1929 Tage zuvor: Paris erkunden

Ein paar Wochen zuvor waren wir in Paris. Wunderbare Stadt! Hauptsächlich wegen der vielen Brasserien und der allgegenwärtigen Geschichte.

Nun ist der Dezember in Europa leider √∂fters kalt. Ortsans√§ssige m√∂gen das, speziell mit Blick auf den vergangenen Dezember, sicherlich anders sehen. Doch von meiner Warte aus war es definitiv nicht warm. Dennoch haben wir uns dazu entschlossen die Stadt auf die einzig wahre Weise zu erkunden: Zu Fu√ü! Nicht nur gelangt man dabei in den Genuss an allen Ecken und Enden Stadt teils skurrile, meist interessante Beobachtungen machen zu k√∂nnen. Man kommt auch wesentlich h√§ufiger dazu einen Zwischenstopp f√ľr Kaffee und Croissants ein zu legen.
Ein wirklich lohnender Kurzausflug! Schade nur, dass wir derlei Abstecher nicht öfter machen können.

Ganz nebenbei habe ich, Fitbit sei dank, mit 30k Schritten auch einen neuen Tages-Rekord aufstellen können. Hier eine Karte unseres Marsches:


Im √ľbrigen hat mich Google Maps ohnehin sehr fasziniert. Mit Offline-Maps kann man sich problemlos orientieren, Online-Navigation f√ľr √Ėffentliche Verkehrsmittel funktioniert unter Ber√ľcksichtigung der aktuellen Fahrzeiten. So kann man sich selbst in einer fremden Gro√üstadt kaum mehr verlaufen!

3396 Tage zuvor: Die Ger√§usche der Stadt

…sind in New York besonders laut. Was man allerdings auch sehr gut nachvollziehen kann, denn diese Stadt ist einfach nur gross riesig. Um nicht zu sagen √ľberw√§ltigend. Ungleich aller anderer US-St√§dte, die ich bislang gesehen habe, wirkt sie dabei kein St√ľck k√ľnstlich. Das mag vor allem daran liegen, dass sie mit Abstand die √§lteste Stadt auf diesem Kontinent ist, die ich bislang besucht habe. Faszinierend und einsch√ľchternd zugleich.

New York (Brooklyn)

Zu sehen ist das auch allenthalben, vor allem abseits der √ľblichen Routen. In den Seitenstra√üen der Upper West Side gibt es durchaus Stra√üenz√ľge, die an den Charakter so mancher europ√§ischer Gro√üstadt erinnern. Auf erstaunlich engem Raum zusammen gestaucht gelangt man so mit wenigen Schritten von Madrid nach London.

Die Menschen, die hier leben, sind hingegen alles andere als idyllische Abbilder ihrer europ√§ischen Ahnen. Das der gemeine New Yorker ein eingebildeter, r√ľcksichtsloser Egomane ist, wurde einem ja bereits durch diverse Filme (im letzten Jahr auch vermehrt durch die Nachrichten von der Wall Street) versinnbildlicht. Aber in der Realit√§t sind Taxifahrer, die beim R√ľckw√§rts-fahren trotz anwesender Polizei keine R√ľcksicht auf Kinderwagen nehmen, doch noch weit erschreckender. Oder die Mutter, die, nachdem wir bereits zehn Minuten mit Baukl√∂tzen im Kindermuseum gespielt haben, mit ihren beiden Kindern auftaucht und meint, man solle gef√§lligst Platz machen da sie schon vorher dort gespielt h√§tten – es gab noch weitaus mehr unbesetzte Kisten mit Baukl√∂tzen.

Trotzdem ist New York eine beeindruckende Stadt, deren Besuch ich jedem auch nur halbwegs metrophilen Menschen nur empfehlen kann. Allerdings am besten nicht im Winter, denn wenn der New Yorker sagt es sei kalt, dann meint er das wirklich. Und das gilt nicht nur f√ľr verw√∂hnte Floridians.

3398 Tage zuvor: Photo-Tourismus

Waren ja (und sind auch gerade noch) in New York. Mehr dazu später an dieser Stelle. Photos findet man jedenfalls schon mal bei flickr. Nach wie vor gilt: Wer privates sehen will, soll mich als Kontakt beantragen.

Ach ja, Frohes Neues Jahr allen Lesern an dieser Stelle!

3613 Tage zuvor: Cruisin'

Ich war ja nun letztens auf einer Kreuzfahrt in die Karibik. Eigentlich das erste Anzeichen daf√ľr, dass man wirklich alt ist – auch wenn sich neuerdings immer j√ľngere Generationen diesem nautischen Vergn√ľgen hingeben. In diesem speziellen Fall geh√∂rten wir jedoch genau in die Zielgruppe: Es war eine Disney Cruise mit entsprechend vielen Kindern und Eltern an Bord.

Dennoch profitiert man auf so einer Kreuzfahrt doch endlich mal vom deutschen Rentensystem (alter Zeiten). Besteht das Bordpersonal n√§mlich zumeist aus Leuten der zweiten Welt, sind s√§mtliche Bordprospekte (sogar die Bad-Utensilien) in vorz√ľgliches Deutsch √ľbersetzt – dem Weltmeister im Reisen wird demnach entsprechend gehuldigt.

Der Vorteil einer Disney Cruise liegt f√ľr die Eltern dabei klar auf der Hand: Man kann die Kinder in professionelle Obhut √ľbergeben um ruhig und entspannt Cocktails am Erwachsenen-Pool genie√üen zu k√∂nnen. Alternativ kann man auch die F√ľ√üe im Sand des Erwachsenen-Strands vergraben. Dem ab-18-Bereich kommt dabei eine ganz andere Bedeutung zu. Und so ganz nebenbei kommt man dadurch noch in den Genuss einer privaten Insel mit dazugeh√∂rigem Disney-Park: Castaway Cay. Eltern sei eine derartige Kreuzfahrt also w√§rmstens empfohlen!

Abschlie√üend sei noch gesagt, dass Schiffsschwankungen durchaus lustig sind. Gemeinhin kennt man das allerdings schon von diversen Promille Blutalkohol. Das geradeaus-gehen ist √ľbrigens auch n√ľchtern nicht leichter.

3614 Tage zuvor: Nachschub

Es gibt neue Bilder zu sehen!

Entweder in der hiesigen Galerie, oder aber direkt bei flickr.

4180 Tage zuvor: Jeg lige Danmark

Eigentlich ist D√§nemark ja ein ziemlich langweiliges St√ľckchen Erde: Plattes Land, viele Wiesen, wenig Menschen und √ľberhaupt ist es dort vornehmlich recht leer. Trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, strahlt dieses Land eine ziemliche Gem√ľtlichkeit und Ruhe aus. Das perfekte Domizil um eine Woche zu entspannen und sich auszuruhen. So geschehen vor circa drei Wochen.

Zun√§chst mutete es mir jedoch ein wenig komisch an. Meine Eltern haben mich zu einem Urlaub in D√§nemark eingeladen. Der Familienurlaub – so unternommen schon seit bestimmt 13 Jahren nicht mehr – kam mir eher wie eine Art Zwangsurlaub vor. Immerhin wurde man mehr oder minder vor vollendete Tatsachen gestellt. Und D√§nemark! Daran hegte ich eher tr√ľbe Erinnerungen an ein unwirtliches, kaltes Land mit Str√§nden, auf denen die lokale Jugend ihre Autos zu maltr√§tieren pflegte. Doch das war ein eher antiquiertes Bild, was ich mir selbst eingestehen musste. Durch diese merkw√ľrdigen Umst√§nde war ich schlie√ülich vor allem eines: Neugierig.

So ging es also Samstag-Morgens los, √ľber Hamburg und Flensburg bis zum Bestimmungsort: Bjerregard im Amtsbezirk Ringkj√łbing. Die ohnehin lange Fahrt von circa acht Stunden wurde dann im Endspurt noch von einem Kilometer-langen Stau gek√ľrt – Samstags ist n√§mlich der allgemein √ľbliche Tag zum Wechsel der netten Ferienh√§uschen und so standen wir mit scheinbar halb Norddeutschland auf den d√§nischen Autobahnen und Landstra√üen um die Wette (auf dem R√ľckweg erfolgte √§hnliches, nur in die andere Richtung).

Einmal am Zielort angekommen stellte man schnell eines fest: Die Ferienh√§uschen in D√§nemark sind wirklich klasse. Von vielen Schlafr√§umen √ľber ein gem√ľtliches Wohnzimmer mit Kamin bis hin zu Saune, Whirlpool und Internetanschluss war alles vorhanden, was man braucht um einfach mal nichts zu tun. Noch dazu wenn man mitten in der Natur sitzt und eine tolle Aussicht darauf genie√üt. Aber am schier endlosen Strand spazieren gehen und dabei dann sogar noch Spa√ü mit dem nervigen kleinen K√∂ter der Eltern haben zu k√∂nnen, war vor allem eines: Abschalten pur.

Es war eine rundum gute Idee und ein gelungener Kurzurlaub. Gerne wieder. Danke! Und eine gute Idee zur Freizeit habe ich dort auch noch gefunden. Aber dazu später mehr.