1589 Tage zuvor: Stadt des Winds

Nun also Chicago. Ganze f├╝nf Jahre hat es gedauert. Zumindest wurde eine Gesch├Ąftsreise mit freiem Wochenende daraus. Und das Fr├╝hst├╝cksbuffet im Hotel erinnerte doch arg an alte Zeiten. Nicht des Essens wegen (grausam). Vielmehr kennt man fast jeden, der im Esssaal sitzt – alles Kollegen. Zuletzt passierte mir dies in einem ├Ąhnlich g├╝nstig (was das berufliche betrifft) gelegenen Hotel im Stuttgarter Raum.

Aber zur├╝ck zu Chicago, den sub-urbanen Teil in dem mein Hotel gelegen ist. Es erinnert einen doch arg Wohnsiedlungen die aussehen wie im Film: Lang-gezogene, gr├╝ne Vorg├Ąrten mit Auffahrten f├╝r die diversen Autos. Wei├če Briefk├Ąsten am Stra├čenrand soweit die Strasse reicht. Chicago selbst hingegen ist anders. Anders als so vieles in diesem Land: Eine sp├╝rbar alte Stadt. Das wird einem nicht nur durch die tats├Ąchlich nennenswert alte Geschichte auf, sondern man sp├╝rt es auch. Die ├╝berall vorhandenen Industriegeb├Ąude erinnern an die Zeiten der Industrialisierung, allerdings weniger dreckig als der Ruhrpott.

CHicago

Doch auch die klassischen Touristen-Attraktionen sind durchaus sehenswert: The Art Institute of Chicago (Zeit mitbringen! Auch wenn Google einem hier die Gem├Ąlde erkl├Ąren kann), Grant Park , eine Boots-Tour ├╝ber den Chicago-River oder auch einfach nur durch die Stadt zu spazieren. Chicago ist definitiv eine Reise wert! Und es gibt immer noch so viel zu sehen… Einzig mit der typischen Chicago-style Pizza konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Sei’s drum.

1659 Tage zuvor: Wanted!

Wer kennt diesen Mann?

WANTED

Hinweise bitte an die Polizei Miami Beach oder hier in den Kommentaren.

1671 Tage zuvor: Offiziell Projektmanager

Im Dezember stellt ich mir noch die Fragen mit welcher Zertifizierung ich mich wohl als n├Ąchstes besch├Ąftigen werde. Hier die Antwort, in Form eines Zertifikats:

PMP Certification

Die PMP Zertifizierung des PMI ist eine international anerkannte (und gelobte) Auszeichnung. Das Motto Good Things Happen When You Get Involved with PMI kann ich ├╝brigens auch nur unterstreichen (wobei es erschreckend ist wie schnell dies passiert). Mehr dazu sp├Ąter.

1721 Tage zuvor: Paris erkunden

Ein paar Wochen zuvor waren wir in Paris. Wunderbare Stadt! Haupts├Ąchlich wegen der vielen Brasserien und der allgegenw├Ąrtigen Geschichte.

Nun ist der Dezember in Europa leider ├Âfters kalt. Ortsans├Ąssige m├Âgen das, speziell mit Blick auf den vergangenen Dezember, sicherlich anders sehen. Doch von meiner Warte aus war es definitiv nicht warm. Dennoch haben wir uns dazu entschlossen die Stadt auf die einzig wahre Weise zu erkunden: Zu Fu├č! Nicht nur gelangt man dabei in den Genuss an allen Ecken und Enden Stadt teils skurrile, meist interessante Beobachtungen machen zu k├Ânnen. Man kommt auch wesentlich h├Ąufiger dazu einen Zwischenstopp f├╝r Kaffee und Croissants ein zu legen.
Ein wirklich lohnender Kurzausflug! Schade nur, dass wir derlei Abstecher nicht ├Âfter machen k├Ânnen.

Ganz nebenbei habe ich, Fitbit sei dank, mit 30k Schritten auch einen neuen Tages-Rekord aufstellen k├Ânnen. Hier eine Karte unseres Marsches:


Im ├╝brigen hat mich Google Maps ohnehin sehr fasziniert. Mit Offline-Maps kann man sich problemlos orientieren, Online-Navigation f├╝r ├ľffentliche Verkehrsmittel funktioniert unter Ber├╝cksichtigung der aktuellen Fahrzeiten. So kann man sich selbst in einer fremden Gro├čstadt kaum mehr verlaufen!

1743 Tage zuvor: Zertifizierungen 2012 - eine Zusammenfassung

Als ich Anfang des Jahres zu meinem Buch Configuring Windows Server 2008 – Active Directory gegriffen habe, wusste ich noch nicht wo mich diese Entscheidung bis Jahresende hinf├╝hren w├╝rde. Vermutlich h├Ątte ich das Buch auch einfach im Regal stehen gelassen, h├Ątte ich es geahnt. So jedoch hat es mich auf eine sehr interessant (und auch durchaus lehrreiche) Reise geschickt, an deren Ende ich seit letzter Woche angelangt bin.

Als Ziel gesetzt hatte ich mir die Zertifizierung zum Enterprise-Administrator eigentlich bereits 2009. Doch erst der Griff zum Buch hat mich wieder auf den Weg gebracht. Ein Weg, der durch ein paar Umwege (Hyper-V, Server 2012, MCSE) noch l├Ąnger war als zun├Ąchst geplant. Aber am Ende dann doch erfolgreich. Und sobald man erst einmal in der Materie drin ist, fallen einem die Pr├╝fungen auch wesentlich leichter. So hat die Vorbereitung auf das erste Examen noch einige Monate gedauert, zuletzt hatte ich jedoch Pr├╝fungen im zwei-Wochen Tag.

Exam Description Date Completed
647 Pro: Windows Server 2008, Enterprise Administrator December 13, 2012
414 Implementing an Advanced Server Infrastructure November 30, 2012
413 Designing and Implementing a Server Infrastructure November 16, 2012
417 Upgrading Your Skills to MCSA Windows Server 2012 November 02, 2012
643 TS: Windows Server 2008 Applications Infrastructure, Configuring October 19, 2012
680 TS: Windows 7, Configuring October 03, 2012
646 Pro: Windows Server 2008, Server Administrator July 11, 2012
659 TS: Windows Server 2008 R2, Server Virtualization May 31, 2012
640 Windows Server 2008 Active Directory, Configuring April 02, 2012
642 Windows Server 2008 Network Infrastructure, Configuring November 09, 2009

Und als n├Ąchstes? Sofern die Zeit es zul├Ąsst, werde ich mich im kommenden Jahr mehr auf Prozessen konzentrieren. Projektmanagement und ITIL stehen auf meinem Plan. Mal sehen wie ich mich dabei schlage!

1856 Tage zuvor: Eine verregnete Trocken├╝bung

Wie auch den deutschen Nachrichten zu entnehmen war, hat uns Hurrikan Isaac ├╝ber das Wochenende besch├Ąftigt. Florida wurde schon im Vorhinein in den Ausnahmezustand versetzt, ganz S├╝d-Florida unterlag einer Tropensturm-Warnung, die Florida Keys sogar einer Hurrikan-Warnung. Nach den Berichten dar├╝ber, wie der Sturm auf Haiti gew├╝tet hat sicherlich nicht verkehrt.

Isaac 2012

Im Nachhinein hat sich nun heraus gestellt, dass nicht alles so schlimm kam wie bef├╝rchtet. Das wir ohnehin nur die Ausl├Ąufer zu sp├╝ren bekommen w├╝rde stand bereits am Freitag fest ÔÇô doch auch diese vielen nicht so schlimm wie erwartet aus. Eine gute Sache! Und die heutige Einsch├Ątzung der Beh├Ârden teile ich auch: Es war eine gute Trocken├╝bung f├╝r den Ernstfall. Und der wird ├╝ber kurz oder lang kommen. Dass wir einen ├ťbung dringend n├Âtig haben, hat sich mir dabei auch gezeigt:

  • Shutters sind nicht mal eben zwischen zwei Regenb├Ąndern anzubringen – selbst nicht f├╝r ein einzelnes Fenster.
  • Shutters sollten ├╝berhaupt immer dann angebracht werden, sobald eine Hurrikan-Warnung ausgerufen wird. Sturmartige B├Âen sind garantiert – und ohne Shutters h├Ątte jede Versicherung leichtes Spiel um eine etwaige Auszahlung herum zu kommen.
  • Shutters sollten beschriftet sein, damit man nicht erst lange suchen muss.
    Schrauben in den W├Ąnden (zur Anbringung der Shutters) sollten jederzeit benutzbar sein. Sind die Gewinde mit Farbe verschmiert sind sie zu nichts n├╝tze (und lassen sich auch nicht mal eben reparieren).
  • Ein Hurrikan-Kit muss vor jeder Saison fertig gestellt sein. Man hat schlichtweg keinerlei Zeit sich auch noch um derlei Dinge zu k├╝mmern!

Doch es gibt auch positive Erfahrungen vom Wochenende:

  • Tropischer Regen ist angenehm warm. Muss man drau├čen noch aufr├Ąumen ist man zwar tropfnass aber friert zumindest dabei nicht.
  • Die Twitter-Updates von Miami Beach und Miami-Dade informieren einen bestens. Sofern man noch Internet hat ist es die beste Nachrichtenquelle (Fernseh-Nachrichten tendieren dazu alles zu dramatisieren).
  • Einkaufen war schon eine Herausforderung als absehbar war das Isaac kein Hurrikan (erst Recht nicht f├╝r den Bereich Miami) werden w├╝rde. Im Ernstfall ist es also zu sp├Ąt sich erst ein paar Tage vorher mit Vorr├Ąten einzudecken.

1861 Tage zuvor: Ziel erreicht - und nun?

Am 4. September um 15:35h habe ich meinen Fitbit das erste Mal angelegt. Seitdem sind 2.928.081 Schritte geloggt worden, was circa 2.261km entspricht. Mein Ziel damals war recht simpel: Feststellen wie viel ich mich bewege. Die Erkenntnis, dass es nicht sehr viel ist, kam recht schnell. Doch damit kam auch die Einsicht ÔÇô und die ├änderung. Innerhalb der ersten Wochen konnte ich meinen t├Ąglichen Durchschnitt von 5.000 auf 8.000 Schritte steigern, sp├Ąter sogar auf gut 10.000 pro Tag. Badges und einer Rangliste sei Dank hat das sogar Spa├č gemacht!

Und mit der Bewegung war dem bis dahin wohl eher unterbewussten Ziel der Weg geebnet: Das Erreichen des Idealgewichts von 75kg, also einem BMI von 22. Zu dem Zeitpunkt entsprach das einem abzunehmenden Gewicht von ├╝ber 20kg. Ohne Sport eigentlich undenkbar. Doch ich wollte einen nachhaltigeren Ansatz finden und statt den Kalorien-Verbrauch zu erh├Âhen lieber die Kalorien-Aufnahme senken.

Fitbit hat auch dazu ein passendes Tool ÔÇô und so fing ich, trotz anf├Ąnglicher Skepsis, an meine Mahlzeiten aufzuschreiben. Mit der Zeit entwickelte sich dadurch ein wesentlich besseres Gef├╝hl f├╝r gute Ern├Ąhrung ÔÇô die vielen Burger und allerlei andere fettigen Mahlzeiten wichen mehr und mehr Sandwiches und Salaten. Die Kalorien-Aufnahme sank von 3.000 auf 1.500 pro Tag und das Gef├╝hl wann man eigentlich keinen Hunger mehr hat kam zur├╝ck.

Fitbit-Badges

Anfang des Monats, also gut neun Monate sp├Ąter, hatte ich das Ziel dann erreicht. Ganz ohne Sport, aber daf├╝r mit einem neuen K├Ârperbewusstsein. Erst zu diesem Zeitpunkt kam die Fitbit-Waage ins Haus. Und mit ihr noch mehr Badges. Ob dieser Ansatz hilft das Gewicht auch zu halten wird sich zeigen. Aber ich bin guter Dinge. Einzig eines fehlt: Der Anreiz weiterer Badges. Vielleicht ist es an der Zeit zu dem neuen Fibit zu wechseln: Der verteilt auch Badges f├╝r erklommene Stockwerke.

1864 Tage zuvor: Impressionen eines Touristen

Unterschiede zwischen den USA gibt es noch und n├Âcher. Und selbst nach ├╝ber f├╝nf Jahren fallen mir immer noch nahezu t├Ąglich neue Merkw├╝rdigkeiten auf. Bei meinem Urlaub in Deutschland fiel mir nun umgekehrt so einiges auf – Dinge, die ich entweder vergessen oder seinerzeit nie bewusst wahrgenommen habe. Eine durchaus am├╝sante Erfahrung; und dabei meine ich noch nicht einmal die eigentlich offensichtlichen Sache wie Synchronsprecher im Fernsehen, p├╝nktliche Busse und Bahnen oder das kalte, regnerische Wetter.

Das Erste was mir bewusst auffiel war all das Gr├╝n. Alles ist gr├╝n! Und dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, malerisch sch├Ân! Sicher, das klingt abgedroschen und wird h├Ąufig gesagt ohne das man es Ernst nimmt, aber es ist in der Tat so. W├Ąhrend meiner Zugfahrten habe ich h├Ąufiger gemerkt wie ich aus dem Fenster gestarrt und die Landschaft genossen habe. Schnellz├╝ge wie der ICE sind ├╝brigens noch so eine neumodische Erfindung, die mich echt beeindruckt haben (obwohl ich zweifelsfrei diverse Tage/Wochen meines Lebens in ihnen verbracht habe). Das Bord-Restaurant des ICE ist ├╝brigens, wie ich einmal wieder feststellen musste, die mit Abstand angenehmste Art des Reisens.
Wie so vieles andere hat auch das viele Erinnerungen hervor gebracht, an die man schon lange nicht mehr gedacht hat. Zum Beispiel das ich fr├╝her nahezu jeden dritten Fahrgast auf der ICE-Strecke Hannover-Karlsruhe vom sehen her kannte. Aber auch das Spazieren durch die Hannoversche Innenstadt brachte mich ob der vielen Erinnerungen (mein erstes Bier, der merkw├╝rdige Computer-Einzelh├Ąndler, Punks im Allgemeinen) des ├Âfteren zum schmunzeln.

Eine Sache, die ich gar nicht bewusst vermisst hatte, waren die Stra├čen-Caf├ęs. Ganz in alte Routinen verfallend stellte ich erst fest wie angenehm es ist dort zu sitzen, Kaffee zu trinken und die Passanten zu beobachten. Oder auch Zeitung zu lesen. Ein wirklich entspannender Zeitvertreib den ich ganz unbewusst wieder aufgegriffen habe. Wenn es mir auch mit einem leichten Sonnenbrand gedankt wurde (ja, daf├╝r reicht die Sonne in Deutschland durchaus aus!). Im ├ťbrigen fand ich das Wetter, abgesehen von den ersten kalten Tagen, wirklich herrlich – schlie├člich wird es Nachts angenehm k├╝hl anstatt stickig und hei├č zu bleiben. Ein interessanter Unterschied war auch das die Leute in Deutschland weniger laut sind – klingt nach Klischee, ist aber doch w├Ârtlich zu nehmen: Nicht nur wird durchaus leiser gesprochen, man ist auch weniger gestikulierend w├Ąhrend einer Unterhaltung. Spielzeugl├Ąden haben auch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen; wenn ich auch nicht genau zu sagen vermag warum. Vermutlich weil sie nicht diesen hier so typischen Lagerhaus-Charme verspr├╝hen.

Richtiggehend geschockt haben mich allerdings zweierlei Dinge: Besoffene 16-j├Ąhrige in einem Biergarten sowie die vielen, vielen Menschen die zu Fu├č oder per Fahrrad unterwegs sind. Beides ist hierzulande quasi unvorstellbar. Nur um das fest zu halten: Bierg├Ąrten sind immer noch eine tolle Sache und das Bier schmeckt in Deutschland auch wesentlich besser als alles hier verf├╝gbare. Allerdings war der Anblick sich hemmungslos in der ├ľffentlichkeit besaufender Minderj├Ąhriger trotz Spring-Break Erfahrungen recht merkw├╝rdig. Mag etwas damit zu tun haben das hierzulande Alkohol nur in bestimmten Gesch├Ąften und dort auch nur bis 22:00h Abends gekauft werden darf – ab 21 Jahren.

Vollkommen Unerwartet hat mich auch das fehlen jedweden ├Âffentlichen, freien Internet-Zugangs getroffen. Ich dachte mittlerweile w├Ąre so etwas eine Selbstverst├Ąndlichkeit – Miami Beach hat selbigen fl├Ąchendeckend seit etlichen Jahren. Scheinbar ist dem in Deutschland nicht so. Entt├Ąuschungen gab es auch beim Essen: All das, worauf ich mich so h├Ąufig gefreut hatte, konnte leider nicht meinen Erwartungen gerecht werden. Seien es die zahlreichen Bratw├╝rste (einzige Ausnahme ist die Grobe Bratwurst aus einer K├Âlner Schlachterei), der D├Âner (zugegeben aus dem falschen Laden), die Currywurst-Pommes, die Fischbr├Âtchen oder die Mettwurst (das Zwiebelfleisch war jedoch eine Offenbarung) – alles hat in der Erinnerung wesentlich besser gemundet. Daf├╝r waren Gyros, Souflaki und Suzuki umso besser.

Dennoch, es hat Spa├č gemacht. Auch wenn es zu stressig war um als Urlaub durchzugehen ist es sicherlich einen Wiederholung wert. Mal sehen wann es das n├Ąchste Mal klappt!

1943 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen II

Der Redewendungen zweiter Teil, diesmal mit weniger heroischem Hintergrund. Dennoch stellte sich mir dieselbe Frage: Was soll denn dieses dauernde Dibs hei├čen? Auch wenn es, zugegeben, wesentlich leichter aus dem Zusammenhang heraus zu verstehen ist: Erster!

Angeblich, so zumindest eine der Theorien dazu, kommt es aus dem Viehhandel: Wer zuerst seine Initialen auf ein Vieh geschrieben hat, hatte das erste Recht es auch zu kaufen. Und warum Dibs? Nun, man musste sich mit seinen Initialen im sogenannten Dealer Identification Book registrieren.

Nun, The Big Bang Theory (├╝brigens eine tolle Serie) hat auch dazu etliche Szenen parat. Mein Favorit in Bezug auf Dibs:

Sheldon: This is not your office. It hasnÔÇÖt been assigned yet.
Kripke: Well, I called dibs at the Christmas party when Professor Wothman tried to have intercourse with the Toys for Tots collection box.
Sheldon: Dibs?! This is a university, not a playground. Offices are not assigned because someone called dibs.
Leonard: You just called dibs.
Sheldon: Shut it.

1967 Tage zuvor: Algorithmen und anderes Allerlei

Er hat zwar nur f├╝nf Wochen gedauert, aber anstrengend war es dennoch. Vor allem der Teil, der die l├Ąngst vergessenen Mathematik-Grundlagen erforderte. Dennoch habe ich ihn geschafft, den gratis Online-Kurs Design and Analysis of Algorithms I der Stanford University. Und heute gab es das auch schriftlich:

Dabei habe ich nicht nur viel dazugelernt (vor allem was Methodik und Laufzeitoptimierung von Programmen betrifft), sondern auch eine Menge Spa├č gehabt! Und den Denkapparat ein wenig zu belasten kann auch nicht schaden – zumal es durchaus bemerkenswerte Nebeneffekt (z.B. bei der Konzentrationsf├Ąhigkeit) mit sich bringt.

2073 Tage zuvor: Digitales lesen

Das Lesen im 21. Jahrhundert wird sich ja komplett ├Ąndern. Sagt man. B├╝cher werden nur noch in Museen ausgestellt werden, genauso wie Buchpressen. Sagt man. Die Verlagsindustrie wird dramatisch umgekrempelt und somit ganze Industriezweige insolvent werden. Sagt man. Man hat auch gesagt, dass mit dem Eroberungszug der Computer in Unternehmen das Papierlose B├╝ro ├Ąhnlich dramatische Auswirkungen haben werde.

Dennoch habe ich mich immer mal wieder auch mit dieser Nischenanwendung meines kleinen Nook Color besch├Ąftigt. Zugegeben, zuletzt ausschlaggebend war f├╝r mich in erster Linie das k├╝rzlich ausgelaufene Wochenend-Abo des Miami Herald und nicht etwa mein Verlangen nach einer umwerfend neuen Erfahrung im Zeitung-lesen. In dieser Hinsicht habe ich meine Hoffnungen eher auf die digitale Ausgabe des Spiegel gesetzt, doch dazu sp├Ąter mehr.

Weiterlesen?

2079 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen I

I call Shotgun! ÔÇô wer eine Zeit lang in den USA verweilt oder sich gerne Sitcoms in der Original-Version anschaut wird diese Aussage sicherlich schon einmal geh├Ârt haben. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Dazu muss man zun├Ąchst einmal wissen, dass in den USA das fahren im Beifahrersitz eines Auto auch als Riding Shotgun bekannt ist. Hat man diese H├╝rde genommen erschlie├čt sich auch die Aussage recht schnell: Derjenige, der Shotgun als erster ruft, sitzt im Beifahrersitz. Um das komplexe Regelwerk kurz zu halten. Doch woher kommt diese Bezeichnung? Einmal mehr handelt es sich dabei um eine – historisch nicht allzu ernst zu nehmende – Anspielung auf den Sitzplatz neben dem Kutscher in Western. Jener Beifahrer hielt, zumindest in Romanen und Filmen, eine Schrotflinte in der Hand.

Hat man dies verinnerlicht, ergeben Witze wie dieser auf einmal auch einen Sinn:

Leonard: Refresh my memory. Why didn’t I just put you in the trunk?
Sheldon: Because I called Shotgun, remember?

2126 Tage zuvor: Z├Ąhl mich!

Manchmal gibt es Weisheiten, deren Klarheit sich erst nach Jahren vollst├Ąndig erschlie├čt. You can’t manage it if you can’t measure it ist eine von Ihnen. So offensichtlich diese Erkenntnis auch sein mag: Ich habe einige Zeit gebraucht um sie zu sch├Ątzen – und noch l├Ąnger um sie auch zu leben.

Nun wurde ich vor einigen Monaten auf die Quantified Self Bewegung aufmerksam. Im Prinzip geht es dabei darum eben diese Weisheit auf ein neues Feld auszudehnen: Den eigenen K├Ârper. Der Gedanke dabei ist, dass man wesentlich ges├╝nder und bewusster lebt wenn man wei├č wie man mit sich umgeht. Im Grunde genommen ist das keine neue Erkenntnis, beruht doch zum Beispiel Weight Watchers auf derselben Annahme. Doch bei QF(Quantified Self) wird der Gedanke noch ein wenig weiter gesponnen – und um ein paar neu-modische Spielereien angereichert auch wesentlich kurzweiliger gestaltet. Fitbit ist eine davon.

Fitbit Chart

Dahinter versteckt sich ein kleines Ger├Ąt, das erfasst wie viel man sich tags├╝ber bewegt. Wirklich interessant wird es jedoch erst sobald man es mit der Fitbit Webseite abgleicht: Auf einmal erh├Ąlt man Aufschluss ├╝ber die eigenen Gewohnheiten, Routinen… und Unzul├Ąnglichkeiten. Wer h├Ątte gedacht wie wenig man sich als Schreibtischt├Ąter im Land der unbegrenzten M├Âglichkeiten tats├Ąchlich bewegt? Erfasst man dazu noch weitere Daten (wie viel Kalorien nehme ich zu mir, wie viel Sport betreibe ich) gewinnt man schnell Erkenntnisse ├╝ber sich, die einem kein Arzt in diesem Ma├če h├Ątte veranschaulichen k├Ânnen.

Hat man dann Gefallen daran gefunden an seinen Schw├Ąchen zu arbeiten (und vielleicht den ein oder anderen auch daf├╝r begeistert), kann man sich auch gegenseitig messen: Wer bewegt sich mehr, wer erreicht sein Ziel als erster? Und Dank Internet funktioniert das sogar ├╝ber Kontinente hinweg.

2134 Tage zuvor: Wunschzettel

Allj├Ąhrlich stellt sich f├╝r manchen dieselbe Frage: Was kann man dem Kai wohl zu Weihnachten schenken? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, hier eine kleine Auswahl.

HTC Vivid: ~$550,-
Nachdem eine meiner geliebten T├Âchter es geschafft hat mein Telefon zu zerdeppern, w├Ąre ein neues durchaus angebracht. Passend, dass gerade der Nachfolger von AT&T herausgebracht wurde: Das HTC Vivid for AT&T.

Withings Scale: ~$150,-
Eine Wage fehlt in unserem Haushalt noch. Und zwar eine ganz bestimmte, wie es sich f├╝r einen Nerd geh├Ârt: Die Whitings Scale!

Tassimo-Kaffee: ~$9,-
Leider kann man meinen Lieblings-Kaffee hierzulande nicht im Supermarkt kaufen. Aber Online bestellen kann man ihn durchaus: Jacobs Kr├Ânung.

Diverse Elektronik: ~$10,-
Sie fehlt mir nicht nur beim L├Âten – aber speziell daf├╝r gibt es sie immerhin zu kaufen, die Dritte Hand. Und f├╝r eines der n├Ąchsten Projekte werden auch noch zwei Volt-Messger├Ąte ben├Âtigt.

2227 Tage zuvor: Einmal mehr: Hurrikan-Vorsorge

Wer die Vorhersagen verfolgt wird mitbekommen haben, dass sich Hurricane Irene f├╝r das Ende der Woche angek├╝ndigt hat. Eine rechtzeitige Erinnerung an das, was man eigentlich schon vor drei Monaten h├Ątte machen sollen: Die Familien-Checkliste f├╝r Notf├Ąlle durchgehen. Neben dem Austausch von Notfall-Kontakten (speziell f├╝r Deutsche im Ausland auch das Registrieren/Aktualisieren bei Elefand), dem Festlegen einer Not-Unterkunft oder auch der Inventarisierung der eigenen vier W├Ąnde (falls die Versicherung eingeschaltet werden muss) geh├Ârt dazu vor allem das stetige Bereithalten eines Notfall-Paketes.

In diesen wasserdichten Beh├Ąlter geh├Ârt alles, was man f├╝r drei bis f├╝nf Tage ben├Âtigt – in dieser Zeit ist man komplett auf sich allein gestellt:

  • P├Ąsse und andere wichtige Unterlage (schon weit im Voraus, damit man sie bei einer Evakuierung schnell parat hat).
  • Gen├╝gend Bargeld (m├Âglichst in kleinen Scheinen).
  • Verpflegung – Obst, Snacks und Milch nicht vergessen!
  • Ein Notfall-Radio f├╝r lokale Meldungen (am besten mit Lade-M├Âglichkeit f├╝r Handys).
  • Taschenlampen samt Batterien.
  • Ausreichend Gas f├╝r den Gas-Grill (sowie Benzin f├╝r den Generator).
  • Erste-Hilfe Utensilien inklusive Pflaster und Desinfektions-L├Âsung.
  • Spielzeug, Decken und ausreichend Baby-Artikel (Wetwipes sind universell n├╝tzlich).
  • Reise-Waschmittel, Seife und Ohrsch├╝tzer (Generatoren machen L├Ąrm!) sind sicherlich auch nicht verkehrt.

Was in unserem Fall sicherlich auch noch eine Anschaffung wert ist: Ein Generator sowie eine kleinere Klimaanlage – ausreichend um zumindest das Schlafzimmer auf angenehmen Temperaturen zu halten. Der Generator ist schon allein f├╝r den K├╝hlschrank Gold wert.

Am Tag vor Eintreffen des Hurrikans sollte man noch die Gartenm├Âbel sichern, B├Ąume nach Bedarf zurecht schneiden, Fenster verbarrikadieren und alle losen Objekte aufsammeln. Au├čerdem sollte man die Badewanne voll Wasser laufen lassen (Brauchwasser), Autos in Sicherheit bringen und Sands├Ącke an den T├╝ren bereit legen. Die Sturmflut kann bis zu zwei Meter hoch sein, also m├Âglichst alle elektronischen Ger├Ątschaften in die obere Etage schaffen.

Und dann? Den sichersten Raum im Haus aufsuchen und gemeinsam hoffen, dass alles schnell und m├Âglichst harmlos vorbei geht. Oder erst gar nicht so weit kommt.

2356 Tage zuvor: Hin und Her

Vor nicht allzu langer Zeit – so circa vor neun Monaten) – wurde ich gefragt ob ich nicht einen wunderbaren Weg zur Arbeit h├Ątte. Nunja, Ansichtssache. Und relativ obendrein. Aber hier ist die prompte Antwort:

In dem Video sind ├╝brigens ein Feuerl├Âschzug sowie zwei Polizeiautos versteckt.
Den unwesentlich spektakul├Ąreren R├╝ckweg gibt es nach der Pause.

Weiterlesen?

2538 Tage zuvor: Androides Windows Mobile

Am Montag wurde ja nun Windows Phone 7 offiziell vorgestellt. Grund genug, ein wenig nach Alternativen zu meinem mittlerweile etwas betagten Smartphone zu suchen. Windows Mobile 6.1 ist schlie├člich auch nicht gerade ein Highlight in der Microsoft’schen Geschichte gewesen.

Was liegt also n├Ąher als einfach das Betriebssystem des Telefons zu wechseln? Und, einigen fleissigen Entwicklern sei gedankt, es gibt in der Tat einen AndroidPort fuer mein HTC Touch Diamond Pro aka Raphael!

Eine wirklich einfache und m├╝helose Installation sp├Ąter und – schwuppdiwupp – schon hat man ein komplett neues Smartphone. Da man von einer SD-Karte bootet, muss man nicht einmal das Original OS l├Âschen. Eindruck: Empfehlenswert!

2620 Tage zuvor: Wasser im Schaltkasten

Vorgestern blieb auf ungekl├Ąrte Weise das Licht drau├čen, am Fu├čweg am Haus entlang, an. Da es keinen direkten Schalter gibt (Insteon sei Dank) konnte ich in der Nacht leider nichts mehr daran ├Ąndern. Aber gestern habe ich mir die Zeit genommen um im Schaltkasten nach dem rechten zu sehen:

Und es sah ganz und gar nicht gut aus. Irgendwie hatte sich Wasser seinen Weg in den Kasten gebahnt – und die Elektronik arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Wunder, dass der obere Schalter ├╝berhaupt noch aktiv war. Wenngleich er auch auf keinerlei Signale mehr reagiert hat. Erschreckend ist allerdings, dass bei diesem Szenario keine Sicherung gesprungen ist.

2626 Tage zuvor: Festplatten-Horror

Wenn jemand den Gang zur Kaffeemaschine dazu ausnutzt die Email-Signatur eben jenes Koffein-Junkies zu ├Ąndern, ist das am├╝sant. Handelt es sich bei dem Opfer jedoch um den lokalen IT-Verantwortlichen, ist es fahrl├Ąssig. Und da ich der Gesch├Ądigte war, musste ich einfach zur├╝ck-sticheln.

Am n├Ąchsten Morgen wurde der T├Ąter von einem kleinen Bildschirm begr├╝├čt, der ihn dar├╝ber informierte das seine Festplatte gel├Âscht w├╝rde. Sehr zum Gefallen seines Chefs, der auch schon des ├Âfteren das Opfer geben musste.

Er selbst fand es ├╝brigens auch sehr am├╝sant. Komisch nur, dass sich passend dazu ueber das Wochenende die Festplatte meines Laptops zerlegt hat. Heute fr├╝h wurde ich von einem unsch├Ânen Error loading Operating System begr├╝sst. Ein Schelm wer b├Âses dabei denkt!

F├╝r den Fall, dass jemand einen ├Ąhnlich gelagerten Scherz vorhat:

@echo off
echo Local Security has been compromised!
echo Performing Emergency System Cleansing, please stand by...

set randID=5623478
set loopcount=0

:loop
call :genrandid
echo Wiping Sector x%randID%
sleep 1
set /a loopcount=%loopcount% + 1
if %loopcount%==30 goto endloop
goto loop

:genrandid
SET /a randID=%randID% + 1
SET /a randID=%randID% * 214013 + 2531011
SET /a randID=%randID% ^>^> 16 ^& 0x7FFF 
goto eof

:endloop
echo ...
echo Waerst du bloss nett zu deinem Admin gewesen,
echo er haette dir helfen koennen...
pause
echo BeNICE!
sleep 5

:eof

2628 Tage zuvor: Heim-Archiv

Sommerzeit ist Hurricane-Zeit. Zumindest in Florida. Und damit einhergehend muss man zwangsweise auch immer damit rechnen, dass es mitunter das Heim ein paar Wochen sp├Ąter nicht mehr gibt. Eine unsch├Âne Vorstellung, zugegeben. Aber immerhin kann man sich darauf in vielerlei Hinsicht vorbereiten.

Als einen Teil dieser Vorbereitung bin ich vor kurzem dazu ├╝bergegangen das Papierlose B├╝ro in unserem Heim einzuf├╝hren. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich dabei haufenweise Akten spart. Vor allem kann man die digitalisierten Rechnungen, Vertr├Ąge, Dokumente und Unterlagen auch hervorragend als Backup an andere Orte kopieren – die von einem Hurrikan nicht betroffen w├Ąren.

Hilfreich ist dabei Digital ArcHound, eine Applikation die nicht nur Dokumente verwaltet, sondern sie auch direkt einscannen kann. Das macht die Digitalisierung der Aktenschr├Ąnken wesentlich einfacher – und hilft auch ungemein beim Archivieren neuer Dokumente.

Das es sich dabei um eine Windows Home Server-basierte Software handelt, k├Ânnen die so abgelegten Daten dann auch direkt mit der bereits vorhandenen Backup-L├Âsung mit gespiegelt werden – zum Beispiel in die Amazon-Cloud.

2631 Tage zuvor: Schoko-Pretzels

Tolle Werbung, leider kann das Produkt nicht so recht mithalten:

2644 Tage zuvor: Ist es ein Flugzeug?

Neulich in Charleston im Himmel gesehen (und gewaltig erschrocken):

Ganz sch├Ân gro├č, diese C-17 von Boeing! Immerhin wusste ich danach, was den lokalen Wal-Mart so zum beben gebracht hatte – er liegt direkt in der Einflugschneise der Charleston Air Force Base.

2651 Tage zuvor: *braus*

Es hat ein wenig gedauert (manche Autoh├Ąndler hierzulande scheinen keine Kunden zu brauchen), aber gestern gab es dann doch ein neues Auto.

Damit sollten sich die t├Ąglichen 60km zur Arbeit deutlich angenehmer gestalten. Und vor allem sorgloser.

2673 Tage zuvor: Einer dieser Tage

Gestern war also einer dieser Tage, an denen man besser im Bett geblieben w├Ąre. Eigentlich h├Ątte ich das direkt merken m├╝ssen als das Auto nicht an-sprang – f├╝r sich genommen schon Grund genug den 37km-Weg zur Arbeit gar nicht erst zu versuchen. Das es kurz darauf auch noch angefangen hat Sintflut-artig zu regnen, hat dann auch nicht zur Besserung beigetragen.

Dennoch habe ich es irgendwie auf den Highway geschafft. Direkt in den (f├╝r diese Uhrzeit und diesen Abschnitt sehr ungew├Âhnlichen) Stau. Scheinbar gab es einen Regen-bedingten Unfall und zwei der f├╝nf Spuren waren blockiert. W├Ąhrend ich mich so durch den Stop-and-Go auf absehbaren zehn Kilometern schlich, viel mir auf, dass ich durch die morgendlichen Start-Schwierigkeiten auch noch etwas vergessen hatte: Tanken.

Grunds├Ątzlich ist so etwas lapidares wie Tanken im Land des Automobils kein Problem. Leider braucht man auch hier dazu Geld – und das hatte ich samt Portemonnaie zu Hause vergessen. Wie passend. Wie auch immer, es blieb mir nichts anderes ├╝brig als um zudrehen und zu hoffen, dass das Benzin noch reichen w├╝rde. Immerhin war der Stau in die andere Richtung (f├╝r diese Uhrzeit und diesen Abschnitt durchaus normal).

Es w├Ąre nur passend gewesen, wenn es nicht gereicht h├Ątte. Tat es aber. Als Belohnung war dann lediglich besagter st├╝rmischer Regen zur Begr├╝├čung zu Hause wieder pr├Ąsent – und selbstredend kein Regenschirm im Auto. Aber immerhin hatte ich jetzt mein Portemonnaie und konnte mich, endlich, mit Umweg ├╝ber die n├Ąchstgelegene Tankstelle auf den Weg zur Arbeit machen.

Dachte ich jedenfalls. Denn einmal an der Zapfs├Ąule angekommen stellte sich heraus, dass die Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Durch den Regen wollte ich allerdings nicht zum W├Ąrter gehen, also stieg ich wieder in mein Auto und fuhr die n├Ąchste Tankstelle an. Ein Gl├╝cksgriff, wie sich herausstellen sollte, denn die Gallone war hier stattliche $0,40 g├╝nstiger! Sollte sich mein Gl├╝ck damit endlich zum besseren wenden?

Nicht ganz, denn auch hier wurde die Karte nicht akzeptiert. Weiterfahren war diesmal allerdings keine Option. Also ging es, diesmal zumindest mit Regenschirm, zum W├Ąrter, der mir erkl├Ąrte das die Kartenleser nicht funktionierten und er die Zapfs├Ąule f├╝r mich freischalten w├╝rde. Tat er jedoch nicht, wie sich herausstellte als ich durch den Regen zur├╝ck zum Auto gegangen war. Denn ich sollte meine Karte bei ihm lassen, w├Ąhrend ich tanke, wie er mir sagte als ich (wiederum durch den Regen) zur├╝ck zu ihm gegangen war. Ein paar andere Missverst├Ąndnisse und Regen-M├Ąrsche sp├Ąter sa├č ich dann mit einer falschen Abrechnung (wie sich sp├Ąter herausstellen sollte) im voll-getankten Auto Richtung Fort Lauderdale.

Damit schien sich dann das Pech f├╝r den Tag endg├╝ltig aufgebraucht zu haben. Zwar musste ich mir nach wie vor durch den schweren Regen meinen Weg in den Norden bahnen, doch der Stau hatte sich mittlerweile aufgel├Âst. Und auch wenn ich stattliche zweieinhalb Stunden sp├Ąter als geplant ankam, war ich doch noch rechtzeitig zu einem Meeting mit der lokalen Gesch├Ąftsf├╝hrung und meinem Manager dort.

2707 Tage zuvor: Angekommen

Manchmal ist es schon ein wenig irritierend, wie sich kleine Dinge zu einem gro├čen ganzen f├╝gen. Zumindest wenn man genug Geduld aufbringen kann:

Arbeitsgenehmigung?
Sozialversicherung?
Green-Card?
F├╝hrerschein?
Kindergarten-Pl├Ątze?
Job?

Vor recht genau sechs Monaten habe ich in einem gewissen sozialen Netzwerk einen Kontakt gefunden, der f├╝r meinen alten Br├Âtchen-Geber arbeitet. Soweit nichts ungew├Âhnliches, allerdings nannte er als Standort Fort Lauderdale – ein Standort, der bei meinen Recherchen zuvor nie aufgetaucht ist. Was nicht weiter verwundert wenn man bedenkt das er erst mit dem Zukauf eines anderen Unternehmens in Portfolio gekommen ist. Ungew├Âhnlich ist zudem, dass genau an diesem Standort eine Position f├╝r meine Qualifikationen offen war.

Parallel dazu habe ich nach einer Antrags-Dauer von erstaunlich kurzen neun Monaten Anfang Dezember meine Green-Card erhalten. Abgesehen von der damit einhergehenden M├Âglichkeit die USA nicht nur verlassen zu k├Ânnen, sondern danach auch wieder einreisen zu d├╝rfen, war es mir damit erlaubt in den USA zu arbeiten. Und auch Dinge wie Sozialversicherung oder F├╝hrerschein (der gleichzeitig als Personalausweis dient) konnten angegangen werden.

Letzte Woche kamen die St├╝cke dann langsam zusammen. Am Donnerstag erfuhr ich, dass f├╝r unsere J├╝ngste im Kindergarten ├╝berraschend ein Platz frei geworden ist. Am darauf folgenden Freitag kam dann der Anruf, auf den ich ein halbes Jahr gewartet hatte: Der mit der definitiven Aussage das ich den Job in Fort Lauderdale bekommen habe. Und heute nun kam auch endlich ein Angebot in schriftlicher Form – kommenden Montag geht es auch direkt los.

Somit bin ich nun, nach zwei-einhalb Jahren, endlich angekommen. Und auch wenn ich die Zeit f├╝r das genutzt (und genossen) habe, f├╝r was sie mir zusteht – meine Kinder – f├╝hlt es sich sehr gut an wieder einem Job nachgehen zu k├Ânnen. Und noch viel besser da ich dort weitermachen kann, wo ich zuvor aufgeh├Ârt habe.

2735 Tage zuvor: F├╝hrerscheinpr├╝fung II

Nach GreenCard und Sozialversicherung fehlte bis gestern vor allem noch ein kritisches Dokument hiesiger Verwaltungsfreude: Der F├╝hrerschein. Abgesehen von seiner eigentlichen Bedeutung, der Erlaubnis Auto zu fahren, erf├╝llt er hierzulande bekannter ma├čen auch den Zweck eines Personalausweises in Deutschland. Im Gegensatz zur GreenCard bekommt man diesen allerdings recht unb├╝rokratisch – jedenfalls solange man alle zuvor genannten Unterlagen beisammen hat. Und, ganz nebenbei, darf man mit einer ausl├Ąndischen Fahrerlaubnis lediglich sechs Monate in Florida Auto fahren…

Also hie├č es die letzten Tage wieder lernen, lernen, lernen. Die entsprechenden Regeln sind im Florida Driver’s Handbook ├╝bersichtlich und verst├Ąndlich zusammen gefasst. Man kann es quasi herunter lesen wie ein Buch. Und auch wenn man nach einigen Jahren des Auto-Fahrens tats├Ąchlich noch etwas dazu lernt, ist das meiste doch alt-bekannt. Oder gar lustig, wie zum Beispiel die Handzeichen als Blinker-Ersatz, das (Licht-) Hupen bevor man zum ├ťberholen ansetzt oder die Fluchtrichtung wenn man mal schnell aus dem liegen gebliebenen Auto auf dem Bahn├╝bergang fl├╝chten muss. Auch Hinweise auf die richtige Vorgehensweise wenn das Auto mal ganz von alleine beschleunigt fehlen nicht.

Bestanden habe ich dann direkt auf Anhieb.

Kurze Frage-Antwort-Stunde zu ein paar Fragen die ich pers├Ânlich immer hatte:

  • Muss man einen internationalen F├╝hrerschein haben?
    Nein. Der ├╝bliche (Euro-)F├╝hrerschein aus Deutschland ist ausreichend.

  • Wie lange darf man mit einem deutschen F├╝hrerschein in den USA Auto fahren?
    Dies ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. In Florida sind es sechs Monate.
  • Muss man alle Pr├╝fungen ablegen wenn man einen F├╝hrerschein in Florida machen m├Âchte?
    Nein. Der Praxistest wird einem erlassen. Theorie-Pr├╝fung sowie der vierst├╝ndige Drug-and-Alcohol-Test sind dennoch erforderlich.
  • Gibt es in den USA ein Rechts-Fahr-Gebot?
    Ja. Man darf lediglich auch rechts ├╝berholen wenn es der Verkehr zul├Ąsst und ausreichend Fahrspuren vorhanden sind.
  • Wieso gibt es gelbe und wei├če Linien?
    Gelb trennt die Verkehrsrichtungen, Wei├č trennt Fahrspuren mit Verkehr in dieselbe Richtung. Durchgezogene Gelbe Linien d├╝rfen gar nicht, Wei├če nur bei Verkehrshindernissen ├╝berquert werden.

2763 Tage zuvor: Spezialist

Eigentlich sollte es ja Certified Linux Administrator hei├čen, aber Data Center Technical Specialist klingt auch gut:

2776 Tage zuvor: Virtuelles ganz physisch

Im Rahmen eines neuerlichen ASUG Florida Chapter Meeting gab es heute eine zutiefst interessante Rechenzentrums-Tour zu sehen: Bei Terremark direkt hier in Miami. Kannte ich das Unternehmen bis vor ein paar Tagen selbst noch nicht, bin ich nun umso mehr von dem beeindruckt, was in ihren W├Ąnden statt findet.

Als Tier-IV Knoten des Internets laufen hier, in Wurfweite der American Airlines Arena die Unterseekabel von circa 160 Telekommunikationsunternehmen zusammen. Die Deutsche Telekom landet hier genauso an wie der Rest Europas. Oder komplett S├╝damerika. Daher stehen hier auch einige von Verisigns Rootserver f├╝r die .com und .net Domains sowie einige der ICANN-Rootserver f├╝r .gov und .edu. Und, das muss man durchaus so sagen: Sie sehen verdammt gut aus! Ist der normale Server dazu verdammt sein Dasein in einer anonymen grauen Kiste in einem dunklen Raum zu fristen, sind die Rootserver h├╝bsch angestrahlt und hinter Glasscheiben zur Schau gestellt. Inklusive Status-Monitor mit aktueller Anzahl an DNS-Abfragen pro Sekunde.

Allerdings stelle ich mir jetzt doch noch die Frage, warum meine Verbindungen gen Deutschland nicht ├╝ber Miami direkt nach Deutschland geroutet werden, sondern den Umweg ├╝ber Washington gehen:

Tracing route to www.t-online.de [62.153.159.92]
over a maximum of 30 hops:

1 <1 ms <1 ms <1 ms shar.selune [172.16.0.8]
2 8 ms 12 ms 9 ms 10.156.0.1
3 10 ms 22 ms 12 ms 172.23.80.81
4 14 ms 10 ms 9 ms 172.23.80.1
5 25 ms 25 ms 24 ms xe-5-0-0.edge2.Miami1.Level3.net [4.59.84.49]
6 31 ms 32 ms 36 ms ae-32-52.ebr2.Miami1.Level3.net [4.69.138.126]
7 28 ms 58 ms 30 ms ae-2-2.ebr2.Atlanta2.Level3.net [4.69.140.142]
8 * * 45 ms ae-63-60.ebr3.Atlanta2.Level3.net [4.69.138.4]
9 55 ms 55 ms 67 ms ae-2-2.ebr1.Washington1.Level3.net [4.69.132.86]

10 57 ms 77 ms 48 ms ae-61-61.csw1.Washington1.Level3.net [4.69.134.1
30]
11 44 ms 60 ms 47 ms ae-14-69.car4.Washington1.Level3.net [4.68.17.6]

12 63 ms 50 ms 41 ms 62.156.139.129
13 148 ms 135 ms 140 ms ulm-ea3-i.ULM.DE.NET.DTAG.DE [62.154.58.125]
14 152 ms 139 ms 137 ms 80.156.161.42
15 162 ms 155 ms 138 ms www.t-online.de [62.153.159.92]

Trace complete.

Auf der anderen Seite gibt es hier aber auch einen der drastischsten Gegens├Ątze, die ich bislang sehen musste. Findet in den W├Ąnden diese dedizierten Internet-Knotenpunkts Hightech aus aller Herren L├Ąndern Verwendung, ist also sozusagen die Inkarnation der ersten Welt dort zu Hause, ist an der R├╝ckseite des Geb├Ąudes der Treffpunkt der ├Ąrmsten der Armen, die Miami zu bieten hat. Zwischen den den ├ťberresten ihrer Existenz sitzen sie dort zu Dutzenden und harren mit ihrem Schicksal. Ein merkw├╝rdiges Gef├╝hl.

2787 Tage zuvor: Vorw├Ąrts nach weit

Ein Bild sagt ja angeblich mehr als tausend Worte. Nun, wie verh├Ąlt es sich da wohl mit Videos?

2798 Tage zuvor: Geschmackslehre

Immer wieder lustig:

“Endlich was zu essen!” “Was ist das denn…?”

2841 Tage zuvor: Heiz-Kosten

Die letzte Rechnung unserer Freunde von FPL hat mich dazu gebracht mal wieder bei Microsofts Hohm rein zuschauen. Und tats├Ąchlich gibt es dort jetzt ein Diagramm, das mich schon ├Âfter interessiert hat:

Die t├Ąglichen Stromkosten in Relation zur Durchschnittstemperatur (wir sind eher am oberen Ende des gr├╝nen Streifens). Allerdings sieht man dort auch sehr sch├Ân, dass wir bereits die monatlichen Stromkosten durchaus dr├╝cken konnten.

2851 Tage zuvor: Ho-Ho... Ho?!

Das Haus leuchtet, der Baum ist geschm├╝ckt und der Kalender f├╝r die Kinder h├Ąngt. Es l├Ąsst sich nicht von der Hand weisen: Weihnachten steht vor der T├╝r. Schon wieder.

Immerhin sind die Geschenke auch schon gekauft.

2854 Tage zuvor: Selbstvermarktung

Endlich konnte ich heute meine Bewerbung bei der Walden University komplettieren und somit zur Bewertung und Genehmigung weiterreichen lassen. Keine wirklich einfache Angelegenheit. Das bis vor kurzem der entsprechende Einwanderungs-Status gefehlt hat war noch die einfachste H├╝rde. Die Zeugnisse in das US-amerikanische System ├╝bersetzen zu lassen hat zwar ein wenig Geld, aber keinen Schwei├č gekostet. Die absolvierte Ausbildung und die anschlie├čende Berufserfahrung anrechnen zu lassen war jedoch in der Tat eine Herausforderung. Das k├Ânnte allerdings auch daran liegen, dass ich auf diese Weise versuche den Bachelor zu ├╝berspringen und mich direkt dem Master zuzuwenden.

Die letzte H├╝rde habe ich ├╝berrunden indem ich heute meine Bewerbung eingereicht habe. Jetzt bleibt mir nur noch die Entscheidung der Universit├Ąt abzuwarten – in zwei Wochen sollte ich schlauer sein.

2855 Tage zuvor: Ein Erlk├Ânig?

Watson Park, gelegen auf der gleichnamigen Insel, ist eine der sch├Âneren Stellen f├╝r stimmige Fotos. Entweder gegen die Skyline von Miami, den Venetian Causeway oder den Nachts in Neon-Farben angestrahlten Mac Arthur Causeway. Auch bei Werbefotografen weltweit scheint sich dieser Ort einen Namen gemacht zu haben – vornehmlich in der automobilen Welt. Denn hier trifft man des ├Âfteren auf posierende Autos, professionell ausgeleuchtet und somit ins rechte Licht ger├╝ckt.

Heute jedoch bot sich ein etwas ungew├Âhnlicherer Anblick. Nicht nur standen gleich drei Fotografen-Teams an nahezu derselben Stelle, neben einem protzigen Chevy-SUV und einem Lamborghini in Hippie-Bemalung zeigte sich auch ein Audi von seiner besten Seite. Ein – zumindest mir – g├Ąnzlich Unbekannter. Grund genug einmal Paparazzi zu spielen:

Erlk├Ânig?

2884 Tage zuvor: Mein erstes Zertifikat

Ich erw├Ąhnte ja schon, dass ich die Linux-Zertifizierung erfolgreich gemeistert habe. Heute kam dann auch die dazugeh├Ârige Urkunde bei mir an:

Ging um einiges schneller, als mir vorher gesagt wurde (vier bis sechs Wochen). Schade nur, dass der Postbote sie fies geknickt hat um sie in den Briefkasten zu quetschen.

2885 Tage zuvor: Brownouts

Das FPL die ein oder andere merkw├╝rdige Auffassung hat ist ja nichts neues. Nachdem nun in den letzten Wochen wieder etliche Ger├Ątschaften im Haushalt pl├Âtzlich den Geist aufgegeben haben (vornehmlich die Hausautomation, die selbstredend nicht von einer USV gesch├╝tzt werden kann) habe ich mich heute daran gemacht das Log der Server-USV auszulesen (GridJunction ist ein tolles AddOn und er Autor sehr fix beim helfen!) und aufzuarbeiten. Dabei kam diese traurige Grafik heraus:

Gab es am Anfang des Jahres vielleicht ein bis zwei Brownouts pro Monat, verschlechterte sich die Lage im Juni imens. Trauriger H├Âhepunkt sind die 82 Ausf├Ąlle am letzten Samstag (die wieder zwei Ger├Ąte dahingerafft haben). Zwar bekommen wir bislang noch alles kostenlos ersetzt, aber das Austauschen und neu-konfigurieren dauert auch seine Zeit – und die ersetzt mir niemand. Vom Aufwand der damit einhergeht einmal ganz zu schweigen.

Mal schauen was unser Strom-Monopolist diesmal dazu zu sagen hat. Schlie├člich brennt es ja nirgends…

2898 Tage zuvor: Junior-Pinguin

Habe heute die LPIC-102 Pr├╝fung erfolgreich absolviert und darf man daher ab sofort Junior Level Linux Professional nennen!

Wie schon in der vorherigen Pr├╝fung hab es auch diesmal wieder Themengebiete, die nicht im Buch genannt wurden (Aufbau der ntpd.conf, X-Konfiguration, CIDR). F├╝r die kommende Zertifizierung sollte ich mir aneignen vorher nochmal den Anforderungskatalog abzugleichen.

2927 Tage zuvor: Der Preis des W├Ąhlens

Ich habe heute Morgen einen Preis an meine W├Ąhlerstimme geklebt. Einfach so. Ging auch sehr schnell. Um genau zu sein wurde mir der Preis f├╝r meine Stimme genannt, von der netten Dame bei der Post um die Ecke. Und, soviel sei gesagt, von seinem Recht zum W├Ąhlen Gebrauch zu machen ist alles andere als g├╝nstig. Was aber vor allem daran liegen d├╝rfte, dass ich die Briefwahlunterlagen erst jetzt, am Montag vor dem Wahlsonntag, absende. Woran wiederum die weniger freundlichen Leute bei einer andere Poststelle eine gewisse Mitschuld tragen. Aber das w├Ąre wieder eine Geschichte f├╝r sich.

Wenn ich Bettina Freitag vom ARD-Hauptstadtstudio Berlin glauben soll, h├Ątte ich mir die Investition besser sparen sollen. Sie ist n├Ąmlich scheinbar der Ansicht, dass die Parteien die W├Ąhler-Interessen nur dann akzeptieren, wenn sie ihnen passen. Als Beispiel wird die Landtagswahl in Hessen dieses Jahr genannt, bei der keiner mit irgendwem koalieren wollte nur um nochmal erneut w├Ąhlen zu lassen. ├ähnliches k├Ânnte sich wohl in Schleswig-Holstein wiederholen. So betrachtet w├Ąre allerdings das Ypsilanti-Gen wieder eine gute Sache – schlie├člich wollte die werte Dame das beste aus dem W├Ąhlerwillen machen.

Mir als W├Ąhler gibt das, im Gegensatz zu Frau Freitag, weniger zu Denken als das Verhalten der Politiker selbst bei alledem. Und in diesem Punkt hat sie durchaus recht: Wie soll ich jemandem vertrauen f├╝r mich Entscheidungen zu treffen wenn er allem Anschein nach nicht vern├╝nftig mit seinen Konkurrenten umgehen, geschweige denn reden, kann? Mag sein, dass das alles nur Wahlkampf ist; das es eine Show f├╝r die W├Ąhler ist mit dem Versuch zu polarisieren, seine Standpunkte herauszustellen. Aber wenn dem so ist, bewirkt es bei mir eher das Gegenteil. Vielleicht meinte Norbert Lammert, amtierender Bundestagspr├Ąsident, ja genau dies, als er sagte das man sich nicht jeden Tag f├╝r Politik interessieren muss?

Wie dem auch sei, um in einer Demokratie etwas zu ver├Ąndern muss man an Wahlen teilnehmen. Das gillt f├╝r das aktive Wahlrecht genauso wie f├╝r das passive, auch in Deutschland. Und wenn man ├╝ber den Tellerrand der Bundesrepublik hinausschaut stellt man doch auch schnell fest, dass $41,95 eigentlich kein hoher Betrag f├╝r ein St├╝ck Demokratie sind.

2935 Tage zuvor: Ein Tag im Museum

Heute im Bass-Museum:

Bring the whole family to the Bass Museum of Art for a fun-filled afternoon of activities. During this educational event, children will be exposed to art exploration and conceptual thinking. They will have the opportunity to express themselves creatively through activities such as rendering, writing, performing, sculpting, and framing, and they will get to meet artist David Lisznia, creator of “Tiny Stories.”

Mutige Sache. Nicht nur so viele Kinder auf einem Haufen in ein Museum zu holen – schon viel eher die Kunstwerke w├Ąhrenddessen auch drin zu lassen. Wobei man durchaus dazu sagen muss, dass es lediglich in zwei kleineren Galerien Kunst im herk├Âmmlichen Sinne gab. Der Gro├čteil der Ausstellung bestand aus Installationen oder Fotografien.

Nun, die oben genannten Tiny Stories waren auch recht am├╝sant zu lesen. Und es gab durchaus einige davon; ├╝ber das gesamte Museumsgel├Ąnde verteilt.

2940 Tage zuvor: Land of the free

Joe Klein von der Time ist der Ansicht, dass die Republikaner Obama nur deshalb so harsch wegen einer Gesundheitsreform angreifen, um ihn zu besch├Ądigen. Sehe ich ganz genauso. Doch was sich Jim Greer, immerhin Vorsitzender der Republikaner in Florida, geleistet hat ist wirklich unglaublich:

As the father of four children, I am absolutely appalled that taxpayer dollars are being used to spread President Obama’s socialist ideology. The idea that school children across our nation will be forced to watch the President justify his plans for government-run health care, banks, and automobile companies, increasing taxes on those who create jobs, and racking up more debt than any other President, is not only infuriating, but goes against beliefs of the majority of Americans, while bypassing American parents through an invasive abuse of power.

Es gibt einige Leute, die seinem Beispiel folgen und ihre Kinder heute nicht zur Schule geschickt haben. Kurzer Hintergrund: Obama wird heute eine Rede halten, die direkt an alle Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler dieses Landes adressiert ist. Er wird im Kern sagen, dass man zur Schule gehen und gute Leistungen erbringen soll:

IÔÇÖm working hard to fix up your classrooms and get you the books, equipment and computers you need to learn. But youÔÇÖve got to do your part too. So I expect you to get serious this year. I expect you to put your best effort into everything you do. I expect great things from each of you. So donÔÇÖt let us down ÔÇô donÔÇÖt let your family or your country or yourself down. Make us all proud. I know you can do it.

Immerhin sehen das diverse Medien genauso Haar-str├Ąubend. Sogar die stille Grand Madame der Republikaner-Garde (4:30):

Ich werde mir die Rede um 12:00h mit der kleinen Sophia live anschauen – um ein kleines, stilles Signal f├╝r meine Kinder zu setzen.

2945 Tage zuvor: Gesundheitsreform in ├ťbersee

Fragt man sich nur noch, warum es da so eine riesige Diskussion dr├╝ber gibt.

2946 Tage zuvor: Neue Schule, neue Sitten

Letzte Woche hat hier bekanntlich wieder die Schule angefangen. Nach zehn Wochen Ferien darf man wohl ohne Scham sagen: Endlich. Im neuen Schuljahr geht der ├Ąlteste denn auch auf eine neue Schule. Kindergarten nennt sich diese Klasse, ist aber eher mit der Vorschule in Deutschland zu vergleichen – obwohl er auch schon letztes Jahr in die Schule gegangen ist (Vor-Vorschule sozusagen).

Nun ist also Kindergarten angesagt. In einer speziellen Schule, und das bezieht sich nicht nur auf die Schulform. Abgesehen von Hausaufgaben f├╝r die Sch├╝ler gibt es hier auch jede Menge f├╝r die Eltern zu tun. Zum Beispiel jeden Tag mit den Kleinen lesen. Oder freiwillige Hilfsstunden f├╝r die Schule leisten. Bei den Hausaufgaben helfen ist ja selbstverst├Ąndlich, aber man muss sie auch noch Mont├Ąglich im Internet abrufen und ausdrucken – auch wenn ich noch r├Ątsel was daran nun gr├╝n sein soll, denn so wurde es angepriesen. Langweilig machen sie es einem also nicht, die bewusste Einbindung der Eltern in den Lernprozess finde ich jedoch sehr gut.

Und vielleicht k├Ânnen die elterlichen Pflichtstunden f├╝r den Schuldienst ja auch mit der Erstellung einer neuen Webseite abgeleistet werden. Die aktuelle ist ja immerhin schone in paar J├Ąhrchen ├Ąlter…

2948 Tage zuvor: Made in the USA

Wer schonmal ein Auto aus den USA besessen hat, dem sind vielleicht diverse Qualit├Ątsunterschiede aufgefallen (Achtung: Verallgemeinerung!). Leider ist auch Volkswagen da keine Ausnahme – jedenfalls wenn das entsprechende Modell aus den USA stammt. Hier und heute ein paar Beispiele.

Da wei├č man doch gleich wieder, warum es Made in Germany hei├čt. Oder zumindest warum die Autos in Deutschland ungleich teurer sind.

2981 Tage zuvor: Beilagen-Salat

Bohnen-Salat nach Gro├čmutters Art:

  • Eine Dose gelbe Wachsbrechbohnen abgie├čen und in eine Sch├╝ssel geben
  • Eine kleine Zwiebel kleinschneiden und dazugeben
  • Circa zwei Essl├Âffel Miracle Whip (oder eine andere Salat-Mayonnaise) dazugeben
  • Mit ein wenig Senf abschmecken
  • Gut zwei Stunden im K├╝hlschrank ziehen lassen.

Zwar nicht ganz wie das Original, aber schon ziemlich nah dran.

3001 Tage zuvor: Gundam live

Wo wir gerade bei gro├čen Robotern sind…

Warum? Gundam hat 30 j├Ąhriges Jubil├Ąum – und au├čerdem will man damit die Bewerbung f├╝r die Olympischen Spiele 2016 unterstreichen. Mehr dazu im flickr-Blog.

3001 Tage zuvor: Multilingualer Anf├Ąnger-Wortschatz

Damit’s der Nachwelt nicht verlorengeht hier die momentane Top5 aus dem Wortschatz meiner ├Ąltesten Tochter:

Kika Katze (von Kittycat)
Dadu Auto
Mas mehr (spanisch)
Heia Schlafen
M├╝lsch Milch

3017 Tage zuvor: Regenzeit

Die letzten N├Ąchte waren ja – wie erwartet – eher kurz und laut. Heute morgen gegen 6:00h wurde ich denn auch erneut wach. Diesmal allerdings wegen eines Gewitters. Der unsch├Âne Nebeneffekt ein Haus (mit einem noch nicht wieder komplett abgedichteten Dach) zu besitzen ist ja, das man in solchen Situationen schwerlich wieder einschlafen kann. Diesmal war allerdings alles trocken und ich konnte mich beruhigt wieder hinlegen – um eine halbe Stunde sp├Ąter vom Neuank├Âmmling geweckt zu werden.

Mit den Kindern im Auto ging es dann einige Zeit sp├Ąter Richtung Kindergarten. Das Gewitter tobt noch immer und statt der die letzten Tage ├╝blichen 29┬░C waren es auch nur 23┬░C drau├čen. Ganz zu schweigen davon, dass es statt des strahlenden Sonnenscheins ziemlich dunkel war. Unser Weg trug uns auch direkt durch das Zentrum des Gewitters hindurch (Blitz und Donner gleichzeitig ist schon recht beeindruckend). Und wie bereits vor einigen Wochen war South Beach auch heute fr├╝h wieder reichlich ├╝berschwemmt – wenn auch nicht ganz so extrem.

Trotz aller Widrigkeiten sind die Kinder sicher und (fast) trocken abgeliefert. H├Ątte ich die Umst├Ąnde vorher gekannt, w├Ąre ich allerdings eher zu Hause geblieben. Zumal es, kaum das ich dort wieder angekommen war, auch schon wieder im B├╝ro tropft. Also werde ich mich jetzt erst einmal in den Dachstuhl aufmachen – Eimer zurecht r├╝cken…

Kennt vielleicht jemand einen Dachdecker, der sich f├╝r einen kostenlosen Flug samt Kost & Logis mit US-amerikanischer Dacharchitektur besch├Ąftigen will?

3021 Tage zuvor: Zielgerade

Die Nacht war kurz. Aber daf├╝r ist das Warten der letzten Wochen demn├Ąchst vorbei. Fahre gleich, nachdem die Kinder abgeliefert sind, wieder ins Krankenhaus. Thing #3 abholen – falls es bis dahin nicht schon da sein sollte.

3074 Tage zuvor: Mach's gut...

Die Ausbeute des sieben-t├Ągigen Besuchs des Herrn P.: 596 Fotos (2.95GB), zweifacher Sonnenbrand, etliche Auto-Kilometer und ein f├╝r meinen Hauttyp g├Ąnzlich ungew├Âhnlicher Br├Ąunungsgrad.

Lustig war’s. Nun muss ich mich nur noch durch den Berg an Roh-Fotos w├╝hlen…

3091 Tage zuvor: Quack-Quack

Es gibt hier in Miami Beach so eine Tourie-Tour namens Duck Tours. Sie ist toll, sagt man. Und lohnenswert, sagt man. Allein, wir hatten bis dato immer ung├╝nstige Umst├Ąnde: Keine freien Parkpl├Ątze, zu flaches Wasser, keine freien Tickets, zu sp├Ątes Ankommen durch Stau und (mein Favorit) eine kaputte Batterie am entsprechenden Bus/Schiff. Doch heute war alles anders: Es ging los!

Ohne zu viel zu verraten (der ein oder andere Leser will die Tour ja vielleicht auch mal mitmachen) sei gesagt, dass diese schrillen Leutchen einen nicht nur unterhalten, sondern einem auch echt eine Menge zu erz├Ąhlen haben. Der 90 Minuten w├Ąhrend Ausflug zu Lande und zu Wasser verging so auch wie im Fluge. Und dazugelernt habe ich auch noch was: Auf Star Island) habe ich ein paar durchaus bekannte Nachbarn!

3101 Tage zuvor: Nur in Amerika...

Szene letztens bei einer hiesigen Burger-Bratbude.

Ich trete durch die T├╝r, wei├č genau was ich will und m├Âchte es nur schnell einpacken. Vor mir stehen eine Familie an der ersten Kasse, eine Frau mit Kind an der zweiten. An der dritten steht ein leicht genervt wirkender Mann, der mich abf├Ąllig mustert. Abseits davon eine Gruppe von vier Leuten – um die Ende zwanzig, zwei davon stark t├Ątowiert, einer mit kahl-geschorenem Sch├Ądel – sich intensiv unterhaltend.

Auf eine schnelle Erf├╝llung meines Wunsches hoffend steht ich das Men├╝-lesend mitten im Raum, wandere ein wenig von links nach rechts. Wei├č nicht genau ob ich mich einfach hinter einer Kasse einreihen soll, oder ob die Schlange vielleicht f├╝r alle Kassen gleichzeitig ist. Der Mann von Kasse drei schaut mich weiterhin skeptisch an. Denkt er, ich will mich vor dr├Ąngeln?

Aus Richtung der Toiletten kommt ein Mann mir entgegen. Sich seine H├Ąnde an den Jeans abwischend. Der Frau an Kasse zwei, direkt vor mir stehen, fallen die Autoschl├╝ssel aus der Hand. Mit seinen vermutlich noch feuchten H├Ąnden hebt der Mann ihr die Schl├╝ssel auf – hoffentlich hat er sich die H├Ąnde gewaschen – um sich anschlie├čend hinter mir in die Schlange einzureihen. Jetzt ist es also eine Warteschlange.

Warten… den Mitarbeitern hierzulande kann man sprichw├Ârtlich im laufen die Schuhe besohlen. Eigentlich sollte hier, im Mutterland des goldenen M, doch alles viel schneller, effizienter laufen? Nichts passiert hier, alles ist ruhig. Jeder Burger wird einzeln nach Bestellung zusammengebaut. Mit vor gebratenen und warmgehaltenen Patties. Ich schaue auf die Uhr: f├╝nf Minuten vor halb.

Die Familie an Kasse Eins bekommt ihr Essen. Alles genau nachz├Ąhlend und Ketchup-verlangend (den gibt es dr├╝ben, bei den Servietten). Der Mitarbeiter hinter der Kasse, nennen wir ihn Chris, schreitet anschlie├čend in Richtung Toiletten davon. Die Frau mit Kind an Kasse Zwei scheint ihre Bestellung gerade zum dritten Mal zu wiederholen. Der Mann an Kasse Drei schaut genervt zur Decke. Ich drehe mich um: Hinter mir steht der Mann aus der Toilette und noch ein anderer Kunde, der sich gerade eben hinten in der Schlange eingereiht hat. Ein Blick auf die Uhr: kurz vor halb.

Kasse Nummer Zwei piept best├Ątigend. Die Bestellung scheint endlich akzeptiert worden zu sein. Die Mitarbeiterin hinter der Kasse, nennen wir sie Concha, dreht sich um, irritiert? Verirrt? Verwirrt! Sie geht, gem├╝tlich, zu den fertigen Burgern hinter ihr – immerhin ein guter Meter weit weg – und packt ein paar Dinge zusammen. Nachz├Ąhlend. Sorgf├Ąltig. Nach jedem kleinen Burger auf den Bestellzettel schauend. Schlie├člich faltet sie die T├╝te zusammen und geht zur├╝ck zu ihrer Kasse. Dort einmal angelangt ├Âffnet sie die T├╝te wieder und steckt einen Berg Servietten in die T├╝te, die sie daraufhin wieder sorgf├Ąltig zusammenfaltet. Nun, da sie ihre gedankliche Checkliste offenbar abgehakt hat, macht sie sich auf zu Kasse Drei – dem wartenden Mann, der ihr allerdings schon entgegeneilt und schlie├člich die T├╝te, mehr oder minder, aus der Hand rei├čt. Er ist zur T├╝r hinaus bevor Concha ihre Kasse wieder erreicht hat.

Chris von Kasse Eins kommt zur├╝ck. Z├╝gigen Schrittes. Sich auf seine Kasse st├╝tzend schaut er abwesend in meine Richtung und sagt: Next please. Mein Bein zuckt kurz, bevor ich zu der Gruppe neben mir schaue. Ich schaue dem mir am n├Ąchsten stehenden an und winke mit der Hand in Richtung Kasse. Ein freundliches Thank You sagend schreitet die Gruppe an mir vorbei in Richtung des wartenden Mitarbeiters. Ob sie auch so freundlich gewesen w├Ąren, h├Ątte ich mich einfach an die Kasse gestellt? Mein Blick geht Richtung Kasse Zwei: Concha studiert die Bestellung der Frau mit Kind auf ihrem Monitor. Ich schaue auf die Uhr: Kurz nach halb.

Eine T├╝r rechts von mir ├Âffnet sich. Eine ├Ąltere Dame, gesch├Ątzte 80, betritt den Laden. Grinsend. Hinter ihr kommt, langsamen Schrittes, ein noch ├Ąlterer Herr hinterher. Die Dame schreitet an mir vorbei, stellt sich, ein wenig Abstand haltend, direkt hinter die Kasse eins. Die will sich doch vor dr├Ąngeln! Aber… ├Ąltere Menschen stehen in den USA ja sozusagen unter Artenschutz. Darf man da was sagen? Ist es in diese Kultur nicht sogar vielleicht verankert, dass ├Ąlteren Menschen immer Vorrang gew├Ąhrt wird? Schlie├člich gibt es ja auch an allen noch so kleinen Gesch├Ąften Behindertenparkpl├Ątze – und gegen die auf den Mutter-Kind-Parkpl├Ątzen parkenden Rentner sagt ja schlie├člich auch niemand was. Was soll ich tun? Die Gruppe an Kasse Eins hat die Bestellung zusammengestellt – laut hin und her-rufend, denn die eine H├Ąlfte sitzt bereits ein einem Tisch etwas abseits.

An Kasse Zwei ist Concha mittlerweile dazu ├╝bergangen die Burger langsam, aber sorgf├Ąltig, auf ein Tablett zu betten. Jeden einzeln. W├Ąhrend das Kind sich bereits durch die Happy-Meal-T├╝te w├╝hlt. Nachz├Ąhlend fordert die Mutter noch Mayo und Ketchup – gibt’s da hinten bei den Servietten. W├Ąhrenddessen stapeln sich bereits die ersten Burgen auf dem Tablett an Kasse Eins. Irgendeine Ger├Ątschaft beginnt lautstark piepend um Aufmerksamkeit zu schreien. Chris wirbelt, die Burger auf dem Tablett immer h├Âher stapelnd w├Ąhrend Concha die Mutter anl├Ąchelt, darauf wartend ihr S├Ątzlein auf zusagen: Next please. Damit meint sie mich. Gut, denn an dieser Kasse steht die alte Dame gewiss nicht an.

Erleichtert gebe ich meine Bestellung auf. Four Cheseburgers please. That’s all?, fragt Concha. That’s all. In dem Moment sagt Chris: Next please. Der Toiletten-Mann begibt sich raschen Fu├čes an Kasse Eins, die ├Ąltere, grinsende Dame bewusst ignorierend. In dem Moment sehe ich, dass sich mittlerweile eine recht ansehnliche Schlange aufgestaut hat. Acht, vielleicht zehn Leute stehen dort aufgereiht – in einer einzigen Schlange, die die rechte H├Ąlfte der T├╝ren versperrt. Concha murmelt hinter mir etwas. Ich drehe mich um. Sie meinte wohl, dass es ein wenig dauern wird. Ich trete zur Seite, f├╝r den n├Ąchsten Kunden Platz machend.

Im selben Moment tritt auch der Toiletten-Mann zur Seite. An Kasse Eins beginnt die ├Ąltere Dame, die sich in der Zwischenzeit direkt hinter dem Toiletten-Mann aufgebaut hatte, ihre Bestellung los zu plappern, w├Ąhrend an Kasse Zwei der n├Ąchste Kunde neben mir seine Bestellung in schnellen Worten aufgibt: Irgendein Special, das Concha nicht gel├Ąufig ist. Er gestikuliert in Richtung des Men├╝s und Concha schaut, mit einem leichten Anflug von Panik in den Augen, zu Chris hin├╝ber.

W├Ąhrenddessen gleitet mein Blick zu der Schlange hin├╝ber. Die Frau, die eigentlich jetzt an Chris’ Kasse stehen w├╝rde, sch├╝ttelt ungl├Ąubig den Kopf. Mehrere andere Kunden stehen ebenfalls merklich emp├Ârt an ihrem Platz in der Schlange. Die ├Ąltere Dame ├╝berl├Ąsst dem mittlerweile an Kasse Eins angelangtem ├Ąlteren Herrn den Schauplatz und geht, langsamen Schrittes mit einem best├Ąndigen Grinsen auf dem Gesicht, an der Schlange entlang. Als sie den Gesichtsausdruck der Leute sieht, sagt sie, f├╝r jeden gut h├Ârbar: I took my chances und grinst noch breiter. Sie scheint das wohl als besonders clever zu empfinden. Der Blick der in der Schlange stehenden Leute wird noch finsterer. Mir ein Grinsen nicht verkneifen k├Ânnend drehe ich mich zur├╝ck zu Concha und ihrem Problemkunden.

Der Kunde hat mittlerweile seine Sprechgeschwindigkeit an Conchas Arbeitstempo angen├Ąhert. Und auch wenn man von Conchas Gemurmel nichts verstehen kann, scheint es das gew├╝nschte Special wohl nicht mehr zu geben. Mit lauten und f├╝r seinen starken US-Slang deutlichen gesprochenen Worten formuliert der Problemkunde seinen Altnertiv-Wunsch – das eine Diskussion ├╝ber das werben mit Specials und deren Verf├╝gbarkeit bei Concha zu nichts f├╝hrt, hat er wohl von vornherein verstanden. W├Ąhrenddessen schleppt Chris eine Eist├╝te mit einem viel zu gro├čen Berg Softeis darauf an Kasse Eins, wo der ├Ąltere Herr bereits wartet. Ich schaue auf die Uhr: Fast zehn Minuten nach halb.

An Kasse Eins bekommt der Toiletten-Mann gerade seine einget├╝tete Bestellung in die Hand gedr├╝ckt als Concha die Bestellung ihres Problemkunden erfolgreich in die Kasse getippet hat. Die von der ├Ąlteren Dame ├╝bersprungene Frau hechtet sofort an Chris’ Kasse und plappert los. W├Ąhrend ich noch so ├╝berlege wie viel weniger der Toiletten-Mann wohl bestellt haben k├Ânnte das seine Bestellung noch vor meiner fertig ist, sehe ich auch schon Concha an der Burger-Theke stehen. Chesseburger-abz├Ąhlend und sie behutsam in einer T├╝te ablegend. Sie macht das so ├╝bersichtlich, dass ich keinerlei Probleme habe mit zu z├Ąhlen – nicht das man an ihrer Genauigkeit zweifeln k├Ânnte. Und w├Ąhrend sie dann mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck zu mir her├╝ber schlurft, beginne ich zu ├╝berlegen wann meine Parkzeit an der Parkuhr wohl abgelaufen gewesen sein k├Ânnte. Ich hatte, in Ermangelung kleinerer M├╝nzen, einen Viertel-Dollar eingeworfen. Zw├Âlf Minuten Parkzeit fand ich sehr ├╝bertrieben f├╝r eine kleine Bestellung in einem Fast-Foor-Restaurant.

3118 Tage zuvor: Hei├čes Miami

War heute mal bei den Miami Heat zu Gast und muss sagen, dass die dort schon eine recht ansehnliche Show abliefern. Allerdings haupts├Ąchlich das drumherum. Das Spiel als solches war zwar auch – im wahrsten Sinne des Wortes – spektakul├Ąr, aber ├╝ber lange Strecken auch doch sehr langatmig (eine Minute Spielzeit steht locker zwei Minuten Wartezeit gegen├╝ber) und eint├Ânig (au├čer Let’s go Heat! und De-fense gab es gar keine Sprechch├Âre). Mit einem Fu├čballspiel im heimischen Deutschland ist es so gar nicht vergleichbar.

Miami Heat vs Utah Jazz

Angefangen hat es schon mit einer halb-leeren Arena. Das die Heat gerade nicht die besten Spiele abliefern sollen, wurde mir ja bereits gesagt. Aber mit solch einem geringen Andrang h├Ątte ich dann doch nicht gerechnet. Trotz der recht niedrigen Ticket-Preise. Dementsprechend war die Stimmung das ganze erste Viertel hindurch denn auch eher ruhig. Allerdings hat sich das im Laufe des Spiel dann relativiert. Mag auch an der vornehmlichen Anwesenheit der Latinos und deren speziellem Zeitgef├╝hl liegen.

Als das vierte Viertel sich dann dem Ende neigte, wurde es aber doch noch spannend – und laut. Nach einigem hin- und her (das ich so gar nicht erwartet h├Ątte), gab es dann doch noch einen Ausgleich. Und damit eine Verl├Ąngerung. Die ging dann wieder gr├Â├čtenteils unspektakul├Ąr ├╝ber die B├╝hne, bis es in die letzte Minute der Verl├Ąngerung ging. ├ťberraschend wieder ein Ausgleich durch die Heimmannschaft: Verl├Ąngerung Nummer Zwei konnte beginnen. Die verlief genauso wie die erste und so ging es denn auch direkt in die dritte Verl├Ąngerung – die dann gl├╝cklicher Weise endlich ein Team f├╝r sich entscheiden konnte. Und so trennte man sich nach gut und gern dreieinhalb Stunden mit 140 zu 129 Punkten.

3169 Tage zuvor: Gem├╝tlichkeit

18┬░C waren es heute morgen. Drinnen, wohlgemerkt. Drau├čen hatte es frostige 6┬░C. Verweichlicht, wie man mittlerweile ist, kam man mit dem frieren gar nicht mehr hinterher. Nachdem die Sonne nun weg ist und die Temperaturen dennoch nicht sp├╝rbar geklettert sind, war es dann an der Zeit die Heizung einzuschalten. Wie ich feststellen muss, ist das durchaus eine gem├╝tliche Sache: Drinnen warm, drau├čen kalt. Dazu ein paar Lebkuchen und Wollsocken. Fehlt nur noch der Schnee…

3188 Tage zuvor: Die Ger├Ąusche der Stadt

…sind in New York besonders laut. Was man allerdings auch sehr gut nachvollziehen kann, denn diese Stadt ist einfach nur gross riesig. Um nicht zu sagen ├╝berw├Ąltigend. Ungleich aller anderer US-St├Ądte, die ich bislang gesehen habe, wirkt sie dabei kein St├╝ck k├╝nstlich. Das mag vor allem daran liegen, dass sie mit Abstand die ├Ąlteste Stadt auf diesem Kontinent ist, die ich bislang besucht habe. Faszinierend und einsch├╝chternd zugleich.

New York (Brooklyn)

Zu sehen ist das auch allenthalben, vor allem abseits der ├╝blichen Routen. In den Seitenstra├čen der Upper West Side gibt es durchaus Stra├čenz├╝ge, die an den Charakter so mancher europ├Ąischer Gro├čstadt erinnern. Auf erstaunlich engem Raum zusammen gestaucht gelangt man so mit wenigen Schritten von Madrid nach London.

Die Menschen, die hier leben, sind hingegen alles andere als idyllische Abbilder ihrer europ├Ąischen Ahnen. Das der gemeine New Yorker ein eingebildeter, r├╝cksichtsloser Egomane ist, wurde einem ja bereits durch diverse Filme (im letzten Jahr auch vermehrt durch die Nachrichten von der Wall Street) versinnbildlicht. Aber in der Realit├Ąt sind Taxifahrer, die beim R├╝ckw├Ąrts-fahren trotz anwesender Polizei keine R├╝cksicht auf Kinderwagen nehmen, doch noch weit erschreckender. Oder die Mutter, die, nachdem wir bereits zehn Minuten mit Baukl├Âtzen im Kindermuseum gespielt haben, mit ihren beiden Kindern auftaucht und meint, man solle gef├Ąlligst Platz machen da sie schon vorher dort gespielt h├Ątten – es gab noch weitaus mehr unbesetzte Kisten mit Baukl├Âtzen.

Trotzdem ist New York eine beeindruckende Stadt, deren Besuch ich jedem auch nur halbwegs metrophilen Menschen nur empfehlen kann. Allerdings am besten nicht im Winter, denn wenn der New Yorker sagt es sei kalt, dann meint er das wirklich. Und das gilt nicht nur f├╝r verw├Âhnte Floridians.

3189 Tage zuvor: Riss in der Optik

Und auf einmal war es kaputt. Display gebrochen. Einfach so. Schade, sehr schade. Denn es hat mir wirklich gut gefallen.

Nun, eine bessere Gelegenheit und einen besseren Zeitpunkt ein neues zu kaufen gibt es wohl nicht. Ein Wink mit dem Zaunpfahl des Schicksals?

3190 Tage zuvor: Photo-Tourismus

Waren ja (und sind auch gerade noch) in New York. Mehr dazu sp├Ąter an dieser Stelle. Photos findet man jedenfalls schon mal bei flickr. Nach wie vor gilt: Wer privates sehen will, soll mich als Kontakt beantragen.

Ach ja, Frohes Neues Jahr allen Lesern an dieser Stelle!

3198 Tage zuvor: Ho Ho Ho!

Wer findet den Fehler?

Stromausf├Ąlle sollte man ja gewohnt sein. Der heutige Knall kam dann doch ein wenig ├╝berraschend.- und vor allem ungelegen. Dennoch, trotz des gekonnten Anschlags auf die Zubereitung des vier-g├Ąngigen Weihnachts-Schmaus’ konnte es das festliche Essen nicht verderben – Grill sei Dank.

3312 Tage zuvor: Strand

Eigentlich sieht’s ja in D├Ąnemark auch nicht anders aus…

D├Ąnischer Strand?

3315 Tage zuvor: Sch├Ânes Duschen

Das G├Ąste-Bad ist ja nun schon seit nunmehr ein paar Wochen fertig. Auch wenn, zugegeben, noch die Bilder im Bilderrahmen fehlen. H├╝bsch ist es geworden, durchaus. Doch wie soll man ein Bad dieser Gr├Â├če hinreichen fotografieren? Microsoft hat mir diese Woche mit Photosynth die Antwort darauf geliefert.

Und daher darf ich nun auch das Badezimmer angemessen pr├Ąsentieren:

Jedenfalls wenn der entsprechende Photosynth Viewer installiert ist.

3324 Tage zuvor: Ausgest├╝rmt

Fay ist also weiter gezogen und in Miami geht heute wieder alles seinen gewohnten Gang. Mitbekommen hat man hier, circa 160km vom eigentlichen Sturm entfernt, lediglich die Ausl├Ąufer: Periodisch starker Regen und teils heftige Windb├Âen. Alles in allem war es aber recht ruhig.

Fay

F├╝r Strand-Sport war es dennoch viel zu windig. Ein gewisser Kite-Surfer wird diese Meinung nun, vom seinem Krankenhausbett aus, vermutlich teilen (ab Minute 4:04):

3327 Tage zuvor: Gestatten, Fay

Allj├Ąhrlich, von Juni bis November, herrscht Hurricane Season im gesamten Gebiet. Momentan bahnt sich auch der erste – mit dem recht h├╝bschen Namen Fay – seinen Weg in unsere Richtung.

Fay

Da verwundert es nicht weiter, dass sich die lokalen Medien darauf konzentrieren. Und der morgige erste Schultag in S├╝d-Florida f├Ąllt damit, wortw├Ârtlich, auch ins Wasser.

3344 Tage zuvor: Slava und der Schnee

So, das war des ber├╝hmten Slava’s Snow Show. Seit einigen Tagen wird man hier nunmehr mit Werbung f├╝r eben jene Show bombardiert. Gestern sind wir dann selbst mal vorbeigeschneit.

Slava's Snow Show

Eine wirklich kurzweilige, am├╝sante und vor allem farbenpr├Ąchtige Show. Und tats├Ąchlich kam sogar im schw├╝l-warmen Miami eine Gef├╝hl von Winter auf – dank zig-tausender, umher wirbelnder Papier-Schnippseln. Allerdings ist der Clown nicht unbedingt f├╝r Kinder geeignet, wie auch schon der Herald zu berichten wusste, denn mitunter wird es f├╝r die Kleinsten doch ein wenig unheimlich. Zumal, soviel sei verraten, der Clown stirbt. Mehrmals. Ausgiebig.

3351 Tage zuvor: Eingebrochen

  • Vom Eigenheim in zehn Minuten zum Strand gehen: Viele Tausend Dollar.
  • Mit den Kindern am Strand spielen und im Wasser planschen: Gratis.
  • Beim Schwimmen im Meer den Hausschl├╝ssel verlieren: $ 250,-

Nicht eingerechnet sind der Autoschl├╝ssel ($ 135,-) und die Fernbedienung f├╝r die Alarmanlage. Immerhin kam der Schl├╝sseldienst recht z├╝gig. So hat es sich wenigstens gelohnt, dass wir vor knapp zwei Wochen einen zweiten Autoschl├╝ssel haben anfertigen lassen.

3360 Tage zuvor: Dunkel wars...

Mit einem lauten Knall verabschiedete sich der Strom gegen 12:00h heute Mittag. Irgendwo da drau├čen war der Blitz eingeschlagen – und hat dabei eine Stromleitung ausgeknipst. An sich nichts ungew├Âhnliches, allerdings ist es in diesem Jahr schon das zweite Mal passiert. Kleinere Stromausf├Ąlle oder -Schwankungen ganz au├čen vor gelassen. Dabei habe ich heute gelernt, dass es hierzulande sogar eine Hotline daf├╝r gibt. Einmal dort angerufen und den Vorfall gemeldet wird man in die Reparatur-Warteschlange eingereiht und erf├Ąhrt eine voraussichtliche Uhrzeit, zu der der Strom wieder da sein soll.

Auszug aus der Online-Meldung:

We have identified a power problem affecting your location. The problem is with a main line and affects 103 customers. We have dispatched a power restoration specialist to investigate and restore your power. We are pleased to report that restoration of your service will be earlier than originally anticipated. We are working to have your power back by 07/15/2008 at 04:00 PM.

Gedauert hat es dann allerdings bis 17:00h. Aber immerhin wei├č ich jetzt, dass meine USV gut und gern eine Stunde durchhalten – und die Internet-Verbindung scheinbar keinen Strom ben├Âtigt.

3381 Tage zuvor: Gepl├Ąnkel

Kennt vielleicht jemand einen guten Gitarren-Einsteiger-Kurs? Vorzugsweise im Internet. Und, dank mangelnder Musik-Stunden in der gesamten Schullaufbahn, ohne Notenkenntnisse.

3405 Tage zuvor: Cruisin'

Ich war ja nun letztens auf einer Kreuzfahrt in die Karibik. Eigentlich das erste Anzeichen daf├╝r, dass man wirklich alt ist – auch wenn sich neuerdings immer j├╝ngere Generationen diesem nautischen Vergn├╝gen hingeben. In diesem speziellen Fall geh├Ârten wir jedoch genau in die Zielgruppe: Es war eine Disney Cruise mit entsprechend vielen Kindern und Eltern an Bord.

Dennoch profitiert man auf so einer Kreuzfahrt doch endlich mal vom deutschen Rentensystem (alter Zeiten). Besteht das Bordpersonal n├Ąmlich zumeist aus Leuten der zweiten Welt, sind s├Ąmtliche Bordprospekte (sogar die Bad-Utensilien) in vorz├╝gliches Deutsch ├╝bersetzt – dem Weltmeister im Reisen wird demnach entsprechend gehuldigt.

Der Vorteil einer Disney Cruise liegt f├╝r die Eltern dabei klar auf der Hand: Man kann die Kinder in professionelle Obhut ├╝bergeben um ruhig und entspannt Cocktails am Erwachsenen-Pool genie├čen zu k├Ânnen. Alternativ kann man auch die F├╝├če im Sand des Erwachsenen-Strands vergraben. Dem ab-18-Bereich kommt dabei eine ganz andere Bedeutung zu. Und so ganz nebenbei kommt man dadurch noch in den Genuss einer privaten Insel mit dazugeh├Ârigem Disney-Park: Castaway Cay. Eltern sei eine derartige Kreuzfahrt also w├Ąrmstens empfohlen!

Abschlie├čend sei noch gesagt, dass Schiffsschwankungen durchaus lustig sind. Gemeinhin kennt man das allerdings schon von diversen Promille Blutalkohol. Das geradeaus-gehen ist ├╝brigens auch n├╝chtern nicht leichter.

3406 Tage zuvor: Nachschub

Es gibt neue Bilder zu sehen!

Entweder in der hiesigen Galerie, oder aber direkt bei flickr.

3485 Tage zuvor: Blaulicht im R├╝ckspiegel

Langsam, geradezu bed├Ąchtig, zog er sich die Handschuhe aus und legte den Helm auf seinem Motorrad ab. Die Sonnenbrille zurecht-r├╝ckend ging er auf mich zu. You’ve been a little late on that light sagte der Officer zu mir, womit er – das muss ich unverhohlen zugeben – durchaus Recht hatte. W├Ąhrend ich noch nach meinem F├╝hrerschein kramte, schaute er auf die R├╝ckbank des Autos, wo das Baby freundlich mit den Armen fuchtelte. Gerade als er mit den Zulassungspapieren und meinem F├╝hrerschein zur├╝ck zu seinem Motorrad gehen wollte, viel ihm auf das er einen europ├Ąischen F├╝hrerschein in den H├Ąnden hielt. Da ich keinen US-F├╝hrerschein besitze, gab er mir alles zur├╝ck und lie├č uns mit dem Worten You not gonna do that again, right weiterfahren.

3568 Tage zuvor: Krimi ohne Mimi

Das Telefon klingelt aufgeregt. Die Frau ruft an. Bevor das Gespr├Ąch angenommen wird, f├Ąllt der Blick auf das Symbol f├╝r verpasste Anrufe. Es scheint nicht zum ersten Mal zu klingeln. Die Worten flie├čen schnell, mit einem leicht entsetzt geschockten Unterton. “Ausgeraubt” kommt darin vor. Und “K├╝che”. Von der Polizei ist die Rede. Und einem dreisten Handwerker. Doch was ist geschehen? Mit ein wenig Abstand l├Ąsst sich folgendes rekonstruieren.

Es ist Samstag-Abend und der Nachbar unseres neuen Hauses feiert eine Party. Bis in die Nacht hinein, f├╝nf oder sechs Uhr morgens. Nachdem die Party vorbei ist, versperrt er seine T├╝ren – ihm f├Ąllt auf unserem Grundst├╝ck nichts weiter auf. Am n├Ąchsten Morgen (oder eher Mittag) jedoch f├Ąllt ihm auf, dass die Hintert├╝r unseres Hauses aufsteht. Er denkt sich dabei jedoch nichts weiter.

Sonntag-Nachmittags dann statten Bekannte von uns unserem Haus den t├Ąglichen Besuch ab um nach zuschauen ob alles in Ordnung ist. Ist es nicht. Die T├╝ren sind nicht mehr verschlossen und in der K├╝che fehlen s├Ąmtliche Ger├Ąte: Herd, Mikrowelle, Geschirrsp├╝ler und K├╝hlschrank sind ordentlich ausgebaut worden und verschwunden. An ihrer statt klaffen jetzt offene L├╝cken in der K├╝che. Allein der Ofen ist noch da – vermutlich wusste jemand nicht wie man den ausbauen muss. Ein Koffer aus einem der Schlafzimmer fehlt ebenfalls.

Als die Polizei eintrifft ist es schon Abend. Genauer untersuchen wollen sie den Vorfall jedoch nicht; weil die Hausbesitzer nicht da sind. Sie schauen sich jedoch die T├╝ren an und sagen, dass niemand eingebrochen sei – zwar finden sich Spuren eines Brecheisens an der Hintert├╝r, damit sei sie jedoch nicht ge├Âffnet worden. Der Einbrecher muss demnach einen Schl├╝ssel gehabt haben. Und da er sich die Zeit genommen hat die K├╝chenger├Ąte sorgf├Ąltig auszubauen und den K├╝hlschrank, der ohne ihn anzuheben und zu kippen gar nicht aus der K├╝che heraus gewuchtet werden kann, mitzunehmen, muss er auch gewusst haben das wir l├Ąngere Zeit nicht da sein w├╝rden.

Montag-Nachmittags in Deutschland. Meine Frau bekommt den Anruf von unseren Bekannten das bei uns eingebrochen wurde. Wer alles einen Schl├╝ssel h├Ątte, wird sie gefragt. Die Antwort: Unsere Bekannten selbst, die nach dem Haus schauen sollen, und der Handwerker, der das Dach reparieren soll. Niemand sonst, da wir die Schl├Âsser erst vor zwei Wochen haben austauschen lassen. Der Handwerker wird angerufen.

Er sagt zu unserem Bekannten, er sei in dem Haus gewesen um sich alles noch mal anzuschauen. Das Eingebrochen wurde scheint ihn nicht zu wundern. Das er nicht wieder zur├╝ckkommen braucht um das Dach zu machen auch nicht. Au├čerdem meint er, dass es dann wohl der Vormieter war, der ja schlie├člich auch noch einige Sachen im Wohnzimmer stehen habe. Der Vormieter hat jedoch gar keinen Schl├╝ssel mehr – zumal die Schl├Âsser in der Zwischenzeit ausgetauscht wurden. Ein Anruf beim Cousin des Handwerkers (jemand, der mit meiner Frau zusammenarbeitet und auch den Kontakt hergestellt hat) l├Âste Entsetzen aus. Ihm (dem Cousin) wiederum wurde gesagt, dass er (der Handwerker) noch gar nicht wieder in dem Haus gewesen sei.

Anschlie├čend haben wir noch die Polizei in Miami angerufen. Die Crime Scene Investigation Unit (ja, das ist der CSI-Miami) ist daraufhin zu unserem Haus gefahren, hat jedoch nichts weiter feststellen k├Ânnen. Ein Detective wird sich der Sache jetzt annehmen.

3613 Tage zuvor: Pass-Suche

Montag ist es. Der f├╝nfte November, um genau zu sein. Eigentlich sollte ich ja schon seit gut f├╝nf Tagen in Miami sein. Eigentlich. Wie bei so vielem im Leben kam es leider auch hier anders als gedacht. Ein kleiner R├╝ckblick.

Da ich ja im kommenden Jahr ein wenig l├Ąnger im vermeintlichen Land der unbegrenzten M├Âglichkeiten verweilen m├Âchte, dachten wir es w├Ąre eine gute Idee ein entsprechendes Visum beim US-Konsulat zu beantragen. Da laut Auskunft der entsprechenden Webseite die Bearbeitungszeit mit Vorbereitungen, Interview und anschlie├čender Bearbeitung auch lediglich zwei Wochen betragen sollte, gingen wir davon aus dies zwischen zwei Fl├╝gen problemlos unterbringen zu k├Ânnen. Gesagt, getan und schon hatte ich einen Interview-Termin Anfang Oktober in Frankfurt. Das Interview im Konsulat war ├╝brigens auch eine recht skurrile Geschichte, man kommt sich dort vor wie am Flughafen; bei all den Sicherheits├╝berpr├╝fungen und der Wartehalle. Skeptisch wurde ich denn auch hier zum ersten Mal, als ich nicht zu einem der “Hallo-hier-ist-ihr-Visum”-Schalter gerufen wurde, sondern darlegen musste warum meine Frau mir denn meine Papiere nicht beantragen w├╝rde (ganz einfach: Ich will ja gar nicht Einwandern). Danach wusste ich dann auch schon, dass die Bearbeitung statt drei Tagen wohl eine Woche in Anspruch nehmen w├╝rde. Was allerdings immer noch kein Problem darstellte.

Die Wochen zogen ins Land, der Abflugtermin r├╝ckte n├Ąher und vom Reisepass, den man beim Konsulat lassen muss, ward nichts mehr geh├Ârt. Zwischen Auszug und Wohnungs├╝bergabe habe ich mir dann zwar noch einen vorl├Ąufigen Reisepass als Ersatz besorgt, musste dann aber recht schnell feststellen das er mir nicht wirklich weiterhilft: Seit Mai letzten Jahres darf man mit dem nicht mehr in die USA einreisen. Und so kam es wie es kommen musste und ich sa├č am Donnerstag-Abend immer noch in Deutschland – den Flug um eine Woche nach hinten geschoben.

Kommenden Donnerstag gibt es nun also den n├Ąchsten Anlauf. Diesmal allerdings h├Âchstwahrscheinlich mit Reisepass: Das Visum wurde genehmigt und der Pass sollte die Tage bei mir eintrudeln. Hoffen wir mal, dass eine Kleinigkeit sich noch bis dahin gedulden kann.

3615 Tage zuvor: Heja?

Neue Saison, neues Spiel, neues Gl├╝ck. Trotzdem ging es heute in Hannover f├╝r den BVB nicht viel besser aus. Ohne sich hier in Feinheiten ergehen zu wollen, war es trotzdem ansehnlicher.

Dabei ist mir dann auch gleich mal aufgefallen, dass die Begegnung Hannover 96 gegen Borussia Dortmund mit weitem Abstand die h├Ąufigste sein d├╝rfte, die ich gesehen habe. Das d├╝rften an die sechs, wenn nicht noch mehr sein. Und dabei gehe ich gar nicht so oft ins Stadion…

3654 Tage zuvor: Exportweltmeister

Gestern bin ich mal durch den Gang mit Bier im hiesigen Supermarkt geschlendert. Dabei ist einem regelrecht ins Auge gesprungen, was Deutschland trotz China-Boom immer noch einzigartig macht: Bier. Neben Beck’s, dass angeblich das meist-importierte Bier in den USA ist (zugegeben mittlerweile eher Holl├Ąndisch) und L├Âwenbr├Ąu (die auf der Lincoln-Road auch ein eigenes Lokal haben), ist mir vor allem dieses bislang unbekannte St. Pauli aufgefallen:

St. Pauli Import-Bier

Ein paar Meter weiter stand dann noch ein Bavaria genanntes Import-Bier, dass aber dann wirklich aus Holland kam.

3660 Tage zuvor: Einkaufsliste

Gesucht zwecks Kauf in der n├Ąheren Zukunft:

  • Eine Bluetooth GPS-Maus zwecks Navigation mit meinem Handy und PDA samt Software.
  • Ein Notebook zwecks WoW (und Hellgate).
  • Ein Spanisch-Schnellkurs damit ich auf Gol die Euro 2008 verfolgen kann.

Vorschl├Ąge sind gerne willkommen.

3661 Tage zuvor: Golf - irgendwie

Abends halb-Neun in Florida. Miami Beach Golf Club. Nachdem die Sonne vor gut einer Stunde unter gegangen ist, herrschen die angenehmsten Temperaturen des ganzen Tages. Bepackt mit Taschenlampen machen wir uns auf die Jagd – eine Schnitzeljagd! An einigen Bunkern und Teichen vorbei geht es ├╝ber sanfte H├╝gel und durch nasse Rasen-Sprenger. Immer den ausgelegten Spuren hinterher. Ein Riesen-Spa├č f├╝r die ganze Familie! Was wohl der Greenkeeper davon h├Ąlt, wenn er morgen die vielen kleinen H├Ąufchen S├Ągesp├Ąne auf dem Rough und dem Fairway findet?

3663 Tage zuvor: Crandon Park Gardens

Am gestrigen Samstag waren wir in den Crandon Park Gardens, einem kleinen Park auf Key Biscayne – quasi die Nachbarinsel von Miami Beach. Todes-mutig haben wir uns gegen Mittag durch die gef├╝hlten 45┬░C gek├Ąmpft um ein paar Tiere zu sehen, die hier frei leben. Neben einigen Leguanen gab es auch ein Mini-Krokodil zu sehen und etliche V├Âgel. Das interessanteste sind allerdings die leer stehenden K├Ąfige gewesen, die allenthalben stark verrostet herumstanden.

Crandon Park Gardens

Dazu muss man wissen, dass der Park fr├╝her mal der Zoo von Miami war, bis dann ein Hurrikan aufzog und die Tiere evakuiert werden mussten. Seitdem ist der Zoo ein wenig au├čerhalb von Miami unter gekommen. Das Ambiente in diesem Park jedoch hat in meinen Augen davon profitiert. Es lag ein Hauch von 12 Monkeys in der Luft.

3664 Tage zuvor: Miami-ish

Miami Beach, South-Florida. Die Stadt, die im kommenden Jahr mein zu Hause sein soll. Auch wenn ich mithin das vierte Mal hier bin, habe ich dieses Mal eine andere Perspektive auf die Umgebung: Es ist kein richtiger Urlaub mehr, sondern schon eher das Einleben f├╝r n├Ąchstes Jahr. Somit fallen einem auch vollkommen andere Sachen auf, als sonst.

Zum Beispiel das (WIC). WIC ist eine tolle Einrichtung hier in den Staaten – vor allem da man keinerlei andere Unterst├╝tzung des Staates f├╝r seine Kinder erh├Ąlt. Die sogenannten WIC-Checks bekommt man von seinem Arzt und kann damit bestimmte Produkte wie zum Beispiel Milch, Fruchts├Ąfte oder Cereals kaufen. ├ähnlich wie seinerzeit Essensmarken. Dadurch soll gew├Ąhrleistet werden, dass sich Kinder und schwangere Frauen ges├╝nder ern├Ąhren (und damit die Gesundheitskosten gesenkt werden). Obst oder Gem├╝se jedoch tauchte bislang nicht im Repertoire auf, was sich im n├Ąchsten Jahr jedoch ├Ąndern soll. Jedenfalls theoretisch, denn die Bush-Regierung hat den entsprechenden Posten im Budget f├╝r 2008 um US-$ 145 Mio. gek├╝rzt.

Aber es gibt auch ganz profane Dinge, die hier irgendwie anders sind:

  • H├Ąnde einziehen: Niedrig h├Ąngende Deckenventilatoren
  • Von Brr bis Uff: Eiskalte Klimaanlagen gegen tropische Sommersonne
  • Gew├Âhnungsbed├╝rftig: Bunte B├╝rgersteige und Rechts-Abbiegen bei Rot
  • Feierabend-Fragen: Zum Strand oder zum Pool?
  • Drei-Min├╝tiges Werbe-Stakkato: 100 TV-Sender und doch immer nur dasselbe
  • Nicht ohne meine Sonnenbrille: Schneeblindheit ohne Schnee.

3690 Tage zuvor: Dinge, die zu erledigen waren

Es gibt ja immer wieder Momente, in denen man sich fragt: Warum habe ich eigentlich nie XYZ gemacht? Sehr beliebt ist auch die Variante: Wieso war ich eigentlich nie in ZYX?

In Hannover g├Ąbe es da noch so einige offene Sachen. Und damit genau dies nicht auf Karlsruhe zutrifft, habe ich in den letzten 10 Tagen einige Punkte abgehakt:

  • Das ZKM besuchen.
  • Den Rhein begutachten, mit dem Fahrrad.
  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.
  • Fotos der interessantesten, pr├Ągensten Orte machen.

Damit kann ich nun also bedenkenlos in die Zukunft schauen und mich auf neue Herausforderungen einstellen. Ein sehr befreiendes Gef├╝hl.

3711 Tage zuvor: Kamuna

Nein, Kamuna ist keine 68er-WG. Vielmehr ist es die Karlsruher Museums Nacht, die am kommenden Wochenende einmal mehr stattfindet. Dieses mal ist das erste Mal mit mir, denn ich habe es tats├Ąchlich geschafft am betreffenden Wochenende auch hier zu verweilen. Umso eindrucksvoller finde ich, dass ich dadurch dann auch wirklich mal die Ausstellungen im ZKM begutachten kann (Zuse 22-Vorf├╝hrung inklusive) – habe ich doch erst vor anderthalb Wochen noch Herrn P. mein Leid diesbez├╝glich geklagt, noch nie wirklich etwas dort drinnen gesehen zu haben. Hat sonst noch jemand Interesse?

Update
Bei dem freien Eintritt war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber die acht Euro f├╝r ein Ticket sind auch noch zu verkraften.

3715 Tage zuvor: Documenta 12

Kunst zu erkennen ist wirklich nicht immer einfach. Die documenta ist angetreten einmal mehr genau diesen Beweis zu erbringen.

Documenta 12

Und so gibt es neben allerlei wirklich eindrucksvollen Installation und Zeichnungen vor allem eines: Schund. Man mag mich einen Kunstbanausen schimpfen, aber es gibt tats├Ąchlich etliche Sachen in dieser Ausstellung, die es meiner bescheidenen Meinung nach einfach nicht verdienen in ebendieser zu stehen. Kunst soll sich nicht immer selbst erkl├Ąren, einfach sein oder gef├Ąllig. Aber was dort mitunter dem Publikum pr├Ąsentiert wird hat auch nichts mit schwerer Kost zu tun. Beispiel? Fotos von einem in der Prager Innenstadt die passierenden Fu├čg├Ąnger anrempelnden “K├╝nstler”. Ob es dort einen nennenswerten tieferen Sinn gibt, wage ich einfach mal zu bezweifeln. Aber ich lasse mich auch gerne von Gegenteil ├╝berzeugen.

├ťbrigens gibt es entweder hier in der Gallerie noch ein paar Bilder mehr f├╝r die geneigte Leserschaft.

3715 Tage zuvor: Dual-Kino

Neulich haben wir, also ich und meine Angetraute, beschlossen ins Kino zu gehen. Das war letzten Monat. Nun, mittlerweile trennt uns zwar ein Ozean, aber das hat uns nicht daran gehindert den Plan heute in die Tat umzusetzen. Als also in Miami Beach I Now Pronounce You Chuck and Larry gezeigt wurde (Kommentar: “interessant”), sa├č ich hier in Karlsruhe auch im Kino um, wie Homer so treffend gesagt hat, f├╝r etwas zu bezahlen was man im Fernsehen umsonst haben kann. Aber was tut man nicht alles um die Kinogutscheine endlich mal los zu werden. Besagter Gutschein lag ja auch erst seit zwei Jahren bei mir herum.

Simpsons - The movie

Was soll man nun von diesem Streifen halten? Sicherlich keine geistigen H├Âhenfl├╝ge, soviel steht schonmal fest. Aber der Film wei├č genau mit der Art Humor zu begeistern, die einen auch schon immer im Fernsehen fasziniert hat: Derb und absurd mitunter aber auch feinsinnig oder subtil. Ergo: Pr├Ądikat kurzweilig.

Update
Beim Spiegel-Online gibt es jetzt auch einen interessanten Artikel aus einer anderen Perspektive dazu.

3736 Tage zuvor: ...zu erz├Ąhlen.

R├╝ckfl├╝ge zu verschieben ist ja eine unserer kleinsten Herausforderungen. Und so wurde der Aufenthalt in ├ťbersee auch dieses Mal um eine Woche verl├Ąngert nachdem der Chef telefonisch nichts einzuwenden hatte (wof├╝r man die Wartezeit in einer Schlange – diese spezielle war vor dem Disney-World in Orlando – nutzen kann). Im Gegensatz zum Abflugtermin in Richtung Las Vegas gute vier Wochen zuvor kamen wir dieses Mal auch p├╝nktlich los. Somit war der Check-In auch problemlos und ziemlich unspektakul├Ąr abgehakt. Und da auch weit und breit keinerlei Schlange in Sicht war, viel der Abschied umso langwieriger und schmerzhafter aus. Es gibt einfach keine positiven Seiten daran seine schwangere Ehefrau auf einem anderen Kontinent zur├╝ck zu lassen.

Das Gate zu finden stellte diesmal ├╝brigens auch keine Herausforderung dar und konnte resolut bew├Ąltigt werden. Einmal dort angekommen setzen zwar schon die ersten Gedanken ├╝ber einen etwaigen R├╝ckflug ein, aber da der Flug tats├Ąchlich p├╝nktlich war sollte man sich schon bald wieder auf andere Gedanken bringen k├Ânnen. Und so kam es denn auch, dass das Boarding tats├Ąchlich p├╝nktlich los ging, alle Passagiere zur Abflugzeit in der Kabine sa├čen und die T├╝ren auch prompt geschlossen werden konnten. Auf die Sekunde p├╝nktlich f├╝r eines jener lokalen Gewitter in Miami, die so stark ausfallen das auch ein Flughafen gesperrt werden muss. In diesem Fall f├╝r lange sechzig Sekunden.

Regen in Miami

Auf diese Weise wurde die Wartezeit im Umsteige-Flughafen Philadelphia ein wenig k├╝rzer – statt vier nur noch drei Stunden. Was wiederum sehr gut ist, da ich diverse Flashbacks zu dem Umsteigen w├Ąhrend meines Hinflugs hatte. Und ein am Telefon weinendes Kind, dass heiser ÔÇťBut I want you back!ÔÇť ins Telefon schluchzt bringt einen auch nicht auf positivere Gedanken. Immerhin ging der Anschlussflug nach Frankfurt ├╝berp├╝nktlich zum Boarding ├╝ber und startete daf├╝r versp├Ątet wegen fehlender Passagiere. Was allerdings nicht viel ausmachte da ich es tats├Ąchlich einmal geschafft habe im Flugzeug zu schlafen – und zwar die komplette Strecke. Auf dem Weg von Hawaii nach Miami h├Ątte ich auch soviel Gl├╝ck n├Âtig gehabt.

Einmal auf deutschem Boden angekommen musste ich schon ganz unbewusst auf die unterschiedlichen Mentalit├Ąten achten. Abgesehen von vielen Kleinigkeiten ist mir vor allem der Z├Âllner im Ged├Ąchtnis haften geblieben: Wo in den USA jeder freundlich ist und einen nur dann grimmig anschaut um etwas damit zu bewirken schien der deutsche Beamte dort am Schalter vor mir von seiner Arbeit derma├čen ange├Âdet zu sein das er sich nicht einmal zu einem direkten Augenkontakt durchringen konnte. Das also ist mein Heimatland und es scheint wirklich froh zu sein mich zur├╝ck zu haben.

Was also tut man in einer Heimat, in der man sich ziemlich fehl am Platze f├╝hlt? Richtig, man f├Ąhrt irgendwo hin um sich abzulenken. In diesem Fall ist die Wahl dann auch auf Hannover gefallen. Da es Freitag ist sollte das auch kein Problem darstellen – und so ging es direkt zum Bahnhof in Frankfurt und von dort aus gen Hildesheim, wo ein Privattaxi auf mich warten sollte um mich nach Hannover zu bringen. Die ersten Stunden waren dann auch damit voll gestopft viele Leute anzurufen und das ein oder andere Wiedersehen in Hannover zu organisieren. Vor allem auf das Essen im Bord-Restaurant habe ich mich dabei gefreut – doch das war leider ein wenig zu fr├╝h. Wie ich bereits in Miami mitbekommen hatte, gab es diverse Streik-Szenarien bei der Deutschen Bahn. Unter diesen Gesichtspunkten war ich ja schon froh, dass mein ICE ├╝berhaupt fuhr und dazu auch noch p├╝nktlich war! Doch kaum hatte ich mich auf der reichhaltigen Karte f├╝r ein Mittagsmen├╝ entschieden, wurde auch schon bekannt, dass es gar nichts mehr zu Essen gab. Da hat wohl irgendjemand gestreikt. Und so sollte denn auch das Eiersandwich vom Vortag das letzte sein, was sich bis zum Abend gegessen haben sollte.

Doch so richtig in Deutschland angekommen bin ich dann wirklich erst in Hildesheim, als ich bei 15┬░C im Regen auf der Stra├če stand und auf mein (versp├Ątetes) Taxi gewartet habe: Ein Provinznest bei typischen Wetter mitten im Sommer holte mich recht schnell wieder auf den hiesigen Boden der Tatsachen zur├╝ck. Es war, als ob man nie weg gewesen w├Ąre.

3753 Tage zuvor: ...eine Menge...

Sonntag, 21:36 – Lihu’e
Was ein Tag – heute fr├╝h mussten wir unser Zimmer r├Ąumen. Und unser Flug geht erst in einigen Minuten los. Der Tag war somit also schon entsprechend lang, was sich jetzt langsam bemerkbar macht. Vielleicht war die Idee heute Vormittag noch auf eine Klettertour zu gehen auch nicht unbedingt das passendste wenn man bedenkt das man in der Zwischenzeit keine M├Âglichkeit hat sich nochmal richtig unter eine Dusche zu stellen – aber was soll’s, immerhin hat es Spa├č gemacht. Der Check-In am Flughafen ging ├╝brigens wiederum gewohnt routiniert vonstatten. Diesmal auch wieder mit ein paar Einlagen des Flughafen-Zeitvertreibs Nummer Eins: Schlange-stehen. In Summe waren es vielleicht 45 Minuten. Damit nimmt Lihu’e einen mehr oder minder guten Platz in der Mitte ein. Einziges Manko war diesmal das Einkassieren meines Deos, der Zahnpasta und meines Parfums: Ich habe vergessen die drei Dinge, die zudem auch schon wie gefordert in einem durchsichtigen Beutel waren, aus meinem Rucksack zu nehmen. Das viel nat├╝rlich auch sofort auf. Doch anstatt den Beutel nochmals durch das R├Ântgenger├Ąt zu schicken (wie es mir bereits in Stuttgart passiert ist), wurden die drei Dinge einfach einbehalten. Man meinte es w├Ąre ja ansonsten Schmuggel. Nunja, meine werte Frau meinte sie w├╝rden mein Parfum einfach nur behalten wollen.

Sonntag, 22:58 – Irgendwo ├╝ber dem Pazifik
Mein Schicksal nicht in Autos, Z├╝gen oder eben Flugzeugen schlafen zu k├Ânnen holt mich wieder ein. Ich bin m├╝de – reichlich m├╝de und w├╝rde vermutlich in jedem Bett innerhalb von Sekunden in den Schlaf fallen. Doch hier kann ich nur zwischen meiner schlafenden Familie sitzen und mich anderweitig besch├Ąftigen. Nicht unbedingt die leichtestes Aufgabe wenn man noch drei Stunden Flug vor sich hat und selbst die Stewardessen hinter mir liegen und Schlafen. Immerhin kommt so die werte Leserschaft zu einem kleinen Update. Ich bin schon gespannt wie sich die insgesamt sechs Stunden Zeitversatz zusammen mit einem Schlafmangel auswirken werden. Das d├╝rfte eine gute Probe f├╝r den Flug zur├╝ck ├╝ber den Atlantik in anderthalb Wochen abgeben.

Montag, 07:13 – Los Angeles
Wo kommen um diese Uhrzeit all die Menschen her? Da denkt man sich es w├Ąre eine gute und passende Idee den zweist├╝ndigen Zwischenstop f├╝r eine aufmunternde Tasse Kaffee zu nutzen, und dann macht die Schlange am Schalter von Starbucks denjenigen auf der Expo Konkurenz (zu Zeiten mit Besuchern, wohlgemerkt). Diese Schlange jedenfalls darf sich aus zweierlei Gr├╝nden nicht in den Flughafen-Vergleich einreihen: Zum einen hatte sich optionalen Charakter und zum anderen habe ich sie ausgelassen. Allerdings scheint es hier heute auch eine sehr imposante Schlange zu geben, n├Ąmlich der beim Security-Check. Etliche Fl├╝ge gehen mit fehlenden Passagieren oder Versp├Ątung weg weil diese, so zumindest die Aussage eines mitleidenden Passagiers, in eben jener Schlange festh├Ąngen. Sei’s drum, f├╝r uns ist kein Schlange-stehen drin an diesem Flughafen.

Montag, 11:08 – Irgendwo ├╝ber den USA
Meine Launa hat sich in den letzten drei Stunden dieses Fluges erheblich gebessert. An Schlaf war zwar immer noch nicht zu denken, aber ich war zumindest sehr erfolgreich am d├Âsen. Eine gern gesehene Erholung, wie ich bereitwillig eingestehe. An Schlaf war schon allein des schreienden Babys drei Reihen und des pl├Ąrrenden DVD-Spielers zwei Reihen vor uns nicht zu denken.

Montag, 18:43 – Miami
Der Tag nimmt einfach kein Ende. Auf Kaua’i ist es jetzt schon wieder12:43h und ich habe bislang keine Minute schlafen k├Ânnen. Vor 24 Stunden sind wir gerade den Kalalau-Pfad hoch-gekraxelt und jetzt bin ich tausende von Kilometern entfernt auf einer anderen Seite der Erde. Und die sechs Stunden Jetlag schlagen erst ab morgen zu. Immerhin verlief der Flug hierher problemlos. Die Koffer kamen mit als erste auf dem F├Ârderband angefahren und Elena, die so nett war uns am Flughafen abzuholen, war auch bald da. So sitzen wir jetzt hier in Miami Beach und bereiten uns auf eine hoffentlich erholsame Nacht vor, denn morgen fr├╝h um 8:00h klingelt schon wieder der Wecker – die ersten Termine warten direkt am morgigen Tag auf uns.

3754 Tage zuvor: Aloha!

Das ist also dieses Hawai’i, von dem alle reden. Um genau zu sein ist es mitnichten Hawai’i im Sinne von Honululu (das ist auch eher auf Oah’u), sondern Kaua’i. Kaua’i wird auch “The Garden Island” genannt. Warum das so ist erf├Ąhrt man auch schon beim Anflug auf die Insel: Sie ist gr├╝n – Urwald-Gr├╝n. Allerdings muss man mit ihr erst ein wenig warm werden. Vielleicht liegt das aber auch daran, wie unsere ersten 24 Stunden hier verlaufen sind. Denn in denen wurden wir nicht nur im Supermarkt ├╝ber den Tisch gezogen (den Preise nach zu urteilen scheint es sich bei Princeville entweder um eine Touristen-Hochburg oder einen Million├Ąrs-Club zu handeln) und bei der “Island Orientation” in eine anderthalb-st├╝ndige Verkausveranstaltung f├╝r Ausfl├╝ge gelotst (bei der Sandra um ihren Gewinn eines Segelboot-Ausflugs gebracht wurde), sondern es fehlte auch einer dieser umwerfenden Momente, in denen einem der Mund offen stehen bleibt und man einfach nur staunen kann (den gab es zum Beispiel in San Francisco als wir morgens aus dem Hotel gekommen sind und realisiert haben wo wir sind). Und die Hoola-M├Ądchen fehlten auch!

Dabei hat die Insel durchaus viel zu bieten. Hier gibt es wunderbare Str├Ąnde, wie aus dem Bilderbuch, an denen wei├čer, feiner Sand den blauen Pazifik in wundersch├Ânen Buchten umrandet und Palmen und andere B├Ąume einem direkt am Strand Schatten spenden. Es gibt alle Arten von Sportangeboten (die allerdings f├╝r meinen Geschmack zu sehr vermarktet werden). Und es gibt zahlreiche Wasserf├Ąlle, nicht nur in den gr├╝nen Bergen. Die vielen V├Âgel (vor allem H├╝hner, die frei herumlaufen und einen Morgens wecken) und die ausgepr├Ągte, imposante Flora zusammen mit den wirklich sch├Ânen Panoramen sind ├╝brigens das, was den Charakter dieser Insel denn auch ausmachen. Ich habe noch nirgends zuvor so viele verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren auf einen Haufen gesehen. Und auch das Wetter passt sich dabei sehr gut ein: Es gibt Regen bei Sonnenschein, Regenb├Âgen ohne Regen, Regen ohne Wolken und nat├╝rlich auch strahlend-blauen Himmel bei vollem Sonnenschein. Dabei ist das Wetter nicht nur sehr vielf├Ąltig, man hat auch das Gef├╝hl das es sich mit jedem Meter ├Ąndert, den man sich bewegt.

Das interessanteste und kurzweiligste war allerdings das Wandern. Dabei sind wir bei einem Ausflug zu dem Waimea-Canyon eher zuf├Ąllig auf den Pihea-Pfad gestossen, der direkt beim Pu’u o Kila-Aussichtspunkt beginnt. Der gerade mal eine Meile lange Weg (circa 1,8 km) ging dabei ├╝ber einen Berg-Grat zu einem wirklich atemberaubenden Aussichtspunkt auf etlichen Fu├č H├Âhe. Normaler Weise soll man von hier aus einen umwerfenden Ausblick auf den ├Âstlichen Teil der Insel und den Pazikfik haben, aber zu meinem Gl├╝ck wurde die Aussicht auf dem Hinweg durch etliche Wolken verbaut, die sich teils unter und teils direkt auf dem Weg t├╝rmten. So konnte ich meiner H├Âhenangst ein Schnippchen schlagen und den Weg ohne weiche Knie abwandern.

Einen Quoten-Strandtag gab es aber auch. Schlie├člich kann man ja nicht einfach auf eine Insel mitten im Pazifik (um die halbe Erde herum!) fliegen ohne zumindest einmal in den Fluten geschwommen zu sein. Zumal mein Name auf Hawai’ianisch soviel wie Meer hei├čt. Und wie Murphy es schon so treffend beschrieben hat, war das auch der einzige Tag, an dem ich mich nicht komplett mit Sonnencreme eingeschmiert habe. Das ├╝bliche Schicksal der Deutschen auf Sonnen-Urlaub wollte ich dann zwar noch mit einer weiteren, nachtr├Ąglichen Portion Sonnen-Blocker auf den zuvor ausgesparten K├Ârperteilen abwenden, aber Murphy wusste schon was er schrieb und so habe ich nun auf den Schultern einen ziemlich unlustigen (wenn auch nicht wirklich schwerwiegenden) Sonnenbrand. Immerhin gab es ein interessantes Muster ab.

Wem also kann ich nun diese Insel empfehlen? Im Prinzip all jenen, die auch Madeira toll finden. Ich selbst war dort zwar noch nicht, hatte mich mit der Portugiesischen Insel im Atlantik aber bereits vor einigen Jahren besch├Ąftigt. Und was ich von dem dortigen Angebot noch in Erinnerung habe (Wandern, immergr├╝ne Fauna, eine einzige Stra├če rund um die Insel) kann es dort nicht alzu viel anders sein. Abgesehen vom Flair vielleicht. Aber eine amerikanisierte Sonnen-Insel ist schlie├člich auch nicht jedermanns Sache (scheinbar auch nicht jedem Hawai’ianer, wenn man den “Free Hawai’i”-Stickern auf diversen Autos Glauben schenken darf). Ich f├╝r meinen Teil muss sagen, dass es mir diese Insel durchaus angetan hat und ich es mir vorstellen kann in einigen Jahren wieder zu kommen. Dann vielleicht mit einem klareren Ziel vor Augen was es hier alles anzustellen gibt.

3761 Tage zuvor: ...und seine Familie...

08:02 – San Francisco
Neue Stadt, neuer Flughafen. Nach den Erfahrungen des Fluges von Miami nach Las Vegas sind wir diesmal schon ein wenig fr├╝her losgefahren – circa eine Stunde fr├╝her. Daf├╝r ist man jetzt zwar entspannter, aber reichlich m├╝de. Und spannend bleibt es auch diesmal: Der Check-In f├╝r den Anschlussflug von Honolulu nach Kaua’i hat f├╝r einen der drei Passagiere nicht geklappt. Mal schauen was die Damen auf Hawaii dazu sagen werden, wenn wir erst einmal da sind. Aber da wir dort gute vier Stunden Aufenthalt haben werden, sollte auch das eher eine Abwechslung denn eine stressige Nebenaufgabe darstellen. Es gab hier jedenfalls ├╝berhaupt keine Schlangen zum anstehen, und das ganz ohne das zu-sp├Ąt-kommen aus Miami. Langweilig.

12:06 – Irgendwo ├╝ber dem Pazifik
Gestern habe ich den Pazifik das erste Mal gesehen und heute schon werde ich ihn zur H├Ąlfte ├╝berqueren. Auf der Karte sieht das nach einer ziemlich weiten Strecke aus. Und auch der Flug ist nicht der k├╝rzeste. Aber die f├╝nf Stunden stehen in guter Konkurrenz zum Flug nach Vegas und k├Ânnen mit einem Trans-Atlantik-Flug dann doch nicht mithalten. Nichtsdestotrotz bin ich auf Hawai’i ziemlich gespannt. Vor allem was die Sonne zu bieten hat. Denn der gestrige Tag hat mir eine Lektion gelernt: Man kann auch beim Frieren einen Sonnenbrand bekommen (nicht witzig).

12:25 (15:25) ÔÇô Honolulu, Oha’u
Aloha! Endlich ist es wieder warm. Der erste Schritt aus dem Flugzeug auf die Insel ist schon als solcher sehr exotisch. Wie mein Arzt erst letztens mit leuchtenden Augen sagte: “Honolulu! Schon allein der Name!” Recht hatte er. Und meine Uhr geht – Dank der 12-st├╝ndigen Zeitverschiebung – auch wieder richtig. Lustig an diesem Flughafen ist jedenfalls, dass die Verbindungsg├Ąnge zwischen den einzelnen Terminals nicht etwa wie ├╝berall sonst verglast sind, sondern offen. So hat man hier tats├Ąchlich die Gelegenheit direkt neben einem Flugzeug zu sitzen – und kann es vermutlich sogar anspucken. Das Ticket zu bekommen war sehr unspektakul├Ąr: Man hat es uns einfach ausgedruckt. Nachdem wir dann leider doch nicht auf den ersten Flug nach Kaua’i gekommen sind, sitzen wir jetzt am Flughafen und genie├čen die Aussicht auf das Flugfeld w├Ąhrend wir auf unseren Anschlussflug warten. Wiederum ohne Schlangen.

14:52 ÔÇô Lihu’e, Kaua’i
Jurassic Parc und Lost waren die ersten Vergleiche, die mir beim Anblick der Insel einfielen. Es ist ein gr├╝nes St├╝ck Dschungel mitten im himmelblauen Pazifik. Aber dennoch muss gesagt werden: Man hat uns um den Blumenkranz betrogen. Ich meine mich erinnern zu k├Ânnen vor nicht alzu langer Zeit noch gelesen zu haben das jeder Ankommende einen dieser ber├╝hmten Blumenkr├Ąnze zur Begr├╝├čung bekommt. Wir leider nicht. Immerhin, ein wenig Abwechslung kam in Honolulu dann doch noch rein: Wir haben einen der fr├╝heren Fl├╝ge noch als Stand-By Passagiere bekommen – sehr spontan im Sinne von innerhalb einiger Sekunden. Zumindest in Bezug auf die einlullende Okulelen-Musik war es recht gut. Denn die wurde am Flughafen langsam aber best├Ąndig immer penetranter. Jetzt fehlt uns hier in Lihu’e eigentlich nur noch das Gep├Ąck. Aber das kommt wohl erst mit einer sp├Ąteren Maschine hinterher.

18:42 ÔÇô Princeville, Kaua’i
Der Weg vom Flughafen um die halbe Insel herum zu unserem Domizil war wesentlich k├╝rzer als erwartet. Statt der erwartete knappen Stunde haben wir nur circa 20 Minuten ben├Âtigt. Das durchaus warme Klima (irgendwo zwischen Las Vegas und Los Angeles anzusiedeln, oder einfacher gesagt: Miami ohne Luftfeuchtigkeit) ist mittlerweile auch sehr angenehm und den ersten Einkaufs-Schock (US-$ 6 f├╝r 64 Fl. Oz.) haben wir auch ├╝berwunden. Jetzt kann es also mit der Erholung so richtig losgehen. Eine in diese Gefilden denkbar einfache Aufgabe.

3763 Tage zuvor: ...haben er...

Donnerstag, 16:04 – Kalifornische ├ľdnis
Knappe vier Tage Tage Las Vegas waren das also. Nachdem die ersten Tage vor allem mit Orientierung und Heiraten vollgestopft waren, konnten wir den gestrigen und heutigen Tag dann also dazu nutzen uns voll und ganz den touristischen Attraktivit├Ąten hin zu geben. Hover Dam, der Strip bei Nacht, Paris, Venetian, Treasure Island, Caesar’s Palace, Belagio und selbstredend unser Hotel, das Luxor: Alle Punkte wurden abgehakt. Abgesehen vom Stratosphere Tower jedenfalls – da hat mir meine H├Âhenangst dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und nun also sind wir mitten im nirgendwo, auf dem Weg von Las Vegas nach Los Angeles. Es ist, das muss man wirklich so sagen, dass erste Mal das man wirklich merkt das man mitten in der W├╝ste ist. Auch wenn in Vegas auf den Hotelzimmer die ├╝blichen Schilder darum bitte auf den Wasserverbrauch zu achten und Handt├╝cher mehrmals zu benutzen: Wer sich Swimming Pools und illustre Wasserspiele leisten kann, der kann per Definition nicht unter einer D├╝rre leiden. ├ťbrigens haben wir das Hotelzimmer heile gelassen, aber die Putzfrauen waren auch zu aufdringlich.

Freitag, 08:48 – Los Angeles
Wer h├Ątte gedacht das es in Kalifornien so kalt ist? Zumindest in den einschl├Ągigen Filmen, von denen man die Stadt ja schon mehr oder minder gut kennt, wird einem durchaus etwas anderes suggeriert. Und die Gegend, in der die Freunde der Braut wohnen bei denen wir heute ├╝bernachten, erinnert einen auch an durchaus an das, was man als Los Angeles in diversen Filmen vermittelt bekommt – Reservoir Dogs f├Ąllt mir da spontan ein, auch wenn es in diesem speziellen Fall eine durchaus ruhigere Gegend ist. Nach dem kleinen Zwischenstop geht es heute jedenfalls ├╝ber den Highway 1 gen San Francisco.

Freitag, 12:23 ÔÇô Highway 1
Kalifornien ist schon eine merkw├╝rdige Gegend. Wir sind jetzt schon circa drei Stunden unterwegs aber die Dunstglocke von Los Angeles liegt immer noch wie ein gelber Film ├╝ber allem. Die Sichtweite ist miserable auch wenn es ansonsten ein sch├Âner, sonniger Tag ist. Kalt ist es ├╝brigens trotzdem.

Freitag, 17:36 – Highway 1
Auch nach guten acht Stunden des Fahrens ist Kalifornien immer noch ein merkw├╝rdiger Ort. Wenn auch ein sch├Âner. Wir sind durch zahlreiche Gegenden gefahren, die uns an etliche Orte in Europa erinnert haben: Spanien, Italien, Frankreich, D├Ąnemark und Korsika waren dabei, aber auch die Nordsee und der Schwarzwald. Mit der Fahrt durch die W├╝ste gestern kann man also durchaus sagen, dass es sich um ein abwechslungsreiches Land handelt. Dabei ist die Strecke, die an der K├╝ste entlang l├Ąuft und sich dabei um die Bergh├╝gel und an den Klippen vorbei windet wirklich atemberaubend! Und das h├Ąngt diesmal nicht mit meiner H├Âhenangst zusammen. Bei einem kleinen Zwischenstop haben wir ├╝brigens sofort Gesellschaft von diese kleinen K├╝stenbewohnern gemacht:

Squirrel?

Hat jemand einen Ahnung um was es sich dabei handelt?

Freitag, 23:13 – San Francisco
Aus dem “bis 21:00h fahren wir noch” wurde dann eine Ankunft gegen 22:00 in San Francisco – nat├╝rlich ohne ein Hotel in der Hinterhand. Somit hatte Roxy, die nette Dame aus Los Angeles, mit ihrer Zeitangabe von 12 Stunden f├╝r die Fahrt ziemlich gut gelegen (wenn man die Pausen rausrechnet). Jedenfalls sind wir dann recht ziellos durch Downtown San Francisco gekurvt (die Giants hatten ├╝berfl├╝ssiger Weise auch noch ein Spiel) und haben ein Hotel gesucht. Nur gut das Roxy’s Freund mal hier gewohnt hat und uns dann doch noch ein bezahlbares Hotel empfehlen konnte. Somit ist auch dieses Kapitel gut ausgegangen und wir k├Ânnen jetzt todm├╝de in die Betten fallen.

Samstag, 17:04 ÔÇô San Francisco
Teil Eins der touristischen Erkundungen ist abgeschlossen. China-Town, Little.Italy, Peer 39 und die obligatorische Fahrt mit einem Cable-Car liegen somit hinter uns. Und San Francisco ist wirklich eine sch├Âne Stadt! Neben New York und Chicago z├Ąhlt sie auch nicht ohne Grund zu den drei St├Ądten in den USA, die ich mir schon immer mal anschauen wollte. Jetzt, da die Stadt einige Stunden ihren Charme auf mich wirken lassen konnte, kann ich auch gut verstehen warum Roland Austinat hierher gegangen ist – diese Stadt ist so vielseitig, so abwechslungsreich und dabei so charmant und freundlich das man sich schwerlich vorstellen kann einen sch├Âneren Ort auf Erden zu finden. Daher werden wir die letzten Stunden bis zur morgigen Abreise noch damit verbringen die Golden-Gate Bridge und vermutlich auch Lands End noch einen Besuch abzustatten bevor wir unsere Koffer wieder zusammen packen und morgen fr├╝h zum Flughafen fahren.

3768 Tage zuvor: ...eine Reise tut...

14:24 – Miami
Anderthalb Tage Miami. Gesehen habe ich nicht viel, aber deswegen bin ich ja auch nicht hier. Heute nun geht es also weiter nach Las Vegas. Nachdem der Vormittag daraus bestand endlich mal wieder auszuschlafen und die Koffer f├╝r die Weiterreise zu packen (nicht meiner, den habe ich erst garnicht ausgepackt), geht es jetzt also weitere drei Zeitzonen gen Westen.

16:32 – irgendwo ├╝ber Florida
Airborne. Endlich! Die gute Nachricht dabei ist, dass ich jetzt vier Stunden Zeit habe mich von den letzten zwei Stunden zu erholen. Warum? Schauen wir mal zur├╝ck: Circa zehn Minuten nach dem letzten Eintrag sind wir am Flughafen angekommen, jedenfalls standen wir gegen 14:40 am Schalter – was ja eigentlich auch kein Problem w├Ąre, wenn der Flug nicht um 15:30 gehen und um 14:45 der Check-In geschlossen w├╝rde. Nun, wir haben es also dennoch geschafft rechtzeitig dort zu sein. Beim Sicherheits-Check sind wir dann auch ein wenig bevorzugt behandelt worden, so das wir uns schon kurze Zeit sp├Ąter auf den Weg zu unserem Gate machen konnten. Die damit verbundenen 15 Minuten Schlange-Stehen sprechen somit im Vergleich der anderen Flugh├Ąfen auch eine klare Sprache. Wie auch immer, der Weg zum Gate war demnach eher sportlicher Natur. Im straffen Gang sind wir die diversen G├Ąnge des Flughafens abgelaufen – immer Gate A35 entgegen. F├╝r den kleinen Jeremy muss es ein kleiner Marathon gewesen sein, sind seine Beine mit drei Jahren doch noch ein wenig k├╝rzer als die unseren. So sind wir denn auch recht z├╝gig an Gate A angekommen. Aber leider gab es kein Gate A35. Warum eigentlich? Ein weiterer Blick auf die Tickets offenbarte es: Wir waren am falschen Gate! Und als ob das Schicksal Murphy ein weiteres mal best├Ątigen wollte, mussten wir ausgerechnet zu Gate E5 – der so ziemlich am anderen Ende des Terminals ist. Also das Kind in den Buggy gesetzt, die Taschen geschultert und denselben Weg, den wir gerade im Schnellgang abgelaufen haben nochmal in umgekehrter Reihenfolge abgerannt. Ein wenig peinlich war es ja schon, vor allem bei jenen Leuten, die uns vorhin entgegen gekommen sind. Aber was will man machen? Um 15:20, also nach ziemlich genau 15 Minuten f├╝r die Leibesert├╝chtigung, sind wir dann endlich am richtigen Gate angekommen. Alles war gut. Alles? Jedenfalls abgesehen von dem kleinen Detail das uns die Dame am Schalter enth├╝llte: Wir seien zu sp├Ąt, unsere Sitze bereits an andere Passagiere vergeben und wir w├╝rden jetzt auf den Nachmittags-Flug umgebucht. Das also ist die ber├╝hmt Kunden-Orientierung der USA. Mein neuer kroatischer Bekannter hatte es mir ja bereits gesagt: Solange sie Geld von einem wollen sind sie alle nett und zuvorkommend – aber wenn man dann bezahlt hat interessiert sich niemand mehr f├╝r einen. Und so hat auch alles mosern nichts geholfen, die Dame wollte uns kategorisch nicht in das Flugzeug lassen. Ein Steward aus dem Flugzeug jedoch hatte sich netter Weise um den Ruf der Airline (├╝brigens American Airlines) bem├╝ht und den Stand-By Passagier gefragt ob er uns wieder Platz machen w├╝rde. Das hat der gute Mann dann auch und so mussten wir lediglich mit der Schmach leben als letzte in das Flugzeug zu kommen (wer mal wissen m├Âchte wie es sich anf├╝hlt von gesch├Ątzten 200 Leuten gemustert zu werden, sollte mal zu sp├Ąt ein Flugzeug besteigen) und unsere Sitzpl├Ątze verloren zu haben. Aber der gemeine Amerikaner scheint netter zu sein als so manche Airline, und so kam es das wir jetzt zumindest grob nebeneinander sitzen und doch noch mehr oder minder p├╝nktlich zum n├Ąchsten Ziel fliegen.

21:07 – Las Vegas
Der erste Eindruck von Las Vegas verspricht nicht weniger als das, worum sich alles in dieser Stadt zu drehen scheint: Gambling. Kaum ist man aus dem Flugzeug ausgestiegen und verl├Ąsst sein Gate steht man schon neben den ersten Spielautomaten. So gesehen ergibt es f├╝r einige Leute vermutlich sogar einen tieferen Sinn Las Vegas als Ort zum umsteigen von einem Flug in den anderen zu w├Ąhlen. Wie auch immer, Las Vegas mutet an wie ein Disney-Land f├╝r Erwachsene. Die Hotels des Strip ├Ąhneln den Burgen aus dem Traumreich f├╝r Kinder in frappierender Weise. Selbst die Attraktionen, die innerhalb der Hotels auf dem “Attraction Floor” angeboten werden, finden sich vermutlich in derselben Art auch in besagtem Kinderparadies wieder. Im Gegensatz zu der Ausgabe f├╝r die kleinen stehen hier allerdings vor allem besagtes Gambling und die ├╝blichen Exzesse f├╝r Erwachsene im Vordergrund: Rauchen (vor allem in den riesigen Casinos), Alkohol (sogar ohne die stylischen braunen Papiert├╝ten) und Sex (die Flyer haben in Sachen Freiz├╝gigkeit europ├Ąisches Niveau). Womit auch der Hintergrund der Redewendung “Happens in Vegas, stays in Vegas” zur Gen├╝ge hinterleuchtet w├Ąre. Das Wetter ist hier ├╝brigens noch w├Ąrmer als in Miami. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit hier nicht so hoch als das es eine derart dr├╝ckende W├Ąrme w├Ąre. Aber man schafft es dennoch mit Leichtigkeit an K├Ârperteilen zu schwitzen, von denen man nicht einmal wusste das sie Schwei├čdr├╝sen haben. Da bringt auch die K├╝hle der Nacht keine Abhilfe, da es nicht nennenswert k├╝hler wird wenn die Sonne erst einmal hinter dem Horizont verschwunden ist – und so etwas nennt sich nun W├╝ste.

3770 Tage zuvor: Wenn einer...

6:45 – Ettlingen
Nachdem eine unruhige und nicht unbedingt erholsame Nacht ├╝berstanden ist, geht es nun also los. Das ungute Gef├╝hl im Magen meiner Wohnung zu sehr zu vertrauen weil ich sie so lange sich selbst ├╝berlasse, trotte ich meinen Weg – unter einem wolkenverhangenen Himmel mit seichtem Regen bei gef├╝hlten 15 Grad – der Stra├čenbahnhaltestelle entgegen. Etappe Eins beginnt.

7:36 – Karlsruhe
Wie viele Stunden habe ich eigentlich schon am Hauptbahnhof, diesem Gleis Drei, wartend verbracht? Es m├╝ssen etliche sein. Und heute kommen wieder einige Minuten hinzu. Langsam schreit der Kreislauf nach Schmiermittel, das Bord-Restaurant klingt daher ziemlich verlockend. Leider wird die Zeit nicht f├╝r ein Fr├╝hst├╝ck reichen.

8:06 – Mannheim
Sieben Minuten zum Umsteigen. Was auf dem Papier und vor allem w├Ąhrend des gem├╝tlichen Einrollens in den Bahnhof ziemlich wenig zu sein scheint, nach Lauferei und Hektik riecht, entpuppt sich dann doch als ideale Zeitspanne. Noch einen Kaffee trinken, einige weitere Minuten die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen – Routine aus den zahlreichen Bahnfahrten der letzten Jahre – und es beginnt die dritte Etappe.

10:07 – Frankfurt
Zwei Stunden Schlange-stehen sp├Ąter. Angesichts dieser doch recht imposanten, wenn auch nicht unbedingt langweiligen, Zeitspanne wundert es doch nicht weiter das man bei Auslands-Fl├╝gen zwei Stunden vor Abflug einchecken soll. Das mag allerdings auch daher r├╝hren, dass es dieses Mal – im Gegensatz zum letzten Besuch des hiesigen Flughafens vor drei Wochen – ├╝berhaupt so etwas wie eine Schlange gab. An meiner Antipathie f├╝r die vermutlich gr├Â├čte Dauer-Baustelle mit permanentem Flugverkehr ├Ąndert das jedoch nichts. Auch wenn die Anreise mit dem Zug, das muss man tats├Ąchlich so sagen, wesentlich angenehmer ist als jene mit dem Auto. Nichtsdestotrotz werde ich auch die vorerst letzte Stunde auf europ├Ąischem Boden vor allem mit einem verbringen: Warten.

19:05, oder doch 13:05? – Philladelphia
Da ist er also, der neue Kontinent. Acht Stunden dauerte der Flug ├╝ber den Atlantik. Acht Stunden, in denen mir mein kroatischer Sitznachbar nicht nur seine Ansichten (keine wirklich guten) ├╝ber seine Wahlheimat in den Staaten ausf├╝hrlich beschrieben hat, sondern sich auch ausgesprochen gerne – und freiwillig – bereit erkl├Ąrte meine Wissensdefizite ├╝ber den Balkankrieg auszugleichen. Immerhin verging so die Zeit relativ schnell. Und so sitze ich nun also, nach nicht ganz so imposanten 45 Minuten weiteren Schlange-stehens, wiederum nichts-tuend herum und warte auf den Anschlussflug.

03:49 / 21:49 – irgendwo ├╝ber der US-Ostk├╝ste
Erw├Ąhnte ich im Verlauf dieser Notizen eigentlich schon das alle Verbindungen (sei es die S-Bahn, der Zug als auch der Flug) p├╝nktlich waren? Nun, der letzte Flug ist es jedenfalls nicht. Mit einer Versp├Ątung von immerhin 20 Minuten begann das Boarding. Das ist nicht weiter wild. Unsch├Âner war hingegen die (wiederum wirklich imposante) Warteschlange von circa 35 Flugzeugen vor uns auf dem Weg zur Runway. Diese Form das Schlange-stehens wiederum hat es dann auf recht beachtliche anderthalb Stunden gebracht. Immerhin ist der Flug als solcher wesentlich komfortabler als der H├╝pfer ├╝ber den Atlantik – auch wenn es durchaus schwer f├Ąllt wach zu bleiben in einem Flugzeug, dass alle Lichter ausgeknipst hat, in dem einige Leute lauthals schnarchen, viele andere d├Âsen und sogar eine der Flugbegleiterinnen auf einem der leeren Pl├Ątze neben mir ein Nickerchen gehalten hat. Aber nun sollte ich ja auch langsam endlich am (vorl├Ąufigen Zwischen-) Ziel ankommen.

3810 Tage zuvor: Es ist Sommer

Ja, der Sommer ist wohl Ende April nun wirklich spruchreif. Ein kleiner Ausflug mit dem Fahrrad in den Karlsruhe Schlossgarten hat mich zu der ├ťberzeugung gebracht, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht:

Sommer im Schlosspark

Allerdings gibt es dabei nicht nur die Sonnenseiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf dem heimischen Balkon erwartete mich ein Sommergru├č ganz anderer Art:

Yikes!

Da stelle ich mir doch glatt die Frage: Was macht man denn da? Ein kurzes Googlen brachte leider keine Hilfe. Ich werde wohl morgen mal bei der Feuerwehr anrufen…

3814 Tage zuvor: Internationales Trickfilm Festival

Wieso finden die interessanten Sachen eigentlich immer dann statt, wenn man gerade keine Zeit hat? Nicht das ich ernsthaft daran geglaubt h├Ątte daf├╝r nach Stuttgart zu fahren, aber ich h├Ątte es mir zumindest bis dahin ├╝berlegen und schmackhafter machen k├Ânnen. So bleibt mir nichts anderes ├╝brig als von vornherein zu sagen das ich nicht kann. Doof.

Internationales Trickfilm Festival 2007

Dabei gibt es gerade in der Kategorie Animovie einige sehr interessant klingende Titel. Ob man die wohl irgendwann mal in der Videothek antreffen wird?

3821 Tage zuvor: I turned it off

Ich dachte ich w├Ąre dabei. Bin es aber nun leider doch nicht.

Turn it on again!

Dabei habe ich doch schon eine Karte! Interessenten?

3832 Tage zuvor: 1,83 Erdumrundungen

Das Internet ist ja schon eine tolle Sache. Gestern, da hat es mir gesagt ich h├Ątte schon 4,5 Tage meines nicht mehr ganz so jungen Lebens in Flugzeugen verschwendet.

Und wie es aussieht kommen dieses Jahr noch ein paar Stunden hinzu.

3847 Tage zuvor: Sch├Âne Frauen, tiefe Ausschnitte

Das war sie also mal wieder, die CeBIT. Und einmal mehr hat man gemerkt, dass man dort nichts zu suchen hat wenn man sich zuvor nicht genaue Gedanken ├╝ber ein angemessenes Programm gemacht hat. So auch heute.

CeBIT 2007

Das Highlight war doch glatt der weltgr├Â├čte LCD-Fernseher, der dort einem kleinen Pulk neugieriger Schaulustiger pr├Ąsentiert wurde. Ansonsten war alles irgendwie wie im letzte Jahr – und vermutlich auch in dem davor. Und nat├╝rlich gab es da noch die Booth-Babes, die auch tats├Ąchlich da waren obwohl die Ger├╝chtek├╝che etwas anderes behauptet hatte, wenn es auch sp├╝rbar weniger waren.

Das, dem mein einziges Interesse an der Messe galt, wurde ├╝brigens leider nicht gezeigt.

3849 Tage zuvor: Ciao Bella

Mailand, die zweite. Als ich das letzte Mal hier war, m├╝sste tats├Ąchlich auch Winter gewesen sein. Das war im Januar 2005. Das w├╝rde jedenfalls auch erkl├Ąren, warum mir die Stadt so dreckig und heruntergekommen vorkam. Die letzten beiden Tage jedenfalls war nicht nur heiterer Sonnenschein, sondern auch angenehme Temperaturen. Und damit war die Stadt denn auch gleich viel angenehmer und freundlicher – was zugegeben auch an den k├╝rzeren R├Âcken der sch├Âneren Damen liegen k├Ânnte.

Mailand

Dennoch, nach zwei-einhalb Tagen Pasta und Pizza nach bester italienischer Machart (in Gedanken waren sie dennoch besser) reicht es dann auch schon wieder mit den hiesigen Gepflogenheiten und man freut sich darauf nach Hause zu kommen. Sollte allerdings mal jemand meinen in einer deutschen Innenstadt g├Ąbe es nicht ausreichend Parkpl├Ątze, sollte mal einen Ausflug hierher machen. Da kann man sich noch den ein (parallel zu den eingezeichneten Parkpl├Ątzen eine zweite Reihe aufmachen) oder anderen (auf dem Zebrastreifen / der Kreuzung ist immer ein wenig Platz) Trick abschauen um sein Auto irgendwo abstellen zu k├Ânnen.

Ach ja, noch etwas vom Flughafen – zuletzt gesehen in Warschau:

Werbung in Mailand

3854 Tage zuvor: Ersatzhandlung

Der Grund f├╝r den Anruf und das darauf folgende nicht-erreichen Ping-Pong? Und ich dachte schon da h├Ątte jemand irgendwie erfahren das ich wegen der kommenden Documenta anfragen wollte…

3865 Tage zuvor: Live in Concert: Amplifier

Gestern Abend also ging es zu Amplifier im hiesigen Substage. Nachdem ich ich im Vorfeld bereits kurz dar├╝ber ge├Ąrgert habe das ich die Ohrst├Âpsel vergessen habe, hat ein kleiner, auf unauff├Ąllig rotem Papier gedruckter Vermerk ├╝ber die wahnsinnige Lautst├Ąrke, mir das dann auch direkt wieder vor Ort in Erinnerung gerufen. Aber Entwarnung: Trotz n├Ąchtlichem Piepen in den Ohren war es nicht unertr├Ąglich laut. Vielmehr wurde es dem druckvollen und abwechslungsreichen Sound sehr gerecht, dass es ein wenig wirkungsvoller zur Sache ging. Und der Gig war wirklich sehr gelungen! W├Ąre ich nicht vorher schon von der Band ├╝berzeugt gewesen – sie h├Ątte mich an diesem Abend bekehrt. Das kann allerdings auch durchaus auch daran liegen, dass sie w├Ąhrend ihres 130-Minuten Gigs jedes mir lieb gewonnene Lied gespielt haben. Oder auch an den kleinen, lustigen Einlagen zwischen den Liedern ( He breaks a bus on every tour we make. And guess what happened yesterday? ). Ich bin also begeistert und kann die Band nach wie vor nur jedem ans Herzen legen, der Progressive-Rock mit Metall-Elementen nicht abgeneigt ist.

Amplifier im Substage

Hier noch die Playlist:

Airborne
Motorhead
Procedures
Panzer
Post Acid Youth
Hymn
O Fortuna
Old Movies
Consultancy
Strange Seas
Neon
One Great Summer
On/Off

Scarecrows
Glory Electricity

UFOs

3867 Tage zuvor: Heja BVB

Ich bin ja kein fanatischer Fu├čball-Anh├Ąnger, aber zwei Partien pro Saison gibt es dann doch, die ich mir immer gerne anschaue: HSV96 gegen den BVB. So auch heute wieder. Und um diesen Eintrag nicht in eine Spielkritik ausarten zu lassen, nur kurz ein Bild von meinem Block:

Mitten drin statt gegen├╝ber

Der Fanblock der Borussen war direkt nebenan. Ein sehr lustiges Erlebnis, vor allem wenn man das Ergebnis bedenkt (4:2). Vor allem zu beobachten wie die Ordner versucht haben das Werfen der (manchmal) leeren Bierbecher in den Unterrang zu unterbinden, war recht kurzweilig. Leider gab es zu dem Zeitpunkt dann auch keine Fanges├Ąnge mehr, denn die klangen erfrischend anders und – mit Verlaub – interessanter.

3885 Tage zuvor: Vormerken!

Wo wir gerade bei Kultur sind:

Kleider machen Liebe

Der Vorg├Ąnger Ein Sommernachtstraum war sehr sehenswert, daher werde ich mir wohl auch anschauen ob Kleider machen Liebe ein w├╝rdiger Nachfolger ist.

3885 Tage zuvor: Der S├Ąngerkrieg im Opernsaal

Am Sonntag war ich ja nun in der Staatsoper Hannover. Da wollte ich ja auch schon seit l├Ąngerem immer mal hin, weil sie ja doch einen gewissen Ruf besitzt und es mich daher in einer gewissen Weise peinlich ber├╝hrt hat nie dort gewesen zu sein. Dank einer Freundin war die Karte auch recht g├╝nstig zu erstehen. Wie ich allerdings schnell feststellen sollte, war meine Vorbereitung eher mau und die Erwartungshaltung somit reichlich naiv.

Tannh├Ąuser

Gespielt wurde der Tannh├Ąusersche S├Ąngerkrieg, dessen Interpretationen ja selbst sein geistiger Vater nie gutgehei├čen hatte. Zu der Inszenierung selbst mag ich mir pers├Ânlich ja auch kein Urteil abringen, aber ich bin dann doch eher auf Seiten des OOM denn der als Pressestimmen angef├╝hrten Rezensionen. Was ich allerdings dort wieder einmal festgestellt habe ist, dass ich mit der Oper als solches nichts anfangen kann. Das penetrante Getr├Ąller selbst simpelster S├Ątze finde ich nicht nur recht nervig, es lenkt auch ziemlich vom eigentlichen Inhalt ab. Allerdings war der f├╝r mein Empfinden bei dieser Oper auch eher trivial – was allerdings auch durchaus an meiner eher schlechten Vorbereitung liegen kann, denn f├╝r das dazugeh├Ârige Reklam-Heftchen hat die Zeit leider nicht gereicht.

Aber um es zu einem pers├Ânlichen Res├╝mee zusammen zu fassen: Den letzten Akt nicht mehr mit angeschaut zu haben ist leicht zu verschmerzen, ein Musical ist noch lange keine Oper und das Theater ist und bleibt mir noch das liebste. Dennoch interessant zu sehen, dass man zwar zwei Statistinnen kennt, sie jedoch auf der B├╝hne nicht wiedererkennt.

3903 Tage zuvor: Nano ist da!

Heute war er endlich da: Nano, der Wohnzimmerhubschrauber.

Nano - der Wohnzimmerhubschrauber

Sehr am├╝sant, der Kleine. Es fehlt zwar noch ein wenig ├ťbung, aber die Handhabung ist recht simpel. Auch wenn die Steuerung selbst recht beh├Ąbig, ein wenig laggy, ist. Aber das wird schon noch.

3907 Tage zuvor: Ein Bayer in Indien?

Kleines Fundst├╝ck in einem Interview, das mir zum Korrekturlesen vorgelegt wurde und ich niemandem vorenthalten mag:

Person A: Haben Sie denn auch schon die Erfahrung gemacht, also ich habe jetzt schon geh├Ârt, dass die Inder ein schwer verst├Ąndliches Englisch sprechen.
Person B: Die haben einen harten Dialekt, ne. Das ist das R, was ganz anders da. Das h├Ârt sich ein bisschen unterschiedlich an. Aber die Inder kann man schon alle an sich erkennen an diesem harten R. So wie die Bayern so ein bisschen (lacht). Oder die Franken vielleicht; ist noch besser, ne. […]

Fragt sich wie sich wohl ein englisch sprechender Bayer in Indien f├╝hlt – wie zu Hause?

3909 Tage zuvor: Obskurer Stra├čenschmuck

Da f├Ąhrt man mal ein wenig die Gegend erkunden und was entdeckt man? Merkw├╝rdige Gebr├Ąuche der Eingeborenen. Heute war es W├Ąsche, die ├╝ber die Stra├čen gespannt wurde. Im ganzen Ort. Der war zwar nicht umwerfend gro├č, aber da kommt schon was an W├Ąsche bei zusammen.

W├Ąsche-waschen

Ich kann mich noch grob daran erinnern mal etwas ├╝ber diesen Brauch gelesen zu haben, aber es will mir momentan weder einfallen, noch kann ich dazu etwas finden. Sobald ich schlauer bin, werde ich die Erkenntnisse mitteilen.

Nachtrag
Der Brauch hat wohl etwas mit der Fasnet, der lokalen Auspr├Ągung des Fasching zu tun. Wieso, Weshalb, oder Warum konnte mir zwar keiner beantworten, aber es ist ein willkommener Grund mehr von derlei Sachen Abstand zu nehmen.

3911 Tage zuvor: Hingehen?

Diesmal hab ich es tats├Ąchlich rechtzeitig gesehen: Amplifier spielen am 25. Februar im hiesigen Substage. Fragt sich nur noch, ob ich hingehen werde – alleine ist ja nun auch irgendwie doof. Die Musik ist jedenfalls auch nach nochmaligen Nach-H├Âren immer noch h├Ârbar.

Amplifier - insider

Wie ich dabei dann direkt feststellen konnte, gibt es von denen auch noch ein neues Album, “insider”. Da stelle ich die Entscheidung doch erst einmal hinter das Probe-H├Âren desselbigen an.

3916 Tage zuvor: Danke, Danke, Danke!

Stellvertretend mal an dieser (weithin unbekannten) Stelle Danke allen Gratulanten. Ich war nicht n├╝chtern, habe mich nicht brav verhalten, hatte eine Menge Spa├č und bin nicht deprimiert wegen der nahenden 3. Und das mit dem Fegen sehen wir dann, wenn es soweit ist.

3920 Tage zuvor: Erstflug

Heute hat es dann das erste Mal geklappt: Der kleine Solero hat den Himmel erobert:

Airborne!

Aufgrund eines gewissen Materialverschlei├čes viel der Flugtag dann jedoch leider ein wenig k├╝rzer als erwartet aus. Hoffentlich kommt morgen angemessener Ersatz ins Haus.

3950 Tage zuvor: Mal wieder was verpasst

Wieso bekommt man die interessanten Sachen eigentlich immer erst im Nachhinein mit?

Cuba Missouri: This years lucky charms

Vielleicht sollte man doch ├Âfter mal einen Blick in das Stadtwiki werfen. Das aktuelle Album, This years lucky charms, ist ├╝brigens nach wie vor empfehlenswert.

3959 Tage zuvor: 3:0 f├╝r Karlsruhe

Einer der Praxis-nahen und zugleich ungemein beruhigenden Hinweise meines Fahrlehrer war seinerzeit, dass man in der Innenstadt grunds├Ątzlich nicht sein Geld in Parkuhren oder Parkscheinautomaten stopfen sollte. Er meinte, seine Erfahrung haben ihm gezeigt das sich ein Bu├čgeldbescheid ab und an voll und ganz rechne. Sieben Jahre sp├Ąter, nach eigenen Erfahrungen in und um Hannover, musste ich ihm im Nachhinein beipflichten – auf circa 10 Regel-versto├čende Parkvorg├Ąnge kam ein Strafzettel. Bares Geld!

Nun, solche Weisheiten scheinen mit den jeweiligen Begebenheiten in direktem Zusammenhang zu stehen, denn heute flatterte glatt der dritte ├ťberweisungstr├Ąger der Stadt Karlsruhe ins Haus – der dritte bei dreimaligem Falschparken.

3970 Tage zuvor: Turn it on again!

23. Juni 2007, AWD-Arena Hannover. Ich bin dabei.

Turn it on again!

Mal sehen wie die werten Herren seit dem letzten Zusammentreffen im Hannoverschen Stadion gealtert sind – und ob es der Show einen Abbruch tut.

3971 Tage zuvor: Das ZKM und die H├Ârspieltage

Eine Besonderheit an Karlsruhe ist ja, jedenfalls wenn man zum Beispiel dem Kultur Spiegel Glauben schenken darf, das Zentrum f├╝r Kunst und Medientechnologie. Vor etlichen Jahren, als ich noch nicht wusste dass es mich mal ins Badische verschlagen w├╝rde, war ich dort auf einem Kongress. Seinerzeit, um genau zu sein als ich morgens ins Auto einstieg, war ich mir nicht mal dar├╝ber im Klaren wo in Deutschland Karlsruhe liegt (nach der stundenlangen Fahrt hatte ich zumindest eine Ahnung). Dieser Besuch war jedenfalls zugleich mein erster und (bis gestern) letzter in dem auffallenden Bau. Eine ansehnliche Leistung, bedenkt man das dort mitunter interessante Ausstellungen nunmehr direkt vor der Haust├╝r stattfinden.

Gestern jedenfalls war ich dann wieder dort. Ein Freund war zu Besuch und wir schauten wegen der ARD H├Ârspieltage dort vorbei. Leider stellten wir erst im Nachhinein fest, dass das Programm einige h├Ârenswerte Programmpunkte enthielt. Und f├╝r eine dieser Vorf├╝hrung kamen wir denn auch einige Stunden zu sp├Ąt. Aber auch so ist das ZKM ein faszinierender Ort, an dem es viel zu entdecken gibt. Allein der Verkaufsladen enth├Ąlt eine Anzahl faszinierender B├╝cher, die ich auf so kleinem Raum nicht f├╝r m├Âglich gehalten h├Ątte. Nun, ich werde es mir merken und demn├Ąchst nochmals vorbei schauen – und mir dann vielleicht auch eine Eintrittskarte f├╝r den Museumsbereich g├Ânnen.

3972 Tage zuvor: Jeg lige Danmark

Eigentlich ist D├Ąnemark ja ein ziemlich langweiliges St├╝ckchen Erde: Plattes Land, viele Wiesen, wenig Menschen und ├╝berhaupt ist es dort vornehmlich recht leer. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, strahlt dieses Land eine ziemliche Gem├╝tlichkeit und Ruhe aus. Das perfekte Domizil um eine Woche zu entspannen und sich auszuruhen. So geschehen vor circa drei Wochen.

Zun├Ąchst mutete es mir jedoch ein wenig komisch an. Meine Eltern haben mich zu einem Urlaub in D├Ąnemark eingeladen. Der Familienurlaub – so unternommen schon seit bestimmt 13 Jahren nicht mehr – kam mir eher wie eine Art Zwangsurlaub vor. Immerhin wurde man mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Und D├Ąnemark! Daran hegte ich eher tr├╝be Erinnerungen an ein unwirtliches, kaltes Land mit Str├Ąnden, auf denen die lokale Jugend ihre Autos zu maltr├Ątieren pflegte. Doch das war ein eher antiquiertes Bild, was ich mir selbst eingestehen musste. Durch diese merkw├╝rdigen Umst├Ąnde war ich schlie├člich vor allem eines: Neugierig.

So ging es also Samstag-Morgens los, ├╝ber Hamburg und Flensburg bis zum Bestimmungsort: Bjerregard im Amtsbezirk Ringkj├Şbing. Die ohnehin lange Fahrt von circa acht Stunden wurde dann im Endspurt noch von einem Kilometer-langen Stau gek├╝rt – Samstags ist n├Ąmlich der allgemein ├╝bliche Tag zum Wechsel der netten Ferienh├Ąuschen und so standen wir mit scheinbar halb Norddeutschland auf den d├Ąnischen Autobahnen und Landstra├čen um die Wette (auf dem R├╝ckweg erfolgte ├Ąhnliches, nur in die andere Richtung).

Einmal am Zielort angekommen stellte man schnell eines fest: Die Ferienh├Ąuschen in D├Ąnemark sind wirklich klasse. Von vielen Schlafr├Ąumen ├╝ber ein gem├╝tliches Wohnzimmer mit Kamin bis hin zu Saune, Whirlpool und Internetanschluss war alles vorhanden, was man braucht um einfach mal nichts zu tun. Noch dazu wenn man mitten in der Natur sitzt und eine tolle Aussicht darauf genie├čt. Aber am schier endlosen Strand spazieren gehen und dabei dann sogar noch Spa├č mit dem nervigen kleinen K├Âter der Eltern haben zu k├Ânnen, war vor allem eines: Abschalten pur.

Es war eine rundum gute Idee und ein gelungener Kurzurlaub. Gerne wieder. Danke! Und eine gute Idee zur Freizeit habe ich dort auch noch gefunden. Aber dazu sp├Ąter mehr.

3974 Tage zuvor: Totgestunken

Ein Treffen in gem├╝tlicher Runde, bei netter Atmosph├Ąre und mit feinen Leuten. Spa├č gemacht hat es, mal wieder. Doch was ist das f├╝r ein Gestank, als man nach Hause kommt? Ganz recht, alle Kleider stinken zum Himmel – denn unter genau diesem konnte man, ganz im Gegensatz zum Sommer, witterungsbedingt leider nicht mehr sitzen. Daher geht man rein, in die R├Ąucherbude.

Die Bundesregierung will mit dem Bundestag z├╝gig ein Rauchverbot f├╝r ├Âffentliche R├Ąume und Gastst├Ątten auf den Weg bringen.

Zeit w├Ąre es. Man ├╝berlegt sich tats├Ąchlich schon ob man nicht lieber drau├čen friert statt drinnen totgestunken zu werden. Allerdings denkt unser hochwohlgesch├Ątzter Bundesverbraucherminister bei dem Verbot eher an eine andere Klientel: Die, meist selbst wie ein Schlot rauchenden, Bedienungen.