1589 Tage zuvor: Stadt des Winds

Nun also Chicago. Ganze f├╝nf Jahre hat es gedauert. Zumindest wurde eine Gesch├Ąftsreise mit freiem Wochenende daraus. Und das Fr├╝hst├╝cksbuffet im Hotel erinnerte doch arg an alte Zeiten. Nicht des Essens wegen (grausam). Vielmehr kennt man fast jeden, der im Esssaal sitzt – alles Kollegen. Zuletzt passierte mir dies in einem ├Ąhnlich g├╝nstig (was das berufliche betrifft) gelegenen Hotel im Stuttgarter Raum.

Aber zur├╝ck zu Chicago, den sub-urbanen Teil in dem mein Hotel gelegen ist. Es erinnert einen doch arg Wohnsiedlungen die aussehen wie im Film: Lang-gezogene, gr├╝ne Vorg├Ąrten mit Auffahrten f├╝r die diversen Autos. Wei├če Briefk├Ąsten am Stra├čenrand soweit die Strasse reicht. Chicago selbst hingegen ist anders. Anders als so vieles in diesem Land: Eine sp├╝rbar alte Stadt. Das wird einem nicht nur durch die tats├Ąchlich nennenswert alte Geschichte auf, sondern man sp├╝rt es auch. Die ├╝berall vorhandenen Industriegeb├Ąude erinnern an die Zeiten der Industrialisierung, allerdings weniger dreckig als der Ruhrpott.

CHicago

Doch auch die klassischen Touristen-Attraktionen sind durchaus sehenswert: The Art Institute of Chicago (Zeit mitbringen! Auch wenn Google einem hier die Gem├Ąlde erkl├Ąren kann), Grant Park , eine Boots-Tour ├╝ber den Chicago-River oder auch einfach nur durch die Stadt zu spazieren. Chicago ist definitiv eine Reise wert! Und es gibt immer noch so viel zu sehen… Einzig mit der typischen Chicago-style Pizza konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Sei’s drum.

1687 Tage zuvor: Versichert?

In Deutschland ist man verw├Âhnt. Um nicht zu sagen geradewegs verh├Ątschelt. Vermutlich k├Ânnte man sogar dasselbe ├╝ber jeden Sozialstaat auf dieser Erde behaupten. Zumindest auf die Krankenversicherungen bezogen. Wann hat man denn schon mal eine Abrechnung des Arztes gegen├╝ber der eigenen Krankenversicherung gesehen? Ich wurde von derlei kapitalistischen Entartungen stets wohl beh├╝tet, zumindest wenn man von der ber├╝hmt-ber├╝chtigten (und mittlerweile wieder eingestampften) Praxis-Pauschale einmal absieht.

Die USA sind auch in dieser Hinsicht dem Kapitalismus folgsam. ├ärzte wollen Geld direkt vom Patienten, Versicherung hin oder her. Sicher, man wird brav gefragt ob meine eine Versicherung hat (und welche). Aber da f├Ąngt es dann auch schon an: Hat der Arzt einen Rahmenvertrag mit der eigenen Versicherung? Wenn nicht zahlt die Versicherung weniger (prozentual).

Und was genau zahlt sie eigentlich? Auch hier herrscht weithin Unklarheit. Zwar ruft der Arzt brav bei der Versicherung an um sich zu erkundigen – allerdings scheinbar eher um den Maximal-Betrag f├╝r eine bestimmte Behandlung zu erfahren, der dann anschlie├čend auch prompt auf der Rechnung ausgewiesen wird. Aufwands-gerechte Abrechnungen sehen anders aus. Sicher, man darf (und soll, laut Versicherung) eine detailliert aufgeschl├╝sselte Abrechnung einfordern. Allerdings werden diese scheinbar eher umgekehrt kalkuliert: Wie viel muss ein Wattest├Ąbchen kosten damit an Ende der Maximalbetrag herauskommt?

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1943 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen II

Der Redewendungen zweiter Teil, diesmal mit weniger heroischem Hintergrund. Dennoch stellte sich mir dieselbe Frage: Was soll denn dieses dauernde Dibs hei├čen? Auch wenn es, zugegeben, wesentlich leichter aus dem Zusammenhang heraus zu verstehen ist: Erster!

Angeblich, so zumindest eine der Theorien dazu, kommt es aus dem Viehhandel: Wer zuerst seine Initialen auf ein Vieh geschrieben hat, hatte das erste Recht es auch zu kaufen. Und warum Dibs? Nun, man musste sich mit seinen Initialen im sogenannten Dealer Identification Book registrieren.

Nun, The Big Bang Theory (├╝brigens eine tolle Serie) hat auch dazu etliche Szenen parat. Mein Favorit in Bezug auf Dibs:

Sheldon: This is not your office. It hasnÔÇÖt been assigned yet.
Kripke: Well, I called dibs at the Christmas party when Professor Wothman tried to have intercourse with the Toys for Tots collection box.
Sheldon: Dibs?! This is a university, not a playground. Offices are not assigned because someone called dibs.
Leonard: You just called dibs.
Sheldon: Shut it.

2079 Tage zuvor: Amerikanische Redewendungen I

I call Shotgun! ÔÇô wer eine Zeit lang in den USA verweilt oder sich gerne Sitcoms in der Original-Version anschaut wird diese Aussage sicherlich schon einmal geh├Ârt haben. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

Dazu muss man zun├Ąchst einmal wissen, dass in den USA das fahren im Beifahrersitz eines Auto auch als Riding Shotgun bekannt ist. Hat man diese H├╝rde genommen erschlie├čt sich auch die Aussage recht schnell: Derjenige, der Shotgun als erster ruft, sitzt im Beifahrersitz. Um das komplexe Regelwerk kurz zu halten. Doch woher kommt diese Bezeichnung? Einmal mehr handelt es sich dabei um eine – historisch nicht allzu ernst zu nehmende – Anspielung auf den Sitzplatz neben dem Kutscher in Western. Jener Beifahrer hielt, zumindest in Romanen und Filmen, eine Schrotflinte in der Hand.

Hat man dies verinnerlicht, ergeben Witze wie dieser auf einmal auch einen Sinn:

Leonard: Refresh my memory. Why didn’t I just put you in the trunk?
Sheldon: Because I called Shotgun, remember?

2356 Tage zuvor: Hin und Her

Vor nicht allzu langer Zeit – so circa vor neun Monaten) – wurde ich gefragt ob ich nicht einen wunderbaren Weg zur Arbeit h├Ątte. Nunja, Ansichtssache. Und relativ obendrein. Aber hier ist die prompte Antwort:

In dem Video sind ├╝brigens ein Feuerl├Âschzug sowie zwei Polizeiautos versteckt.
Den unwesentlich spektakul├Ąreren R├╝ckweg gibt es nach der Pause.

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2533 Tage zuvor: Wenn einer von seiner Reise zur├╝ck kehrt...

Letztens im Radio geh├Ârt und dabei herzlichst gelacht:

Zum lesen des (englischen) Transkriptes muss man sich leider, Copyright sei dank, auf die Seite von NPR weiter klicken.

2592 Tage zuvor: Bundesliga bei ESPN

EPSN hat eine wunderbare Web-Streaming Implementation. Und f├╝r die soeben gestartete Bundesliga-Saison hat ESPN auch ein wenig in die Tasche gegriffen und Lizenzen f├╝r ausgew├Ąhlte Spiele von Gol-TV erworben. Interessant, welche Spiele da so ausgew├Ąhlt wurden:

Ein wenig gew├Âhnungsbed├╝rftig ist es auch so eine Partie komplett ohne Kommentar zu schauen. Denn es werden gemeinhin nur die Internationalen Streams online gestellt.

2631 Tage zuvor: Schoko-Pretzels

Tolle Werbung, leider kann das Produkt nicht so recht mithalten:

2644 Tage zuvor: Ist es ein Flugzeug?

Neulich in Charleston im Himmel gesehen (und gewaltig erschrocken):

Ganz sch├Ân gro├č, diese C-17 von Boeing! Immerhin wusste ich danach, was den lokalen Wal-Mart so zum beben gebracht hatte – er liegt direkt in der Einflugschneise der Charleston Air Force Base.

2673 Tage zuvor: Einer dieser Tage

Gestern war also einer dieser Tage, an denen man besser im Bett geblieben w├Ąre. Eigentlich h├Ątte ich das direkt merken m├╝ssen als das Auto nicht an-sprang – f├╝r sich genommen schon Grund genug den 37km-Weg zur Arbeit gar nicht erst zu versuchen. Das es kurz darauf auch noch angefangen hat Sintflut-artig zu regnen, hat dann auch nicht zur Besserung beigetragen.

Dennoch habe ich es irgendwie auf den Highway geschafft. Direkt in den (f├╝r diese Uhrzeit und diesen Abschnitt sehr ungew├Âhnlichen) Stau. Scheinbar gab es einen Regen-bedingten Unfall und zwei der f├╝nf Spuren waren blockiert. W├Ąhrend ich mich so durch den Stop-and-Go auf absehbaren zehn Kilometern schlich, viel mir auf, dass ich durch die morgendlichen Start-Schwierigkeiten auch noch etwas vergessen hatte: Tanken.

Grunds├Ątzlich ist so etwas lapidares wie Tanken im Land des Automobils kein Problem. Leider braucht man auch hier dazu Geld – und das hatte ich samt Portemonnaie zu Hause vergessen. Wie passend. Wie auch immer, es blieb mir nichts anderes ├╝brig als um zudrehen und zu hoffen, dass das Benzin noch reichen w├╝rde. Immerhin war der Stau in die andere Richtung (f├╝r diese Uhrzeit und diesen Abschnitt durchaus normal).

Es w├Ąre nur passend gewesen, wenn es nicht gereicht h├Ątte. Tat es aber. Als Belohnung war dann lediglich besagter st├╝rmischer Regen zur Begr├╝├čung zu Hause wieder pr├Ąsent – und selbstredend kein Regenschirm im Auto. Aber immerhin hatte ich jetzt mein Portemonnaie und konnte mich, endlich, mit Umweg ├╝ber die n├Ąchstgelegene Tankstelle auf den Weg zur Arbeit machen.

Dachte ich jedenfalls. Denn einmal an der Zapfs├Ąule angekommen stellte sich heraus, dass die Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Durch den Regen wollte ich allerdings nicht zum W├Ąrter gehen, also stieg ich wieder in mein Auto und fuhr die n├Ąchste Tankstelle an. Ein Gl├╝cksgriff, wie sich herausstellen sollte, denn die Gallone war hier stattliche $0,40 g├╝nstiger! Sollte sich mein Gl├╝ck damit endlich zum besseren wenden?

Nicht ganz, denn auch hier wurde die Karte nicht akzeptiert. Weiterfahren war diesmal allerdings keine Option. Also ging es, diesmal zumindest mit Regenschirm, zum W├Ąrter, der mir erkl├Ąrte das die Kartenleser nicht funktionierten und er die Zapfs├Ąule f├╝r mich freischalten w├╝rde. Tat er jedoch nicht, wie sich herausstellte als ich durch den Regen zur├╝ck zum Auto gegangen war. Denn ich sollte meine Karte bei ihm lassen, w├Ąhrend ich tanke, wie er mir sagte als ich (wiederum durch den Regen) zur├╝ck zu ihm gegangen war. Ein paar andere Missverst├Ąndnisse und Regen-M├Ąrsche sp├Ąter sa├č ich dann mit einer falschen Abrechnung (wie sich sp├Ąter herausstellen sollte) im voll-getankten Auto Richtung Fort Lauderdale.

Damit schien sich dann das Pech f├╝r den Tag endg├╝ltig aufgebraucht zu haben. Zwar musste ich mir nach wie vor durch den schweren Regen meinen Weg in den Norden bahnen, doch der Stau hatte sich mittlerweile aufgel├Âst. Und auch wenn ich stattliche zweieinhalb Stunden sp├Ąter als geplant ankam, war ich doch noch rechtzeitig zu einem Meeting mit der lokalen Gesch├Ąftsf├╝hrung und meinem Manager dort.

2735 Tage zuvor: F├╝hrerscheinpr├╝fung II

Nach GreenCard und Sozialversicherung fehlte bis gestern vor allem noch ein kritisches Dokument hiesiger Verwaltungsfreude: Der F├╝hrerschein. Abgesehen von seiner eigentlichen Bedeutung, der Erlaubnis Auto zu fahren, erf├╝llt er hierzulande bekannter ma├čen auch den Zweck eines Personalausweises in Deutschland. Im Gegensatz zur GreenCard bekommt man diesen allerdings recht unb├╝rokratisch – jedenfalls solange man alle zuvor genannten Unterlagen beisammen hat. Und, ganz nebenbei, darf man mit einer ausl├Ąndischen Fahrerlaubnis lediglich sechs Monate in Florida Auto fahren…

Also hie├č es die letzten Tage wieder lernen, lernen, lernen. Die entsprechenden Regeln sind im Florida Driver’s Handbook ├╝bersichtlich und verst├Ąndlich zusammen gefasst. Man kann es quasi herunter lesen wie ein Buch. Und auch wenn man nach einigen Jahren des Auto-Fahrens tats├Ąchlich noch etwas dazu lernt, ist das meiste doch alt-bekannt. Oder gar lustig, wie zum Beispiel die Handzeichen als Blinker-Ersatz, das (Licht-) Hupen bevor man zum ├ťberholen ansetzt oder die Fluchtrichtung wenn man mal schnell aus dem liegen gebliebenen Auto auf dem Bahn├╝bergang fl├╝chten muss. Auch Hinweise auf die richtige Vorgehensweise wenn das Auto mal ganz von alleine beschleunigt fehlen nicht.

Bestanden habe ich dann direkt auf Anhieb.

Kurze Frage-Antwort-Stunde zu ein paar Fragen die ich pers├Ânlich immer hatte:

  • Muss man einen internationalen F├╝hrerschein haben?
    Nein. Der ├╝bliche (Euro-)F├╝hrerschein aus Deutschland ist ausreichend.

  • Wie lange darf man mit einem deutschen F├╝hrerschein in den USA Auto fahren?
    Dies ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. In Florida sind es sechs Monate.
  • Muss man alle Pr├╝fungen ablegen wenn man einen F├╝hrerschein in Florida machen m├Âchte?
    Nein. Der Praxistest wird einem erlassen. Theorie-Pr├╝fung sowie der vierst├╝ndige Drug-and-Alcohol-Test sind dennoch erforderlich.
  • Gibt es in den USA ein Rechts-Fahr-Gebot?
    Ja. Man darf lediglich auch rechts ├╝berholen wenn es der Verkehr zul├Ąsst und ausreichend Fahrspuren vorhanden sind.
  • Wieso gibt es gelbe und wei├če Linien?
    Gelb trennt die Verkehrsrichtungen, Wei├č trennt Fahrspuren mit Verkehr in dieselbe Richtung. Durchgezogene Gelbe Linien d├╝rfen gar nicht, Wei├če nur bei Verkehrshindernissen ├╝berquert werden.

2801 Tage zuvor: Fern-Fernsehen

Nachdem das ZDF seine Mediathek umgestaltet hat, funktionierte mein sch├Âner Fern-Fernseher leider nicht mehr richtig. Das entsprechende Plug-In wurde n├Ąmlich leider nicht auf die neue Struktur umgestellt. Doch wie meinte mein alter Abteilungsleiter (streng genommen war es seine Frau) doch gleich? Darfst kein Depp sein. Ergo, selbst ist der Mann:

#!/bin/sh
d=`date +%y%m%d`
j="/media/public/heute_journal_$d.asx"
h="/media/public/heute_$d.asx"
s="/media/public/heuteshow$d.asx"

rm /media/public/heute_*.asx

wget -qO $j "http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/"$d"_hjo.asx"
[ "$?" -ne "0" ] && \
        rm $j

wget -qO $h "http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/"$d"_h19.asx"
[ "$?" -ne "0" ] && \
        rm $h

wget -qO $s "http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/"$d"_heuteshow_hsh.asx"
[ "$?" -ne "0" ] && \
        rm $s

Das kleine Script l├Ąuft bei mir t├Ąglich um 18:00h (Mitternacht deutscher Zeit) und l├Ądt die kleinen Streaming-Links herunter. Die wiederum kann XBMC problemlos abspielen. Leider bekommt man so nur die Auslands-Fassung mit (aus rechtlichen Gr├╝nden) weniger Beitr├Ągen und an manchen Stellen ohne Bild. Aber immerhin.

2885 Tage zuvor: Brownouts

Das FPL die ein oder andere merkw├╝rdige Auffassung hat ist ja nichts neues. Nachdem nun in den letzten Wochen wieder etliche Ger├Ątschaften im Haushalt pl├Âtzlich den Geist aufgegeben haben (vornehmlich die Hausautomation, die selbstredend nicht von einer USV gesch├╝tzt werden kann) habe ich mich heute daran gemacht das Log der Server-USV auszulesen (GridJunction ist ein tolles AddOn und er Autor sehr fix beim helfen!) und aufzuarbeiten. Dabei kam diese traurige Grafik heraus:

Gab es am Anfang des Jahres vielleicht ein bis zwei Brownouts pro Monat, verschlechterte sich die Lage im Juni imens. Trauriger H├Âhepunkt sind die 82 Ausf├Ąlle am letzten Samstag (die wieder zwei Ger├Ąte dahingerafft haben). Zwar bekommen wir bislang noch alles kostenlos ersetzt, aber das Austauschen und neu-konfigurieren dauert auch seine Zeit – und die ersetzt mir niemand. Vom Aufwand der damit einhergeht einmal ganz zu schweigen.

Mal schauen was unser Strom-Monopolist diesmal dazu zu sagen hat. Schlie├člich brennt es ja nirgends…

2909 Tage zuvor: Was gerade flimmert

W├Ąhrend gerade Eureka und Warehouse 13 in der Winter-Pause schlummern, ist es mal wieder Zeit f├╝r ein kleines Update der hiesigen TV Serien-Landschaft. Oder zumindest das, was ich davon verfolge.

Stargate Universe
Neuester Spin-Off des bekannten Films. Erst letzte Woche gestartet – heute lief der zweite Teil der Pilot-Folge. Soweit ist alles noch ein wenig ungeordnet, aber deutlich spannender als die letzten Serien. Vom Stil her erinnert es sehr stark an Battlestar Galactica. Gut ist vor allem, dass s├Ąmtlicher Balast von Bord geworfen und mit frischen Charakteren komplett neu gestartet wird. Im Auge behalten!

Fringe
Der drohende Krieg mit einem Parallel-Universum bildet den Hintergrund f├╝r diese eher im unklaren bleibende Serie. Ereignisse werden durch Verwerfungen in der Zeitlinie (und Gedanken-R├╝ckspr├╝nge) meist erst im Nachhinein klar. Nichts was man aufzeichnen muss, aber mal rein-schauen lohnt sich.

Enterprise
Aus der Kategorie Nachgeholt. Sehr kurzweilig, durchaus auch am├╝sant. Es fehlt ein wenig die erst-schie├čen-dann-fragen-Mentalit├Ąt des klassischen Star Trek, aber es ist insgesamt doch sehr stimmig – auch dank der bisweilen Haar-str├Ąubenden Naivit├Ąt des Captain Archer.

2933 Tage zuvor: Shaq vs. Joel

Bin gerade beim lesen der letzten TIME ├╝ber einen Text von Joel Stein gestolpert. Er hat einen Schreib-Wettkampf mit Shaquille O’Neal ausgerufen und bittet um Abstimmungen. Passt ja zuf├Ąllig auch gut zu der Frage nach twitternden Blog-Lesern. Und Shaq’s Essay ist auch recht kurzweilig zu lesen.

Shaq vs. Joel

Shaq hat ├╝brigens eine neue Sendung. hier in den USA, bei denen er es mit anderen Athleten aufnimmt. Zum Beispiel Michael Phelps im Schwimmen. Er m├Âchte halt allen zeigen, dass er der beste Athlet der Welt ist. Oder zumindest ein gewisses Image aufrecht erhalten (im Artikel sagt Joel, dass er solange gegen Michael geschwommen ist bis er mal gewonnen hatte). Joel (~750.000 Follower bei Twitter) nahm das zum Anlass ihn (~2.250.000 Follower) auf einem anderen Gebiet heraus zu fordern.

Also: Lesen und klicken!

2940 Tage zuvor: Land of the free

Joe Klein von der Time ist der Ansicht, dass die Republikaner Obama nur deshalb so harsch wegen einer Gesundheitsreform angreifen, um ihn zu besch├Ądigen. Sehe ich ganz genauso. Doch was sich Jim Greer, immerhin Vorsitzender der Republikaner in Florida, geleistet hat ist wirklich unglaublich:

As the father of four children, I am absolutely appalled that taxpayer dollars are being used to spread President Obama’s socialist ideology. The idea that school children across our nation will be forced to watch the President justify his plans for government-run health care, banks, and automobile companies, increasing taxes on those who create jobs, and racking up more debt than any other President, is not only infuriating, but goes against beliefs of the majority of Americans, while bypassing American parents through an invasive abuse of power.

Es gibt einige Leute, die seinem Beispiel folgen und ihre Kinder heute nicht zur Schule geschickt haben. Kurzer Hintergrund: Obama wird heute eine Rede halten, die direkt an alle Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler dieses Landes adressiert ist. Er wird im Kern sagen, dass man zur Schule gehen und gute Leistungen erbringen soll:

IÔÇÖm working hard to fix up your classrooms and get you the books, equipment and computers you need to learn. But youÔÇÖve got to do your part too. So I expect you to get serious this year. I expect you to put your best effort into everything you do. I expect great things from each of you. So donÔÇÖt let us down ÔÇô donÔÇÖt let your family or your country or yourself down. Make us all proud. I know you can do it.

Immerhin sehen das diverse Medien genauso Haar-str├Ąubend. Sogar die stille Grand Madame der Republikaner-Garde (4:30):

Ich werde mir die Rede um 12:00h mit der kleinen Sophia live anschauen – um ein kleines, stilles Signal f├╝r meine Kinder zu setzen.

2945 Tage zuvor: Gesundheitsreform in ├ťbersee

Fragt man sich nur noch, warum es da so eine riesige Diskussion dr├╝ber gibt.

2946 Tage zuvor: Neue Schule, neue Sitten

Letzte Woche hat hier bekanntlich wieder die Schule angefangen. Nach zehn Wochen Ferien darf man wohl ohne Scham sagen: Endlich. Im neuen Schuljahr geht der ├Ąlteste denn auch auf eine neue Schule. Kindergarten nennt sich diese Klasse, ist aber eher mit der Vorschule in Deutschland zu vergleichen – obwohl er auch schon letztes Jahr in die Schule gegangen ist (Vor-Vorschule sozusagen).

Nun ist also Kindergarten angesagt. In einer speziellen Schule, und das bezieht sich nicht nur auf die Schulform. Abgesehen von Hausaufgaben f├╝r die Sch├╝ler gibt es hier auch jede Menge f├╝r die Eltern zu tun. Zum Beispiel jeden Tag mit den Kleinen lesen. Oder freiwillige Hilfsstunden f├╝r die Schule leisten. Bei den Hausaufgaben helfen ist ja selbstverst├Ąndlich, aber man muss sie auch noch Mont├Ąglich im Internet abrufen und ausdrucken – auch wenn ich noch r├Ątsel was daran nun gr├╝n sein soll, denn so wurde es angepriesen. Langweilig machen sie es einem also nicht, die bewusste Einbindung der Eltern in den Lernprozess finde ich jedoch sehr gut.

Und vielleicht k├Ânnen die elterlichen Pflichtstunden f├╝r den Schuldienst ja auch mit der Erstellung einer neuen Webseite abgeleistet werden. Die aktuelle ist ja immerhin schone in paar J├Ąhrchen ├Ąlter…

2948 Tage zuvor: Made in the USA

Wer schonmal ein Auto aus den USA besessen hat, dem sind vielleicht diverse Qualit├Ątsunterschiede aufgefallen (Achtung: Verallgemeinerung!). Leider ist auch Volkswagen da keine Ausnahme – jedenfalls wenn das entsprechende Modell aus den USA stammt. Hier und heute ein paar Beispiele.

Da wei├č man doch gleich wieder, warum es Made in Germany hei├čt. Oder zumindest warum die Autos in Deutschland ungleich teurer sind.

2962 Tage zuvor: Hurricane Weblets

Letztes Jahr habe ich noch danach gesucht, dieses Jahr gibt es erst seit kurzem die Notwendigkeit dazu: Eine kleine Karte mit den aktuellen Hurricanes:

Mal schauen ob ich die irgendwo in der Webseite fest veranker.

2982 Tage zuvor: Frequent Power Loss

Thank you for checking on the status of your concern.
We are sorry to hear about any trouble you are having with your power. We are aware of an electric problem in your area.
We have received your report and it has been entered into our system.

Ist ja nicht so, dass man denen das nicht schon Wochen im voraus vorhergesagt hat. Nunja, gebrannt hat es nun ein wenig. Und der Strom ist daf├╝r jetzt ganz weg – inklusive Klimaanlage. Im Hochsommer ist das ja aber nicht weiter wild, wem machen denn die 30┬░C (steigend) im Haus schon was aus? Den Kindern etwa, die gerade in’s Bett gehen? Ach was…!

PS: 19:25h ging der Strom aus, 22:45h sollte er wieder angehen, 0:30 war er dann da. Da will man gar nicht weiter dr├╝ber nachdenken wie lange es dauert bis man nach einem Hurrikan wieder Strom hat.

3002 Tage zuvor: Sorgfalt in den USA

Der hiesige Stromanbieter nennt sich FPL. Das steht eigentlich f├╝r Florida Power & Light Company, wird aber auch gerne mit Frequent Power Loss bezeichnet. Aber das erw├Ąhnte ich ja bereits. Jedenfalls hatte ich mich, bedingt durch diverse Stromschwankungen bei st├╝rmischen Regen in letzter Zeit, aufgemacht einen Baum auf der Webseite von FPL anzuzeigen, der die Stromleitungen ber├╝hrt. Ganz wie dort verlangt.

Heute nun, nach einigen Wochen, kamen dann auch ein paar Herren von FPL vorbei um sich das mal anzuschauen. Mit geschultem Blick konnte die auch gleich (nach circa einer halben Sekunde)erkennen:

Some minor contact. But no fires. I’m not gonna send out a crew for that.

Aha. Gut. Solange das Problem nicht akut ist, ist es also kein Problem. Verstehe. Immerhin hat sein Kollege den Zynismus in meiner Antwort, I guess I will call you then once the tree is on fire, verstanden – er lachte kurz.

3017 Tage zuvor: Regenzeit

Die letzten N├Ąchte waren ja – wie erwartet – eher kurz und laut. Heute morgen gegen 6:00h wurde ich denn auch erneut wach. Diesmal allerdings wegen eines Gewitters. Der unsch├Âne Nebeneffekt ein Haus (mit einem noch nicht wieder komplett abgedichteten Dach) zu besitzen ist ja, das man in solchen Situationen schwerlich wieder einschlafen kann. Diesmal war allerdings alles trocken und ich konnte mich beruhigt wieder hinlegen – um eine halbe Stunde sp├Ąter vom Neuank├Âmmling geweckt zu werden.

Mit den Kindern im Auto ging es dann einige Zeit sp├Ąter Richtung Kindergarten. Das Gewitter tobt noch immer und statt der die letzten Tage ├╝blichen 29┬░C waren es auch nur 23┬░C drau├čen. Ganz zu schweigen davon, dass es statt des strahlenden Sonnenscheins ziemlich dunkel war. Unser Weg trug uns auch direkt durch das Zentrum des Gewitters hindurch (Blitz und Donner gleichzeitig ist schon recht beeindruckend). Und wie bereits vor einigen Wochen war South Beach auch heute fr├╝h wieder reichlich ├╝berschwemmt – wenn auch nicht ganz so extrem.

Trotz aller Widrigkeiten sind die Kinder sicher und (fast) trocken abgeliefert. H├Ątte ich die Umst├Ąnde vorher gekannt, w├Ąre ich allerdings eher zu Hause geblieben. Zumal es, kaum das ich dort wieder angekommen war, auch schon wieder im B├╝ro tropft. Also werde ich mich jetzt erst einmal in den Dachstuhl aufmachen – Eimer zurecht r├╝cken…

Kennt vielleicht jemand einen Dachdecker, der sich f├╝r einen kostenlosen Flug samt Kost & Logis mit US-amerikanischer Dacharchitektur besch├Ąftigen will?

3068 Tage zuvor: Br├╝cken-Bewohner

Letzte Woche noch dr├╝ber geredet und heute schon auf der Titelseite: A life of tension, fear for sexual predators living under Miami bridge. Manchmal schon ein wenig merkw├╝rdig, solche Zuf├Ąlle. Erschreckend allerdings finde ich, dass mittlerweile so viele Leute dort leben – vor gut zwei Jahren ist der erste dort zwangs-angesiedelt worden, wenn ich mich recht entsinne.

Dazu f├Ąllt mir immer wieder ein reichlich abgenutztes Zitat ein: Man messe eine Gesellschaft daran, wie sie mit ihren schw├Ąchsten Gliedern umgeht.

3090 Tage zuvor: Kabelsalat

Willkommen in den USA, der einzig verbliebenen Supermacht dieser Welt.

3101 Tage zuvor: Nur in Amerika...

Szene letztens bei einer hiesigen Burger-Bratbude.

Ich trete durch die T├╝r, wei├č genau was ich will und m├Âchte es nur schnell einpacken. Vor mir stehen eine Familie an der ersten Kasse, eine Frau mit Kind an der zweiten. An der dritten steht ein leicht genervt wirkender Mann, der mich abf├Ąllig mustert. Abseits davon eine Gruppe von vier Leuten – um die Ende zwanzig, zwei davon stark t├Ątowiert, einer mit kahl-geschorenem Sch├Ądel – sich intensiv unterhaltend.

Auf eine schnelle Erf├╝llung meines Wunsches hoffend steht ich das Men├╝-lesend mitten im Raum, wandere ein wenig von links nach rechts. Wei├č nicht genau ob ich mich einfach hinter einer Kasse einreihen soll, oder ob die Schlange vielleicht f├╝r alle Kassen gleichzeitig ist. Der Mann von Kasse drei schaut mich weiterhin skeptisch an. Denkt er, ich will mich vor dr├Ąngeln?

Aus Richtung der Toiletten kommt ein Mann mir entgegen. Sich seine H├Ąnde an den Jeans abwischend. Der Frau an Kasse zwei, direkt vor mir stehen, fallen die Autoschl├╝ssel aus der Hand. Mit seinen vermutlich noch feuchten H├Ąnden hebt der Mann ihr die Schl├╝ssel auf – hoffentlich hat er sich die H├Ąnde gewaschen – um sich anschlie├čend hinter mir in die Schlange einzureihen. Jetzt ist es also eine Warteschlange.

Warten… den Mitarbeitern hierzulande kann man sprichw├Ârtlich im laufen die Schuhe besohlen. Eigentlich sollte hier, im Mutterland des goldenen M, doch alles viel schneller, effizienter laufen? Nichts passiert hier, alles ist ruhig. Jeder Burger wird einzeln nach Bestellung zusammengebaut. Mit vor gebratenen und warmgehaltenen Patties. Ich schaue auf die Uhr: f├╝nf Minuten vor halb.

Die Familie an Kasse Eins bekommt ihr Essen. Alles genau nachz├Ąhlend und Ketchup-verlangend (den gibt es dr├╝ben, bei den Servietten). Der Mitarbeiter hinter der Kasse, nennen wir ihn Chris, schreitet anschlie├čend in Richtung Toiletten davon. Die Frau mit Kind an Kasse Zwei scheint ihre Bestellung gerade zum dritten Mal zu wiederholen. Der Mann an Kasse Drei schaut genervt zur Decke. Ich drehe mich um: Hinter mir steht der Mann aus der Toilette und noch ein anderer Kunde, der sich gerade eben hinten in der Schlange eingereiht hat. Ein Blick auf die Uhr: kurz vor halb.

Kasse Nummer Zwei piept best├Ątigend. Die Bestellung scheint endlich akzeptiert worden zu sein. Die Mitarbeiterin hinter der Kasse, nennen wir sie Concha, dreht sich um, irritiert? Verirrt? Verwirrt! Sie geht, gem├╝tlich, zu den fertigen Burgern hinter ihr – immerhin ein guter Meter weit weg – und packt ein paar Dinge zusammen. Nachz├Ąhlend. Sorgf├Ąltig. Nach jedem kleinen Burger auf den Bestellzettel schauend. Schlie├člich faltet sie die T├╝te zusammen und geht zur├╝ck zu ihrer Kasse. Dort einmal angelangt ├Âffnet sie die T├╝te wieder und steckt einen Berg Servietten in die T├╝te, die sie daraufhin wieder sorgf├Ąltig zusammenfaltet. Nun, da sie ihre gedankliche Checkliste offenbar abgehakt hat, macht sie sich auf zu Kasse Drei – dem wartenden Mann, der ihr allerdings schon entgegeneilt und schlie├člich die T├╝te, mehr oder minder, aus der Hand rei├čt. Er ist zur T├╝r hinaus bevor Concha ihre Kasse wieder erreicht hat.

Chris von Kasse Eins kommt zur├╝ck. Z├╝gigen Schrittes. Sich auf seine Kasse st├╝tzend schaut er abwesend in meine Richtung und sagt: Next please. Mein Bein zuckt kurz, bevor ich zu der Gruppe neben mir schaue. Ich schaue dem mir am n├Ąchsten stehenden an und winke mit der Hand in Richtung Kasse. Ein freundliches Thank You sagend schreitet die Gruppe an mir vorbei in Richtung des wartenden Mitarbeiters. Ob sie auch so freundlich gewesen w├Ąren, h├Ątte ich mich einfach an die Kasse gestellt? Mein Blick geht Richtung Kasse Zwei: Concha studiert die Bestellung der Frau mit Kind auf ihrem Monitor. Ich schaue auf die Uhr: Kurz nach halb.

Eine T├╝r rechts von mir ├Âffnet sich. Eine ├Ąltere Dame, gesch├Ątzte 80, betritt den Laden. Grinsend. Hinter ihr kommt, langsamen Schrittes, ein noch ├Ąlterer Herr hinterher. Die Dame schreitet an mir vorbei, stellt sich, ein wenig Abstand haltend, direkt hinter die Kasse eins. Die will sich doch vor dr├Ąngeln! Aber… ├Ąltere Menschen stehen in den USA ja sozusagen unter Artenschutz. Darf man da was sagen? Ist es in diese Kultur nicht sogar vielleicht verankert, dass ├Ąlteren Menschen immer Vorrang gew├Ąhrt wird? Schlie├člich gibt es ja auch an allen noch so kleinen Gesch├Ąften Behindertenparkpl├Ątze – und gegen die auf den Mutter-Kind-Parkpl├Ątzen parkenden Rentner sagt ja schlie├člich auch niemand was. Was soll ich tun? Die Gruppe an Kasse Eins hat die Bestellung zusammengestellt – laut hin und her-rufend, denn die eine H├Ąlfte sitzt bereits ein einem Tisch etwas abseits.

An Kasse Zwei ist Concha mittlerweile dazu ├╝bergangen die Burger langsam, aber sorgf├Ąltig, auf ein Tablett zu betten. Jeden einzeln. W├Ąhrend das Kind sich bereits durch die Happy-Meal-T├╝te w├╝hlt. Nachz├Ąhlend fordert die Mutter noch Mayo und Ketchup – gibt’s da hinten bei den Servietten. W├Ąhrenddessen stapeln sich bereits die ersten Burgen auf dem Tablett an Kasse Eins. Irgendeine Ger├Ątschaft beginnt lautstark piepend um Aufmerksamkeit zu schreien. Chris wirbelt, die Burger auf dem Tablett immer h├Âher stapelnd w├Ąhrend Concha die Mutter anl├Ąchelt, darauf wartend ihr S├Ątzlein auf zusagen: Next please. Damit meint sie mich. Gut, denn an dieser Kasse steht die alte Dame gewiss nicht an.

Erleichtert gebe ich meine Bestellung auf. Four Cheseburgers please. That’s all?, fragt Concha. That’s all. In dem Moment sagt Chris: Next please. Der Toiletten-Mann begibt sich raschen Fu├čes an Kasse Eins, die ├Ąltere, grinsende Dame bewusst ignorierend. In dem Moment sehe ich, dass sich mittlerweile eine recht ansehnliche Schlange aufgestaut hat. Acht, vielleicht zehn Leute stehen dort aufgereiht – in einer einzigen Schlange, die die rechte H├Ąlfte der T├╝ren versperrt. Concha murmelt hinter mir etwas. Ich drehe mich um. Sie meinte wohl, dass es ein wenig dauern wird. Ich trete zur Seite, f├╝r den n├Ąchsten Kunden Platz machend.

Im selben Moment tritt auch der Toiletten-Mann zur Seite. An Kasse Eins beginnt die ├Ąltere Dame, die sich in der Zwischenzeit direkt hinter dem Toiletten-Mann aufgebaut hatte, ihre Bestellung los zu plappern, w├Ąhrend an Kasse Zwei der n├Ąchste Kunde neben mir seine Bestellung in schnellen Worten aufgibt: Irgendein Special, das Concha nicht gel├Ąufig ist. Er gestikuliert in Richtung des Men├╝s und Concha schaut, mit einem leichten Anflug von Panik in den Augen, zu Chris hin├╝ber.

W├Ąhrenddessen gleitet mein Blick zu der Schlange hin├╝ber. Die Frau, die eigentlich jetzt an Chris’ Kasse stehen w├╝rde, sch├╝ttelt ungl├Ąubig den Kopf. Mehrere andere Kunden stehen ebenfalls merklich emp├Ârt an ihrem Platz in der Schlange. Die ├Ąltere Dame ├╝berl├Ąsst dem mittlerweile an Kasse Eins angelangtem ├Ąlteren Herrn den Schauplatz und geht, langsamen Schrittes mit einem best├Ąndigen Grinsen auf dem Gesicht, an der Schlange entlang. Als sie den Gesichtsausdruck der Leute sieht, sagt sie, f├╝r jeden gut h├Ârbar: I took my chances und grinst noch breiter. Sie scheint das wohl als besonders clever zu empfinden. Der Blick der in der Schlange stehenden Leute wird noch finsterer. Mir ein Grinsen nicht verkneifen k├Ânnend drehe ich mich zur├╝ck zu Concha und ihrem Problemkunden.

Der Kunde hat mittlerweile seine Sprechgeschwindigkeit an Conchas Arbeitstempo angen├Ąhert. Und auch wenn man von Conchas Gemurmel nichts verstehen kann, scheint es das gew├╝nschte Special wohl nicht mehr zu geben. Mit lauten und f├╝r seinen starken US-Slang deutlichen gesprochenen Worten formuliert der Problemkunde seinen Altnertiv-Wunsch – das eine Diskussion ├╝ber das werben mit Specials und deren Verf├╝gbarkeit bei Concha zu nichts f├╝hrt, hat er wohl von vornherein verstanden. W├Ąhrenddessen schleppt Chris eine Eist├╝te mit einem viel zu gro├čen Berg Softeis darauf an Kasse Eins, wo der ├Ąltere Herr bereits wartet. Ich schaue auf die Uhr: Fast zehn Minuten nach halb.

An Kasse Eins bekommt der Toiletten-Mann gerade seine einget├╝tete Bestellung in die Hand gedr├╝ckt als Concha die Bestellung ihres Problemkunden erfolgreich in die Kasse getippet hat. Die von der ├Ąlteren Dame ├╝bersprungene Frau hechtet sofort an Chris’ Kasse und plappert los. W├Ąhrend ich noch so ├╝berlege wie viel weniger der Toiletten-Mann wohl bestellt haben k├Ânnte das seine Bestellung noch vor meiner fertig ist, sehe ich auch schon Concha an der Burger-Theke stehen. Chesseburger-abz├Ąhlend und sie behutsam in einer T├╝te ablegend. Sie macht das so ├╝bersichtlich, dass ich keinerlei Probleme habe mit zu z├Ąhlen – nicht das man an ihrer Genauigkeit zweifeln k├Ânnte. Und w├Ąhrend sie dann mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck zu mir her├╝ber schlurft, beginne ich zu ├╝berlegen wann meine Parkzeit an der Parkuhr wohl abgelaufen gewesen sein k├Ânnte. Ich hatte, in Ermangelung kleinerer M├╝nzen, einen Viertel-Dollar eingeworfen. Zw├Âlf Minuten Parkzeit fand ich sehr ├╝bertrieben f├╝r eine kleine Bestellung in einem Fast-Foor-Restaurant.

3105 Tage zuvor: Moderne Zugv├Âgel

Ganz sch├Ân was los, da oben am Himmel:

Ob es wohl jemals eine US-Debatte ├╝ber das Nachtflugverbot gab? Kennt man die Idee dahinter hier ├╝berhaupt?

3346 Tage zuvor: Sehenswertes

Nachdem man sich ein wenig eingelebt hat – was in diesem Falle hei├čt, sich durch die circa 250 TV-Sender gearbeitet zu haben – bin ich nunmehr bei drei Fernsehserien h├Ąngen geblieben.

Dr. Who
Der Klassiker als Neuauflage. Auch wenn ich den Klassiker nie wirklich gesehen habe, zumindest die Neuauflage wei├č mit einem lustigen Humor zu unterhalten. Die skurrilen Abenteuer, die Der Doktor dabei zu bew├Ąltigen hat, liefern dazu den passenden Hintergrund.

Burn Notice
Spielt zwar in Miami (und wird hier, im Gegensatz zu CSI Miami, auch gedreht), das hat allerdings weniger mit der Qualit├Ąt der Serie zu tun. Michael Westen, ex-Agent, ist bem├╝ht seinen guten Ruf – und damit auch seine Karriere – wiederherzustellen und erledigt dabei durchaus ernst zunehmende Herausforderungen, mit genialer Coolness.

Eureka
Was als eher zuf├Ąllige Entdeckung von vorgestern angefangen hat, entpuppte sich heute als kleines Juwel des hiesigen Fernsehhimmels. Ein kleines St├Ądtchen voller brillanter Wissenschaftler t├╝ftelt an lustigen und teils bizarren Dingen. Fuer die kleinen Nebenwirkungen ist dann der Sheriff zust├Ąndig.

Ob und wann die Serien in Deutschland laufen, kann ich freilich nicht sagen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall in der Programmzeitschrift darauf zu achten.

3383 Tage zuvor: Angloamerikanische Kopfrechen├╝bungen

Da die USA zu jenen L├Ąndern der Erde geh├Âren, die noch imperialistische Ma├čeinheiten verwenden, kommt man leider des ├Âfteren in den zweifelhaften Genuss eben jene Einheiten um zurechnen. Allein um ein Gef├╝hl f├╝r die Entfernung, das Gewicht oder die Menge zu bekommen. Meilen kann man recht schnell absch├Ątzen (1,61km), Gallonen machen meist auch keine Probleme (4,55l), bei Unzen wird es dann jedoch schon schwerer (2,84 cl). Doch die Krone des Umrechnens besteht im Benzinverbrauch.

Wird in Deutschland – und anderen metrischen L├Ąndern, also quasi ├╝berall au├čer den USA – der Verbrauch in Litern auf 100 km angegeben, l├Ąuft es hier genau anders herum. Man betrachtet nicht den Verbrauch, den man auf einer bestimmten Strecke hat, sondern die Strecke, die man mit einer bestimmten Menge Benzin zur├╝cklegen kann. MPG lautet die dazugeh├Ârige Einheit. Und der Kopfrechen-intensive Faktor ist 235.

3389 Tage zuvor: ESPN und die Euro 2008

Nach dem geschilderten, leicht holprigen Start, hat sich ESPN nun doch mit mir angefreundet. Bislang wurden alle Spiele gezeigt. Sofern es mich interessieren w├╝rde, k├Ânnte man sogar den s├╝damerikanischen WM-Qualifier live mit ansehen. Heute jedoch gab es, quasi als Zuckerli, das Spiel ├ľsterreich – Deutschland in HD zu sehen. Sehr fein! Wenn auch nur in 720p.

Allein die Nachberichterstattung, vornehmlich die der ARD, vermisse ich. Vor allem nach derart am├╝santen Entscheidungen wie jener in der heutigen 42. Minute…

3398 Tage zuvor: Die Euro 2008 und ich

Heute hat sie also angefangen, die Euro 2008. Im Gegensatz zu europ├Ąischen Gefilden bekommt man hierzulande allerdings wenig davon mit. Der hiesige, dem Fu├čball verschriebene TV-Sender GolTV zeigt zu Spielbeginn lediglich ein paar Wiederholungen – vermutlich mangels Lizenz. Also auf in die unendlichen Weiten des Internet!

  • Erster Ansatz: Auf der offiziellen Streaming-Seite bekommt man dann den f├╝r die jeweilige Region vorgesehenen Streaming-Partner serviert. In meinem Fall ist dies ESPN 360. Sch├Ân und gut, denkt man sich und klickert sich weiter durch die Netzwelten. Bis man dann leider verzweifelt feststellen muss, dass der Internet-Provider, bei dem man ist, mit ESPN nicht zusammenarbeitet und im Umkehrschluss der Stream nicht zur Verf├╝gung gestellt wird.
  • Zweiter Ansatz: ARD und ZDF bieten ebenfalls einen Live-Stream ihres Fernsehprogramms an. In der ZDF-Mediathek wird man auch schnell f├╝ndig. Schnell den Media-Player eingerichtet und… es passiert nichts. Alles funktioniert, nur die Berichterstattung ├╝ber die EM(Euro 2008) wird nicht angezeigt. Nachdem einige Freunde in Deutschland best├Ątigt haben, dass es bei ihnen funktioniert liegt also die Vermutung nahe, dass ich auch hier aufgrund meines Einwahlknotens au├čen vor bleiben muss – vermutlich wegen der Lizenz.

Bis hier hin konnte ich die Spiele lediglich ├╝ber diverse Liveticker verfolgen. Das sah dann in etwa so wie hier aus:
bq.

  • Dritter Ansatz: Das Internet ist gro├č. Sehr gro├č. Und vor allem global. Nicht ├╝berall auf der Welt k├╝mmert man sich derart vorbildlich um die Einhaltung der Lizenzbestimmungen. Wenn man also nur eine Liste aller Streaming-Angebote zur Euro h├Ątte… Hat man. Ab hier kommen also die ersten Bewegt-Bilder ins Haus. Allerdings mit Thail├Ąndischen, Chinesischen oder Tschechischen Kommentaren. ├ťber die Qualit├Ąt braucht man gar nicht zu reden.
  • Vierter Ansatz: Es gibt ja einige Web2.0-Angeboten, die das Fernsehen globalisieren wollen und es dazu ins Netz stellen. Super Sache, vor allem in diesem Moment. Einer von diesen Anbietern ist zum Beispiel Zattoo. Leider gilt auch dort das Motto: Wo du bist, gibt’s uns nicht. Dabei zahle ich doch in Deutschland meine GEZ-Geb├╝hren, zwangsweise, weiterhin. Nach einigen weiteren dieser Angebote bin ich dann bei TVU gelandet. Ohne Anmeldung kann man einfach den Player herunterladen und loslegen. Und, oh Wunder, hier gab es dann auch Fernsehsender mit der Euro im Programm. Einen, um genau zu sein. Auf Englisch. Und das Beste: Er funktioniert in annehmbarer Qualit├Ąt. Es ist ESPN360.

Update
ESPN hat sich seit gestern dazu entschlossen, die Spiele jetzt doch auch im Fernsehen zu zeigen, und nicht nur als Stream. Gut, denn die Qualit├Ąt von Streams ist doch nichts im Vergleich zu einem richtigen Fernseh-Sender.

3485 Tage zuvor: Blaulicht im R├╝ckspiegel

Langsam, geradezu bed├Ąchtig, zog er sich die Handschuhe aus und legte den Helm auf seinem Motorrad ab. Die Sonnenbrille zurecht-r├╝ckend ging er auf mich zu. You’ve been a little late on that light sagte der Officer zu mir, womit er – das muss ich unverhohlen zugeben – durchaus Recht hatte. W├Ąhrend ich noch nach meinem F├╝hrerschein kramte, schaute er auf die R├╝ckbank des Autos, wo das Baby freundlich mit den Armen fuchtelte. Gerade als er mit den Zulassungspapieren und meinem F├╝hrerschein zur├╝ck zu seinem Motorrad gehen wollte, viel ihm auf das er einen europ├Ąischen F├╝hrerschein in den H├Ąnden hielt. Da ich keinen US-F├╝hrerschein besitze, gab er mir alles zur├╝ck und lie├č uns mit dem Worten You not gonna do that again, right weiterfahren.

3568 Tage zuvor: Krimi ohne Mimi

Das Telefon klingelt aufgeregt. Die Frau ruft an. Bevor das Gespr├Ąch angenommen wird, f├Ąllt der Blick auf das Symbol f├╝r verpasste Anrufe. Es scheint nicht zum ersten Mal zu klingeln. Die Worten flie├čen schnell, mit einem leicht entsetzt geschockten Unterton. “Ausgeraubt” kommt darin vor. Und “K├╝che”. Von der Polizei ist die Rede. Und einem dreisten Handwerker. Doch was ist geschehen? Mit ein wenig Abstand l├Ąsst sich folgendes rekonstruieren.

Es ist Samstag-Abend und der Nachbar unseres neuen Hauses feiert eine Party. Bis in die Nacht hinein, f├╝nf oder sechs Uhr morgens. Nachdem die Party vorbei ist, versperrt er seine T├╝ren – ihm f├Ąllt auf unserem Grundst├╝ck nichts weiter auf. Am n├Ąchsten Morgen (oder eher Mittag) jedoch f├Ąllt ihm auf, dass die Hintert├╝r unseres Hauses aufsteht. Er denkt sich dabei jedoch nichts weiter.

Sonntag-Nachmittags dann statten Bekannte von uns unserem Haus den t├Ąglichen Besuch ab um nach zuschauen ob alles in Ordnung ist. Ist es nicht. Die T├╝ren sind nicht mehr verschlossen und in der K├╝che fehlen s├Ąmtliche Ger├Ąte: Herd, Mikrowelle, Geschirrsp├╝ler und K├╝hlschrank sind ordentlich ausgebaut worden und verschwunden. An ihrer statt klaffen jetzt offene L├╝cken in der K├╝che. Allein der Ofen ist noch da – vermutlich wusste jemand nicht wie man den ausbauen muss. Ein Koffer aus einem der Schlafzimmer fehlt ebenfalls.

Als die Polizei eintrifft ist es schon Abend. Genauer untersuchen wollen sie den Vorfall jedoch nicht; weil die Hausbesitzer nicht da sind. Sie schauen sich jedoch die T├╝ren an und sagen, dass niemand eingebrochen sei – zwar finden sich Spuren eines Brecheisens an der Hintert├╝r, damit sei sie jedoch nicht ge├Âffnet worden. Der Einbrecher muss demnach einen Schl├╝ssel gehabt haben. Und da er sich die Zeit genommen hat die K├╝chenger├Ąte sorgf├Ąltig auszubauen und den K├╝hlschrank, der ohne ihn anzuheben und zu kippen gar nicht aus der K├╝che heraus gewuchtet werden kann, mitzunehmen, muss er auch gewusst haben das wir l├Ąngere Zeit nicht da sein w├╝rden.

Montag-Nachmittags in Deutschland. Meine Frau bekommt den Anruf von unseren Bekannten das bei uns eingebrochen wurde. Wer alles einen Schl├╝ssel h├Ątte, wird sie gefragt. Die Antwort: Unsere Bekannten selbst, die nach dem Haus schauen sollen, und der Handwerker, der das Dach reparieren soll. Niemand sonst, da wir die Schl├Âsser erst vor zwei Wochen haben austauschen lassen. Der Handwerker wird angerufen.

Er sagt zu unserem Bekannten, er sei in dem Haus gewesen um sich alles noch mal anzuschauen. Das Eingebrochen wurde scheint ihn nicht zu wundern. Das er nicht wieder zur├╝ckkommen braucht um das Dach zu machen auch nicht. Au├čerdem meint er, dass es dann wohl der Vormieter war, der ja schlie├člich auch noch einige Sachen im Wohnzimmer stehen habe. Der Vormieter hat jedoch gar keinen Schl├╝ssel mehr – zumal die Schl├Âsser in der Zwischenzeit ausgetauscht wurden. Ein Anruf beim Cousin des Handwerkers (jemand, der mit meiner Frau zusammenarbeitet und auch den Kontakt hergestellt hat) l├Âste Entsetzen aus. Ihm (dem Cousin) wiederum wurde gesagt, dass er (der Handwerker) noch gar nicht wieder in dem Haus gewesen sei.

Anschlie├čend haben wir noch die Polizei in Miami angerufen. Die Crime Scene Investigation Unit (ja, das ist der CSI-Miami) ist daraufhin zu unserem Haus gefahren, hat jedoch nichts weiter feststellen k├Ânnen. Ein Detective wird sich der Sache jetzt annehmen.

3908 Tage zuvor: Dir entgegen...

Die Richtung stimmt grob. Wieso also nicht einfach immer weiterfahren, bis man ankommt? Nun, neben einigen Ausreden (kein Licht, kein Geld, keine Karten) hat mich dann nach einigen wenigen Kilometern der wahre Grund zur Umkehr bewegt: Die (mangelnde) Kondition.

Gen Osten

Allerdings muss ich sagen, dass ich es niemandem ruhigen Gewissens Empfehlen kann im Januar Fahrrad zu fahren. Jedenfalls dann nicht, wenn man ansonsten nur bei deutlich ├╝ber 20┬░C ├╝berhaupt daran denkt das Gef├Ąhrt aus dem Keller zu holen.