4026 Tage zuvor: ...und seine Familie...

08:02 – San Francisco
Neue Stadt, neuer Flughafen. Nach den Erfahrungen des Fluges von Miami nach Las Vegas sind wir diesmal schon ein wenig fr├╝her losgefahren – circa eine Stunde fr├╝her. Daf├╝r ist man jetzt zwar entspannter, aber reichlich m├╝de. Und spannend bleibt es auch diesmal: Der Check-In f├╝r den Anschlussflug von Honolulu nach Kaua’i hat f├╝r einen der drei Passagiere nicht geklappt. Mal schauen was die Damen auf Hawaii dazu sagen werden, wenn wir erst einmal da sind. Aber da wir dort gute vier Stunden Aufenthalt haben werden, sollte auch das eher eine Abwechslung denn eine stressige Nebenaufgabe darstellen. Es gab hier jedenfalls ├╝berhaupt keine Schlangen zum anstehen, und das ganz ohne das zu-sp├Ąt-kommen aus Miami. Langweilig.

12:06 – Irgendwo ├╝ber dem Pazifik
Gestern habe ich den Pazifik das erste Mal gesehen und heute schon werde ich ihn zur H├Ąlfte ├╝berqueren. Auf der Karte sieht das nach einer ziemlich weiten Strecke aus. Und auch der Flug ist nicht der k├╝rzeste. Aber die f├╝nf Stunden stehen in guter Konkurrenz zum Flug nach Vegas und k├Ânnen mit einem Trans-Atlantik-Flug dann doch nicht mithalten. Nichtsdestotrotz bin ich auf Hawai’i ziemlich gespannt. Vor allem was die Sonne zu bieten hat. Denn der gestrige Tag hat mir eine Lektion gelernt: Man kann auch beim Frieren einen Sonnenbrand bekommen (nicht witzig).

12:25 (15:25) ÔÇô Honolulu, Oha’u
Aloha! Endlich ist es wieder warm. Der erste Schritt aus dem Flugzeug auf die Insel ist schon als solcher sehr exotisch. Wie mein Arzt erst letztens mit leuchtenden Augen sagte: “Honolulu! Schon allein der Name!” Recht hatte er. Und meine Uhr geht – Dank der 12-st├╝ndigen Zeitverschiebung – auch wieder richtig. Lustig an diesem Flughafen ist jedenfalls, dass die Verbindungsg├Ąnge zwischen den einzelnen Terminals nicht etwa wie ├╝berall sonst verglast sind, sondern offen. So hat man hier tats├Ąchlich die Gelegenheit direkt neben einem Flugzeug zu sitzen – und kann es vermutlich sogar anspucken. Das Ticket zu bekommen war sehr unspektakul├Ąr: Man hat es uns einfach ausgedruckt. Nachdem wir dann leider doch nicht auf den ersten Flug nach Kaua’i gekommen sind, sitzen wir jetzt am Flughafen und genie├čen die Aussicht auf das Flugfeld w├Ąhrend wir auf unseren Anschlussflug warten. Wiederum ohne Schlangen.

14:52 ÔÇô Lihu’e, Kaua’i
Jurassic Parc und Lost waren die ersten Vergleiche, die mir beim Anblick der Insel einfielen. Es ist ein gr├╝nes St├╝ck Dschungel mitten im himmelblauen Pazifik. Aber dennoch muss gesagt werden: Man hat uns um den Blumenkranz betrogen. Ich meine mich erinnern zu k├Ânnen vor nicht alzu langer Zeit noch gelesen zu haben das jeder Ankommende einen dieser ber├╝hmten Blumenkr├Ąnze zur Begr├╝├čung bekommt. Wir leider nicht. Immerhin, ein wenig Abwechslung kam in Honolulu dann doch noch rein: Wir haben einen der fr├╝heren Fl├╝ge noch als Stand-By Passagiere bekommen – sehr spontan im Sinne von innerhalb einiger Sekunden. Zumindest in Bezug auf die einlullende Okulelen-Musik war es recht gut. Denn die wurde am Flughafen langsam aber best├Ąndig immer penetranter. Jetzt fehlt uns hier in Lihu’e eigentlich nur noch das Gep├Ąck. Aber das kommt wohl erst mit einer sp├Ąteren Maschine hinterher.

18:42 ÔÇô Princeville, Kaua’i
Der Weg vom Flughafen um die halbe Insel herum zu unserem Domizil war wesentlich k├╝rzer als erwartet. Statt der erwartete knappen Stunde haben wir nur circa 20 Minuten ben├Âtigt. Das durchaus warme Klima (irgendwo zwischen Las Vegas und Los Angeles anzusiedeln, oder einfacher gesagt: Miami ohne Luftfeuchtigkeit) ist mittlerweile auch sehr angenehm und den ersten Einkaufs-Schock (US-$ 6 f├╝r 64 Fl. Oz.) haben wir auch ├╝berwunden. Jetzt kann es also mit der Erholung so richtig losgehen. Eine in diese Gefilden denkbar einfache Aufgabe.