage – ausreichend um zumindest das Schlafzimmer auf angenehmen Temperaturen zu halten. Der Generator ist schon allein für den Kühlschrank Gold wert.

Am Tag vor Eintreffen des Hurrikans sollte man noch die Gartenmöbel sichern, Bäume nach Bedarf zurecht schneiden, Fenster verbarrikadieren und alle losen Objekte aufsammeln. Außerdem sollte man die Badewanne voll Wasser laufen lassen (Brauchwasser), Autos in Sicherheit bringen und Sandsäcke an den Türen bereit legen. Die Sturmflut kann bis zu zwei Meter hoch sein, also möglichst alle elektronischen Gerätschaften in die obere Etage schaffen.

Und dann? Den sichersten Raum im Haus aufsuchen und gemeinsam hoffen, dass alles schnell und möglichst harmlos vorbei geht. Oder erst gar nicht so weit kommt.

2290 Tage zuvor: Hin und Her

Vor nicht allzu langer Zeit – so circa vor neun Monaten) – wurde ich gefragt ob ich nicht einen wunderbaren Weg zur Arbeit hätte. Nunja, Ansichtssache. Und relativ obendrein. Aber hier ist die prompte Antwort:

In dem Video sind übrigens ein Feuerlöschzug sowie zwei Polizeiautos versteckt.
Den unwesentlich spektakuläreren Rückweg gibt es nach der Pause.

Weiterlesen?

2472 Tage zuvor: Androides Windows Mobile

Am Montag wurde ja nun Windows Phone 7 offiziell vorgestellt. Grund genug, ein wenig nach Alternativen zu meinem mittlerweile etwas betagten Smartphone zu suchen. Windows Mobile 6.1 ist schließlich auch nicht gerade ein Highlight in der Microsoft’schen Geschichte gewesen.

Was liegt also näher als einfach das Betriebssystem des Telefons zu wechseln? Und, einigen fleissigen Entwicklern sei gedankt, es gibt in der Tat einen AndroidPort fuer mein HTC Touch Diamond Pro aka Raphael!

Eine wirklich einfache und mühelose Installation später und – schwuppdiwupp – schon hat man ein komplett neues Smartphone. Da man von einer SD-Karte bootet, muss man nicht einmal das Original OS löschen. Eindruck: Empfehlenswert!

2554 Tage zuvor: Wasser im Schaltkasten

Vorgestern blieb auf ungeklärte Weise das Licht draußen, am Fußweg am Haus entlang, an. Da es keinen direkten Schalter gibt (Insteon sei Dank) konnte ich in der Nacht leider nichts mehr daran ändern. Aber gestern habe ich mir die Zeit genommen um im Schaltkasten nach dem rechten zu sehen:

Und es sah ganz und gar nicht gut aus. Irgendwie hatte sich Wasser seinen Weg in den Kasten gebahnt – und die Elektronik arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Wunder, dass der obere Schalter überhaupt noch aktiv war. Wenngleich er auch auf keinerlei Signale mehr reagiert hat. Erschreckend ist allerdings, dass bei diesem Szenario keine Sicherung gesprungen ist.

2560 Tage zuvor: Festplatten-Horror

Wenn jemand den Gang zur Kaffeemaschine dazu ausnutzt die Email-Signatur eben jenes Koffein-Junkies zu ändern, ist das amüsant. Handelt es sich bei dem Opfer jedoch um den lokalen IT-Verantwortlichen, ist es fahrlässig. Und da ich der Geschädigte war, musste ich einfach zurück-sticheln.

Am nächsten Morgen wurde der Täter von einem kleinen Bildschirm begrüßt, der ihn darüber informierte das seine Festplatte gelöscht würde. Sehr zum Gefallen seines Chefs, der auch schon des öfteren das Opfer geben musste.

Er selbst fand es übrigens auch sehr amüsant. Komisch nur, dass sich passend dazu ueber das Wochenende die Festplatte meines Laptops zerlegt hat. Heute früh wurde ich von einem unschönen Error loading Operating System begrüsst. Ein Schelm wer böses dabei denkt!

Für den Fall, dass jemand einen ähnlich gelagerten Scherz vorhat:

@echo off
echo Local Security has been compromised!
echo Performing Emergency System Cleansing, please stand by...

set randID=5623478
set loopcount=0

:loop
call :genrandid
echo Wiping Sector x%randID%
sleep 1
set /a loopcount=%loopcount% + 1
if %loopcount%==30 goto endloop
goto loop

:genrandid
SET /a randID=%randID% + 1
SET /a randID=%randID% * 214013 + 2531011
SET /a randID=%randID% ^>^> 16 ^& 0x7FFF 
goto eof

:endloop
echo ...
echo Waerst du bloss nett zu deinem Admin gewesen,
echo er haette dir helfen koennen...
pause
echo BeNICE!
sleep 5

:eof

2562 Tage zuvor: Heim-Archiv

Sommerzeit ist Hurricane-Zeit. Zumindest in Florida. Und damit einhergehend muss man zwangsweise auch immer damit rechnen, dass es mitunter das Heim ein paar Wochen später nicht mehr gibt. Eine unschöne Vorstellung, zugegeben. Aber immerhin kann man sich darauf in vielerlei Hinsicht vorbereiten.

Als einen Teil dieser Vorbereitung bin ich vor kurzem dazu übergegangen das Papierlose Büro in unserem Heim einzuführen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich dabei haufenweise Akten spart. Vor allem kann man die digitalisierten Rechnungen, Verträge, Dokumente und Unterlagen auch hervorragend als Backup an andere Orte kopieren – die von einem Hurrikan nicht betroffen wären.

Hilfreich ist dabei Digital ArcHound, eine Applikation die nicht nur Dokumente verwaltet, sondern sie auch direkt einscannen kann. Das macht die Digitalisierung der Aktenschränken wesentlich einfacher – und hilft auch ungemein beim Archivieren neuer Dokumente.

Das es sich dabei um eine Windows Home Server-basierte Software handelt, können die so abgelegten Daten dann auch direkt mit der bereits vorhandenen Backup-Lösung mit gespiegelt werden – zum Beispiel in die Amazon-Cloud.

2565 Tage zuvor: Schoko-Pretzels

Tolle Werbung, leider kann das Produkt nicht so recht mithalten:

2578 Tage zuvor: Ist es ein Flugzeug?

Neulich in Charleston im Himmel gesehen (und gewaltig erschrocken):

Ganz schön groß, diese C-17 von Boeing! Immerhin wusste ich danach, was den lokalen Wal-Mart so zum beben gebracht hatte – er liegt direkt in der Einflugschneise der Charleston Air Force Base.

2585 Tage zuvor: *braus*

Es hat ein wenig gedauert (manche Autohändler hierzulande scheinen keine Kunden zu brauchen), aber gestern gab es dann doch ein neues Auto.

Damit sollten sich die täglichen 60km zur Arbeit deutlich angenehmer gestalten. Und vor allem sorgloser.

2607 Tage zuvor: Einer dieser Tage

Gestern war also einer dieser Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Eigentlich hätte ich das direkt merken müssen als das Auto nicht an-sprang – für sich genommen schon Grund genug den 37km-Weg zur Arbeit gar nicht erst zu versuchen. Das es kurz darauf auch noch angefangen hat Sintflut-artig zu regnen, hat dann auch nicht zur Besserung beigetragen.

Dennoch habe ich es irgendwie auf den Highway geschafft. Direkt in den (für diese Uhrzeit und diesen Abschnitt sehr ungewöhnlichen) Stau. Scheinbar gab es einen Regen-bedingten Unfall und zwei der fünf Spuren waren blockiert. Während ich mich so durch den Stop-and-Go auf absehbaren zehn Kilometern schlich, viel mir auf, dass ich durch die morgendlichen Start-Schwierigkeiten auch noch etwas vergessen hatte: Tanken.

Grundsätzlich ist so etwas lapidares wie Tanken im Land des Automobils kein Problem. Leider braucht man auch hier dazu Geld – und das hatte ich samt Portemonnaie zu Hause vergessen. Wie passend. Wie auch immer, es blieb mir nichts anderes übrig als um zudrehen und zu hoffen, dass das Benzin noch reichen würde. Immerhin war der Stau in die andere Richtung (für diese Uhrzeit und diesen Abschnitt durchaus normal).

Es wäre nur passend gewesen, wenn es nicht gereicht hätte. Tat es aber. Als Belohnung war dann lediglich besagter stürmischer Regen zur Begrüßung zu Hause wieder präsent – und selbstredend kein Regenschirm im Auto. Aber immerhin hatte ich jetzt mein Portemonnaie und konnte mich, endlich, mit Umweg über die nächstgelegene Tankstelle auf den Weg zur Arbeit machen.

Dachte ich jedenfalls. Denn einmal an der Zapfsäule angekommen stellte sich heraus, dass die Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Durch den Regen wollte ich allerdings nicht zum Wärter gehen, also stieg ich wieder in mein Auto und fuhr die nächste Tankstelle an. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte, denn die Gallone war hier stattliche $0,40 günstiger! Sollte sich mein Glück damit endlich zum besseren wenden?

Nicht ganz, denn auch hier wurde die Karte nicht akzeptiert. Weiterfahren war diesmal allerdings keine Option. Also ging es, diesmal zumindest mit Regenschirm, zum Wärter, der mir erklärte das die Kartenleser nicht funktionierten und er die Zapfsäule für mich freischalten würde. Tat er jedoch nicht, wie sich herausstellte als ich durch den Regen zurück zum Auto gegangen war. Denn ich sollte meine Karte bei ihm lassen, während ich tanke, wie er mir sagte als ich (wiederum durch den Regen) zurück zu ihm gegangen war. Ein paar andere Missverständnisse und Regen-Märsche später saß ich dann mit einer falschen Abrechnung (wie sich später herausstellen sollte) im voll-getankten Auto Richtung Fort Lauderdale.

Damit schien sich dann das Pech für den Tag endgültig aufgebraucht zu haben. Zwar musste ich mir nach wie vor durch den schweren Regen meinen Weg in den Norden bahnen, doch der Stau hatte sich mittlerweile aufgelöst. Und auch wenn ich stattliche zweieinhalb Stunden später als geplant ankam, war ich doch noch rechtzeitig zu einem Meeting mit der lokalen Geschäftsführung und meinem Manager dort.

2641 Tage zuvor: Angekommen

Manchmal ist es schon ein wenig irritierend, wie sich kleine Dinge zu einem großen ganzen fügen. Zumindest wenn man genug Geduld aufbringen kann:

Arbeitsgenehmigung?
Sozialversicherung?
Green-Card?
Führerschein?
Kindergarten-Plätze?
Job?

Vor recht genau sechs Monaten habe ich in einem gewissen sozialen Netzwerk einen Kontakt gefunden, der für meinen alten Brötchen-Geber arbeitet. Soweit nichts ungewöhnliches, allerdings nannte er als Standort Fort Lauderdale – ein Standort, der bei meinen Recherchen zuvor nie aufgetaucht ist. Was nicht weiter verwundert wenn man bedenkt das er erst mit dem Zukauf eines anderen Unternehmens in Portfolio gekommen ist. Ungewöhnlich ist zudem, dass genau an diesem Standort eine Position für meine Qualifikationen offen war.

Parallel dazu habe ich nach einer Antrags-Dauer von erstaunlich kurzen neun Monaten Anfang Dezember meine Green-Card erhalten. Abgesehen von der damit einhergehenden Möglichkeit die USA nicht nur verlassen zu können, sondern danach auch wieder einreisen zu dürfen, war es mir damit erlaubt in den USA zu arbeiten. Und auch Dinge wie Sozialversicherung oder Führerschein (der gleichzeitig als Personalausweis dient) konnten angegangen werden.

Letzte Woche kamen die Stücke dann langsam zusammen. Am Donnerstag erfuhr ich, dass für unsere Jüngste im Kindergarten überraschend ein Platz frei geworden ist. Am darauf folgenden Freitag kam dann der Anruf, auf den ich ein halbes Jahr gewartet hatte: Der mit der definitiven Aussage das ich den Job in Fort Lauderdale bekommen habe. Und heute nun kam auch endlich ein Angebot in schriftlicher Form – kommenden Montag geht es auch direkt los.

Somit bin ich nun, nach zwei-einhalb Jahren, endlich angekommen. Und auch wenn ich die Zeit für das genutzt (und genossen) habe, für was sie mir zusteht – meine Kinder – fühlt es sich sehr gut an wieder einem Job nachgehen zu können. Und noch viel besser da ich dort weitermachen kann, wo ich zuvor aufgehört habe.

2669 Tage zuvor: Führerscheinprüfung II

Nach GreenCard und Sozialversicherung fehlte bis gestern vor allem noch ein kritisches Dokument hiesiger Verwaltungsfreude: Der Führerschein. Abgesehen von seiner eigentlichen Bedeutung, der Erlaubnis Auto zu fahren, erfüllt er hierzulande bekannter maßen auch den Zweck eines Personalausweises in Deutschland. Im Gegensatz zur GreenCard bekommt man diesen allerdings recht unbürokratisch – jedenfalls solange man alle zuvor genannten Unterlagen beisammen hat. Und, ganz nebenbei, darf man mit einer ausländischen Fahrerlaubnis lediglich sechs Monate in Florida Auto fahren…

Also hieß es die letzten Tage wieder lernen, lernen, lernen. Die entsprechenden Regeln sind im Florida Driver’s Handbook übersichtlich und verständlich zusammen gefasst. Man kann es quasi herunter lesen wie ein Buch. Und auch wenn man nach einigen Jahren des Auto-Fahrens tatsächlich noch etwas dazu lernt, ist das meiste doch alt-bekannt. Oder gar lustig, wie zum Beispiel die Handzeichen als Blinker-Ersatz, das (Licht-) Hupen bevor man zum Überholen ansetzt oder die Fluchtrichtung wenn man mal schnell aus dem liegen gebliebenen Auto auf dem Bahnübergang flüchten muss. Auch Hinweise auf die richtige Vorgehensweise wenn das Auto mal ganz von alleine beschleunigt fehlen nicht.

Bestanden habe ich dann direkt auf Anhieb.

Kurze Frage-Antwort-Stunde zu ein paar Fragen die ich persönlich immer hatte:

  • Muss man einen internationalen Führerschein haben?
    Nein. Der übliche (Euro-)Führerschein aus Deutschland ist ausreichend.

  • Wie lange darf man mit einem deutschen Führerschein in den USA Auto fahren?
    Dies ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. In Florida sind es sechs Monate.
  • Muss man alle Prüfungen ablegen wenn man einen Führerschein in Florida machen möchte?
    Nein. Der Praxistest wird einem erlassen. Theorie-Prüfung sowie der vierstündige Drug-and-Alcohol-Test sind dennoch erforderlich.
  • Gibt es in den USA ein Rechts-Fahr-Gebot?
    Ja. Man darf lediglich auch rechts überholen wenn es der Verkehr zulässt und ausreichend Fahrspuren vorhanden sind.
  • Wieso gibt es gelbe und weiße Linien?
    Gelb trennt die Verkehrsrichtungen, Weiß trennt Fahrspuren mit Verkehr in dieselbe Richtung. Durchgezogene Gelbe Linien dürfen gar nicht, Weiße nur bei Verkehrshindernissen überquert werden.

2697 Tage zuvor: Spezialist

Eigentlich sollte es ja Certified Linux Administrator heißen, aber Data Center Technical Specialist klingt auch gut:

2710 Tage zuvor: Virtuelles ganz physisch

Im Rahmen eines neuerlichen ASUG Florida Chapter Meeting gab es heute eine zutiefst interessante Rechenzentrums-Tour zu sehen: Bei Terremark direkt hier in Miami. Kannte ich das Unternehmen bis vor ein paar Tagen selbst noch nicht, bin ich nun umso mehr von dem beeindruckt, was in ihren Wänden statt findet.

Als Tier-IV Knoten des Internets laufen hier, in Wurfweite der American Airlines Arena die Unterseekabel von circa 160 Telekommunikationsunternehmen zusammen. Die Deutsche Telekom landet hier genauso an wie der Rest Europas. Oder komplett Südamerika. Daher stehen hier auch einige von Verisigns Rootserver für die .com und .net Domains sowie einige der ICANN-Rootserver für .gov und .edu. Und, das muss man durchaus so sagen: Sie sehen verdammt gut aus! Ist der normale Server dazu verdammt sein Dasein in einer anonymen grauen Kiste in einem dunklen Raum zu fristen, sind die Rootserver hübsch angestrahlt und hinter Glasscheiben zur Schau gestellt. Inklusive Status-Monitor mit aktueller Anzahl an DNS-Abfragen pro Sekunde.

Allerdings stelle ich mir jetzt doch noch die Frage, warum meine Verbindungen gen Deutschland nicht über Miami direkt nach Deutschland geroutet werden, sondern den Umweg über Washington gehen:

Tracing route to www.t-online.de [62.153.159.92]
over a maximum of 30 hops:

1 <1 ms <1 ms <1 ms shar.selune [172.16.0.8]
2 8 ms 12 ms 9 ms 10.156.0.1
3 10 ms 22 ms 12 ms 172.23.80.81
4 14 ms 10 ms 9 ms 172.23.80.1
5 25 ms 25 ms 24 ms xe-5-0-0.edge2.Miami1.Level3.net [4.59.84.49]
6 31 ms 32 ms 36 ms ae-32-52.ebr2.Miami1.Level3.net [4.69.138.126]
7 28 ms 58 ms 30 ms ae-2-2.ebr2.Atlanta2.Level3.net [4.69.140.142]
8 * * 45 ms ae-63-60.ebr3.Atlanta2.Level3.net [4.69.138.4]
9 55 ms 55 ms 67 ms ae-2-2.ebr1.Washington1.Level3.net [4.69.132.86]

10 57 ms 77 ms 48 ms ae-61-61.csw1.Washington1.Level3.net [4.69.134.1
30]
11 44 ms 60 ms 47 ms ae-14-69.car4.Washington1.Level3.net [4.68.17.6]

12 63 ms 50 ms 41 ms 62.156.139.129
13 148 ms 135 ms 140 ms ulm-ea3-i.ULM.DE.NET.DTAG.DE [62.154.58.125]
14 152 ms 139 ms 137 ms 80.156.161.42
15 162 ms 155 ms 138 ms www.t-online.de [62.153.159.92]

Trace complete.

Auf der anderen Seite gibt es hier aber auch einen der drastischsten Gegensätze, die ich bislang sehen musste. Findet in den Wänden diese dedizierten Internet-Knotenpunkts Hightech aus aller Herren Ländern Verwendung, ist also sozusagen die Inkarnation der ersten Welt dort zu Hause, ist an der Rückseite des Gebäudes der Treffpunkt der ärmsten der Armen, die Miami zu bieten hat. Zwischen den den Überresten ihrer Existenz sitzen sie dort zu Dutzenden und harren mit ihrem Schicksal. Ein merkwürdiges Gefühl.

2721 Tage zuvor: Vorwärts nach weit

Ein Bild sagt ja angeblich mehr als tausend Worte. Nun, wie verhält es sich da wohl mit Videos?

2732 Tage zuvor: Geschmackslehre

Immer wieder lustig:

“Endlich was zu essen!” “Was ist das denn…?”

2775 Tage zuvor: Heiz-Kosten

Die letzte Rechnung unserer Freunde von FPL hat mich dazu gebracht mal wieder bei Microsofts Hohm rein zuschauen. Und tatsächlich gibt es dort jetzt ein Diagramm, das mich schon öfter interessiert hat:

Die täglichen Stromkosten in Relation zur Durchschnittstemperatur (wir sind eher am oberen Ende des grünen Streifens). Allerdings sieht man dort auch sehr schön, dass wir bereits die monatlichen Stromkosten durchaus drücken konnten.

2785 Tage zuvor: Ho-Ho... Ho?!

Das Haus leuchtet, der Baum ist geschmückt und der Kalender für die Kinder hängt. Es lässt sich nicht von der Hand weisen: Weihnachten steht vor der Tür. Schon wieder.

Immerhin sind die Geschenke auch schon gekauft.

2788 Tage zuvor: Selbstvermarktung

Endlich konnte ich heute meine Bewerbung bei der Walden University komplettieren und somit zur Bewertung und Genehmigung weiterreichen lassen. Keine wirklich einfache Angelegenheit. Das bis vor kurzem der entsprechende Einwanderungs-Status gefehlt hat war noch die einfachste Hürde. Die Zeugnisse in das US-amerikanische System übersetzen zu lassen hat zwar ein wenig Geld, aber keinen Schweiß gekostet. Die absolvierte Ausbildung und die anschließende Berufserfahrung anrechnen zu lassen war jedoch in der Tat eine Herausforderung. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich auf diese Weise versuche den Bachelor zu überspringen und mich direkt dem Master zuzuwenden.

Die letzte Hürde habe ich überrunden indem ich heute meine Bewerbung eingereicht habe. Jetzt bleibt mir nur noch die Entscheidung der Universität abzuwarten – in zwei Wochen sollte ich schlauer sein.

2789 Tage zuvor: Ein Erlkönig?

Watson Park, gelegen auf der gleichnamigen Insel, ist eine der schöneren Stellen für stimmige Fotos. Entweder gegen die Skyline von Miami, den Venetian Causeway oder den Nachts in Neon-Farben angestrahlten Mac Arthur Causeway. Auch bei Werbefotografen weltweit scheint sich dieser Ort einen Namen gemacht zu haben – vornehmlich in der automobilen Welt. Denn hier trifft man des öfteren auf posierende Autos, professionell ausgeleuchtet und somit ins rechte Licht gerückt.

Heute jedoch bot sich ein etwas ungewöhnlicherer Anblick. Nicht nur standen gleich drei Fotografen-Teams an nahezu derselben Stelle, neben einem protzigen Chevy-SUV und einem Lamborghini in Hippie-Bemalung zeigte sich auch ein Audi von seiner besten Seite. Ein – zumindest mir – gänzlich Unbekannter. Grund genug einmal Paparazzi zu spielen:

Erlkönig?

2818 Tage zuvor: Mein erstes Zertifikat

Ich erwähnte ja schon, dass ich die Linux-Zertifizierung erfolgreich gemeistert habe. Heute kam dann auch die dazugehörige Urkunde bei mir an:

Ging um einiges schneller, als mir vorher gesagt wurde (vier bis sechs Wochen). Schade nur, dass der Postbote sie fies geknickt hat um sie in den Briefkasten zu quetschen.

2819 Tage zuvor: Brownouts

Das FPL die ein oder andere merkwürdige Auffassung hat ist ja nichts neues. Nachdem nun in den letzten Wochen wieder etliche Gerätschaften im Haushalt plötzlich den Geist aufgegeben haben (vornehmlich die Hausautomation, die selbstredend nicht von einer USV geschützt werden kann) habe ich mich heute daran gemacht das Log der Server-USV auszulesen (GridJunction ist ein tolles AddOn und er Autor sehr fix beim helfen!) und aufzuarbeiten. Dabei kam diese traurige Grafik heraus:

Gab es am Anfang des Jahres vielleicht ein bis zwei Brownouts pro Monat, verschlechterte sich die Lage im Juni imens. Trauriger Höhepunkt sind die 82 Ausfälle am letzten Samstag (die wieder zwei Geräte dahingerafft haben). Zwar bekommen wir bislang noch alles kostenlos ersetzt, aber das Austauschen und neu-konfigurieren dauert auch seine Zeit – und die ersetzt mir niemand. Vom Aufwand der damit einhergeht einmal ganz zu schweigen.

Mal schauen was unser Strom-Monopolist diesmal dazu zu sagen hat. Schließlich brennt es ja nirgends…

2832 Tage zuvor: Junior-Pinguin

Habe heute die LPIC-102 Prüfung erfolgreich absolviert und darf man daher ab sofort Junior Level Linux Professional nennen!

Wie schon in der vorherigen Prüfung hab es auch diesmal wieder Themengebiete, die nicht im Buch genannt wurden (Aufbau der ntpd.conf, X-Konfiguration, CIDR). Für die kommende Zertifizierung sollte ich mir aneignen vorher nochmal den Anforderungskatalog abzugleichen.

2861 Tage zuvor: Der Preis des Wählens

Ich habe heute Morgen einen Preis an meine Wählerstimme geklebt. Einfach so. Ging auch sehr schnell. Um genau zu sein wurde mir der Preis für meine Stimme genannt, von der netten Dame bei der Post um die Ecke. Und, soviel sei gesagt, von seinem Recht zum Wählen Gebrauch zu machen ist alles andere als günstig. Was aber vor allem daran liegen dürfte, dass ich die Briefwahlunterlagen erst jetzt, am Montag vor dem Wahlsonntag, absende. Woran wiederum die weniger freundlichen Leute bei einer andere Poststelle eine gewisse Mitschuld tragen. Aber das wäre wieder eine Geschichte für sich.

Wenn ich Bettina Freitag vom ARD-Hauptstadtstudio Berlin glauben soll, hätte ich mir die Investition besser sparen sollen. Sie ist nämlich scheinbar der Ansicht, dass die Parteien die Wähler-Interessen nur dann akzeptieren, wenn sie ihnen passen. Als Beispiel wird die Landtagswahl in Hessen dieses Jahr genannt, bei der keiner mit irgendwem koalieren wollte nur um nochmal erneut wählen zu lassen. Ähnliches könnte sich wohl in Schleswig-Holstein wiederholen. So betrachtet wäre allerdings das Ypsilanti-Gen wieder eine gute Sache – schließlich wollte die werte Dame das beste aus dem Wählerwillen machen.

Mir als Wähler gibt das, im Gegensatz zu Frau Freitag, weniger zu Denken als das Verhalten der Politiker selbst bei alledem. Und in diesem Punkt hat sie durchaus recht: Wie soll ich jemandem vertrauen für mich Entscheidungen zu treffen wenn er allem Anschein nach nicht vernünftig mit seinen Konkurrenten umgehen, geschweige denn reden, kann? Mag sein, dass das alles nur Wahlkampf ist; das es eine Show für die Wähler ist mit dem Versuch zu polarisieren, seine Standpunkte herauszustellen. Aber wenn dem so ist, bewirkt es bei mir eher das Gegenteil. Vielleicht meinte Norbert Lammert, amtierender Bundestagspräsident, ja genau dies, als er sagte das man sich nicht jeden Tag für Politik interessieren muss?

Wie dem auch sei, um in einer Demokratie etwas zu verändern muss man an Wahlen teilnehmen. Das gillt für das aktive Wahlrecht genauso wie für das passive, auch in Deutschland. Und wenn man über den Tellerrand der Bundesrepublik hinausschaut stellt man doch auch schnell fest, dass $41,95 eigentlich kein hoher Betrag für ein Stück Demokratie sind.

2869 Tage zuvor: Ein Tag im Museum

Heute im Bass-Museum:

Bring the whole family to the Bass Museum of Art for a fun-filled afternoon of activities. During this educational event, children will be exposed to art exploration and conceptual thinking. They will have the opportunity to express themselves creatively through activities such as rendering, writing, performing, sculpting, and framing, and they will get to meet artist David Lisznia, creator of “Tiny Stories.”

Mutige Sache. Nicht nur so viele Kinder auf einem Haufen in ein Museum zu holen – schon viel eher die Kunstwerke währenddessen auch drin zu lassen. Wobei man durchaus dazu sagen muss, dass es lediglich in zwei kleineren Galerien Kunst im herkömmlichen Sinne gab. Der Großteil der Ausstellung bestand aus Installationen oder Fotografien.

Nun, die oben genannten Tiny Stories waren auch recht amüsant zu lesen. Und es gab durchaus einige davon; über das gesamte Museumsgelände verteilt.

2874 Tage zuvor: Land of the free

Joe Klein von der Time ist der Ansicht, dass die Republikaner Obama nur deshalb so harsch wegen einer Gesundheitsreform angreifen, um ihn zu beschädigen. Sehe ich ganz genauso. Doch was sich Jim Greer, immerhin Vorsitzender der Republikaner in Florida, geleistet hat ist wirklich unglaublich:

As the father of four children, I am absolutely appalled that taxpayer dollars are being used to spread President Obama’s socialist ideology. The idea that school children across our nation will be forced to watch the President justify his plans for government-run health care, banks, and automobile companies, increasing taxes on those who create jobs, and racking up more debt than any other President, is not only infuriating, but goes against beliefs of the majority of Americans, while bypassing American parents through an invasive abuse of power.

Es gibt einige Leute, die seinem Beispiel folgen und ihre Kinder heute nicht zur Schule geschickt haben. Kurzer Hintergrund: Obama wird heute eine Rede halten, die direkt an alle Schülerinnen und Schüler dieses Landes adressiert ist. Er wird im Kern sagen, dass man zur Schule gehen und gute Leistungen erbringen soll:

I’m working hard to fix up your classrooms and get you the books, equipment and computers you need to learn. But you’ve got to do your part too. So I expect you to get serious this year. I expect you to put your best effort into everything you do. I expect great things from each of you. So don’t let us down – don’t let your family or your country or yourself down. Make us all proud. I know you can do it.

Immerhin sehen das diverse Medien genauso Haar-sträubend. Sogar die stille Grand Madame der Republikaner-Garde (4:30):

Ich werde mir die Rede um 12:00h mit der kleinen Sophia live anschauen – um ein kleines, stilles Signal für meine Kinder zu setzen.

2879 Tage zuvor: Gesundheitsreform in Übersee

Fragt man sich nur noch, warum es da so eine riesige Diskussion drüber gibt.

2880 Tage zuvor: Neue Schule, neue Sitten

Letzte Woche hat hier bekanntlich wieder die Schule angefangen. Nach zehn Wochen Ferien darf man wohl ohne Scham sagen: Endlich. Im neuen Schuljahr geht der älteste denn auch auf eine neue Schule. Kindergarten nennt sich diese Klasse, ist aber eher mit der Vorschule in Deutschland zu vergleichen – obwohl er auch schon letztes Jahr in die Schule gegangen ist (Vor-Vorschule sozusagen).

Nun ist also Kindergarten angesagt. In einer speziellen Schule, und das bezieht sich nicht nur auf die Schulform. Abgesehen von Hausaufgaben für die Schüler gibt es hier auch jede Menge für die Eltern zu tun. Zum Beispiel jeden Tag mit den Kleinen lesen. Oder freiwillige Hilfsstunden für die Schule leisten. Bei den Hausaufgaben helfen ist ja selbstverständlich, aber man muss sie auch noch Montäglich im Internet abrufen und ausdrucken – auch wenn ich noch rätsel was daran nun grün sein soll, denn so wurde es angepriesen. Langweilig machen sie es einem also nicht, die bewusste Einbindung der Eltern in den Lernprozess finde ich jedoch sehr gut.

Und vielleicht können die elterlichen Pflichtstunden für den Schuldienst ja auch mit der Erstellung einer neuen Webseite abgeleistet werden. Die aktuelle ist ja immerhin schone in paar Jährchen älter…

2882 Tage zuvor: Made in the USA

Wer schonmal ein Auto aus den USA besessen hat, dem sind vielleicht diverse Qualitätsunterschiede aufgefallen (Achtung: Verallgemeinerung!). Leider ist auch Volkswagen da keine Ausnahme – jedenfalls wenn das entsprechende Modell aus den USA stammt. Hier und heute ein paar Beispiele.

Da weiß man doch gleich wieder, warum es Made in Germany heißt. Oder zumindest warum die Autos in Deutschland ungleich teurer sind.

2915 Tage zuvor: Beilagen-Salat

Bohnen-Salat nach Großmutters Art:

  • Eine Dose gelbe Wachsbrechbohnen abgießen und in eine Schüssel geben
  • Eine kleine Zwiebel kleinschneiden und dazugeben
  • Circa zwei Esslöffel Miracle Whip (oder eine andere Salat-Mayonnaise) dazugeben
  • Mit ein wenig Senf abschmecken
  • Gut zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Zwar nicht ganz wie das Original, aber schon ziemlich nah dran.

2934 Tage zuvor: Gundam live

Wo wir gerade bei großen Robotern sind…

Warum? Gundam hat 30 jähriges Jubiläum – und außerdem will man damit die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2016 unterstreichen. Mehr dazu im flickr-Blog.

2935 Tage zuvor: Multilingualer Anfänger-Wortschatz

Damit’s der Nachwelt nicht verlorengeht hier die momentane Top5 aus dem Wortschatz meiner ältesten Tochter:

Kika Katze (von Kittycat)
Dadu Auto
Mas mehr (spanisch)
Heia Schlafen
Mülsch Milch

2951 Tage zuvor: Regenzeit

Die letzten Nächte waren ja – wie erwartet – eher kurz und laut. Heute morgen gegen 6:00h wurde ich denn auch erneut wach. Diesmal allerdings wegen eines Gewitters. Der unschöne Nebeneffekt ein Haus (mit einem noch nicht wieder komplett abgedichteten Dach) zu besitzen ist ja, das man in solchen Situationen schwerlich wieder einschlafen kann. Diesmal war allerdings alles trocken und ich konnte mich beruhigt wieder hinlegen – um eine halbe Stunde später vom Neuankömmling geweckt zu werden.

Mit den Kindern im Auto ging es dann einige Zeit später Richtung Kindergarten. Das Gewitter tobt noch immer und statt der die letzten Tage üblichen 29°C waren es auch nur 23°C draußen. Ganz zu schweigen davon, dass es statt des strahlenden Sonnenscheins ziemlich dunkel war. Unser Weg trug uns auch direkt durch das Zentrum des Gewitters hindurch (Blitz und Donner gleichzeitig ist schon recht beeindruckend). Und wie bereits vor einigen Wochen war South Beach auch heute früh wieder reichlich überschwemmt – wenn auch nicht ganz so extrem.

Trotz aller Widrigkeiten sind die Kinder sicher und (fast) trocken abgeliefert. Hätte ich die Umstände vorher gekannt, wäre ich allerdings eher zu Hause geblieben. Zumal es, kaum das ich dort wieder angekommen war, auch schon wieder im Büro tropft. Also werde ich mich jetzt erst einmal in den Dachstuhl aufmachen – Eimer zurecht rücken…

Kennt vielleicht jemand einen Dachdecker, der sich für einen kostenlosen Flug samt Kost & Logis mit US-amerikanischer Dacharchitektur beschäftigen will?

2955 Tage zuvor: Zielgerade

Die Nacht war kurz. Aber dafür ist das Warten der letzten Wochen demnächst vorbei. Fahre gleich, nachdem die Kinder abgeliefert sind, wieder ins Krankenhaus. Thing #3 abholen – falls es bis dahin nicht schon da sein sollte.

3008 Tage zuvor: Mach's gut...

Die Ausbeute des sieben-tägigen Besuchs des Herrn P.: 596 Fotos (2.95GB), zweifacher Sonnenbrand, etliche Auto-Kilometer und ein für meinen Hauttyp gänzlich ungewöhnlicher Bräunungsgrad.

Lustig war’s. Nun muss ich mich nur noch durch den Berg an Roh-Fotos wühlen…

3025 Tage zuvor: Quack-Quack

Es gibt hier in Miami Beach so eine Tourie-Tour namens Duck Tours. Sie ist toll, sagt man. Und lohnenswert, sagt man. Allein, wir hatten bis dato immer ungünstige Umstände: Keine freien Parkplätze, zu flaches Wasser, keine freien Tickets, zu spätes Ankommen durch Stau und (mein Favorit) eine kaputte Batterie am entsprechenden Bus/Schiff. Doch heute war alles anders: Es ging los!

Ohne zu viel zu verraten (der ein oder andere Leser will die Tour ja vielleicht auch mal mitmachen) sei gesagt, dass diese schrillen Leutchen einen nicht nur unterhalten, sondern einem auch echt eine Menge zu erzählen haben. Der 90 Minuten während Ausflug zu Lande und zu Wasser verging so auch wie im Fluge. Und dazugelernt habe ich auch noch was: Auf Star Island) habe ich ein paar durchaus bekannte Nachbarn!

3035 Tage zuvor: Nur in Amerika...

Szene letztens bei einer hiesigen Burger-Bratbude.

Ich trete durch die Tür, weiß genau was ich will und möchte es nur schnell einpacken. Vor mir stehen eine Familie an der ersten Kasse, eine Frau mit Kind an der zweiten. An der dritten steht ein leicht genervt wirkender Mann, der mich abfällig mustert. Abseits davon eine Gruppe von vier Leuten – um die Ende zwanzig, zwei davon stark tätowiert, einer mit kahl-geschorenem Schädel – sich intensiv unterhaltend.

Auf eine schnelle Erfüllung meines Wunsches hoffend steht ich das Menü-lesend mitten im Raum, wandere ein wenig von links nach rechts. Weiß nicht genau ob ich mich einfach hinter einer Kasse einreihen soll, oder ob die Schlange vielleicht für alle Kassen gleichzeitig ist. Der Mann von Kasse drei schaut mich weiterhin skeptisch an. Denkt er, ich will mich vor drängeln?

Aus Richtung der Toiletten kommt ein Mann mir entgegen. Sich seine Hände an den Jeans abwischend. Der Frau an Kasse zwei, direkt vor mir stehen, fallen die Autoschlüssel aus der Hand. Mit seinen vermutlich noch feuchten Händen hebt der Mann ihr die Schlüssel auf – hoffentlich hat er sich die Hände gewaschen – um sich anschließend hinter mir in die Schlange einzureihen. Jetzt ist es also eine Warteschlange.

Warten… den Mitarbeitern hierzulande kann man sprichwörtlich im laufen die Schuhe besohlen. Eigentlich sollte hier, im Mutterland des goldenen M, doch alles viel schneller, effizienter laufen? Nichts passiert hier, alles ist ruhig. Jeder Burger wird einzeln nach Bestellung zusammengebaut. Mit vor gebratenen und warmgehaltenen Patties. Ich schaue auf die Uhr: fünf Minuten vor halb.

Die Familie an Kasse Eins bekommt ihr Essen. Alles genau nachzählend und Ketchup-verlangend (den gibt es drüben, bei den Servietten). Der Mitarbeiter hinter der Kasse, nennen wir ihn Chris, schreitet anschließend in Richtung Toiletten davon. Die Frau mit Kind an Kasse Zwei scheint ihre Bestellung gerade zum dritten Mal zu wiederholen. Der Mann an Kasse Drei schaut genervt zur Decke. Ich drehe mich um: Hinter mir steht der Mann aus der Toilette und noch ein anderer Kunde, der sich gerade eben hinten in der Schlange eingereiht hat. Ein Blick auf die Uhr: kurz vor halb.

Kasse Nummer Zwei piept bestätigend. Die Bestellung scheint endlich akzeptiert worden zu sein. Die Mitarbeiterin hinter der Kasse, nennen wir sie Concha, dreht sich um, irritiert? Verirrt? Verwirrt! Sie geht, gemütlich, zu den fertigen Burgern hinter ihr – immerhin ein guter Meter weit weg – und packt ein paar Dinge zusammen. Nachzählend. Sorgfältig. Nach jedem kleinen Burger auf den Bestellzettel schauend. Schließlich faltet sie die Tüte zusammen und geht zurück zu ihrer Kasse. Dort einmal angelangt öffnet sie die Tüte wieder und steckt einen Berg Servietten in die Tüte, die sie daraufhin wieder sorgfältig zusammenfaltet. Nun, da sie ihre gedankliche Checkliste offenbar abgehakt hat, macht sie sich auf zu Kasse Drei – dem wartenden Mann, der ihr allerdings schon entgegeneilt und schließlich die Tüte, mehr oder minder, aus der Hand reißt. Er ist zur Tür hinaus bevor Concha ihre Kasse wieder erreicht hat.

Chris von Kasse Eins kommt zurück. Zügigen Schrittes. Sich auf seine Kasse stützend schaut er abwesend in meine Richtung und sagt: Next please. Mein Bein zuckt kurz, bevor ich zu der Gruppe neben mir schaue. Ich schaue dem mir am nächsten stehenden an und winke mit der Hand in Richtung Kasse. Ein freundliches Thank You sagend schreitet die Gruppe an mir vorbei in Richtung des wartenden Mitarbeiters. Ob sie auch so freundlich gewesen wären, hätte ich mich einfach an die Kasse gestellt? Mein Blick geht Richtung Kasse Zwei: Concha studiert die Bestellung der Frau mit Kind auf ihrem Monitor. Ich schaue auf die Uhr: Kurz nach halb.

Eine Tür rechts von mir öffnet sich. Eine ältere Dame, geschätzte 80, betritt den Laden. Grinsend. Hinter ihr kommt, langsamen Schrittes, ein noch älterer Herr hinterher. Die Dame schreitet an mir vorbei, stellt sich, ein wenig Abstand haltend, direkt hinter die Kasse eins. Die will sich doch vor drängeln! Aber… ältere Menschen stehen in den USA ja sozusagen unter Artenschutz. Darf man da was sagen? Ist es in diese Kultur nicht sogar vielleicht verankert, dass älteren Menschen immer Vorrang gewährt wird? Schließlich gibt es ja auch an allen noch so kleinen Geschäften Behindertenparkplätze – und gegen die auf den Mutter-Kind-Parkplätzen parkenden Rentner sagt ja schließlich auch niemand was. Was soll ich tun? Die Gruppe an Kasse Eins hat die Bestellung zusammengestellt – laut hin und her-rufend, denn die eine Hälfte sitzt bereits ein einem Tisch etwas abseits.

An Kasse Zwei ist Concha mittlerweile dazu übergangen die Burger langsam, aber sorgfältig, auf ein Tablett zu betten. Jeden einzeln. Während das Kind sich bereits durch die Happy-Meal-Tüte wühlt. Nachzählend fordert die Mutter noch Mayo und Ketchup – gibt’s da hinten bei den Servietten. Währenddessen stapeln sich bereits die ersten Burgen auf dem Tablett an Kasse Eins. Irgendeine Gerätschaft beginnt lautstark piepend um Aufmerksamkeit zu schreien. Chris wirbelt, die Burger auf dem Tablett immer höher stapelnd während Concha die Mutter anlächelt, darauf wartend ihr Sätzlein auf zusagen: Next please. Damit meint sie mich. Gut, denn an dieser Kasse steht die alte Dame gewiss nicht an.

Erleichtert gebe ich meine Bestellung auf. Four Cheseburgers please. That’s all?, fragt Concha. That’s all. In dem Moment sagt Chris: Next please. Der Toiletten-Mann begibt sich raschen Fußes an Kasse Eins, die ältere, grinsende Dame bewusst ignorierend. In dem Moment sehe ich, dass sich mittlerweile eine recht ansehnliche Schlange aufgestaut hat. Acht, vielleicht zehn Leute stehen dort aufgereiht – in einer einzigen Schlange, die die rechte Hälfte der Türen versperrt. Concha murmelt hinter mir etwas. Ich drehe mich um. Sie meinte wohl, dass es ein wenig dauern wird. Ich trete zur Seite, für den nächsten Kunden Platz machend.

Im selben Moment tritt auch der Toiletten-Mann zur Seite. An Kasse Eins beginnt die ältere Dame, die sich in der Zwischenzeit direkt hinter dem Toiletten-Mann aufgebaut hatte, ihre Bestellung los zu plappern, während an Kasse Zwei der nächste Kunde neben mir seine Bestellung in schnellen Worten aufgibt: Irgendein Special, das Concha nicht geläufig ist. Er gestikuliert in Richtung des Menüs und Concha schaut, mit einem leichten Anflug von Panik in den Augen, zu Chris hinüber.

Währenddessen gleitet mein Blick zu der Schlange hinüber. Die Frau, die eigentlich jetzt an Chris’ Kasse stehen würde, schüttelt ungläubig den Kopf. Mehrere andere Kunden stehen ebenfalls merklich empört an ihrem Platz in der Schlange. Die ältere Dame überlässt dem mittlerweile an Kasse Eins angelangtem älteren Herrn den Schauplatz und geht, langsamen Schrittes mit einem beständigen Grinsen auf dem Gesicht, an der Schlange entlang. Als sie den Gesichtsausdruck der Leute sieht, sagt sie, für jeden gut hörbar: I took my chances und grinst noch breiter. Sie scheint das wohl als besonders clever zu empfinden. Der Blick der in der Schlange stehenden Leute wird noch finsterer. Mir ein Grinsen nicht verkneifen könnend drehe ich mich zurück zu Concha und ihrem Problemkunden.

Der Kunde hat mittlerweile seine Sprechgeschwindigkeit an Conchas Arbeitstempo angenähert. Und auch wenn man von Conchas Gemurmel nichts verstehen kann, scheint es das gewünschte Special wohl nicht mehr zu geben. Mit lauten und für seinen starken US-Slang deutlichen gesprochenen Worten formuliert der Problemkunde seinen Altnertiv-Wunsch – das eine Diskussion über das werben mit Specials und deren Verfügbarkeit bei Concha zu nichts führt, hat er wohl von vornherein verstanden. Währenddessen schleppt Chris eine Eistüte mit einem viel zu großen Berg Softeis darauf an Kasse Eins, wo der ältere Herr bereits wartet. Ich schaue auf die Uhr: Fast zehn Minuten nach halb.

An Kasse Eins bekommt der Toiletten-Mann gerade seine eingetütete Bestellung in die Hand gedrückt als Concha die Bestellung ihres Problemkunden erfolgreich in die Kasse getippet hat. Die von der älteren Dame übersprungene Frau hechtet sofort an Chris’ Kasse und plappert los. Während ich noch so überlege wie viel weniger der Toiletten-Mann wohl bestellt haben könnte das seine Bestellung noch vor meiner fertig ist, sehe ich auch schon Concha an der Burger-Theke stehen. Chesseburger-abzählend und sie behutsam in einer Tüte ablegend. Sie macht das so übersichtlich, dass ich keinerlei Probleme habe mit zu zählen – nicht das man an ihrer Genauigkeit zweifeln könnte. Und während sie dann mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck zu mir herüber schlurft, beginne ich zu überlegen wann meine Parkzeit an der Parkuhr wohl abgelaufen gewesen sein könnte. Ich hatte, in Ermangelung kleinerer Münzen, einen Viertel-Dollar eingeworfen. Zwölf Minuten Parkzeit fand ich sehr übertrieben für eine kleine Bestellung in einem Fast-Foor-Restaurant.

3052 Tage zuvor: Heißes Miami

War heute mal bei den Miami Heat zu Gast und muss sagen, dass die dort schon eine recht ansehnliche Show abliefern. Allerdings hauptsächlich das drumherum. Das Spiel als solches war zwar auch – im wahrsten Sinne des Wortes – spektakulär, aber über lange Strecken auch doch sehr langatmig (eine Minute Spielzeit steht locker zwei Minuten Wartezeit gegenüber) und eintönig (außer Let’s go Heat! und De-fense gab es gar keine Sprechchöre). Mit einem Fußballspiel im heimischen Deutschland ist es so gar nicht vergleichbar.

Miami Heat vs Utah Jazz

Angefangen hat es schon mit einer halb-leeren Arena. Das die Heat gerade nicht die besten Spiele abliefern sollen, wurde mir ja bereits gesagt. Aber mit solch einem geringen Andrang hätte ich dann doch nicht gerechnet. Trotz der recht niedrigen Ticket-Preise. Dementsprechend war die Stimmung das ganze erste Viertel hindurch denn auch eher ruhig. Allerdings hat sich das im Laufe des Spiel dann relativiert. Mag auch an der vornehmlichen Anwesenheit der Latinos und deren speziellem Zeitgefühl liegen.

Als das vierte Viertel sich dann dem Ende neigte, wurde es aber doch noch spannend – und laut. Nach einigem hin- und her (das ich so gar nicht erwartet hätte), gab es dann doch noch einen Ausgleich. Und damit eine Verlängerung. Die ging dann wieder größtenteils unspektakulär über die Bühne, bis es in die letzte Minute der Verlängerung ging. Überraschend wieder ein Ausgleich durch die Heimmannschaft: Verlängerung Nummer Zwei konnte beginnen. Die verlief genauso wie die erste und so ging es denn auch direkt in die dritte Verlängerung – die dann glücklicher Weise endlich ein Team für sich entscheiden konnte. Und so trennte man sich nach gut und gern dreieinhalb Stunden mit 140 zu 129 Punkten.

3103 Tage zuvor: Gemütlichkeit

18°C waren es heute morgen. Drinnen, wohlgemerkt. Draußen hatte es frostige 6°C. Verweichlicht, wie man mittlerweile ist, kam man mit dem frieren gar nicht mehr hinterher. Nachdem die Sonne nun weg ist und die Temperaturen dennoch nicht spürbar geklettert sind, war es dann an der Zeit die Heizung einzuschalten. Wie ich feststellen muss, ist das durchaus eine gemütliche Sache: Drinnen warm, draußen kalt. Dazu ein paar Lebkuchen und Wollsocken. Fehlt nur noch der Schnee…

3122 Tage zuvor: Die Geräusche der Stadt

…sind in New York besonders laut. Was man allerdings auch sehr gut nachvollziehen kann, denn diese Stadt ist einfach nur gross riesig. Um nicht zu sagen überwältigend. Ungleich aller anderer US-Städte, die ich bislang gesehen habe, wirkt sie dabei kein Stück künstlich. Das mag vor allem daran liegen, dass sie mit Abstand die älteste Stadt auf diesem Kontinent ist, die ich bislang besucht habe. Faszinierend und einschüchternd zugleich.

New York (Brooklyn)

Zu sehen ist das auch allenthalben, vor allem abseits der üblichen Routen. In den Seitenstraßen der Upper West Side gibt es durchaus Straßenzüge, die an den Charakter so mancher europäischer Großstadt erinnern. Auf erstaunlich engem Raum zusammen gestaucht gelangt man so mit wenigen Schritten von Madrid nach London.

Die Menschen, die hier leben, sind hingegen alles andere als idyllische Abbilder ihrer europäischen Ahnen. Das der gemeine New Yorker ein eingebildeter, rücksichtsloser Egomane ist, wurde einem ja bereits durch diverse Filme (im letzten Jahr auch vermehrt durch die Nachrichten von der Wall Street) versinnbildlicht. Aber in der Realität sind Taxifahrer, die beim Rückwärts-fahren trotz anwesender Polizei keine Rücksicht auf Kinderwagen nehmen, doch noch weit erschreckender. Oder die Mutter, die, nachdem wir bereits zehn Minuten mit Bauklötzen im Kindermuseum gespielt haben, mit ihren beiden Kindern auftaucht und meint, man solle gefälligst Platz machen da sie schon vorher dort gespielt hätten – es gab noch weitaus mehr unbesetzte Kisten mit Bauklötzen.

Trotzdem ist New York eine beeindruckende Stadt, deren Besuch ich jedem auch nur halbwegs metrophilen Menschen nur empfehlen kann. Allerdings am besten nicht im Winter, denn wenn der New Yorker sagt es sei kalt, dann meint er das wirklich. Und das gilt nicht nur für verwöhnte Floridians.

3123 Tage zuvor: Riss in der Optik

Und auf einmal war es kaputt. Display gebrochen. Einfach so. Schade, sehr schade. Denn es hat mir wirklich gut gefallen.

Nun, eine bessere Gelegenheit und einen besseren Zeitpunkt ein neues zu kaufen gibt es wohl nicht. Ein Wink mit dem Zaunpfahl des Schicksals?

3123 Tage zuvor: Photo-Tourismus

Waren ja (und sind auch gerade noch) in New York. Mehr dazu später an dieser Stelle. Photos findet man jedenfalls schon mal bei flickr. Nach wie vor gilt: Wer privates sehen will, soll mich als Kontakt beantragen.

Ach ja, Frohes Neues Jahr allen Lesern an dieser Stelle!

3131 Tage zuvor: Ho Ho Ho!

Wer findet den Fehler?

Stromausfälle sollte man ja gewohnt sein. Der heutige Knall kam dann doch ein wenig überraschend.- und vor allem ungelegen. Dennoch, trotz des gekonnten Anschlags auf die Zubereitung des vier-gängigen Weihnachts-Schmaus’ konnte es das festliche Essen nicht verderben – Grill sei Dank.

3245 Tage zuvor: Strand

Eigentlich sieht’s ja in Dänemark auch nicht anders aus…

Dänischer Strand?

3249 Tage zuvor: Schönes Duschen

Das Gäste-Bad ist ja nun schon seit nunmehr ein paar Wochen fertig. Auch wenn, zugegeben, noch die Bilder im Bilderrahmen fehlen. Hübsch ist es geworden, durchaus. Doch wie soll man ein Bad dieser Größe hinreichen fotografieren? Microsoft hat mir diese Woche mit Photosynth die Antwort darauf geliefert.

Und daher darf ich nun auch das Badezimmer angemessen präsentieren:

Jedenfalls wenn der entsprechende Photosynth Viewer installiert ist.

3258 Tage zuvor: Ausgestürmt

Fay ist also weiter gezogen und in Miami geht heute wieder alles seinen gewohnten Gang. Mitbekommen hat man hier, circa 160km vom eigentlichen Sturm entfernt, lediglich die Ausläufer: Periodisch starker Regen und teils heftige Windböen. Alles in allem war es aber recht ruhig.

Fay

Für Strand-Sport war es dennoch viel zu windig. Ein gewisser Kite-Surfer wird diese Meinung nun, vom seinem Krankenhausbett aus, vermutlich teilen (ab Minute 4:04):

3261 Tage zuvor: Gestatten, Fay

Alljährlich, von Juni bis November, herrscht Hurricane Season im gesamten Gebiet. Momentan bahnt sich auch der erste – mit dem recht hübschen Namen Fay – seinen Weg in unsere Richtung.

Fay

Da verwundert es nicht weiter, dass sich die lokalen Medien darauf konzentrieren. Und der morgige erste Schultag in Süd-Florida fällt damit, wortwörtlich, auch ins Wasser.

3278 Tage zuvor: Slava und der Schnee

So, das war des berühmten Slava’s Snow Show. Seit einigen Tagen wird man hier nunmehr mit Werbung für eben jene Show bombardiert. Gestern sind wir dann selbst mal vorbeigeschneit.

Slava's Snow Show

Eine wirklich kurzweilige, amüsante und vor allem farbenprächtige Show. Und tatsächlich kam sogar im schwül-warmen Miami eine Gefühl von Winter auf – dank zig-tausender, umher wirbelnder Papier-Schnippseln. Allerdings ist der Clown nicht unbedingt für Kinder geeignet, wie auch schon der Herald zu berichten wusste, denn mitunter wird es für die Kleinsten doch ein wenig unheimlich. Zumal, soviel sei verraten, der Clown stirbt. Mehrmals. Ausgiebig.

3285 Tage zuvor: Eingebrochen

  • Vom Eigenheim in zehn Minuten zum Strand gehen: Viele Tausend Dollar.
  • Mit den Kindern am Strand spielen und im Wasser planschen: Gratis.
  • Beim Schwimmen im Meer den Hausschlüssel verlieren: $ 250,-

Nicht eingerechnet sind der Autoschlüssel ($ 135,-) und die Fernbedienung für die Alarmanlage. Immerhin kam der Schlüsseldienst recht zügig. So hat es sich wenigstens gelohnt, dass wir vor knapp zwei Wochen einen zweiten Autoschlüssel haben anfertigen lassen.

3293 Tage zuvor: Dunkel wars...

Mit einem lauten Knall verabschiedete sich der Strom gegen 12:00h heute Mittag. Irgendwo da draußen war der Blitz eingeschlagen – und hat dabei eine Stromleitung ausgeknipst. An sich nichts ungewöhnliches, allerdings ist es in diesem Jahr schon das zweite Mal passiert. Kleinere Stromausfälle oder -Schwankungen ganz außen vor gelassen. Dabei habe ich heute gelernt, dass es hierzulande sogar eine Hotline dafür gibt. Einmal dort angerufen und den Vorfall gemeldet wird man in die Reparatur-Warteschlange eingereiht und erfährt eine voraussichtliche Uhrzeit, zu der der Strom wieder da sein soll.

Auszug aus der Online-Meldung:

We have identified a power problem affecting your location. The problem is with a main line and affects 103 customers. We have dispatched a power restoration specialist to investigate and restore your power. We are pleased to report that restoration of your service will be earlier than originally anticipated. We are working to have your power back by 07/15/2008 at 04:00 PM.

Gedauert hat es dann allerdings bis 17:00h. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass meine USV gut und gern eine Stunde durchhalten – und die Internet-Verbindung scheinbar keinen Strom benötigt.

3314 Tage zuvor: Geplänkel

Kennt vielleicht jemand einen guten Gitarren-Einsteiger-Kurs? Vorzugsweise im Internet. Und, dank mangelnder Musik-Stunden in der gesamten Schullaufbahn, ohne Notenkenntnisse.

3339 Tage zuvor: Cruisin'

Ich war ja nun letztens auf einer Kreuzfahrt in die Karibik. Eigentlich das erste Anzeichen dafür, dass man wirklich alt ist – auch wenn sich neuerdings immer jüngere Generationen diesem nautischen Vergnügen hingeben. In diesem speziellen Fall gehörten wir jedoch genau in die Zielgruppe: Es war eine Disney Cruise mit entsprechend vielen Kindern und Eltern an Bord.

Dennoch profitiert man auf so einer Kreuzfahrt doch endlich mal vom deutschen Rentensystem (alter Zeiten). Besteht das Bordpersonal nämlich zumeist aus Leuten der zweiten Welt, sind sämtliche Bordprospekte (sogar die Bad-Utensilien) in vorzügliches Deutsch übersetzt – dem Weltmeister im Reisen wird demnach entsprechend gehuldigt.

Der Vorteil einer Disney Cruise liegt für die Eltern dabei klar auf der Hand: Man kann die Kinder in professionelle Obhut übergeben um ruhig und entspannt Cocktails am Erwachsenen-Pool genießen zu können. Alternativ kann man auch die Füße im Sand des Erwachsenen-Strands vergraben. Dem ab-18-Bereich kommt dabei eine ganz andere Bedeutung zu. Und so ganz nebenbei kommt man dadurch noch in den Genuss einer privaten Insel mit dazugehörigem Disney-Park: Castaway Cay. Eltern sei eine derartige Kreuzfahrt also wärmstens empfohlen!

Abschließend sei noch gesagt, dass Schiffsschwankungen durchaus lustig sind. Gemeinhin kennt man das allerdings schon von diversen Promille Blutalkohol. Das geradeaus-gehen ist übrigens auch nüchtern nicht leichter.

3340 Tage zuvor: Nachschub

Es gibt neue Bilder zu sehen!

Entweder in der hiesigen Galerie, oder aber direkt bei flickr.

3419 Tage zuvor: Blaulicht im Rückspiegel

Langsam, geradezu bedächtig, zog er sich die Handschuhe aus und legte den Helm auf seinem Motorrad ab. Die Sonnenbrille zurecht-rückend ging er auf mich zu. You’ve been a little late on that light sagte der Officer zu mir, womit er – das muss ich unverhohlen zugeben – durchaus Recht hatte. Während ich noch nach meinem Führerschein kramte, schaute er auf die Rückbank des Autos, wo das Baby freundlich mit den Armen fuchtelte. Gerade als er mit den Zulassungspapieren und meinem Führerschein zurück zu seinem Motorrad gehen wollte, viel ihm auf das er einen europäischen Führerschein in den Händen hielt. Da ich keinen US-Führerschein besitze, gab er mir alles zurück und ließ uns mit dem Worten You not gonna do that again, right weiterfahren.

3502 Tage zuvor: Krimi ohne Mimi

Das Telefon klingelt aufgeregt. Die Frau ruft an. Bevor das Gespräch angenommen wird, fällt der Blick auf das Symbol für verpasste Anrufe. Es scheint nicht zum ersten Mal zu klingeln. Die Worten fließen schnell, mit einem leicht entsetzt geschockten Unterton. “Ausgeraubt” kommt darin vor. Und “Küche”. Von der Polizei ist die Rede. Und einem dreisten Handwerker. Doch was ist geschehen? Mit ein wenig Abstand lässt sich folgendes rekonstruieren.

Es ist Samstag-Abend und der Nachbar unseres neuen Hauses feiert eine Party. Bis in die Nacht hinein, fünf oder sechs Uhr morgens. Nachdem die Party vorbei ist, versperrt er seine Türen – ihm fällt auf unserem Grundstück nichts weiter auf. Am nächsten Morgen (oder eher Mittag) jedoch fällt ihm auf, dass die Hintertür unseres Hauses aufsteht. Er denkt sich dabei jedoch nichts weiter.

Sonntag-Nachmittags dann statten Bekannte von uns unserem Haus den täglichen Besuch ab um nach zuschauen ob alles in Ordnung ist. Ist es nicht. Die Türen sind nicht mehr verschlossen und in der Küche fehlen sämtliche Geräte: Herd, Mikrowelle, Geschirrspüler und Kühlschrank sind ordentlich ausgebaut worden und verschwunden. An ihrer statt klaffen jetzt offene Lücken in der Küche. Allein der Ofen ist noch da – vermutlich wusste jemand nicht wie man den ausbauen muss. Ein Koffer aus einem der Schlafzimmer fehlt ebenfalls.

Als die Polizei eintrifft ist es schon Abend. Genauer untersuchen wollen sie den Vorfall jedoch nicht; weil die Hausbesitzer nicht da sind. Sie schauen sich jedoch die Türen an und sagen, dass niemand eingebrochen sei – zwar finden sich Spuren eines Brecheisens an der Hintertür, damit sei sie jedoch nicht geöffnet worden. Der Einbrecher muss demnach einen Schlüssel gehabt haben. Und da er sich die Zeit genommen hat die Küchengeräte sorgfältig auszubauen und den Kühlschrank, der ohne ihn anzuheben und zu kippen gar nicht aus der Küche heraus gewuchtet werden kann, mitzunehmen, muss er auch gewusst haben das wir längere Zeit nicht da sein würden.

Montag-Nachmittags in Deutschland. Meine Frau bekommt den Anruf von unseren Bekannten das bei uns eingebrochen wurde. Wer alles einen Schlüssel hätte, wird sie gefragt. Die Antwort: Unsere Bekannten selbst, die nach dem Haus schauen sollen, und der Handwerker, der das Dach reparieren soll. Niemand sonst, da wir die Schlösser erst vor zwei Wochen haben austauschen lassen. Der Handwerker wird angerufen.

Er sagt zu unserem Bekannten, er sei in dem Haus gewesen um sich alles noch mal anzuschauen. Das Eingebrochen wurde scheint ihn nicht zu wundern. Das er nicht wieder zurückkommen braucht um das Dach zu machen auch nicht. Außerdem meint er, dass es dann wohl der Vormieter war, der ja schließlich auch noch einige Sachen im Wohnzimmer stehen habe. Der Vormieter hat jedoch gar keinen Schlüssel mehr – zumal die Schlösser in der Zwischenzeit ausgetauscht wurden. Ein Anruf beim Cousin des Handwerkers (jemand, der mit meiner Frau zusammenarbeitet und auch den Kontakt hergestellt hat) löste Entsetzen aus. Ihm (dem Cousin) wiederum wurde gesagt, dass er (der Handwerker) noch gar nicht wieder in dem Haus gewesen sei.

Anschließend haben wir noch die Polizei in Miami angerufen. Die Crime Scene Investigation Unit (ja, das ist der CSI-Miami) ist daraufhin zu unserem Haus gefahren, hat jedoch nichts weiter feststellen können. Ein Detective wird sich der Sache jetzt annehmen.

3547 Tage zuvor: Pass-Suche

Montag ist es. Der fünfte November, um genau zu sein. Eigentlich sollte ich ja schon seit gut fünf Tagen in Miami sein. Eigentlich. Wie bei so vielem im Leben kam es leider auch hier anders als gedacht. Ein kleiner Rückblick.

Da ich ja im kommenden Jahr ein wenig länger im vermeintlichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten verweilen möchte, dachten wir es wäre eine gute Idee ein entsprechendes Visum beim US-Konsulat zu beantragen. Da laut Auskunft der entsprechenden Webseite die Bearbeitungszeit mit Vorbereitungen, Interview und anschließender Bearbeitung auch lediglich zwei Wochen betragen sollte, gingen wir davon aus dies zwischen zwei Flügen problemlos unterbringen zu können. Gesagt, getan und schon hatte ich einen Interview-Termin Anfang Oktober in Frankfurt. Das Interview im Konsulat war übrigens auch eine recht skurrile Geschichte, man kommt sich dort vor wie am Flughafen; bei all den Sicherheitsüberprüfungen und der Wartehalle. Skeptisch wurde ich denn auch hier zum ersten Mal, als ich nicht zu einem der “Hallo-hier-ist-ihr-Visum”-Schalter gerufen wurde, sondern darlegen musste warum meine Frau mir denn meine Papiere nicht beantragen würde (ganz einfach: Ich will ja gar nicht Einwandern). Danach wusste ich dann auch schon, dass die Bearbeitung statt drei Tagen wohl eine Woche in Anspruch nehmen würde. Was allerdings immer noch kein Problem darstellte.

Die Wochen zogen ins Land, der Abflugtermin rückte näher und vom Reisepass, den man beim Konsulat lassen muss, ward nichts mehr gehört. Zwischen Auszug und Wohnungsübergabe habe ich mir dann zwar noch einen vorläufigen Reisepass als Ersatz besorgt, musste dann aber recht schnell feststellen das er mir nicht wirklich weiterhilft: Seit Mai letzten Jahres darf man mit dem nicht mehr in die USA einreisen. Und so kam es wie es kommen musste und ich saß am Donnerstag-Abend immer noch in Deutschland – den Flug um eine Woche nach hinten geschoben.

Kommenden Donnerstag gibt es nun also den nächsten Anlauf. Diesmal allerdings höchstwahrscheinlich mit Reisepass: Das Visum wurde genehmigt und der Pass sollte die Tage bei mir eintrudeln. Hoffen wir mal, dass eine Kleinigkeit sich noch bis dahin gedulden kann.

3549 Tage zuvor: Heja?

Neue Saison, neues Spiel, neues Glück. Trotzdem ging es heute in Hannover für den BVB nicht viel besser aus. Ohne sich hier in Feinheiten ergehen zu wollen, war es trotzdem ansehnlicher.

Dabei ist mir dann auch gleich mal aufgefallen, dass die Begegnung Hannover 96 gegen Borussia Dortmund mit weitem Abstand die häufigste sein dürfte, die ich gesehen habe. Das dürften an die sechs, wenn nicht noch mehr sein. Und dabei gehe ich gar nicht so oft ins Stadion…

3588 Tage zuvor: Exportweltmeister

Gestern bin ich mal durch den Gang mit Bier im hiesigen Supermarkt geschlendert. Dabei ist einem regelrecht ins Auge gesprungen, was Deutschland trotz China-Boom immer noch einzigartig macht: Bier. Neben Beck’s, dass angeblich das meist-importierte Bier in den USA ist (zugegeben mittlerweile eher Holländisch) und Löwenbräu (die auf der Lincoln-Road auch ein eigenes Lokal haben), ist mir vor allem dieses bislang unbekannte St. Pauli aufgefallen:

St. Pauli Import-Bier

Ein paar Meter weiter stand dann noch ein Bavaria genanntes Import-Bier, dass aber dann wirklich aus Holland kam.

3594 Tage zuvor: Einkaufsliste

Gesucht zwecks Kauf in der näheren Zukunft:

  • Eine Bluetooth GPS-Maus zwecks Navigation mit meinem Handy und PDA samt Software.
  • Ein Notebook zwecks WoW (und Hellgate).
  • Ein Spanisch-Schnellkurs damit ich auf Gol die Euro 2008 verfolgen kann.

Vorschläge sind gerne willkommen.

3594 Tage zuvor: Golf - irgendwie

Abends halb-Neun in Florida. Miami Beach Golf Club. Nachdem die Sonne vor gut einer Stunde unter gegangen ist, herrschen die angenehmsten Temperaturen des ganzen Tages. Bepackt mit Taschenlampen machen wir uns auf die Jagd – eine Schnitzeljagd! An einigen Bunkern und Teichen vorbei geht es über sanfte Hügel und durch nasse Rasen-Sprenger. Immer den ausgelegten Spuren hinterher. Ein Riesen-Spaß für die ganze Familie! Was wohl der Greenkeeper davon hält, wenn er morgen die vielen kleinen Häufchen Sägespäne auf dem Rough und dem Fairway findet?

3597 Tage zuvor: Crandon Park Gardens

Am gestrigen Samstag waren wir in den Crandon Park Gardens, einem kleinen Park auf Key Biscayne – quasi die Nachbarinsel von Miami Beach. Todes-mutig haben wir uns gegen Mittag durch die gefühlten 45°C gekämpft um ein paar Tiere zu sehen, die hier frei leben. Neben einigen Leguanen gab es auch ein Mini-Krokodil zu sehen und etliche Vögel. Das interessanteste sind allerdings die leer stehenden Käfige gewesen, die allenthalben stark verrostet herumstanden.

Crandon Park Gardens

Dazu muss man wissen, dass der Park früher mal der Zoo von Miami war, bis dann ein Hurrikan aufzog und die Tiere evakuiert werden mussten. Seitdem ist der Zoo ein wenig außerhalb von Miami unter gekommen. Das Ambiente in diesem Park jedoch hat in meinen Augen davon profitiert. Es lag ein Hauch von 12 Monkeys in der Luft.

3598 Tage zuvor: Miami-ish

Miami Beach, South-Florida. Die Stadt, die im kommenden Jahr mein zu Hause sein soll. Auch wenn ich mithin das vierte Mal hier bin, habe ich dieses Mal eine andere Perspektive auf die Umgebung: Es ist kein richtiger Urlaub mehr, sondern schon eher das Einleben für nächstes Jahr. Somit fallen einem auch vollkommen andere Sachen auf, als sonst.

Zum Beispiel das (WIC). WIC ist eine tolle Einrichtung hier in den Staaten – vor allem da man keinerlei andere Unterstützung des Staates für seine Kinder erhält. Die sogenannten WIC-Checks bekommt man von seinem Arzt und kann damit bestimmte Produkte wie zum Beispiel Milch, Fruchtsäfte oder Cereals kaufen. Ähnlich wie seinerzeit Essensmarken. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich Kinder und schwangere Frauen gesünder ernähren (und damit die Gesundheitskosten gesenkt werden). Obst oder Gemüse jedoch tauchte bislang nicht im Repertoire auf, was sich im nächsten Jahr jedoch ändern soll. Jedenfalls theoretisch, denn die Bush-Regierung hat den entsprechenden Posten im Budget für 2008 um US-$ 145 Mio. gekürzt.

Aber es gibt auch ganz profane Dinge, die hier irgendwie anders sind:

  • Hände einziehen: Niedrig hängende Deckenventilatoren
  • Von Brr bis Uff: Eiskalte Klimaanlagen gegen tropische Sommersonne
  • Gewöhnungsbedürftig: Bunte Bürgersteige und Rechts-Abbiegen bei Rot
  • Feierabend-Fragen: Zum Strand oder zum Pool?
  • Drei-Minütiges Werbe-Stakkato: 100 TV-Sender und doch immer nur dasselbe
  • Nicht ohne meine Sonnenbrille: Schneeblindheit ohne Schnee.

3624 Tage zuvor: Dinge, die zu erledigen waren

Es gibt ja immer wieder Momente, in denen man sich fragt: Warum habe ich eigentlich nie XYZ gemacht? Sehr beliebt ist auch die Variante: Wieso war ich eigentlich nie in ZYX?

In Hannover gäbe es da noch so einige offene Sachen. Und damit genau dies nicht auf Karlsruhe zutrifft, habe ich in den letzten 10 Tagen einige Punkte abgehakt:

  • Das ZKM besuchen.
  • Den Rhein begutachten, mit dem Fahrrad.
  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.
  • Fotos der interessantesten, prägensten Orte machen.

Damit kann ich nun also bedenkenlos in die Zukunft schauen und mich auf neue Herausforderungen einstellen. Ein sehr befreiendes Gefühl.

3645 Tage zuvor: Kamuna

Nein, Kamuna ist keine 68er-WG. Vielmehr ist es die Karlsruher Museums Nacht, die am kommenden Wochenende einmal mehr stattfindet. Dieses mal ist das erste Mal mit mir, denn ich habe es tatsächlich geschafft am betreffenden Wochenende auch hier zu verweilen. Umso eindrucksvoller finde ich, dass ich dadurch dann auch wirklich mal die Ausstellungen im ZKM begutachten kann (Zuse 22-Vorführung inklusive) – habe ich doch erst vor anderthalb Wochen noch Herrn P. mein Leid diesbezüglich geklagt, noch nie wirklich etwas dort drinnen gesehen zu haben. Hat sonst noch jemand Interesse?

Update
Bei dem freien Eintritt war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber die acht Euro für ein Ticket sind auch noch zu verkraften.

3649 Tage zuvor: Documenta 12

Kunst zu erkennen ist wirklich nicht immer einfach. Die documenta ist angetreten einmal mehr genau diesen Beweis zu erbringen.

Documenta 12

Und so gibt es neben allerlei wirklich eindrucksvollen Installation und Zeichnungen vor allem eines: Schund. Man mag mich einen Kunstbanausen schimpfen, aber es gibt tatsächlich etliche Sachen in dieser Ausstellung, die es meiner bescheidenen Meinung nach einfach nicht verdienen in ebendieser zu stehen. Kunst soll sich nicht immer selbst erklären, einfach sein oder gefällig. Aber was dort mitunter dem Publikum präsentiert wird hat auch nichts mit schwerer Kost zu tun. Beispiel? Fotos von einem in der Prager Innenstadt die passierenden Fußgänger anrempelnden “Künstler”. Ob es dort einen nennenswerten tieferen Sinn gibt, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Aber ich lasse mich auch gerne von Gegenteil überzeugen.

Übrigens gibt es entweder hier in der Gallerie noch ein paar Bilder mehr für die geneigte Leserschaft.

3649 Tage zuvor: Dual-Kino

Neulich haben wir, also ich und meine Angetraute, beschlossen ins Kino zu gehen. Das war letzten Monat. Nun, mittlerweile trennt uns zwar ein Ozean, aber das hat uns nicht daran gehindert den Plan heute in die Tat umzusetzen. Als also in Miami Beach I Now Pronounce You Chuck and Larry gezeigt wurde (Kommentar: “interessant”), saß ich hier in Karlsruhe auch im Kino um, wie Homer so treffend gesagt hat, für etwas zu bezahlen was man im Fernsehen umsonst haben kann. Aber was tut man nicht alles um die Kinogutscheine endlich mal los zu werden. Besagter Gutschein lag ja auch erst seit zwei Jahren bei mir herum.

Simpsons - The movie

Was soll man nun von diesem Streifen halten? Sicherlich keine geistigen Höhenflüge, soviel steht schonmal fest. Aber der Film weiß genau mit der Art Humor zu begeistern, die einen auch schon immer im Fernsehen fasziniert hat: Derb und absurd mitunter aber auch feinsinnig oder subtil. Ergo: Prädikat kurzweilig.

Update
Beim Spiegel-Online gibt es jetzt auch einen interessanten Artikel aus einer anderen Perspektive dazu.

3670 Tage zuvor: ...zu erzählen.

Rückflüge zu verschieben ist ja eine unserer kleinsten Herausforderungen. Und so wurde der Aufenthalt in Übersee auch dieses Mal um eine Woche verlängert nachdem der Chef telefonisch nichts einzuwenden hatte (wofür man die Wartezeit in einer Schlange – diese spezielle war vor dem Disney-World in Orlando – nutzen kann). Im Gegensatz zum Abflugtermin in Richtung Las Vegas gute vier Wochen zuvor kamen wir dieses Mal auch pünktlich los. Somit war der Check-In auch problemlos und ziemlich unspektakulär abgehakt. Und da auch weit und breit keinerlei Schlange in Sicht war, viel der Abschied umso langwieriger und schmerzhafter aus. Es gibt einfach keine positiven Seiten daran seine schwangere Ehefrau auf einem anderen Kontinent zurück zu lassen.

Das Gate zu finden stellte diesmal übrigens auch keine Herausforderung dar und konnte resolut bewältigt werden. Einmal dort angekommen setzen zwar schon die ersten Gedanken über einen etwaigen Rückflug ein, aber da der Flug tatsächlich pünktlich war sollte man sich schon bald wieder auf andere Gedanken bringen können. Und so kam es denn auch, dass das Boarding tatsächlich pünktlich los ging, alle Passagiere zur Abflugzeit in der Kabine saßen und die Türen auch prompt geschlossen werden konnten. Auf die Sekunde pünktlich für eines jener lokalen Gewitter in Miami, die so stark ausfallen das auch ein Flughafen gesperrt werden muss. In diesem Fall für lange sechzig Sekunden.

Regen in Miami

Auf diese Weise wurde die Wartezeit im Umsteige-Flughafen Philadelphia ein wenig kürzer – statt vier nur noch drei Stunden. Was wiederum sehr gut ist, da ich diverse Flashbacks zu dem Umsteigen während meines Hinflugs hatte. Und ein am Telefon weinendes Kind, dass heiser “But I want you back!“ ins Telefon schluchzt bringt einen auch nicht auf positivere Gedanken. Immerhin ging der Anschlussflug nach Frankfurt überpünktlich zum Boarding über und startete dafür verspätet wegen fehlender Passagiere. Was allerdings nicht viel ausmachte da ich es tatsächlich einmal geschafft habe im Flugzeug zu schlafen – und zwar die komplette Strecke. Auf dem Weg von Hawaii nach Miami hätte ich auch soviel Glück nötig gehabt.

Einmal auf deutschem Boden angekommen musste ich schon ganz unbewusst auf die unterschiedlichen Mentalitäten achten. Abgesehen von vielen Kleinigkeiten ist mir vor allem der Zöllner im Gedächtnis haften geblieben: Wo in den USA jeder freundlich ist und einen nur dann grimmig anschaut um etwas damit zu bewirken schien der deutsche Beamte dort am Schalter vor mir von seiner Arbeit dermaßen angeödet zu sein das er sich nicht einmal zu einem direkten Augenkontakt durchringen konnte. Das also ist mein Heimatland und es scheint wirklich froh zu sein mich zurück zu haben.

Was also tut man in einer Heimat, in der man sich ziemlich fehl am Platze fühlt? Richtig, man fährt irgendwo hin um sich abzulenken. In diesem Fall ist die Wahl dann auch auf Hannover gefallen. Da es Freitag ist sollte das auch kein Problem darstellen – und so ging es direkt zum Bahnhof in Frankfurt und von dort aus gen Hildesheim, wo ein Privattaxi auf mich warten sollte um mich nach Hannover zu bringen. Die ersten Stunden waren dann auch damit voll gestopft viele Leute anzurufen und das ein oder andere Wiedersehen in Hannover zu organisieren. Vor allem auf das Essen im Bord-Restaurant habe ich mich dabei gefreut – doch das war leider ein wenig zu früh. Wie ich bereits in Miami mitbekommen hatte, gab es diverse Streik-Szenarien bei der Deutschen Bahn. Unter diesen Gesichtspunkten war ich ja schon froh, dass mein ICE überhaupt fuhr und dazu auch noch pünktlich war! Doch kaum hatte ich mich auf der reichhaltigen Karte für ein Mittagsmenü entschieden, wurde auch schon bekannt, dass es gar nichts mehr zu Essen gab. Da hat wohl irgendjemand gestreikt. Und so sollte denn auch das Eiersandwich vom Vortag das letzte sein, was sich bis zum Abend gegessen haben sollte.

Doch so richtig in Deutschland angekommen bin ich dann wirklich erst in Hildesheim, als ich bei 15°C im Regen auf der Straße stand und auf mein (verspätetes) Taxi gewartet habe: Ein Provinznest bei typischen Wetter mitten im Sommer holte mich recht schnell wieder auf den hiesigen Boden der Tatsachen zurück. Es war, als ob man nie weg gewesen wäre.

3686 Tage zuvor: ...eine Menge...

Sonntag, 21:36 – Lihu’e
Was ein Tag – heute früh mussten wir unser Zimmer räumen. Und unser Flug geht erst in einigen Minuten los. Der Tag war somit also schon entsprechend lang, was sich jetzt langsam bemerkbar macht. Vielleicht war die Idee heute Vormittag noch auf eine Klettertour zu gehen auch nicht unbedingt das passendste wenn man bedenkt das man in der Zwischenzeit keine Möglichkeit hat sich nochmal richtig unter eine Dusche zu stellen – aber was soll’s, immerhin hat es Spaß gemacht. Der Check-In am Flughafen ging übrigens wiederum gewohnt routiniert vonstatten. Diesmal auch wieder mit ein paar Einlagen des Flughafen-Zeitvertreibs Nummer Eins: Schlange-stehen. In Summe waren es vielleicht 45 Minuten. Damit nimmt Lihu’e einen mehr oder minder guten Platz in der Mitte ein. Einziges Manko war diesmal das Einkassieren meines Deos, der Zahnpasta und meines Parfums: Ich habe vergessen die drei Dinge, die zudem auch schon wie gefordert in einem durchsichtigen Beutel waren, aus meinem Rucksack zu nehmen. Das viel natürlich auch sofort auf. Doch anstatt den Beutel nochmals durch das Röntgengerät zu schicken (wie es mir bereits in Stuttgart passiert ist), wurden die drei Dinge einfach einbehalten. Man meinte es wäre ja ansonsten Schmuggel. Nunja, meine werte Frau meinte sie würden mein Parfum einfach nur behalten wollen.

Sonntag, 22:58 – Irgendwo über dem Pazifik
Mein Schicksal nicht in Autos, Zügen oder eben Flugzeugen schlafen zu können holt mich wieder ein. Ich bin müde – reichlich müde und würde vermutlich in jedem Bett innerhalb von Sekunden in den Schlaf fallen. Doch hier kann ich nur zwischen meiner schlafenden Familie sitzen und mich anderweitig beschäftigen. Nicht unbedingt die leichtestes Aufgabe wenn man noch drei Stunden Flug vor sich hat und selbst die Stewardessen hinter mir liegen und Schlafen. Immerhin kommt so die werte Leserschaft zu einem kleinen Update. Ich bin schon gespannt wie sich die insgesamt sechs Stunden Zeitversatz zusammen mit einem Schlafmangel auswirken werden. Das dürfte eine gute Probe für den Flug zurück über den Atlantik in anderthalb Wochen abgeben.

Montag, 07:13 – Los Angeles
Wo kommen um diese Uhrzeit all die Menschen her? Da denkt man sich es wäre eine gute und passende Idee den zweistündigen Zwischenstop für eine aufmunternde Tasse Kaffee zu nutzen, und dann macht die Schlange am Schalter von Starbucks denjenigen auf der Expo Konkurenz (zu Zeiten mit Besuchern, wohlgemerkt). Diese Schlange jedenfalls darf sich aus zweierlei Gründen nicht in den Flughafen-Vergleich einreihen: Zum einen hatte sich optionalen Charakter und zum anderen habe ich sie ausgelassen. Allerdings scheint es hier heute auch eine sehr imposante Schlange zu geben, nämlich der beim Security-Check. Etliche Flüge gehen mit fehlenden Passagieren oder Verspätung weg weil diese, so zumindest die Aussage eines mitleidenden Passagiers, in eben jener Schlange festhängen. Sei’s drum, für uns ist kein Schlange-stehen drin an diesem Flughafen.

Montag, 11:08 – Irgendwo über den USA
Meine Launa hat sich in den letzten drei Stunden dieses Fluges erheblich gebessert. An Schlaf war zwar immer noch nicht zu denken, aber ich war zumindest sehr erfolgreich am dösen. Eine gern gesehene Erholung, wie ich bereitwillig eingestehe. An Schlaf war schon allein des schreienden Babys drei Reihen und des plärrenden DVD-Spielers zwei Reihen vor uns nicht zu denken.

Montag, 18:43 – Miami
Der Tag nimmt einfach kein Ende. Auf Kaua’i ist es jetzt schon wieder12:43h und ich habe bislang keine Minute schlafen können. Vor 24 Stunden sind wir gerade den Kalalau-Pfad hoch-gekraxelt und jetzt bin ich tausende von Kilometern entfernt auf einer anderen Seite der Erde. Und die sechs Stunden Jetlag schlagen erst ab morgen zu. Immerhin verlief der Flug hierher problemlos. Die Koffer kamen mit als erste auf dem Förderband angefahren und Elena, die so nett war uns am Flughafen abzuholen, war auch bald da. So sitzen wir jetzt hier in Miami Beach und bereiten uns auf eine hoffentlich erholsame Nacht vor, denn morgen früh um 8:00h klingelt schon wieder der Wecker – die ersten Termine warten direkt am morgigen Tag auf uns.

3688 Tage zuvor: Aloha!

Das ist also dieses Hawai’i, von dem alle reden. Um genau zu sein ist es mitnichten Hawai’i im Sinne von Honululu (das ist auch eher auf Oah’u), sondern Kaua’i. Kaua’i wird auch “The Garden Island” genannt. Warum das so ist erfährt man auch schon beim Anflug auf die Insel: Sie ist grün – Urwald-Grün. Allerdings muss man mit ihr erst ein wenig warm werden. Vielleicht liegt das aber auch daran, wie unsere ersten 24 Stunden hier verlaufen sind. Denn in denen wurden wir nicht nur im Supermarkt über den Tisch gezogen (den Preise nach zu urteilen scheint es sich bei Princeville entweder um eine Touristen-Hochburg oder einen Millionärs-Club zu handeln) und bei der “Island Orientation” in eine anderthalb-stündige Verkausveranstaltung für Ausflüge gelotst (bei der Sandra um ihren Gewinn eines Segelboot-Ausflugs gebracht wurde), sondern es fehlte auch einer dieser umwerfenden Momente, in denen einem der Mund offen stehen bleibt und man einfach nur staunen kann (den gab es zum Beispiel in San Francisco als wir morgens aus dem Hotel gekommen sind und realisiert haben wo wir sind). Und die Hoola-Mädchen fehlten auch!

Dabei hat die Insel durchaus viel zu bieten. Hier gibt es wunderbare Strände, wie aus dem Bilderbuch, an denen weißer, feiner Sand den blauen Pazifik in wunderschönen Buchten umrandet und Palmen und andere Bäume einem direkt am Strand Schatten spenden. Es gibt alle Arten von Sportangeboten (die allerdings für meinen Geschmack zu sehr vermarktet werden). Und es gibt zahlreiche Wasserfälle, nicht nur in den grünen Bergen. Die vielen Vögel (vor allem Hühner, die frei herumlaufen und einen Morgens wecken) und die ausgeprägte, imposante Flora zusammen mit den wirklich schönen Panoramen sind übrigens das, was den Charakter dieser Insel denn auch ausmachen. Ich habe noch nirgends zuvor so viele verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren auf einen Haufen gesehen. Und auch das Wetter passt sich dabei sehr gut ein: Es gibt Regen bei Sonnenschein, Regenbögen ohne Regen, Regen ohne Wolken und natürlich auch strahlend-blauen Himmel bei vollem Sonnenschein. Dabei ist das Wetter nicht nur sehr vielfältig, man hat auch das Gefühl das es sich mit jedem Meter ändert, den man sich bewegt.

Das interessanteste und kurzweiligste war allerdings das Wandern. Dabei sind wir bei einem Ausflug zu dem Waimea-Canyon eher zufällig auf den Pihea-Pfad gestossen, der direkt beim Pu’u o Kila-Aussichtspunkt beginnt. Der gerade mal eine Meile lange Weg (circa 1,8 km) ging dabei über einen Berg-Grat zu einem wirklich atemberaubenden Aussichtspunkt auf etlichen Fuß Höhe. Normaler Weise soll man von hier aus einen umwerfenden Ausblick auf den östlichen Teil der Insel und den Pazikfik haben, aber zu meinem Glück wurde die Aussicht auf dem Hinweg durch etliche Wolken verbaut, die sich teils unter und teils direkt auf dem Weg türmten. So konnte ich meiner Höhenangst ein Schnippchen schlagen und den Weg ohne weiche Knie abwandern.

Einen Quoten-Strandtag gab es aber auch. Schließlich kann man ja nicht einfach auf eine Insel mitten im Pazifik (um die halbe Erde herum!) fliegen ohne zumindest einmal in den Fluten geschwommen zu sein. Zumal mein Name auf Hawai’ianisch soviel wie Meer heißt. Und wie Murphy es schon so treffend beschrieben hat, war das auch der einzige Tag, an dem ich mich nicht komplett mit Sonnencreme eingeschmiert habe. Das übliche Schicksal der Deutschen auf Sonnen-Urlaub wollte ich dann zwar noch mit einer weiteren, nachträglichen Portion Sonnen-Blocker auf den zuvor ausgesparten Körperteilen abwenden, aber Murphy wusste schon was er schrieb und so habe ich nun auf den Schultern einen ziemlich unlustigen (wenn auch nicht wirklich schwerwiegenden) Sonnenbrand. Immerhin gab es ein interessantes Muster ab.

Wem also kann ich nun diese Insel empfehlen? Im Prinzip all jenen, die auch Madeira toll finden. Ich selbst war dort zwar noch nicht, hatte mich mit der Portugiesischen Insel im Atlantik aber bereits vor einigen Jahren beschäftigt. Und was ich von dem dortigen Angebot noch in Erinnerung habe (Wandern, immergrüne Fauna, eine einzige Straße rund um die Insel) kann es dort nicht alzu viel anders sein. Abgesehen vom Flair vielleicht. Aber eine amerikanisierte Sonnen-Insel ist schließlich auch nicht jedermanns Sache (scheinbar auch nicht jedem Hawai’ianer, wenn man den “Free Hawai’i”-Stickern auf diversen Autos Glauben schenken darf). Ich für meinen Teil muss sagen, dass es mir diese Insel durchaus angetan hat und ich es mir vorstellen kann in einigen Jahren wieder zu kommen. Dann vielleicht mit einem klareren Ziel vor Augen was es hier alles anzustellen gibt.

3695 Tage zuvor: ...und seine Familie...

08:02 – San Francisco
Neue Stadt, neuer Flughafen. Nach den Erfahrungen des Fluges von Miami nach Las Vegas sind wir diesmal schon ein wenig früher losgefahren – circa eine Stunde früher. Dafür ist man jetzt zwar entspannter, aber reichlich müde. Und spannend bleibt es auch diesmal: Der Check-In für den Anschlussflug von Honolulu nach Kaua’i hat für einen der drei Passagiere nicht geklappt. Mal schauen was die Damen auf Hawaii dazu sagen werden, wenn wir erst einmal da sind. Aber da wir dort gute vier Stunden Aufenthalt haben werden, sollte auch das eher eine Abwechslung denn eine stressige Nebenaufgabe darstellen. Es gab hier jedenfalls überhaupt keine Schlangen zum anstehen, und das ganz ohne das zu-spät-kommen aus Miami. Langweilig.

12:06 – Irgendwo über dem Pazifik
Gestern habe ich den Pazifik das erste Mal gesehen und heute schon werde ich ihn zur Hälfte überqueren. Auf der Karte sieht das nach einer ziemlich weiten Strecke aus. Und auch der Flug ist nicht der kürzeste. Aber die fünf Stunden stehen in guter Konkurrenz zum Flug nach Vegas und können mit einem Trans-Atlantik-Flug dann doch nicht mithalten. Nichtsdestotrotz bin ich auf Hawai’i ziemlich gespannt. Vor allem was die Sonne zu bieten hat. Denn der gestrige Tag hat mir eine Lektion gelernt: Man kann auch beim Frieren einen Sonnenbrand bekommen (nicht witzig).

12:25 (15:25) – Honolulu, Oha’u
Aloha! Endlich ist es wieder warm. Der erste Schritt aus dem Flugzeug auf die Insel ist schon als solcher sehr exotisch. Wie mein Arzt erst letztens mit leuchtenden Augen sagte: “Honolulu! Schon allein der Name!” Recht hatte er. Und meine Uhr geht – Dank der 12-stündigen Zeitverschiebung – auch wieder richtig. Lustig an diesem Flughafen ist jedenfalls, dass die Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Terminals nicht etwa wie überall sonst verglast sind, sondern offen. So hat man hier tatsächlich die Gelegenheit direkt neben einem Flugzeug zu sitzen – und kann es vermutlich sogar anspucken. Das Ticket zu bekommen war sehr unspektakulär: Man hat es uns einfach ausgedruckt. Nachdem wir dann leider doch nicht auf den ersten Flug nach Kaua’i gekommen sind, sitzen wir jetzt am Flughafen und genießen die Aussicht auf das Flugfeld während wir auf unseren Anschlussflug warten. Wiederum ohne Schlangen.

14:52 – Lihu’e, Kaua’i
Jurassic Parc und Lost waren die ersten Vergleiche, die mir beim Anblick der Insel einfielen. Es ist ein grünes Stück Dschungel mitten im himmelblauen Pazifik. Aber dennoch muss gesagt werden: Man hat uns um den Blumenkranz betrogen. Ich meine mich erinnern zu können vor nicht alzu langer Zeit noch gelesen zu haben das jeder Ankommende einen dieser berühmten Blumenkränze zur Begrüßung bekommt. Wir leider nicht. Immerhin, ein wenig Abwechslung kam in Honolulu dann doch noch rein: Wir haben einen der früheren Flüge noch als Stand-By Passagiere bekommen – sehr spontan im Sinne von innerhalb einiger Sekunden. Zumindest in Bezug auf die einlullende Okulelen-Musik war es recht gut. Denn die wurde am Flughafen langsam aber beständig immer penetranter. Jetzt fehlt uns hier in Lihu’e eigentlich nur noch das Gepäck. Aber das kommt wohl erst mit einer späteren Maschine hinterher.

18:42 – Princeville, Kaua’i
Der Weg vom Flughafen um die halbe Insel herum zu unserem Domizil war wesentlich kürzer als erwartet. Statt der erwartete knappen Stunde haben wir nur circa 20 Minuten benötigt. Das durchaus warme Klima (irgendwo zwischen Las Vegas und Los Angeles anzusiedeln, oder einfacher gesagt: Miami ohne Luftfeuchtigkeit) ist mittlerweile auch sehr angenehm und den ersten Einkaufs-Schock (US-$ 6 für 64 Fl. Oz.) haben wir auch überwunden. Jetzt kann es also mit der Erholung so richtig losgehen. Eine in diese Gefilden denkbar einfache Aufgabe.

3696 Tage zuvor: ...haben er...

Donnerstag, 16:04 – Kalifornische Ödnis
Knappe vier Tage Tage Las Vegas waren das also. Nachdem die ersten Tage vor allem mit Orientierung und Heiraten vollgestopft waren, konnten wir den gestrigen und heutigen Tag dann also dazu nutzen uns voll und ganz den touristischen Attraktivitäten hin zu geben. Hover Dam, der Strip bei Nacht, Paris, Venetian, Treasure Island, Caesar’s Palace, Belagio und selbstredend unser Hotel, das Luxor: Alle Punkte wurden abgehakt. Abgesehen vom Stratosphere Tower jedenfalls – da hat mir meine Höhenangst dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und nun also sind wir mitten im nirgendwo, auf dem Weg von Las Vegas nach Los Angeles. Es ist, das muss man wirklich so sagen, dass erste Mal das man wirklich merkt das man mitten in der Wüste ist. Auch wenn in Vegas auf den Hotelzimmer die üblichen Schilder darum bitte auf den Wasserverbrauch zu achten und Handtücher mehrmals zu benutzen: Wer sich Swimming Pools und illustre Wasserspiele leisten kann, der kann per Definition nicht unter einer Dürre leiden. Übrigens haben wir das Hotelzimmer heile gelassen, aber die Putzfrauen waren auch zu aufdringlich.

Freitag, 08:48 – Los Angeles
Wer hätte gedacht das es in Kalifornien so kalt ist? Zumindest in den einschlägigen Filmen, von denen man die Stadt ja schon mehr oder minder gut kennt, wird einem durchaus etwas anderes suggeriert. Und die Gegend, in der die Freunde der Braut wohnen bei denen wir heute übernachten, erinnert einen auch an durchaus an das, was man als Los Angeles in diversen Filmen vermittelt bekommt – Reservoir Dogs fällt mir da spontan ein, auch wenn es in diesem speziellen Fall eine durchaus ruhigere Gegend ist. Nach dem kleinen Zwischenstop geht es heute jedenfalls über den Highway 1 gen San Francisco.

Freitag, 12:23 – Highway 1
Kalifornien ist schon eine merkwürdige Gegend. Wir sind jetzt schon circa drei Stunden unterwegs aber die Dunstglocke von Los Angeles liegt immer noch wie ein gelber Film über allem. Die Sichtweite ist miserable auch wenn es ansonsten ein schöner, sonniger Tag ist. Kalt ist es übrigens trotzdem.

Freitag, 17:36 – Highway 1
Auch nach guten acht Stunden des Fahrens ist Kalifornien immer noch ein merkwürdiger Ort. Wenn auch ein schöner. Wir sind durch zahlreiche Gegenden gefahren, die uns an etliche Orte in Europa erinnert haben: Spanien, Italien, Frankreich, Dänemark und Korsika waren dabei, aber auch die Nordsee und der Schwarzwald. Mit der Fahrt durch die Wüste gestern kann man also durchaus sagen, dass es sich um ein abwechslungsreiches Land handelt. Dabei ist die Strecke, die an der Küste entlang läuft und sich dabei um die Berghügel und an den Klippen vorbei windet wirklich atemberaubend! Und das hängt diesmal nicht mit meiner Höhenangst zusammen. Bei einem kleinen Zwischenstop haben wir übrigens sofort Gesellschaft von diese kleinen Küstenbewohnern gemacht:

Squirrel?

Hat jemand einen Ahnung um was es sich dabei handelt?

Freitag, 23:13 – San Francisco
Aus dem “bis 21:00h fahren wir noch” wurde dann eine Ankunft gegen 22:00 in San Francisco – natürlich ohne ein Hotel in der Hinterhand. Somit hatte Roxy, die nette Dame aus Los Angeles, mit ihrer Zeitangabe von 12 Stunden für die Fahrt ziemlich gut gelegen (wenn man die Pausen rausrechnet). Jedenfalls sind wir dann recht ziellos durch Downtown San Francisco gekurvt (die Giants hatten überflüssiger Weise auch noch ein Spiel) und haben ein Hotel gesucht. Nur gut das Roxy’s Freund mal hier gewohnt hat und uns dann doch noch ein bezahlbares Hotel empfehlen konnte. Somit ist auch dieses Kapitel gut ausgegangen und wir können jetzt todmüde in die Betten fallen.

Samstag, 17:04 – San Francisco
Teil Eins der touristischen Erkundungen ist abgeschlossen. China-Town, Little.Italy, Peer 39 und die obligatorische Fahrt mit einem Cable-Car liegen somit hinter uns. Und San Francisco ist wirklich eine schöne Stadt! Neben New York und Chicago zählt sie auch nicht ohne Grund zu den drei Städten in den USA, die ich mir schon immer mal anschauen wollte. Jetzt, da die Stadt einige Stunden ihren Charme auf mich wirken lassen konnte, kann ich auch gut verstehen warum Roland Austinat hierher gegangen ist – diese Stadt ist so vielseitig, so abwechslungsreich und dabei so charmant und freundlich das man sich schwerlich vorstellen kann einen schöneren Ort auf Erden zu finden. Daher werden wir die letzten Stunden bis zur morgigen Abreise noch damit verbringen die Golden-Gate Bridge und vermutlich auch Lands End noch einen Besuch abzustatten bevor wir unsere Koffer wieder zusammen packen und morgen früh zum Flughafen fahren.

3702 Tage zuvor: ...eine Reise tut...

14:24 – Miami
Anderthalb Tage Miami. Gesehen habe ich nicht viel, aber deswegen bin ich ja auch nicht hier. Heute nun geht es also weiter nach Las Vegas. Nachdem der Vormittag daraus bestand endlich mal wieder auszuschlafen und die Koffer für die Weiterreise zu packen (nicht meiner, den habe ich erst garnicht ausgepackt), geht es jetzt also weitere drei Zeitzonen gen Westen.

16:32 – irgendwo über Florida
Airborne. Endlich! Die gute Nachricht dabei ist, dass ich jetzt vier Stunden Zeit habe mich von den letzten zwei Stunden zu erholen. Warum? Schauen wir mal zurück: Circa zehn Minuten nach dem letzten Eintrag sind wir am Flughafen angekommen, jedenfalls standen wir gegen 14:40 am Schalter – was ja eigentlich auch kein Problem wäre, wenn der Flug nicht um 15:30 gehen und um 14:45 der Check-In geschlossen würde. Nun, wir haben es also dennoch geschafft rechtzeitig dort zu sein. Beim Sicherheits-Check sind wir dann auch ein wenig bevorzugt behandelt worden, so das wir uns schon kurze Zeit später auf den Weg zu unserem Gate machen konnten. Die damit verbundenen 15 Minuten Schlange-Stehen sprechen somit im Vergleich der anderen Flughäfen auch eine klare Sprache. Wie auch immer, der Weg zum Gate war demnach eher sportlicher Natur. Im straffen Gang sind wir die diversen Gänge des Flughafens abgelaufen – immer Gate A35 entgegen. Für den kleinen Jeremy muss es ein kleiner Marathon gewesen sein, sind seine Beine mit drei Jahren doch noch ein wenig kürzer als die unseren. So sind wir denn auch recht zügig an Gate A angekommen. Aber leider gab es kein Gate A35. Warum eigentlich? Ein weiterer Blick auf die Tickets offenbarte es: Wir waren am falschen Gate! Und als ob das Schicksal Murphy ein weiteres mal bestätigen wollte, mussten wir ausgerechnet zu Gate E5 – der so ziemlich am anderen Ende des Terminals ist. Also das Kind in den Buggy gesetzt, die Taschen geschultert und denselben Weg, den wir gerade im Schnellgang abgelaufen haben nochmal in umgekehrter Reihenfolge abgerannt. Ein wenig peinlich war es ja schon, vor allem bei jenen Leuten, die uns vorhin entgegen gekommen sind. Aber was will man machen? Um 15:20, also nach ziemlich genau 15 Minuten für die Leibesertüchtigung, sind wir dann endlich am richtigen Gate angekommen. Alles war gut. Alles? Jedenfalls abgesehen von dem kleinen Detail das uns die Dame am Schalter enthüllte: Wir seien zu spät, unsere Sitze bereits an andere Passagiere vergeben und wir würden jetzt auf den Nachmittags-Flug umgebucht. Das also ist die berühmt Kunden-Orientierung der USA. Mein neuer kroatischer Bekannter hatte es mir ja bereits gesagt: Solange sie Geld von einem wollen sind sie alle nett und zuvorkommend – aber wenn man dann bezahlt hat interessiert sich niemand mehr für einen. Und so hat auch alles mosern nichts geholfen, die Dame wollte uns kategorisch nicht in das Flugzeug lassen. Ein Steward aus dem Flugzeug jedoch hatte sich netter Weise um den Ruf der Airline (übrigens American Airlines) bemüht und den Stand-By Passagier gefragt ob er uns wieder Platz machen würde. Das hat der gute Mann dann auch und so mussten wir lediglich mit der Schmach leben als letzte in das Flugzeug zu kommen (wer mal wissen möchte wie es sich anfühlt von geschätzten 200 Leuten gemustert zu werden, sollte mal zu spät ein Flugzeug besteigen) und unsere Sitzplätze verloren zu haben. Aber der gemeine Amerikaner scheint netter zu sein als so manche Airline, und so kam es das wir jetzt zumindest grob nebeneinander sitzen und doch noch mehr oder minder pünktlich zum nächsten Ziel fliegen.

21:07 – Las Vegas
Der erste Eindruck von Las Vegas verspricht nicht weniger als das, worum sich alles in dieser Stadt zu drehen scheint: Gambling. Kaum ist man aus dem Flugzeug ausgestiegen und verlässt sein Gate steht man schon neben den ersten Spielautomaten. So gesehen ergibt es für einige Leute vermutlich sogar einen tieferen Sinn Las Vegas als Ort zum umsteigen von einem Flug in den anderen zu wählen. Wie auch immer, Las Vegas mutet an wie ein Disney-Land für Erwachsene. Die Hotels des Strip ähneln den Burgen aus dem Traumreich für Kinder in frappierender Weise. Selbst die Attraktionen, die innerhalb der Hotels auf dem “Attraction Floor” angeboten werden, finden sich vermutlich in derselben Art auch in besagtem Kinderparadies wieder. Im Gegensatz zu der Ausgabe für die kleinen stehen hier allerdings vor allem besagtes Gambling und die üblichen Exzesse für Erwachsene im Vordergrund: Rauchen (vor allem in den riesigen Casinos), Alkohol (sogar ohne die stylischen braunen Papiertüten) und Sex (die Flyer haben in Sachen Freizügigkeit europäisches Niveau). Womit auch der Hintergrund der Redewendung “Happens in Vegas, stays in Vegas” zur Genüge hinterleuchtet wäre. Das Wetter ist hier übrigens noch wärmer als in Miami. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit hier nicht so hoch als das es eine derart drückende Wärme wäre. Aber man schafft es dennoch mit Leichtigkeit an Körperteilen zu schwitzen, von denen man nicht einmal wusste das sie Schweißdrüsen haben. Da bringt auch die Kühle der Nacht keine Abhilfe, da es nicht nennenswert kühler wird wenn die Sonne erst einmal hinter dem Horizont verschwunden ist – und so etwas nennt sich nun Wüste.

3704 Tage zuvor: Wenn einer...

6:45 – Ettlingen
Nachdem eine unruhige und nicht unbedingt erholsame Nacht überstanden ist, geht es nun also los. Das ungute Gefühl im Magen meiner Wohnung zu sehr zu vertrauen weil ich sie so lange sich selbst überlasse, trotte ich meinen Weg – unter einem wolkenverhangenen Himmel mit seichtem Regen bei gefühlten 15 Grad – der Straßenbahnhaltestelle entgegen. Etappe Eins beginnt.

7:36 – Karlsruhe
Wie viele Stunden habe ich eigentlich schon am Hauptbahnhof, diesem Gleis Drei, wartend verbracht? Es müssen etliche sein. Und heute kommen wieder einige Minuten hinzu. Langsam schreit der Kreislauf nach Schmiermittel, das Bord-Restaurant klingt daher ziemlich verlockend. Leider wird die Zeit nicht für ein Frühstück reichen.

8:06 – Mannheim
Sieben Minuten zum Umsteigen. Was auf dem Papier und vor allem während des gemütlichen Einrollens in den Bahnhof ziemlich wenig zu sein scheint, nach Lauferei und Hektik riecht, entpuppt sich dann doch als ideale Zeitspanne. Noch einen Kaffee trinken, einige weitere Minuten die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen – Routine aus den zahlreichen Bahnfahrten der letzten Jahre – und es beginnt die dritte Etappe.

10:07 – Frankfurt
Zwei Stunden Schlange-stehen später. Angesichts dieser doch recht imposanten, wenn auch nicht unbedingt langweiligen, Zeitspanne wundert es doch nicht weiter das man bei Auslands-Flügen zwei Stunden vor Abflug einchecken soll. Das mag allerdings auch daher rühren, dass es dieses Mal – im Gegensatz zum letzten Besuch des hiesigen Flughafens vor drei Wochen – überhaupt so etwas wie eine Schlange gab. An meiner Antipathie für die vermutlich größte Dauer-Baustelle mit permanentem Flugverkehr ändert das jedoch nichts. Auch wenn die Anreise mit dem Zug, das muss man tatsächlich so sagen, wesentlich angenehmer ist als jene mit dem Auto. Nichtsdestotrotz werde ich auch die vorerst letzte Stunde auf europäischem Boden vor allem mit einem verbringen: Warten.

19:05, oder doch 13:05? – Philladelphia
Da ist er also, der neue Kontinent. Acht Stunden dauerte der Flug über den Atlantik. Acht Stunden, in denen mir mein kroatischer Sitznachbar nicht nur seine Ansichten (keine wirklich guten) über seine Wahlheimat in den Staaten ausführlich beschrieben hat, sondern sich auch ausgesprochen gerne – und freiwillig – bereit erklärte meine Wissensdefizite über den Balkankrieg auszugleichen. Immerhin verging so die Zeit relativ schnell. Und so sitze ich nun also, nach nicht ganz so imposanten 45 Minuten weiteren Schlange-stehens, wiederum nichts-tuend herum und warte auf den Anschlussflug.

03:49 / 21:49 – irgendwo über der US-Ostküste
Erwähnte ich im Verlauf dieser Notizen eigentlich schon das alle Verbindungen (sei es die S-Bahn, der Zug als auch der Flug) pünktlich waren? Nun, der letzte Flug ist es jedenfalls nicht. Mit einer Verspätung von immerhin 20 Minuten begann das Boarding. Das ist nicht weiter wild. Unschöner war hingegen die (wiederum wirklich imposante) Warteschlange von circa 35 Flugzeugen vor uns auf dem Weg zur Runway. Diese Form das Schlange-stehens wiederum hat es dann auf recht beachtliche anderthalb Stunden gebracht. Immerhin ist der Flug als solcher wesentlich komfortabler als der Hüpfer über den Atlantik – auch wenn es durchaus schwer fällt wach zu bleiben in einem Flugzeug, dass alle Lichter ausgeknipst hat, in dem einige Leute lauthals schnarchen, viele andere dösen und sogar eine der Flugbegleiterinnen auf einem der leeren Plätze neben mir ein Nickerchen gehalten hat. Aber nun sollte ich ja auch langsam endlich am (vorläufigen Zwischen-) Ziel ankommen.

3744 Tage zuvor: Es ist Sommer

Ja, der Sommer ist wohl Ende April nun wirklich spruchreif. Ein kleiner Ausflug mit dem Fahrrad in den Karlsruhe Schlossgarten hat mich zu der Überzeugung gebracht, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht:

Sommer im Schlosspark

Allerdings gibt es dabei nicht nur die Sonnenseiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf dem heimischen Balkon erwartete mich ein Sommergruß ganz anderer Art:

Yikes!

Da stelle ich mir doch glatt die Frage: Was macht man denn da? Ein kurzes Googlen brachte leider keine Hilfe. Ich werde wohl morgen mal bei der Feuerwehr anrufen…

3748 Tage zuvor: Internationales Trickfilm Festival

Wieso finden die interessanten Sachen eigentlich immer dann statt, wenn man gerade keine Zeit hat? Nicht das ich ernsthaft daran geglaubt hätte dafür nach Stuttgart zu fahren, aber ich hätte es mir zumindest bis dahin überlegen und schmackhafter machen können. So bleibt mir nichts anderes übrig als von vornherein zu sagen das ich nicht kann. Doof.

Internationales Trickfilm Festival 2007

Dabei gibt es gerade in der Kategorie Animovie einige sehr interessant klingende Titel. Ob man die wohl irgendwann mal in der Videothek antreffen wird?

3755 Tage zuvor: I turned it off

Ich dachte ich wäre dabei. Bin es aber nun leider doch nicht.

Turn it on again!

Dabei habe ich doch schon eine Karte! Interessenten?

3766 Tage zuvor: 1,83 Erdumrundungen

Das Internet ist ja schon eine tolle Sache. Gestern, da hat es mir gesagt ich hätte schon 4,5 Tage meines nicht mehr ganz so jungen Lebens in Flugzeugen verschwendet.

Und wie es aussieht kommen dieses Jahr noch ein paar Stunden hinzu.

3781 Tage zuvor: Schöne Frauen, tiefe Ausschnitte

Das war sie also mal wieder, die CeBIT. Und einmal mehr hat man gemerkt, dass man dort nichts zu suchen hat wenn man sich zuvor nicht genaue Gedanken über ein angemessenes Programm gemacht hat. So auch heute.

CeBIT 2007

Das Highlight war doch glatt der weltgrößte LCD-Fernseher, der dort einem kleinen Pulk neugieriger Schaulustiger präsentiert wurde. Ansonsten war alles irgendwie wie im letzte Jahr – und vermutlich auch in dem davor. Und natürlich gab es da noch die Booth-Babes, die auch tatsächlich da waren obwohl die Gerüchteküche etwas anderes behauptet hatte, wenn es auch spürbar weniger waren.

Das, dem mein einziges Interesse an der Messe galt, wurde übrigens leider nicht gezeigt.

3783 Tage zuvor: Ciao Bella

Mailand, die zweite. Als ich das letzte Mal hier war, müsste tatsächlich auch Winter gewesen sein. Das war im Januar 2005. Das würde jedenfalls auch erklären, warum mir die Stadt so dreckig und heruntergekommen vorkam. Die letzten beiden Tage jedenfalls war nicht nur heiterer Sonnenschein, sondern auch angenehme Temperaturen. Und damit war die Stadt denn auch gleich viel angenehmer und freundlicher – was zugegeben auch an den kürzeren Röcken der schöneren Damen liegen könnte.

Mailand

Dennoch, nach zwei-einhalb Tagen Pasta und Pizza nach bester italienischer Machart (in Gedanken waren sie dennoch besser) reicht es dann auch schon wieder mit den hiesigen Gepflogenheiten und man freut sich darauf nach Hause zu kommen. Sollte allerdings mal jemand meinen in einer deutschen Innenstadt gäbe es nicht ausreichend Parkplätze, sollte mal einen Ausflug hierher machen. Da kann man sich noch den ein (parallel zu den eingezeichneten Parkplätzen eine zweite Reihe aufmachen) oder anderen (auf dem Zebrastreifen / der Kreuzung ist immer ein wenig Platz) Trick abschauen um sein Auto irgendwo abstellen zu können.

Ach ja, noch etwas vom Flughafen – zuletzt gesehen in Warschau:

Werbung in Mailand

3788 Tage zuvor: Ersatzhandlung

Der Grund für den Anruf und das darauf folgende nicht-erreichen Ping-Pong? Und ich dachte schon da hätte jemand irgendwie erfahren das ich wegen der kommenden Documenta anfragen wollte…

3799 Tage zuvor: Live in Concert: Amplifier

Gestern Abend also ging es zu Amplifier im hiesigen Substage. Nachdem ich ich im Vorfeld bereits kurz darüber geärgert habe das ich die Ohrstöpsel vergessen habe, hat ein kleiner, auf unauffällig rotem Papier gedruckter Vermerk über die wahnsinnige Lautstärke, mir das dann auch direkt wieder vor Ort in Erinnerung gerufen. Aber Entwarnung: Trotz nächtlichem Piepen in den Ohren war es nicht unerträglich laut. Vielmehr wurde es dem druckvollen und abwechslungsreichen Sound sehr gerecht, dass es ein wenig wirkungsvoller zur Sache ging. Und der Gig war wirklich sehr gelungen! Wäre ich nicht vorher schon von der Band überzeugt gewesen – sie hätte mich an diesem Abend bekehrt. Das kann allerdings auch durchaus auch daran liegen, dass sie während ihres 130-Minuten Gigs jedes mir lieb gewonnene Lied gespielt haben. Oder auch an den kleinen, lustigen Einlagen zwischen den Liedern ( He breaks a bus on every tour we make. And guess what happened yesterday? ). Ich bin also begeistert und kann die Band nach wie vor nur jedem ans Herzen legen, der Progressive-Rock mit Metall-Elementen nicht abgeneigt ist.

Amplifier im Substage

Hier noch die Playlist:

Airborne
Motorhead
Procedures
Panzer
Post Acid Youth
Hymn
O Fortuna
Old Movies
Consultancy
Strange Seas
Neon
One Great Summer
On/Off

Scarecrows
Glory Electricity

UFOs

3801 Tage zuvor: Heja BVB

Ich bin ja kein fanatischer Fußball-Anhänger, aber zwei Partien pro Saison gibt es dann doch, die ich mir immer gerne anschaue: HSV96 gegen den BVB. So auch heute wieder. Und um diesen Eintrag nicht in eine Spielkritik ausarten zu lassen, nur kurz ein Bild von meinem Block:

Mitten drin statt gegenüber

Der Fanblock der Borussen war direkt nebenan. Ein sehr lustiges Erlebnis, vor allem wenn man das Ergebnis bedenkt (4:2). Vor allem zu beobachten wie die Ordner versucht haben das Werfen der (manchmal) leeren Bierbecher in den Unterrang zu unterbinden, war recht kurzweilig. Leider gab es zu dem Zeitpunkt dann auch keine Fangesänge mehr, denn die klangen erfrischend anders und – mit Verlaub – interessanter.

3819 Tage zuvor: Vormerken!

Wo wir gerade bei Kultur sind:

Kleider machen Liebe

Der Vorgänger Ein Sommernachtstraum war sehr sehenswert, daher werde ich mir wohl auch anschauen ob Kleider machen Liebe ein würdiger Nachfolger ist.

3819 Tage zuvor: Der Sängerkrieg im Opernsaal

Am Sonntag war ich ja nun in der Staatsoper Hannover. Da wollte ich ja auch schon seit längerem immer mal hin, weil sie ja doch einen gewissen Ruf besitzt und es mich daher in einer gewissen Weise peinlich berührt hat nie dort gewesen zu sein. Dank einer Freundin war die Karte auch recht günstig zu erstehen. Wie ich allerdings schnell feststellen sollte, war meine Vorbereitung eher mau und die Erwartungshaltung somit reichlich naiv.

Tannhäuser

Gespielt wurde der Tannhäusersche Sängerkrieg, dessen Interpretationen ja selbst sein geistiger Vater nie gutgeheißen hatte. Zu der Inszenierung selbst mag ich mir persönlich ja auch kein Urteil abringen, aber ich bin dann doch eher auf Seiten des OOM denn der als Pressestimmen angeführten Rezensionen. Was ich allerdings dort wieder einmal festgestellt habe ist, dass ich mit der Oper als solches nichts anfangen kann. Das penetrante Geträller selbst simpelster Sätze finde ich nicht nur recht nervig, es lenkt auch ziemlich vom eigentlichen Inhalt ab. Allerdings war der für mein Empfinden bei dieser Oper auch eher trivial – was allerdings auch durchaus an meiner eher schlechten Vorbereitung liegen kann, denn für das dazugehörige Reklam-Heftchen hat die Zeit leider nicht gereicht.

Aber um es zu einem persönlichen Resümee zusammen zu fassen: Den letzten Akt nicht mehr mit angeschaut zu haben ist leicht zu verschmerzen, ein Musical ist noch lange keine Oper und das Theater ist und bleibt mir noch das liebste. Dennoch interessant zu sehen, dass man zwar zwei Statistinnen kennt, sie jedoch auf der Bühne nicht wiedererkennt.

3837 Tage zuvor: Nano ist da!

Heute war er endlich da: Nano, der Wohnzimmerhubschrauber.

Nano - der Wohnzimmerhubschrauber

Sehr amüsant, der Kleine. Es fehlt zwar noch ein wenig Übung, aber die Handhabung ist recht simpel. Auch wenn die Steuerung selbst recht behäbig, ein wenig laggy, ist. Aber das wird schon noch.

3841 Tage zuvor: Ein Bayer in Indien?

Kleines Fundstück in einem Interview, das mir zum Korrekturlesen vorgelegt wurde und ich niemandem vorenthalten mag:

Person A: Haben Sie denn auch schon die Erfahrung gemacht, also ich habe jetzt schon gehört, dass die Inder ein schwer verständliches Englisch sprechen.
Person B: Die haben einen harten Dialekt, ne. Das ist das R, was ganz anders da. Das hört sich ein bisschen unterschiedlich an. Aber die Inder kann man schon alle an sich erkennen an diesem harten R. So wie die Bayern so ein bisschen (lacht). Oder die Franken vielleicht; ist noch besser, ne. […]

Fragt sich wie sich wohl ein englisch sprechender Bayer in Indien fühlt – wie zu Hause?

3843 Tage zuvor: Obskurer Straßenschmuck

Da fährt man mal ein wenig die Gegend erkunden und was entdeckt man? Merkwürdige Gebräuche der Eingeborenen. Heute war es Wäsche, die über die Straßen gespannt wurde. Im ganzen Ort. Der war zwar nicht umwerfend groß, aber da kommt schon was an Wäsche bei zusammen.

Wäsche-waschen

Ich kann mich noch grob daran erinnern mal etwas über diesen Brauch gelesen zu haben, aber es will mir momentan weder einfallen, noch kann ich dazu etwas finden. Sobald ich schlauer bin, werde ich die Erkenntnisse mitteilen.

Nachtrag
Der Brauch hat wohl etwas mit der Fasnet, der lokalen Ausprägung des Fasching zu tun. Wieso, Weshalb, oder Warum konnte mir zwar keiner beantworten, aber es ist ein willkommener Grund mehr von derlei Sachen Abstand zu nehmen.

3845 Tage zuvor: Hingehen?

Diesmal hab ich es tatsächlich rechtzeitig gesehen: Amplifier spielen am 25. Februar im hiesigen Substage. Fragt sich nur noch, ob ich hingehen werde – alleine ist ja nun auch irgendwie doof. Die Musik ist jedenfalls auch nach nochmaligen Nach-Hören immer noch hörbar.

Amplifier - insider

Wie ich dabei dann direkt feststellen konnte, gibt es von denen auch noch ein neues Album, “insider”. Da stelle ich die Entscheidung doch erst einmal hinter das Probe-Hören desselbigen an.

3850 Tage zuvor: Danke, Danke, Danke!

Stellvertretend mal an dieser (weithin unbekannten) Stelle Danke allen Gratulanten. Ich war nicht nüchtern, habe mich nicht brav verhalten, hatte eine Menge Spaß und bin nicht deprimiert wegen der nahenden 3. Und das mit dem Fegen sehen wir dann, wenn es soweit ist.

3854 Tage zuvor: Erstflug

Heute hat es dann das erste Mal geklappt: Der kleine Solero hat den Himmel erobert:

Airborne!

Aufgrund eines gewissen Materialverschleißes viel der Flugtag dann jedoch leider ein wenig kürzer als erwartet aus. Hoffentlich kommt morgen angemessener Ersatz ins Haus.

3884 Tage zuvor: Mal wieder was verpasst

Wieso bekommt man die interessanten Sachen eigentlich immer erst im Nachhinein mit?

Cuba Missouri: This years lucky charms

Vielleicht sollte man doch öfter mal einen Blick in das Stadtwiki werfen. Das aktuelle Album, This years lucky charms, ist übrigens nach wie vor empfehlenswert.

3893 Tage zuvor: 3:0 für Karlsruhe

Einer der Praxis-nahen und zugleich ungemein beruhigenden Hinweise meines Fahrlehrer war seinerzeit, dass man in der Innenstadt grundsätzlich nicht sein Geld in Parkuhren oder Parkscheinautomaten stopfen sollte. Er meinte, seine Erfahrung haben ihm gezeigt das sich ein Bußgeldbescheid ab und an voll und ganz rechne. Sieben Jahre später, nach eigenen Erfahrungen in und um Hannover, musste ich ihm im Nachhinein beipflichten – auf circa 10 Regel-verstoßende Parkvorgänge kam ein Strafzettel. Bares Geld!

Nun, solche Weisheiten scheinen mit den jeweiligen Begebenheiten in direktem Zusammenhang zu stehen, denn heute flatterte glatt der dritte Überweisungsträger der Stadt Karlsruhe ins Haus – der dritte bei dreimaligem Falschparken.

3904 Tage zuvor: Turn it on again!

23. Juni 2007, AWD-Arena Hannover. Ich bin dabei.

Turn it on again!

Mal sehen wie die werten Herren seit dem letzten Zusammentreffen im Hannoverschen Stadion gealtert sind – und ob es der Show einen Abbruch tut.

3905 Tage zuvor: Das ZKM und die Hörspieltage

Eine Besonderheit an Karlsruhe ist ja, jedenfalls wenn man zum Beispiel dem Kultur Spiegel Glauben schenken darf, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Vor etlichen Jahren, als ich noch nicht wusste dass es mich mal ins Badische verschlagen würde, war ich dort auf einem Kongress. Seinerzeit, um genau zu sein als ich morgens ins Auto einstieg, war ich mir nicht mal darüber im Klaren wo in Deutschland Karlsruhe liegt (nach der stundenlangen Fahrt hatte ich zumindest eine Ahnung). Dieser Besuch war jedenfalls zugleich mein erster und (bis gestern) letzter in dem auffallenden Bau. Eine ansehnliche Leistung, bedenkt man das dort mitunter interessante Ausstellungen nunmehr direkt vor der Haustür stattfinden.

Gestern jedenfalls war ich dann wieder dort. Ein Freund war zu Besuch und wir schauten wegen der ARD Hörspieltage dort vorbei. Leider stellten wir erst im Nachhinein fest, dass das Programm einige hörenswerte Programmpunkte enthielt. Und für eine dieser Vorführung kamen wir denn auch einige Stunden zu spät. Aber auch so ist das ZKM ein faszinierender Ort, an dem es viel zu entdecken gibt. Allein der Verkaufsladen enthält eine Anzahl faszinierender Bücher, die ich auf so kleinem Raum nicht für möglich gehalten hätte. Nun, ich werde es mir merken und demnächst nochmals vorbei schauen – und mir dann vielleicht auch eine Eintrittskarte für den Museumsbereich gönnen.

3906 Tage zuvor: Jeg lige Danmark

Eigentlich ist Dänemark ja ein ziemlich langweiliges Stückchen Erde: Plattes Land, viele Wiesen, wenig Menschen und überhaupt ist es dort vornehmlich recht leer. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, strahlt dieses Land eine ziemliche Gemütlichkeit und Ruhe aus. Das perfekte Domizil um eine Woche zu entspannen und sich auszuruhen. So geschehen vor circa drei Wochen.

Zunächst mutete es mir jedoch ein wenig komisch an. Meine Eltern haben mich zu einem Urlaub in Dänemark eingeladen. Der Familienurlaub – so unternommen schon seit bestimmt 13 Jahren nicht mehr – kam mir eher wie eine Art Zwangsurlaub vor. Immerhin wurde man mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Und Dänemark! Daran hegte ich eher trübe Erinnerungen an ein unwirtliches, kaltes Land mit Stränden, auf denen die lokale Jugend ihre Autos zu malträtieren pflegte. Doch das war ein eher antiquiertes Bild, was ich mir selbst eingestehen musste. Durch diese merkwürdigen Umstände war ich schließlich vor allem eines: Neugierig.

So ging es also Samstag-Morgens los, über Hamburg und Flensburg bis zum Bestimmungsort: Bjerregard im Amtsbezirk Ringkjøbing. Die ohnehin lange Fahrt von circa acht Stunden wurde dann im Endspurt noch von einem Kilometer-langen Stau gekürt – Samstags ist nämlich der allgemein übliche Tag zum Wechsel der netten Ferienhäuschen und so standen wir mit scheinbar halb Norddeutschland auf den dänischen Autobahnen und Landstraßen um die Wette (auf dem Rückweg erfolgte ähnliches, nur in die andere Richtung).

Einmal am Zielort angekommen stellte man schnell eines fest: Die Ferienhäuschen in Dänemark sind wirklich klasse. Von vielen Schlafräumen über ein gemütliches Wohnzimmer mit Kamin bis hin zu Saune, Whirlpool und Internetanschluss war alles vorhanden, was man braucht um einfach mal nichts zu tun. Noch dazu wenn man mitten in der Natur sitzt und eine tolle Aussicht darauf genießt. Aber am schier endlosen Strand spazieren gehen und dabei dann sogar noch Spaß mit dem nervigen kleinen Köter der Eltern haben zu können, war vor allem eines: Abschalten pur.

Es war eine rundum gute Idee und ein gelungener Kurzurlaub. Gerne wieder. Danke! Und eine gute Idee zur Freizeit habe ich dort auch noch gefunden. Aber dazu später mehr.

3908 Tage zuvor: Totgestunken

Ein Treffen in gemütlicher Runde, bei netter Atmosphäre und mit feinen Leuten. Spaß gemacht hat es, mal wieder. Doch was ist das für ein Gestank, als man nach Hause kommt? Ganz recht, alle Kleider stinken zum Himmel – denn unter genau diesem konnte man, ganz im Gegensatz zum Sommer, witterungsbedingt leider nicht mehr sitzen. Daher geht man rein, in die Räucherbude.

Die Bundesregierung will mit dem Bundestag zügig ein Rauchverbot für öffentliche Räume und Gaststätten auf den Weg bringen.

Zeit wäre es. Man überlegt sich tatsächlich schon ob man nicht lieber draußen friert statt drinnen totgestunken zu werden. Allerdings denkt unser hochwohlgeschätzter Bundesverbraucherminister bei dem Verbot eher an eine andere Klientel: Die, meist selbst wie ein Schlot rauchenden, Bedienungen.